Realsatire in Limburg: Von der „Bischofsresidenz“ zur Suppenküche?

Die katholische Webseite „Kreuzknappe“ berichtet zur aktuellen Debattenlage in der Causa Limburg folgendes:

„Zuzutrauen wäre es den Herren aus dem Limburger Domkapitel: Wie der „Spiegel“ heute und nicht etwa am 1. April verkündet, inzwischen rasch und dankbar von zahlreichen Abschreiber-Medien aufgegriffen, prüft das Limburger Ordinariat „und der Klerus“ (und das ist nach Meinung des SPIEGELS das Domkapitel) zukünftige Verwendungsmöglichkeiten des neu erbauten Diözesanen Zentrums.

Foto: Hans Martin Schmidt

Foto: Hans Martin Schmidt

Der „Geldgeschmack muss weg“, habe man dem SPIEGEL zugetragen, heißt es. Und deshalb will man daraus eine Suppenküche, einen öffentlichen Garten mit Café oder ein Asylbewerberheim machen.

Der Vorschlag würde jedenfalls recht gut in die hysterische Debatten-Landschaft passen. Man könnte für ein paar weitere Millionen umbauen und dann irgendwo anders für den alten oder den neuen Bischof das nach früheren Angaben des Domkapitels (…) so dringende Domizil für den Bischof ganz neu für noch ein paar weitere Millionen errichten.“

Aufschlußreich und von teils originellen Einfällen geprägt sind bei „Kreuzknappe“ auch die Leserkommentare  –  hiervon einige Auszüge:

Ein „Ordinariatsgeschädigter“ schreibt ironisch:

„Einer der Hauptkritiker des derzeitigen Limburger Bischofs (er ist noch im Amt!) ist im Domkapitel Johannes Graf von und zu Eltz. Wie man weiß, ist dessen Familiensitz die in ihrem Privatbesitz befindliche Burg Eltz.
Diese wurde gerade mal für sagenhafte 5,1 Millionen Euro saniert. Und davon hat das Land Rheinland-Pfalz nach eigenen Angaben allein  4 Millionen aus Steuergeldern beigetragen. Also unter diesen Umständen sollte man dann aber bitte auch schnell aus der protzigen Burg einen Jugendknast machen!“

Richard Dorn präsentiert ebenfalls eine „passende“ Umnutzungs-Idee:

„Ergänzender Vorschlag: Die bischöfliche Privatkapelle würde sich doch hervorragend als Bauerntheater eignen. Dann könnte dort in täglichen Aufführungen das Limburger Domkapitel irgendwelche lustigen Schwänke aus dem Leben des Ordinariats aufführen. Mit dem Erlös könnte man ein kleines Seniorenzentrum für ausscheidende Domkapitulare errichten.“

Eine „Zeitungsfrau“ sorgt zudem für die nötige Sachkompetenz:

„Ich habe den Verdacht, dass dem Limburger Domkapitel auch grundlegende Kenntnisse im Baurecht fehlen. Sonst müsste man nämlich wissen, dass eine solche Nutzungsänderung genehmigungspflichtig ist und im Falle von baulichen Änderungen wie ein Bauantrag behandelt wird. Was passieren kann, wenn man den Antrag auf Nutzungsänderung nicht stellt, kann man gerne beim Freisinger Diözesanmuseum erfragen (grins)
Abgesehen davon würde die Veränderung der Bausubstanz erheblich und damit sehr kostspielig sein: Heute sind für öffentliche Gaststättenbetriebe usw. ganz bestimmte Standards Vorschrift, wie z.B. eine bestimmte Anzahl und Größe der Toiletten, der Küche und vieles mehr. Im Falle des Limburger Bischofshauses würde der Umbau also sehr teuer. Na dann viel Spaß dabei!“

QUELLE und vollständiger Artikel samt Leserkommentaren hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2013/10/eilmeldung-soll-aus-dem-protzigen.html

Zudem finden wir auch diesen Beitrag zur Causa Limburg höchst aufschlußreich: http://kreuzknappe.blogspot.de/2013/10/limburg-aktuelle-pressekonferenz-des.html


6 Kommentare on “Realsatire in Limburg: Von der „Bischofsresidenz“ zur Suppenküche?”

  1. Uli sagt:

    http://www.hoffnungszeichen.net/

    Schaut euch bitte Bild Nr. 7 an – so kann es einem Bischof auch ergehen.

    Ich glaube Bischof Algermissen, was er sagt.

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    • Uli sagt:

      Ich verstehe nicht, wie nun auf einmal eine Seite von den Malthesern da hineinhuschen konnte.

      Eigentlich wollte ich etwas von T-Online einfügen, da waren ein paar Fotos über den
      Lebensstil von Bischöfen.

      Bischof Algermissen lebt in einer 174 qm großen Luxus-Barockwohnung und dies nicht so ganz freiwillig, denn eine kleinere Wohnung wäre ihm lieber.

      Hoffnungszeichen sind in unserer Zeit ja sehr wertvoll, von daher ists sicher nicht so schlimm, dass mir da ein kleiner Fehler unterlaufen ist.

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      • Gelobt sei Jesus Christus! sagt:

        Zitat Bild Nr. 7

        Fulda: Bischof Heinz-Josef Algermissen lebt nach eigenen Angaben wider Willen in barockem Luxus. Auf 174 Quadratmetern Wohnfläche zu residieren, sei „natürlich nicht zeitgemäß“. Algermissen hätte lieber in eine kleinere Dienstwohnung.

        Zitat Ende

        Solche bescheidenen ? Sprüche kommen beim Volk und den Medien immer ? gut an.

        Bei einem Volk, das es mehrheitlich bewundernswert findet, wenn ihre durch die Medien hofierten millionenschweren Stars und Sternchen der unterschiedlichsten Vergnügungssparten ganz „unzeitgemäß“ in teuren Luxusvillen wohnen – noch dazu mit Wohnsitz im Ausland, um Steuern zu sparen.

        mfg

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      • Uli sagt:

        Hallo (Herr oder Frau) Gelobt sei Jesus Christus,

        soll denn ein Herr der Schöpfung, der in das gemütliche NESTCHEN Fulda ziehen DARF, weil er Bischof geworden ist, protestieren und sagen: NEIN, in die Wohnung ziehe ich aber nicht ???

        Sicherlich war es jahrelang so üblich, ganz demütig in die freigewordene Wohnung einfach einzuziehen.

        Papst Franziskus hat die Wohntradition seiner Vorgänger gebrochen (das kommt auch gut an) und vielleicht wird es ja nun Mode.

        Wo soll denn der Bischof von Fulda Deiner Meinung nach wohnen ?

        Platz hätte er doch auch im Priesterseminar oder am Frauenberg im Kloster – mitten unter Menschen eben und nicht so distanziert.

        Mir ist es schon klar, dass es in der Kirche auch eine Hierarchie gibt, das war doch immer schon so.

        Meiner Meinung nach stehen alle „berufenen“ Menschen auf einer Ebene und dürfen sich
        auf einer HÖHE in die Augen schauen.

        Ob es sich hierbei um eine Krankenschwester handelt, eine Nonne, einen gläubigen
        arbeitslosen Hausmann, einen Priester, einen Bischof, sogar den Papst ist fast wurscht.
        Auf der sogenannten anderen SEITE steht höchstens JESUS und selbst JESUS
        mag das distanzierte Alleinsein nicht, denn er ist MITTEN UNTER UNS gekommen,
        weil er bei uns sein will.

        Genauso will ein BISCHOF mitten unter uns sein – so wünsche ich mir das jedenfalls.

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  2. Marienzweig sagt:

    Immer vorausgesetzt, die Meldung stimmt:
    Man will „gut“ sein, man will ein Herz für Arme zeigen – so eine Suppenküche könnte dies vorteilhaft zur Geltung bringen.
    Wo es doch vorher nichts dergleichen in diesem speziellen Gebäude gab.
    Aber die Herren de Domkapitels, jeder einzelne von ihnen, könnte ja auch seine eigene Wohnung und das Essen mit den Armen teilen und in eine Suppenküche, wenn auch räumlich kleiner ausfallend, umwandeln.
    Das umstrittene Bauprojekt könnte dann seiner ursprünglich zugedachten Bestimmung zugeführt werden und die Armen hätten trotzdem eine warme Suppe in angenehmer Umgebung.
    Denn ich gehe davon aus, dass auch die Domkapitulare nicht in „arme-Leute-Häusern“ wohnen.
    Ob sich später der zurückgekehrte Bischof Tebartz-van Elst oder ein evtl. neu ernannter Limburger Hirte in der bereits fertiggestellten Wohnung im umstrittenen Wohnsitz niederlassen will, wird man sehen.
    Frei wäre sie jedenfalls!

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