Oho, in Köln steht ein Protzbau…

Aktueller Info-Bericht aus der Webseite „Kreuzknappe“:

Das überteuerte Diözesane Zentrum in Limburg (das übrigens nur zu einem geringen Teil aus dem Haus des Bischofs besteht) zieht die Medien an wie ein Kuhfladen die Fliegen.

Teile der Limburger Diözesanen sind derart von Schamgefühlen geplagt, dass sie das teure Bauwerk für die Zeit nach Bischof Tebartz-van Elst für noch mehr teures Geld umbauen wollen.  Köln-MoscheeDSC_0598_ShiftN

Da die Vorstellungen darüber, was Protz ist und was nicht, in großen Teilen der Öffentlichkeit und des Bistums Limburg schon erste Anzeichen einer Katholikenphobie zeigen, werfen wir doch heute mal einen kurzen Blick in Richtung Köln.

Es geht ebenfalls um einen Neubau. Aber der ist überhaupt nicht protzig, zumindest gibt’s so gut wie keine mediale Hysterie deswegen. Man wird sich auch hüten, darüber herzuziehen, denn das wäre politisch inkorrekt.

Es handelt sich schließlich um die immer noch nicht fertig gestellte Kölner Zentralmoschee!

Wegen Streitereien über Baumängel ist die Eröffnung immer wieder verschoben worden. Die überhaupt nicht protzige Moschee mit den beiden überhaupt nicht protzigen Minaretten (jeweils 55 Meter hoch, also mehr als 20 Stockwerke!) ist ein Musterbeispiel an baulicher Bescheidenheit  – Artikel mit Foto siehe z.B. —> HIER !

Mickrige 11 Millionen sollte das Gebetshaus mal kosten, inzwischen liegen die Schätzungen bei 38 Millionen Euro, Ende noch offen…

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2013/10/vergesst-limburg-in-koln-steht-ein.html

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


„Emma“-Aufruf gegen rot-grünes, liberales Prostitutionsgesetz: „Moderne Sklaverei“

Grüne unterzeichnen den Appell nicht

Für eine Abschaffung der „modernen Sklaverei“ durch Prostitution in Deutschland setzen sich mehr als 200 Prominente ein. Zu den Unterzeichnern des Appells der Frauenzeitschrift EMMA zählen zB. der Sänger Reinhard Mey, die Schauspielerinnen Cornelia Froboes und Maria Furtwängler sowie aus der Politik zB. Maria Böhmer (CDU), Bodo Hombach (SPD) und Silvana Koch-Merin (FDP).

Das RECHT hilft der JUGEND

Das RECHT hilft der JUGEND

Unterstützt wird der Appell zudem von der Präsidentin der jüdischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch.

Die Unterzeichner engagieren sich für eine Änderung des im Jahre 2002 von der rot-grünen Bundesregierung verabschiedeten Gesetzes, das „Sexarbeiterinnen“ angeblich schützen sollte. Laut „Emma“ fördert es aber die moderne Sklaverei und trägt „die Handschrift der Frauenhändler und Lobbyisten“.

Weltweit seien Frauenhandel und Prostitution neben dem Waffen- und Drogenhandel die Geschäfte mit den höchsten Profitraten  –  auf Kosten der Prostituierten. Über 90 Prozent landeten in der Altersarmut, ganz zu schweigen von den Ausländerinnen aus der Armuts- und Zwangsprostitution.

Deutschland: Drehscheibe für Frauenhandel

Das Reformgesetz von 2002 habe Deutschland „zu Europas Drehscheibe für Frauenhandel und zum Paradies für Sextouristen aus den Nachbarländern“ gemacht. Hingegen hätten beispielsweise die skandinavischen Länder schon vor Jahren die Ächtung und Bestrafung von Freiern eingeführt.

Der Appell fordert eine Gesetzesänderung, Prävention in Deutschland und den Herkunftsländern sowie Hilfen zum Ausstieg aus dem Sex-Gewerbe. Außerdem gehe es um Ächtung und, wenn nötig, Bestrafung der Freier.

