Limburger Bischof: Auch FAZ und „Spiegel“ beginnen mit der Kehrtwende…

Kommentar von Felizitas Küble

Nachdem kürzlich in der Tageszeitung DIE WELT und im Wochenmagazin FOCUS bereits aus dem Rahmen fallende Beiträge erschienen sind, die einen kritischen Blick auf die Kampagne gegen den Limburger Bischof werfen, beginnt jetzt auch bei den Hauptbetreibern jener Hetzjagd, nämlich FAZ und „Spiegel“, der wohl etwas quälend wirkende Versuch, in dieser Causa eine Kehrtwende anzusteuern.

Foto: Hans Martin SchmidtDies mag darin begründet sein, daß einige Journalistenlügen immer bekannter werden (zB. die Zeitungsente mit der 15.000-Euro-Badewanne zu Limburg); es kann aber auch damit zu tun haben, daß die Redaktionen erheblichen Druck von ihrer Leserschaft erhalten, die des hysterischen Treibens allmählich überdrüssig werden.

Bereits vor einigen Tagen ließ das Hamburger Meinungsmagazin „Der Spiegel“ ausgerechnet per Jakob Augstein nebst der gängigen Anti-Tebartz-Sprücheklopferei ganz neue „Töne“ verlauten.

So heißt es in diesem Artikel beispielsweise:

„Die Limburger werden ihm eines Tages dankbar sein, denn nach allem, was man sieht, ist diese bischöfliche Residenz ein ungewöhnliches Beispiel gelungener Architektur. (…) Die Kosten mögen zu hoch sein. Aber sie sind gut investiert. „Das Diözesane Zentrum ist exzellente Baukunst, eines der besten deutschen Neubauvorhaben seiner Art aus den letzten Jahren“, hat Rainer Haubrich in der „Welt“ geschrieben und das glaubt man mit Blick auf die Bilder sofort.

Ein „Protz-Bischof“, wie er auf dem Boulevard beschimpft wird, ist dieser Tebartz-van Elst gerade nicht, sondern ganz im Gegenteil ein geschmackvoller Mann, dem man allerdings ein solches Bauvorhaben nicht anvertrauen sollte. Aber für solche Differenzierung ist nur wenig Raum im Strudel all der Empörung. Das Keifen der Menge ist übrigens in der Architektur des öffentlichen Raumes kein guter Maßstab.“

Der „Spiegel“ sollte sich selbstkritisch die überfällige Frage stellen, w e r  denn wohl seit Monaten für das „Keifen der Menge“ gesorgt hat…

Ausgerechnet die FAZ gibt sich jetzt „korrekt“

Auch bei der „Frankfurter Allgemeinen“ scheint man aus taktischen Gründen bereits an einen Rückwärtsgang zu denken. Ausgerechnet Daniel Deckers, bekanntlich ein unermüdlicher Hauptagitator gegen den Limburger Bischof, erinnert jetzt unter dem Titel „Nicht nach Gutdünken“ daran:

„Auch er hat ein Recht auf die Einhaltung elementarer Regeln des Prozessrechts.“

Zudem erwähnt  der Kirchenredakteur der FAZ, daß noch Wochen oder Monate vergehen können, bis der Prüfbericht der Dt. Bischofskonferenz abgeschlossen ist: „Doch das Rechtsgut, um das es geht, ist diesen Preis wert.“ 

Abschließend läßt Deckers einen unnötigen Seitenhieb gegen den Papst los, statt endlich das eigene journalistische Kesseltreiben zu hinterfragen: „Nichts wäre gut in einer Kirche, in der ein Papst nach Gutdünken Bischöfe absetzen kann.“

Noch weniger wäre gut in einer Kirche, wenn unfaire MEDIEN in ihrem unstillbaren Machtrausch unliebsame Bischöfe nach Kampagnen-Unart zum Rücktritt drängen könnten.

HIER ein Interview mit der evangelischen Theologin Petra Bahr in der liberalen Wochenzeitung DIE ZEIT  – sie äußert sich sehr kritisch über das Kesseltreiben in den Medien gegen den Limburger Bischof: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-10/Limburg-Medien-Debatte?commentstart=89

Foto: Hans Martin Schmidt


4 Kommentare on “Limburger Bischof: Auch FAZ und „Spiegel“ beginnen mit der Kehrtwende…”

  1. Danke für die infos

    Gefällt mir

  2. Christoph Rebner sagt:

    Weiter so!

    Gefällt mir

  3. Marienzweig sagt:

    Hätten die „vornehmeren“ Medien, die sich doch besser dünken als die billigen Boulevard-Blätter, sachbezogener und weniger beleidigend berichtet, müssten sie jetzt nicht einen für sie wahrscheinlich beschämenden Teil-Rückzieher vornehmen.
    Faktenlage erklären, sachliche Kritik äussern, Stimmen aus pro- und kontra-Lagern zu Wort kommen lassen – das stelle ich mir unter ehrlichem Journalismus vor.
    Jetzt würde mich nur noch eines interessieren:
    Kommt der leise eingelegte Rückwärtsgang aus Einsicht, aus Kenntnis der Faktenlage oder spielt auch noch so etwas wie ein Reue-Gefühl mit?
    Wie fühlt sich ein Medienmensch, wenn er erkennen muss, dass er an der Demontierung eines Menschen aktiv mitgewirkt hat?

    Gefällt mir

  4. Arnold Arnstadt sagt:

    Noch weniger wäre gut in einer Kirche, wenn die MEDIEN Bischöfe im angemaßten Machtrausch nach Kampagnen-Unart zum Rücktritt drängen könnten.

    Hiermit bin ich ganz einverstanden! Der Hexenjagd muss unbedingt zu ende kommen.

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s