Causa Limburg: Die „Barmherzigkeit“ des Papstes ist jetzt unerwünscht…

Seit Monaten wird in zahlreichen Medien das hohe Lied der Barmherzigkeit gesungen, das Papst Franziskus angeblich in den Mittelpunkt seines Denkens und seiner Predigten stelle.

Foto: Radio Vatikan

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Dies scheint vielen Journalisten bei Themen von A – Z (von Abtreibung bis Zölibat) sehr entgegenzukommen, wobei sie gerne übersehen, daß Franziskus in all diesen Punkten eindeutig die Lehre der Kirche vertritt, wenngleich er zugleich die Barmherzigkeit in der Seelsorge gegenüber dem Einzelnen betont.

Das ändert freilich nichts an den Prinzipien der Kirche, die auch Franziskus aufrechterhält. Vielfach können Presseleute leider zwischen Person und Sache nicht unterscheiden – doch der Papst kann dies sehr wohl!

Abgesehen von der Einseitgkeit und Oberflächlichkeit jener Betrachtungsweise ist des Papstes „Barmherzigkeit“ jetzt plötzlich verpönt, wenn jener Mensch, den er fair und väterlich behandelt, Bischof Tebartz-van Elst heißt, derzeit Buhmann Nr. 1 in Deutschland.

Medienmagazin PRO

Foto: Medienmagazin PRO

Angesichts der päpstlichen Entscheidung, den Limburger Oberhirten im Amt zu belassen und ihm zugleich eine Auszeit zu gönnen, was diesem nur entgegenkommt, sind viele Medienmacher enttäuscht und irritiert, weigert sich der Vatikan doch beharrlich, nach der Pfeife gewisser „Leitmedien“ zu tanzen bzw. sich von jener Schlammschlacht aus Deutschland unter Druck setzen zu lassen.

Um diese herbe Niederlage nicht direkt einräumen zu müssen, wird jetzt ausgerechnet an der sonst gerne gewürdigten päpstliche „Milde“ und Barmherzigkeit herumgemäkelt –  keineswegs nur von Boulevardblättern und Straßenzeitungen, sondern auch von angeblich „seriöser“ Seite, wie zB. seitens der ORF-Nachrichten:

„Papst Franziskus belässt den Limburger Bischof (…) vorerst im Amt. Er soll lediglich eine Auszeit nehmen. Was für ein Signal sendet der als bescheiden gerühmte Franziskus damit? Warum schont der Papst den „Luxusbischof“? Ist die Entscheidung zu milde?“

Das hätten viele Journalisten und Öffentlich-Rechtlichen wohl gerne, wenn der Papst nur jene „schont“, die in ihren Themenkatalog passen  – aber gottlob ist die Kirche keine Sklavin der Medien und der Vatikan kein Erfüllungsgehilfe von BILD, „Spiegel“, FAZ und Co.

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und Christoferuswerks in Münster

Foto-Quelle: http://www.pro-medienmagazin.de/


5 Kommentare on “Causa Limburg: Die „Barmherzigkeit“ des Papstes ist jetzt unerwünscht…”

  1. Anonymous sagt:

    Nun ja, Frau Küble, vielleicht sollte man mal genau nachschauen, wie das denn mit der Barmherzigkeit so ist. Empfänger von Barmherzigkeit als Ausfluss von Gnade kann ja nur der Demütige sein und nicht der Stolze.

    Und Barmherzigkeit heißt ja nicht, einfach so zu tun, als gäbe es kein Problem.

    Gut, dass Bischof Tebartz-van Elst (hoffentlich aus eigener Einsicht) seinen Rücktritt angeboten hat und der Papst ihn annahm. Das ist das Barmherzigste, was der Diözese Limburg und dem Herrn Bischof selbst widerfahren konnte.

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  2. […] Original: https://charismatismus.wordpress.com/2013/10/23/causa-limburg-die-barmherzigkeit-des-papstes-ist-jetz… 0 Kommentare »   […]

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  3. Uli sagt:

    Die Kirche ist doch von JESUS CHRISTUS gegründet worden.

    Wenn man JESUS die Kündigung schickt, weil man mit einem Priester oder Bischof nicht klarkommt, verstehe ich es nicht.