Neben der breiten Unterstützung von Prominenten folgten aber auch einige Verbände und Parteien dem Aufruf nicht, darunter Bündnis 90/Die Grünen. Laut „Emma“ sind die Grünen „die Erfinder der ‚Prostitution als Beruf’“.

Quelle: http://www.idea.de


EHE: auch in der Bürde liegt die Würde

Das neue ECCLESIA-Plakat aus dem KOMM-MIT-Verlag:

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Israel hilft heimlich vielen syrischen Flüchtlingen in Jordanien

Der brutale Bürgerkrieg zwingt viele Einwohner, ihre Heimat zu verlassen und in benachbarte Länder zu fliehen. Allein der Norden Jordaniens wurde im vergangenen Jahr von rund einer halben Million Flüchtlingen überflutet. IMG_1093

Etwa die Hälfte von ihnen ist in einem riesigen Flüchtlingslager der Vereinten Nationen untergebracht. Die anderen überleben nur dank des Einsatzes von nichtstaatlichen Hilfsorganisationen. Darunter ist auch  –  von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen  –  eine israelische.

IsraAid nennt sich die Organisation, die wie viele andere auch physische und emotionale Hilfe leistet und mehrere hunderttausend Syrer erreicht. Diese humanitäre israelische Gruppe hat schon früher viel Erfahrung in Afrika und anderen Gebieten sammeln können. In Jordanien verpacken die Mitarbeiter täglich lebensnotwendige Güter in große Tüten und verteilen sie  –  doch sie müssen es heimlich tun.

IsraAid und seine jordanischen Partner achten akribisch darauf, jegliche Hinweise zu beseitigen, dass die Hilfspakete aus Israel kommen oder von Israelis finanziert sind. Damit wollen sie verhindern, dass in den Flüchtlingsgebieten Chaos ausbricht, da sich Syrien offiziell immer noch im Kriegszustand mit Israel befindet. 

Quelle: http://www.israelheute.com


Causa Limburg: Von Steinewerfern, die selbst im Glashaus sitzen

Der folgende medienkritische Leserbrief stammt aus dem Bonner „Generalanzeiger“ vom heutigen Dienstag, den 29. Oktober 2013:

„Die katholische Kirche gilt in Deutschland so ziemlich als die einzige moralische Instanz, die sich nicht nach den gerade geforderten Wertvorstellungen richtet. Entsprechend „kritisch“ werden Verfehlungen wahrgenommen. Limburg-102

Als vor einiger Zeit Missbrauchsfälle an die Öffentlichkeit kamen, war die Entrüstung groß. Und obwohl es sich erwiesenermaßen um die Verfehlungen einzelner Personen handelt, wurde gegen die Institution als solche Sturm gelaufen und von selbst ernannten Schriftgelehrten strukturelle Änderungen verlangt, bis dann herauskam, dass eine Partei, die sich selbst als moralisch integer im Glanze ihres grünen Heiligenscheines sonnte, allen Ernstes erwogen hatte, Unzucht mit Kindern zu legitimieren.

Und nun also die „Affäre Limburg“: Lautstark wird die dort betriebene Verschwendung angeprangert – schön! Und was ist mit den EU-Protzbauten in Brüssel und Straßburg, zu denen Deutschland als der „größte Nettozahler“ an erster Stelle beiträgt? Was ist mit dem millionenschweren „Wanderzirkus“ der EU-Abgeordneten zwischen Brüssel und Straßburg?

Deutschland leistet sich neben einem Bundestagspräsidenten noch fünf weitere Vizepräsidenten, die, wie es heißt, vor allem „repräsentative Aufgaben“ haben, und dies für 17.000 (!) Euro im Monat. Das macht im Jahr sechs mal zwölf mal 17.000 gleich 1,2 Millionen Euro.

Und was ist mit der EEG-Umlage, die steigt, obwohl der Strom billiger zu bekommen ist?

Man kann natürlich Steine nach Limburg werfen, aber dann sollt man nicht selbst im Glashaus sitzen!“

Dietmar Röser, Bonn

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Mit Tränen säen – mit Jubel ernten!

Heutige liturgische Lesung der katholischen Kirche:

Psalm 126 (125),1-6:

Als der HERR das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen
und unsere Zunge voll Jubel.

