Inklusion: ein Konzept auf Abwegen

Von Almut Rosebrock

Nun ist sie also „durch“, die Inklusion im NRW-Landtag: Auch behinderte Kinder haben nun einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Regelschule.

Almut Rosebrock

Almut Rosebrock

Die Lehrer haben jetzt schon ihre liebe Not, den umfangreichen und komplizierten Stoff an die Schüler  –  die oft ganz andere Dinge im Kopf haben  –  zu vermitteln. Wie der Mathematik-Vergleich zeigte, gelingt das eher weniger als mehr.

Es handelt sich doch um komplexe Themen, die nicht so einfach in jedermanns Kopf kommen. Ebenso wie Vokabeln, Grammatik-Zusammenhänge, komplexe (und teils brutale) Lektüren, physikalische und chemische Formeln usw.

Hat ein Kind intellektuell den Boden unter den Füßen verloren, was angesichts höherer Anforderungen auch bei den „normalen“ schnell geschieht, kann der beste Schulhelfer kaum etwas machen. Und ein Lehrer, der merkt, dass Schüler absolut nicht mitkommen, kann nicht „in Ruhe“ weiterunterrichten“.

Die Stoffvermittlung wird noch schwieriger werden. Die Lehrer müssen sich auf noch Anderes konzentrieren.

Zum Thema Fortbildungen: Für jede Fortbildung fällt Unterricht aus.

Ich halte dieses politisch gewollte Vorhaben für sehr kritisch und plädiere für einen Erhalt von Schutzräumen für „besondere Kinder“, in denen sie liebevoll, nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten, aufwachsen dürfen.

Und ich hoffe, dass Eltern dieser Kinder auch den Mut haben werden, das einzufordern. Allerdings wird durch Abzug der „Starken“ die „Rest-Förderschule“ noch an Möglichkeiten verlieren.

Almut Rosebrock, Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“
Rheinblick 1 in 53343 Wachtberg
Tel. 0228/340926
www.glmk.de


2 Kommentare on “Inklusion: ein Konzept auf Abwegen”

  1. Exklusion = Ausschließung,
    Inklusion = Einschließung
    Warum machen wir Schulen zu Schließanstalten?

    SCHULEN sollten doch ORTE DES LERNENS sein, besonders für Erwachsene.
    LERNEN heißt je: Fährten des Lebens folgen.
    Nein, Unterrichten, Beibringen, Vermitteln erschwert und verhindert LERNEN, das sollten wir endlich erkennen und diesen Unfug beenden.

    LERNEN macht schon Kinder zum Vorbild – und zu LEHRERN.
    Wenn dich deine ErLEBnisse auf den Fährten des Lebens so faszinieren, dass andere neugierig werden und dir VON SICH AUS FOLGEN WOLLEN, bist du LEHRER, sonst nicht.

    Wer unterrichtet ist Unterrichter.
    Unterricht kommt von oben herab und richtet – wie man gut beobachten kann – nach unten.
    Unterricht macht Druck und mit Druck kann man Kräfte schlecht lenken;
    der Bauer weiß das und spannt drum die Pferde nicht hinter sondern VOR den Wagen.
    Von Druck werden Talente nicht satt sondern matt und platt.
    Unter Druck wächst nichts.

    Wenn wir einen Stein auf den Rasen legen, geht das Gras darunter ein.
    Wenn wir den Stein auf die Seele legen, wirkt es nicht weniger vernichtend.
    Druck komprimiert Mensch + Problem; das ist das exakte Gegenteil von LÖSUNG.
    Dennoch sind wir darauf dressiert, dass wir nach MEHR DRUCK schreien, wenn wir eine LÖSUNG wollen. Das ist total pervers.

    In der neuen Ich-kann-Schule ist SOG das Grundprinzip.
    Sog löst.
    Sog richtet auf.
    Sog macht wachsen.
    Mit Sog lassen sich die Kräfte piunktgenau lenken. Mühelos.

    Die SOG-Wirkungen des Leben kann jeder spüren und sich ihrer bedienen.

    Wenn ich den Hunger von Seele und Geist eines Kindes spüre und ihm ganz gezielt Achtung und Anerkennung für die Talente gebe, die ihm andere in wissenschaftelhuberischer Verblendung abgesprochen haben, dann kommen diese angeblich nicht vorhandenen Talente bei mir wieder heraus, entfalten und entwickeln sich und wachsen und lösen die Probleme, für die sie der Mensch hat.

    Da stellt sich weder die Frage von Exklusion noch die von Inklusion, wenn du mit deinem Tun SOG-WIRKUNG hast.

    Und wenn Du keine Sog-Wirkung hast und Druck machst, bist Du bloß Lehrplanvollzugsbeamter und behinderst das Wachstum des Lebens in diesem Menschen.
    Mit SOG hast Du eine FEINE Wirkung auf die entscheidenden FEINEN Kräfte von Geist und Seele; mit Druck erreichst Du mit diesen sensiblen Kräften nie im Leben, was du willst.

    Seine bewussten Anstrengungen zu verdoppeln, wie in der Pädagogik üblich, ist ein vollkommen verfehlter Umgang mit dem Leben, der erst solche Probleme produziert, wie wir sie dann auf der Formaleben zwischen Ex- und Inklusion unverstanden hin und her schieben.

    Wir sollten endlich mal aufwachen und uns bewusst werden, dass wir in der Pädagogik seit Jahrzehnten die Probleme nur vergrößert haben, weil wir noch nicht einmal die tatsächlichen Probleme erkannt haben. Wir arbeiten uns ständig mit SCHEINproblemen auf und ignorieren die SEINSprobleme.

    Probleme erSCHEINen stets als SACHprobleme, sie SIND aber immer PERSÖNLICHE Probleme.

    Wenn ich in der Ich-kann-Schule für Persönlichkeitswachstum sorgen, lösen die Kinder auf einmal ABufgaben, die sie gar nicht können dürften, ohne dass sie dafür etwas geübt haben. Ja, sie verlangen, wenn das Persönlichkeitswachstum weiter gestärkt wird, von sich aus nach schwereren – der neuen Persönlichkeit angemessenen – Aufgaben.
    Nicht wer sich quält sondern wer wächst, wird dem Leben gewachsen.

    Und das ist ganz einfach zu erzielen, indem man sich was einfallen lässt, was ZIEHT.

    Ich freue mich auf Euren Erfolg.

    Franz Josef Neffe

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  2. Thomas Müller sagt:

    Bei „Inklusion“ geht es in den Medien immer bloß um das Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Doch im Alltag ist etwas ganz Anderes das Problem: Der größten Teil der zu inkludierenden Kinder sind schwer erziehbar und deshalb auf speziellen Förderschulen. Es gibt heute regelrechte Inklusionsklassen, bei denen kaum noch ein Lehrer es schafft, mit den Schülern klarzukommen. Häufig muss zu zweit unterrichtet werden. Disziplinarische Maßnahmen laufen meist ins Leere. Die Lehrer sind wie zahnlose Wölfe. Auf diese Weise gehen viele „normale“ Schüler unter.

    Es sollte doch Gleiches gleich und Ungleiches ungleich behandelt werden, weil es dem Einzelnen besser gerecht wird. Und was Behinderungen anbetrifft, so war es in der Vergangenheit auch möglich gewesen, körperlich behinderte Schüler mit nicht-behinderten zu unterrichten. In dieser Hinsicht bietet die „neue Inklusion“ keinerlei Fortschritt.

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