Günter Jauch: Talksendung um Limburgs Bischof zwischen Fakten und Sprücheklopferei

Kommentar von Felizitas Küble

Die ARD-Gesprächsrunde mit Moderator Günter Jauch am Sonntag, den 20. Oktober, drehte sich zunächst um Bischof Tebartz-van Elst und danach um das weite Feld der Kirchenfinanzen: Vatikanbank, Kirchensteuer, Bischofsgehälter, kirchliche Einrichtungen und vertraglich geregelte Staatsverpflichtungen gegenüber den Kirchen in Deutschland etc.

An der Talksendung nahmen neben Günter Jauch, der insgesamt  – für Fernsehverhältnisse  – noch relativ sachlich agierte, folgende Gäste teil: Schmid_Wuerzburg_2013_2

Dr. Albert Schmid (siehe Foto), Chef des Laienkomitees der Katholiken in Bayern und vertrauter Freund des Limburger Bischofs 
Heribert Prantl, von linker Seite gerne als „Edelfeder“ bezeichneter Ressortleiter der „Süddeutschen Zeitung“; er gehört zur SZ-Chefredaktion; Prantl sitzt zugleich im Beirat der äußerst kirchenfernen „Humanistischen Union“
Gisela Friederichsen, bekannte „Spiegel“-Redakteurin, die aus der katholischen Kirche wegen deren (wie sie meint) „traditionellen“ Haltung austrat, sich aber gleichwohl weiterhin subjektiv als „katholisch“ empfindet
Andreas Englisch, ehem. BILD-Reporter, Vatikankorrespondent und Bücherschreiber (vor allem Papstbiografien)
Norbert Feldhoff, früherer Generalvikar des Erzbistums Köln, Aufsichtsratsvorsitzender der kirchlich geprägten Pax-Bank
 

Zunächst zur Debatte um die Causa Limburg: 

Andreas Englisch neigte (nicht zum ersten Mal) zum Schwadronieren und Sprücheklopfen, was von dem entsprechend gepolten Publikum häufig mit Beifall quittiert wurde: je simpler seine Aussagen, umso stärker der Applaus.

Typisch war auch die sofortige Klatscherei vieler Zuschauer im Studio, als sich „Spiegel“-Redakteurin Friederichsen eindeutig pro Abtreibungsfreiheit äußerte und Erzbischof Johannes Dyba aus Fulda (verstorben im Juli 2000) in diesem Zusammenhang scharf kritisierte.

Frau Friederichsen hatte teilweise aber durchaus recht bei anderen Themen, etwa wenn sie nach den wortreichen Erzählungen von Andreas Englisch über die Armutsprinzipien des Papstes darauf hinwies, daß Franziskus auch noch andere Grundsätze wichtig finde, zB. die Barmherzigkeit. Daher glaube sie nicht, daß der Papst bei dem gleichsam „am Boden liegenden“ Limburger Bischof nachtreten werde.

Eingangs wurde Dr. Albert Schmid, der zur Zeit täglich mit dem Limburger Bischof telefoniert, von Günter Jauch gefragt, wie es um die Befindlichkeit und Seelenstimmung des jetzt in Rom weilenden Oberhirten stehe.

„Der Bischof geht mit den Problemen spirituell um“

Der oberste katholische Laienvertreter in Bayern erläuterte, Tebartz-van Elst sei innerlich durchaus „gefaßt“:

„Er geht mit den Problemen spirituell um“; er sehe sie gleichsam als geistliche Herausforderung an.

Schmerzlich sei für den Limburger Kirchenmann vor allem die Tatsache, daß „die Angriffe überwiegend aus seiner eigenen Kirche gekommen“ seien.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Tebartz-van Elst verstehe sich, so erklärte Dr. Schmid weiter, in seinem Amtsverständnis als Bischof der römisch-katholischen Kirche  –  und nicht etwa lediglich als leitender Angestellter kirchlicher Gremien in Deutschland.

Mit anderen Worten: Er fühlt sich in erster Linie dem Papst verpflichtet, von dem jeder katholische Bischof ernannt wird  –  seine Loyalität gehört nicht in gleicher Weise diversen kirchlichen Kreisen und Kommissionen.