Da sagte man unter den andern Völkern:
„Der HERR hat Großes an ihnen getan.“
Ja, Großes hat der HERR an uns getan;
des sind wir fröhlich.

Wende doch, HERR, unser Geschick,
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten.

Sie gehen hin unter Tränen
und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
und bringen ihre Garben ein.


Was bedeutet die kirchliche Approbation einer Privatoffenbarung genau?

„Es ist gestattet, daran zu glauben“

Von den tausenden „Privatoffenbarungen“ (Erscheinungen, Visionen, „Botschaften“ etc) hat die katholische Kirche sehr wenige (unter 1%) kirchlich „anerkannt„, wie es im deutschen Sprachgebrauch meist formuliert wird. kleines-rituale

Der deutsche Ausdruck „Anerkennung“ klingt allerdings mißverständlich bis irreführend:

Der kirchenamtliche lateinische Begriff heißt „Approbation„, wofür die sprachlich und inhaltlich zutreffendste Übersetzung „Genehmigung“ oder „Billigung“, „Erlaubnis“ wäre. (Anerkennung heißt „Aestimation“, das Verb „anerkennen“ im Lateinischen „laudare“ oder „agnoscere“. Bestätigen heißt „confirmere“.)

Wenn die Kirche also eine Privatoffenbarung „approbiert“, dann „anerkennt“ sie diese nicht etwa in dem Sinne, als ob sie dafür eine lehramtliche „Bestätigung“ bieten könne oder wolle; sie lehrt damit auch keineswegs verbindlich die übernatürliche Herkunft einer „Erscheinung“; es geht vielmehr darum, daß sie dem Kirchenvolk den Glauben daran gestattet, daß sie ihn „billigt“.

Es handelt sich also keineswegs um eine Verpflichtung („Du mußt!“), nicht einmal um eine lehramtliche Empfehlung („Du sollst!“), sondern lediglich um eine Genehmigung („Du darfst!“).

Es geht  – um einem Mißverständnis zu wehren  –   bei der Approbation einer Privatoffenbarung nicht um eine Anerkennung in der Weise, wie manche Gläubige dies auslegen, als hier ob das unfehlbare Lehramt der Kirche sprechen würde und verbindlich entschieden hätte.

Für die Approbation einer Erscheinung ist laut Kirchenrecht ohnehin nicht der Papst zuständig, sondern der Ortsbischof – und gegebenenfalls die Glaubenskongregation, falls der betreffende Bischof die Angelegenheit nach Rom weiterreicht bzw. jene Privatoffenbarung eine weit überregionale Bedeutung erlangt.

Bei der Beurteilung einer Erscheinung ist zudem nicht so sehr das „Lehramt“ des Bischofs gefragt, sondern vor allem sein „Hirtenamt“, denn der Inhalt von Privatoffenbarungen gehört nicht zum Glaubensgut der Kirche, auch nicht im Falle einer Approbation, also einer sogenannten „Anerkennung“. (Dies bekräftigt auch der katholische Weltkatechismus ausdrücklich.

Das sog. „depositum fidei“ (das hinterlegte, überlieferte Glaubensgut) beruht auf der göttlichen Offenbarung (die mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist) und auf der lehramtlichen Verkündigung der Kirche.

Zu dieser „öffentlichen“, amtlichen Verkündigung gehören aber grundsätzlich keine „Botschaften“ aus Privatoffenbarungen (auch nicht aus „anerkannten“).

Die Approbation von Erscheinungen ist im wesentlichenvergleichbar mit einer kirchlichen Druckerlaubnis (Imprimatur): auch diese verpflichtet niemanden, das betreffende Buch zu lesen, sondern gestattet dies lediglich.023_20A

Diese Auslegung bestätigt Kardinal Prosper Lambertini, der spätere Papst Benedikt XIV. (siehe Grafik); er schrieb in seinem 1734 erschienenen Klassiker über die Selig- und Heiligsprechungen:

„Man muss wissen, dass diese Billigung (von Visionen und Privatoffenbarungen) nichts anderes ist als eine Erlaubnis…, sie nach reiflicher Überprüfung zu Belehrung und Nutzen der Gläubigen zu veröffentlichen.“  