    Die Situation in der Kirche ist natürlich verbesserungsbedürftig und genau deswegen
    darf man nicht kündigen, sondern muß versuchen bei der Verbesserung mitzuhelfen.

    Als stinknomaler Kirchenbesucher hat man doch ein schönes, bequemes Leben.

    Wenn man versucht sich in die Rolle von einem Priester oder einem Bischof hineinzuversetzen (was man ja eh nicht richtig kann) dann sieht das schon anders aus.

    Wenn man sieht, wie manche Priester und Bischöfe miteinander umgehen, kann man verstehen, wenn sich der ein oder andere am liebsten mal Luft auflösen möchte.

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  4. Christoph Rebner sagt:

    Keine Bilder der Diözesan-Immobilien zeigen Prunk-Bauten des Bischofs, der andächtig die Messe feiert.

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  5. Gelobt sei Jesus Christus! sagt:

    „Das ist der w a h r e Skandal.“

    Ich denke, den Bischof für eine Zeit aus der Schusslinie zu nehmen ist eine gute Lösung und Entscheidung.

    Vielleicht beruhigt sich die nach Kirchenskandalen lechzende „Medienmeute“ in dieser Zeit auch und kommt wieder zu Besinnung. Die befinden sich ja wie in einem Rauschzustand.

    Traurig ist es in diesem Zusammenhang, dass es durch eine unsachliche, verantwortungslose Stimmungsmache und Berichterstattung gelungen ist, den boshaften Eifer einiger menschlicher? Zweibeiner anzustacheln und eine gnadenlose Meute gegen die Familie des Bischofs aufzuhetzen und dazu animiert Morddrohungen auszustoßen.

    Das ist der w a h r e Skandal. Hier findet ohne jedwede sachliche Grundlage eine Vorverurteilung statt. Und da wollen uns diese Art von Medien auch noch weiß machen, dass es die Kirche ist, die im Mittelalter lebt. Das ist Hexenjagd im Elektronikzeitalter – im 21. Jahrhundert!

    Diese Blättchen, Nachahmer und Gleichgesinnte haben nichts weiter im „Focus“ als ihr eigenes Überleben. Sie bedienen dabei gerne das in der Allgemeinheit verbreitete Bild von Kirche, das sich nur auf Geld, Missbrauch und Äußerlichkeiten beschränkt.

    Dabei wird gern auf maßlose Übertreibungen ( z.B. – dem Bistum Limburg laufen die Katholiken in Scharen davon ) zurückgegriffen, um den eigenen Worten mehr Gewicht und der Situation größere Dramatik zu verleihen. Das klingt gerade so, als ob diese Art von Medien ein sorgendes Interesse am zahlenmäßigen Bestand der katholischen Kirche hätte.

    Diese Art von Schreiberlingen wissen genau, dass der Mehrheit der Menschen der christliche Glaube nichts mehr bedeutet. Nur deshalb können sie sich so weit aus dem Fenster lehnen. Sie agieren aus der sicheren Deckung einer mehrheitlich gleichgeschalteten Öffentlichkeit, die jeden Euro für die Kirche als Verschwendung und Verlust für eigene gesellschaftliche Vergnügungen empfindet – dabei spielt die Höhe der Summe eine untergeordnete Rolle.

    Die „Katholiken“ – die im Bistum Limburg angeblich wegen des im Verhältnis kleinen „Bauskandälchens“ ausgetreten sind – waren „Papierkatholiken“ auf die gerne verzichtet werden kann und denen man als Katholik keine Träne nachweinen muss.

    Mich wundert nur, dass diese rechtschaffenen „Vorzeige“-Bürger nicht schon längst wegen der wahren Steuer- und Bauskandale die BRD verlassen, ihre Staatsbürgerschaft aufgekündigt haben und ausgewandert sind.

    Wenn es diese eifrigen Gutmenschen immer noch nicht gemerkt haben – Deutschland wird gerade an die Banken verkauft und die Steuerzahler und Sparer werden in Gesamthaftung für Bankrottstaaten genommen.

    mfg

    P.S.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/affaere-um-tebartz-van-elst-familie-des-protz-bischofs-erhaelt-morddrohungen_aid_1137076.html

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