Dr. Schmid erwähnte sodann, daß es im Bistum Limburg schon seit Bischof Kempfs Zeiten (70er Jahre) eine tendenzielle Los-von-Rom-Strömung gäbe.

Diese reformlustige Richtung wurde unter dem als „liberal“ gefeierten Bischof Kamphaus munter fortgesetzt, wie sich vor allem bei der Debatte um Abtreibung und Beratungsscheine in den 90er Jahren deutlich zeigte.

Vom Weihbischof in Münster zum Oberhirten von Limburg

Als nun Tebartz-van Elst  –  der eher konservative, „romtreue“ Weihbischof aus Münster  –  zum Oberhirten dieses weitgehend modernistisch ausgerichteten Bistums ernannt wurde, fand er eine äußerst schwierige Situation vor, wie man sich wohl lebhaft vorstellen kann.

Dr. Schmid erläuterte, daß der Limburger Bischof bis zu einem gewissen Grad durchaus Opfer dieser innerdiözesanen Spannungen sei.

Die Vorwürfe wegen der Baukosten seiner Residenz seien auch deshalb hochgekocht worden, um letztlich andere, tieferliegende und grundsätzliche Konflikte anhand dieses vorgeschobenen Themas auszutragen.

Es sei wichtig, so Dr. Schmid, auch in dieser Causa besonnen zu bleiben, rechtsstaatliche Grundsätze zu beachten, keine Vorverurteilungen vorzunehmen und nicht vorschnell den Stab über jemanden zu brechen, ohne sich sorgfältig zu informieren – kurz und gut: die Prinzipien der Fairneß einhalten.

Herr Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) schien insoweit auf beiden Ohren taub zu sein, denn nach dieser ruhigen, sachlichen Argumentation des katholischen Laienvertreters legte er erst richtig los:

Tebartz-van Elst sei „der erste deutsche Bischof mit Strafbefehl“ und könne daher „nicht mehr Bischof sein“. Dabei blieb völlig unerwähnt, daß es sich lediglich um einen Strafbefehl-ANTRAG der Hamburger Staatsanwaltschaft handelt, keineswegs um eine Gerichtsentscheidung  –  von einer rechtskräftigen Verurteilung ganz zu schweigen. Warum kehrt Prantl dieses entscheidende ABC des Rechtsstaats unter den Tisch?

Der kirchenkritische SZ-Chefredakteur agierte sodann mit lockeren Sprüchen etwa des Stils, daß Tebartz-van Elst bei dem Kirchenlied „Ein Haus voll Glorie schauet“ wohl gleich an seinen Bischofssitz denke. Derartige Flaxereien kommen bei einem oberflächlichen Studio-Publikum freilich besser an als eine besonnene, sachorientierte Argumentation, wie sie Dr. Schmid überzeugend vorlegte.

40 Millionen Euro für das Diözesan-Museum in Köln

Im Laufe der Diskussion wurde der ehem. Generalvikar nach dem Diözesan-Museum in Köln befragt, das immerhin die stolze Stumme von 40 Millionen Euro verschlang. Feldhoff betonte, die Entscheidung zugunsten des Museums sei durch alle gängigen kirchlichen Instanzen gegangen und dort mehrheitlich befürwortet worden.

Aber dieser eher formale Aspekt entbindet doch wohl nicht von der Frage, ob ein solcher Bau angemessen, geschweige notwendig ist.

Immerhin befindet sich in dem als „Protzbau“ verlästerten Diözesan-Zentrum in Limburg durchaus ein eigenes Bistums-Museum mit dem Domschatz  –  und zwar als eines von mehreren Gebäuden.

Folglich hat allein das Museum in Köln mit 40 Mill. € weitaus mehr gekostet als in Limburg das gesamte, doch so heiß „umstrittene“ Diözesan-Zentrum, wovon die Bischofswohnung nur einen Teil des Gebäudekomplexes darstellt, was in vielen Medienberichten allerdings unterschlagen wird.

25.000 Ordensleute leben ihr Armutsgelübde Tag für Tag

Dr. Schmid wies beim vieldiskutierten Thema „Armut“ und Bescheidenheit, das von Vatikanreporter Englisch ständig neu aufgewärmt wurde, auf die 25.000 Ordensleute in Deutschland hin, die von Armut nicht nur reden, sondern sich durch ihr Ordensgelübde für ihr ganzes Leben hindurch dazu handfest verpflichten.

Außerdem betonte er zu Recht, daß jeder Papst sein Amt auf Petrus selbst bezieht und auf den Felsen Petri zurückführt, nicht auf den jeweiligen Vorgänger. Daher solle man die jeweiligen Päpste, die durchaus ihren eigenen Stil haben dürfen, nicht gegeneinander ausspielen.

Am Schluß meldete sich die vermeintliche SZ-„Edelfelder“ wieder zu Wort und lieferte ein Beispiel mangelnder Kenntnisse:

Prantl empörte sich publikumswirksam darüber (natürlich war hier wieder viel Beifall aus dem Studio fällig), daß kirchliche Angestellte im Falle einer „Scheidung“ aus ihrer beruflichen Stellung herausfliegen würden.

Dieser Vorwurf ist theologisch völlig unsinnig und sachlich falsch: Wegen einer Scheidung wird kein kirchliches Arbeitsverhältnis gekündigt, sondern vielmehr erst im Falle einer zivilen Wiederverheiratung, obwohl das erste und einzige Eheband (auch im Falle einer Trennung oder Scheidung) sakramental fortbesteht.

Aber mit derlei Unterscheidungen ist ein Heribert Prantl offenbar überfordert.

DIESER ARTIKEL ist auch in der SÜDWATCH veröffentlicht: suedwatch.de/blog/?p=11524
81.169.144.135

Ebenso bei der JOURNALISTENwatch: http://journalistenwatch.com/cms/2013/10/21/guenter-jauch-talksendung-um-limburgs-bischof-zwischen-fakten-und-spruecheklopferei/

Ergänzende Infos zu Dr. Schmids sonstigen Aussagen im „Fall Limburg“ siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/10/16/causa-limburg-skandaloser-umgang-von-amtsbrudern-mit-bischof-tebartz-van-elst/

 


FAZ-Gerücht widerlegt: Psychiatrie-Professor dementiert „Autismus-Erkrankung“ des Limburger Bischofs

„Angriffe, die seine menschliche Würde verletzen“

Der Bruder des Limburger Bischofs hat Medienberichte über eine angebliche Autismus-Erkrankung des Kirchenmannes zurückgewiesen. In einer Erklärung betonte der Freiburger Psychiatrie-Professor Dr. Ludger Tebartz-van Elst:

Foto: Hans Martin Schmidt

Foto: Hans Martin Schmidt

„Als Bruder des Bischofs von Limburg und als Arzt kann ich aufgrund meiner Fachkenntnis und meiner Kenntnis der Biografie meines Bruders klar erklären, dass er weder an einem Asperger-Syndrom noch an einer anderen Variante von Autismus leidet.“ 

Er wolle davor warnen, „medizinische Krankheitsbegriffe als Mittel der Auseinandersetzung in persönlichen oder institutionellen Konflikten und Machtkämpfen zu missbrauchen“, erklärte der Mediziner.

Mit Bestürzung habe er verfolgt, wie sein Bruder nicht nur heftig kritisiert, „sondern mit böswilligen Unterstellungen und persönlichen Verunglimpfungen in seiner menschlichen Existenz angegriffen wird“.

Als Bischof müsse sich sein Bruder vielfältiger Kritik stellen: „Angriffe, die seine menschliche Würde verletzen, sind damit gleichwohl nicht zu rechtfertigen“, betonte der Mediziner.

Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) berichtet, der Bruder habe angeblich Vertrauten gesagt, der Bischof leide unter dem Asperger-Syndrom, einer Form von Autismus.   

Quelle: http://www.n-tv.de/panorama/Bistum-bestaetigt-Audienz-bei-Franziskus-article11575666.html


Franziskus besucht im März das Hl. Land

Papst Franziskus wird laut israelischen Medien im März 2014 das Heilige Land besuchen. Als erster Papst in der Geschichte könnte er im Zuge dessen auch dem israelischen Parlament einen Besuch abstatten.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Neben der Einladung ins Parlament wolle Franziskus u.a. die Klagemauer und die Stadt Bethlehem besuchen, meldete die Zeitung „Jerusalem Post“. Voraussichtlich werde der Papst vom Rabbiner Abraham Skorka aus Argentinien begleitet, mit dem er freundschaftlich verbunden ist.

Vergangene Woche war der Sprecher des israelischen Parlaments, Yuli Edelstein, Presseberichten zufolge in den Vatikan gereist und hatte den Papst erneut nach Israel eingeladen. Dabei habe Edelstein ihn auch gebeten, als Gast in die Knesset zu kommen. Es wäre der erste Besuch eines katholischen Kirchenoberhaupts im israelischen Parlament. Franziskus habe geantwortet: „Ich werden kommen.“

Zuvor hatte bereits Israels Staatspräsident Shimon Peres direkt nach der Papstwahl eine Einladung an Franziskus ausgesprochen. 

Quelle: ORF (österreichischer Rundfunk)


Causa Limburg: n-tv-Redakteur kritisiert „Hetzjagd“ gegen Bischof Tebartz-v. Elst

Obwohl der Nachrichtensender „n-tv“ im allgemeinen die Boulevard-Sprücheklopferei gegen den Limburger Oberhirten dummdreist mitmachte („Skandal-Bischof“, „Protzbau“ etc), erschien dort am gestrigen Samstag, den 19. Oktober, ein positiv aus dem Rahmen fallender Artikel von Fabian Maysenhölder unter dem Titel „Der Bischof und seine Auszeit in Rom“.

Der angenehm sachlich argumentierende Autor schreibt einleitend: e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

„Der Limburger Bischof verweilt in Rom und wartet auf eine Privataudienz bei Franziskus. Damit ist er aus der Schusslinie und sorgt dafür, dass Nüchternheit in den Fall einkehren kann. Es ist der einzig richtige Schritt, denn eine Chance hatte der Geistliche nie.“

Es hätte freilich theoretisch auch anders laufen können, so der n-tv-Redakteur:

„Ein Bischof, der vor seinen Gläubigen nach Rom flieht, dort vom Papst zurechtgewiesen wird und seinen Posten verliert. Das war es, und das ist es noch, was viele offenbar erwarten. Die Uhren der Kirche aber ticken anders. Das wird häufig kritisiert, doch in diesem Fall ist es unbedingt notwendig. Das weiß auch Papst Franziskus.“

Der Verfasser fügt nüchtern abwägend hinzu:

„Es ist wichtig, dass Franziskus sich nicht von dieser Welle der Empörung leiten lässt. Denn bislang sind zu viele Fragen ungeklärt, um den Konflikt angemessen zu regeln – entgegen dem Eindruck, der unter der Berichterstattung über den „Protz-Bischof“ entstehen könnte. Bislang ist völlig unklar, wer in Limburg für welche Dinge Verantwortung trägt und wie gewisse Entscheidungen zustande kamen.“

Sodann erinnert der n-tv-Redakteur an ein wesentliches Prinzip des Rechtsstaates:

„Die Unschuldsvermutung ist in Strafverfahren ein wichtiges Grundprinzip: Demnach ist jeder so lange unschuldig, bis ihm das Gegenteil bewiesen wird. Dieser Grundsatz sollte auch für den Umgang mit Franz-Peter Tebartz-van Elst gelten, egal wie lange die Klärung dauert.“

Doch genau dieses grundlegende Rechtsprinzip wird von vielen Medien  –  keineswegs allein von Sensations- und Straßenblättern, sondern auch von der sog. „Qualitätspresse“  – häufig mit Füßen getreten, wenn es gilt, die eigene Bekanntheit und Auflage durch reißerische Skandalmeldungen zu steigern  – und damit eine künstliche Empörungsmaschine anzukurbeln.

Für die Opfer solch unfairer Methoden ist das freilich bitter; hierzu stellt der Autor zutreffend fest:

„Nüchtern betrachtet hatte Tebartz-van Elst nie eine Chance, nachdem die Hetzjagd auf ihn eröffnet worden war. Die wenigen Dinge, die er äußerte, wurden stets als Worte eines uneinsichtigen Bischofs von Limburg ausgelegt. Jegliche – durchaus vernünftige – Versuche seinerseits, darauf hinzuweisen, man solle doch auf gesicherte Fakten durch entsprechende Untersuchungen warten, wurden als Verzögerungstaktik gebrandmarkt.“

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


„Verkündige Gottes Wort, ob gelegen oder ungelegen!“

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: 2 Tim  3,14-17.4,1-2:

Mein Sohn! Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast;  denn du kennst von Kindheit an die Heiligen Schriften, die dir Weisheit verleihen können, damit du durch den Glauben an Christus Jesus gerettet wirst.  kleines-rituale

Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit; so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein.

Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich:

Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob gelegen oder ungelegen; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.


Peter Hahne zur Causa Limburg: „Habe selten so viel Haß und Häme erlebt.“

Der evangelische Theologe und bekannte Fernsehjournalist Peter Hahne übt scharfe Kritik am Umgang weiter Teile der Öffentlichkeit und der Medien mit den Vorgängen im katholischen Bistum Limburg.

So viel Hass und Häme wie gegen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst habe er selten erlebt, schreibt Hahne in seiner Kolumne in der Zeitung „Bild am Sonntag“ vom 20. Oktober.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Im Radio sei der Kirchenmann als „Eichhörnchengesicht“ verspottet worden; im Fernsehen habe ein Komiker ein Twitter-Foto kommentiert, das Tebartz als Außerirdischen oder als Horrorfigur „Gollum“ aus dem Roman „Herr der Ringe“ dargestellt habe.

Der Berliner TV-Moderator hierzu: „Es schreit zum Himmel, wenn erklärte Christen oder Kirchenleute sich daran beteiligen und mit ihrem Spott Talkshow-Honorare kassieren.“

 Jetzt werde auch noch „das brenzlige Thema Kirchensteuer“ diskutiert. Das frühere EKD-Ratsmitglied Hahne: „Das scheuen die Kirchen wie der Teufel das Weihwasser.“

Er habe nie verstanden, warum die beiden großen Kirchen damit so defensiv umgehen. Denn die 9,8 Milliarden Euro, die sie im vorigen Jahr aus Kirchensteuern erhalten haben, flössen in Aufgaben, „die die Kirchen besser wahrnehmen, als der Staat es vermag: Notfall- und Militärseelsorge, Caritas und Diakonie, Jugend- und Seniorenarbeit und die selbst unter Atheisten gefragten Kitas und Schulen“.

Die Kirchen unterhalten, wie Hahne erläutert, mit staatlicher Förderung so prächtige Kulturgüter wie den Kölner Dom oder die Wieskirche: „Nach Limburger Maßstäben müsste man solche Kunstschätze allesamt Prunk- und Protzbauten nennen. Auch für Kathedralen hätte man einst Sozialwohnungen bauen und Armen helfen können!“

Deshalb halte er „das Theater um die 30 Millionen Euro für ein denkmalgeschütztes Ensemble in Limburg für lächerlich, zumal es nicht aus den Kirchensteuern finanziert wurde, sondern vom ‚Bischöflichen Stuhl‘  – und der sei aus den sogenannten „Staatsleistungen“ als Entschädigung für die Enteignung der Kirchen vor mehr als 200 Jahren gespeist.

Quelle: http://www.idea.de


Wie Israel einen Angriff durch Kampfesmut und das Gebet des Moses besiegte

Aus der heutigen liturgischen Sonntags-Lesung der kath. Kirche: Exodus 17,8-13:

In jenen Tagen kam Amalek und suchte in Refidim den Kampf mit Israel. Daher sprach Moses zu Josua: Wähle uns Männer aus, und zieh in den Kampf gegen Amalek! Ich selbst werde mich morgen auf den Gipfel des Hügels stellen und den Gottesstab mitnehmen. kt2012-p1110153

Josua tat, was ihm Moses aufgetragen hatte, und kämpfte gegen Amalek, während Moses, der Hohenpriester Aaron und Hur auf den Gipfel des Hügels stiegen.

Solange Moses seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker. Als dem Moses die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben ihn unter Moses und er setzte sich darauf.

Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, so daß seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging.

So besiegte Josua mit scharfem Schwert Amalek und sein Heer.