(Quelle: Prosper Lambertini, De Servorum Dei Beatificatione et Beatorum Canonizatione II, 32, 11; III, cap. ult., 15)

Papst Benedikt in VERBUM DOMINI

Papst Benedikt XVI. hat sich in seinem „Apostolischen Schreiben“ VERBUM DOMINI vom 30. September 2010 im 14. Kap. (b) ausdrücklich mit dem Thema göttliche Offenbarung und – im Unterschied dazu –  den sog. Privatoffenbarungen befaßt: 

In diesem „nachsynodalen“ (nach einer Bischofssynode in Rom herausgegebenen) päpstlichen Dokument heißt es (Linien von uns markiert):

„Folglich hat die Synode empfohlen, „den Gläubigen zu helfen, das Wort Gottes von Privatoffenbarungen zu unterscheiden“. Diese „sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi … zu „vervollständigen“, sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer aus ihr zu leben“. 1_0_668126

Der Wert der Privatoffenbarungen ist wesentlich unterschieden von der einer öffentlichen Offenbarung: Diese fordert unseren Glauben an, denn in ihr spricht durch Menschenworte und durch die Vermittlung der lebendigen Gemeinschaft der Kirche hindurch Gott selbst zu uns.

Der Maßstab für die Wahrheit einer Privatoffenbarung ist ihre Hinordnung auf Christus selbst. Wenn sie uns von ihm wegführt, dann kommt sie sicher nicht vom Heiligen Geist, der uns in das Evangelium hinein- und nicht aus ihm herausführt.

Die Privatoffenbarung ist eine Hilfe zu diesem Glauben, und sie erweist sich gerade dadurch als glaubwürdig, dass sie auf die eine öffentliche Offenbarung verweist. 

Die kirchliche Approbation einer Privatoffenbarung zeigt daher im wesentlichen an, dass die entsprechende Botschaft nichts enthält, was dem Glauben und den guten Sitten entgegensteht; es ist erlaubt, sie zu veröffentlichen, und den Gläubigen ist es gestattet, ihr in kluger Weise ihre Zustimmung zu schenken. Foto: Kloster Ettal

Eine Privatoffenbarung kann neue Akzente setzen, neue Weisen der Frömmigkeit herausstellen oder alte vertiefen. Sie kann einen gewissen prophetischen Charakter besitzen (vgl. 1Thess 5,19-21) und eine wertvolle Hilfe sein, das Evangelium in der jeweils gegenwärtigen Stunde besser zu verstehen und zu leben; deshalb soll man sie nicht achtlos beiseite schieben. Sie ist eine Hilfe, die angeboten wird, aber von der man nicht Gebrauch machen muss. Auf jeden Fall muss es darum gehen, dass sie Glaube, Hoffnung und Liebe nährt, die der bleibende Weg des Heils für alle sind.“

Damit wird erstens bestätigt,

A. daß die kirchliche Approbation einer Privatoffenbarung lediglich eine „Erlaubnis“ beinhaltet, die den Gläubigen die Zustimmung dazu „gestattet“

B. daß jene freiwillige Zustimmung der Gläubigen, falls sie erfolgt, zudem in einer „klugen Weise“ geschehen soll.

Unklug wäre es nämlich, wenn man einer Privatoffenbarung in einer übereifrigen Weise zustimmen würde, etwa so, als ob sie zum Glaubensgut der Kirche gehöre oder gar ein Dogma sei  –  oder als ob sie etwa der „Maßstab des Katholischen“ sei, als ob man damit gar das „Katholischsein“ anderer Menschen bemessen könnte.

Auch kirchlich genehmigte Erscheinungen sind kein „fünftes Evangelium“  –  geschweige gar das erste.

Sie sind vielmehr ein Angebot der Kirche für jene, denen eine solche Privatoffenbarung helfen kann, ihren Glauben zu vertiefen. An kirchlich nicht genehmigten Erscheinungen soll man hingegen nicht hängen, erst recht nicht an jenen, die eindeutig abgelehnt wurden (zB. Heroldsbach).

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster