Karl von Gerok: HERBST-Gefühl

Herbst-Gefühl

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Müder Glanz der Sonne!
Blasses Himmelblau!
Von verklungner Wonne
Träumet still die Au.
An der letzten Rose
Löset lebenssatt
Sich das letzte lose,
Bleiche Blumenblatt!
Goldenes Entfärben
Schleicht sich durch den Hain!
Auch Vergehn’n und Sterben
Däucht mir süß zu sein.
 
Karl von Gerok (1815 – 1890)

 Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Linkskatholische Initiative „Wir sind Kirche“ kritisiert Erzbischof Gerhard L. Müller

Streit um Unauflöslichkeit der Ehe und Sakramentenpastoral

Nachdem der vatikanische Glaubenspräfekt Gerhard Ludwig Müller die Lehre der Kirche zur Unauflöslichkeit der Ehe erneut bekräftigt hat, fühlt sich die sog. „Kirchenvolksbewegung“ auf den Plan gerufen.

Diese reformkatholische Bewegung „Wir sind Kirche“ nimmt Anstoß daran, daß Erzbischof Müller die herkömmliche kirchliche Position bestätigte, wonach geschieden-Wiederverheiratete nicht zum Tisch des HERRN zugelassen sind. 

Die linkskirchliche Initiative veröffentlichte daher am 24. Oktober eine Pressemitteilung, wonach sie es für „sehr problematisch“ halte, daß der Präfekt der Glaubenskongregation „den Ausschluß von nach Scheidung Wiederverheirateten vom Empfang der Sakramente bekräftigt“ habe, obwohl Papst Franziskus dieses Thema auf die Tagesordnung der Außerordentlichen Bischofssynode zur Familienpastoral im Oktober 2014 gesetzt“ habe. IMG_1468 - Kopie

Offenbar meint die Aktion „Wir sind Kirche“ ernsthaft, Erzbischof Müller solle oder dürfe sich als oberster Glaubenshüter der katholischen Weltkirche zu einem derart grundlegenden, seit Jahrzehnten kontrovers diskutierten Thema allein schon deshalb nicht äußern, weil dieses sich auf einer Bischofsynode im Herbst nächsten Jahres auf der Tagesordnung befindet.

Wenn die Initiative dies kurioserweise tatsächlich als „Schweigegrund“ betrachtet, weshalb äußert sie sich selber ständig hierzu?  – Warum verpaßt sie sich nicht konsequent selbst einen Maulkorb?

Sollte der Chef der Glaubenskongregation etwa weniger „Mitspracherecht“ in der katholischen Kirche haben als eine selbsternannte „Wir sind Kirche“-Gruppierung?!

Der Ton der Pressemitteilung läßt auch sonst zu wünschen übrig, vom Inhalt ganz zu schweigen; so heißt es eingangs:

„Erzbischof Müller sollte in Sachen Ehepastoral nicht versuchen, mit brüchigen Argumenten, die sich auf Dauer nicht halten lassen, die innerkirchliche Meinungsführerschaft an sich zu reißen.

Die „innerkirchliche Meinungsführerschaft“ scheint wohl ein Exklusivanspruch ausgerechnet dieser Initiative zu sein?

Sodann wird ebenso vorlaut wie unsinnig behauptet: Erzbischof Müllers „Grundpositionen einer göttlichen „sakramentalen Ordnung“ widersprechen dem viel differenzierteren Zeugnis der Schrift.“

Es zeugt von reichlich dreister Mentalität, ausgerechnet die Heilige Schrift mit ihrer unmißverständlichen Ehe-Verkündigung in Anspruch nehmen zu wollen, um eigene Abweichungen vom biblischen Standpunkt zu „begründen“.

Zudem wird dem römischen Glaubenspräfekten vorgehalten, er ignoriere „Entwicklungen und Brüche, die das katholische Eheverständnis im Laufe der langen Kirchengeschichte erfahren hat.“

„Wir sind Kirche“ belieben zu träumen: Die katholische Kirche hat an ihrem „Eheverständnis“ seit zweitausend Jahren keinerlei „Brüche“ erfahren  – eben deshalb erfolgt  doch ständig das Gejammer modernistischer Kreise.

Gäbe es „Entwicklungen“ oder gar „Brüche“ (in welchem Jahrhundert bittschön?!), dann wäre für diese Ehe-Auflöser längst alles in Butter.

Die nächstfolgende Aussage ist ähnlich unverfroren: „Auch eine Unfehlbarkeitsideologie kann sich nicht unbekümmert über die ursprüngliche christliche Botschaft hinwegsetzen.“

Wie bitte?  –  Wenn der Glaubenspräfekt sich eindeutig zur Unauflöslichkeit und Sakramentalität der Ehe bekennt, dann widerspricht er angeblich der „ursprünglichen christlichen Botschaft“?

Hat die Initiative „Wir sind Kirche“ evtl. bereits eine eigene Bibel zusammengebastelt, die ihre Zeitgeistwünsche reihenweise absegnet?

Andere Modernistengruppen sind in der Regel immerhin aufrichtig und räumen ein, daß ihre Thesen der Heiligen Schrift widersprechen, wobei freilich gerne drauflosfabuliert wird, biblische Inhalte seien angeblich zeitbedingt, kulturell beeinflußt etc.

Demgegenüber ist es eine bewußte und listige Dialektik dieser „Kirchenvolksbegehrer“, ihren abständigen Forderungen ein biblisches Mäntelchen umzuhängen, um ihnen einen scheinheilig-frommen Anstrich zu verpassen. Ehrliche Argumentation sieht anders aus!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto v. Erzbischof Müller: Bischöfl. Presseamt Regensburg


„Rebellen“-Massaker an syrischen Christen: Wo bleibt das Gewissen der Menschheit?

“Was in Sadad stattfand, ist das größte Massaker an Christen, das es in Syrien seit zweieinhalb Jahren gegeben hat”, sagte der orthodoxe Erzbischof Selwanos Alnemeh zur Invasion islamistischer „Rebellen“ in der nun von der syrischen Armee zurückeroberten Stadt Sadad.  syrien

“Insgesamt 45 christliche Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, wurden grundlos ermordet und in Massengräber geschmissen. Andere Zivilisten wurden bedroht und in Angst und Schrecken versetzt. 30 Menschen wurden verletzt und 10 werden vermisst.

Eine Woche lang wurden 1500 Familien praktisch in Geiselhaft gehalten, darunter Kinder, Frauen, Jugendliche und alte Menschen. Einige versuchten zu Fuß zu fliehen und die 8 km lange Strecke nach Al-Hafer zurückzulegen, um dort Zuflucht zu finden. Rund 2500 Familien sind aus Sadad geflohen.

In der Stadt gibt es heute weder Strom noch Wasser oder Telefon. Alle Wohnungen wurden geplündert und ausgeraubt, die Kirchen verwüstet und geschändet, antike Bücher und wertvolle Gegenständen mitgenommen und die Wände mit antichristlichen Schriften beschmiert. Schulen und öffentliche Gebäude wurden verwüstet, darunter das Postamt, das Krankenhaus und eine Klinik. Die Kinder von Sadad wurden ihrer Zukunft beraubt”, beklagte der Bischof weiter.

“Wir haben verzweifelt um Hilfe gebeten, doch niemand hat uns gehört. Wo bleibt das Gewissen der Christen? Wo bleibt das Gewissen der Menschheit? Wo sind unsere Brüder und Schwestern? Wenn ich an die vielen Menschen denke, die heute trauern oder Not leiden, schnürt sich mir die Kehle zu, weil dies alles in meiner Erzdiözese geschah. Wir bitten alle um ihr Gebet für uns”, so der Erzbischof abschließend.

Quelle: Fidesdienst


Israel: Dänischer Prinz trifft Präsident Peres

Israelisches Staatsoberhaupt dankt für dänische Judenrettung

Am ersten Tag seines Israelbesuches war der dänische Prinz Frederik zu Gast bei Präsident Shimon Peres. Im Mittelpunkt des Besuches steht die Erinnerung an die Rettung der jüdischen Gemeinde in Dänemark vor siebzig Jahren.

BILD: Kronprinz Frederik von Dänemark und Staatspräsident Shimon Peres (Foto: Präsidialamt)

Präsident Peres dankte Prinz Frederik zu Beginn dafür, diesen Jahrestag zum Anlass für einen Besuch in Israel zu nehmen. Dänemark sei ein herausragendes Land, das auf Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Wohlfahrt gebaut sei und dafür auf der ganzen Welt bewundert werde.

Peres sagte weiter: „Ich möchte meinen tiefen Dank dafür zum Ausdruck bringen, was Sie während der Schoa getan haben. Unter allen Ländern waren es die Dänen, die alles unternahmen, um die Leben der Juden im Land zu retten, indem sie sie versteckten, verteidigten oder ihnen den Weg nach Schweden ermöglichten. Die allermeisten von ihnen wurden gerettet und wir werden diese historische Tat nie vergessen.“

Kronzprinz Frederik betonte: „Für mich ganz persönlich ist es großartig, in Israel zu sein und das Museum zu besuchen, wo die Geschichte der dänischen Juden erzählt wird, die in kleinen Schiffen von der Küste Dänemarks aus nach Schweden gebracht wurden. Dies war eine mutige Tat aufrechter dänischer Bürger, die aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen und nicht zögerten zu handeln, als man handeln musste. Unsere beiden Länder gedenken dieser Tat heute und ich werde mich für immer an meinen Besuch hier erinnern.“

Quelle: Israelisches Präsidialamt


Kenia: Zwei Pastoren tot aufgefunden, einer von ihnen trug die Bibel auf seinem Schoß

Die Leiter christlicher Gemeinden in Kenia fühlen sich zunehmend von radikalen Muslimen bedroht. In Küstenstädten im Süden Kenias sind Ende Oktober zwei Pastoren ermordet worden.

So fand man die Leiche von Pastor Charles Mathole mit einer Bibel auf dem Schoß. Offensichtlich habe er gerade den Gottesdienst vorbereitet, als ihn der Kopfschuss seines Mörders traf, vermutete ein Mitglied des Kirchenchores.

In Kilifi, nördlich von Mombasa, wurde der Leichnam von Pastor Ibrahim Kithaka gefunden. Er lag in einem Gebüsch in der Nähe eines Einkaufszentrums. Die beiden Todesfälle reihen sich ein in eine ganze Anzahl von Krawallen und Angriffen auf Christen in der letzten Zeit.

Christliche Pastoren haben jetzt eine Mitteilung an die Regierung herausgegeben, in der sie auf eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen drängen. Bischof Wilfred Lai aus Mombasa stellt aber klar: „Trotz der abscheulichen Attentate werden wir weiterhin unseren Herrn Jesus Christus in unseren Kirchen anbeten.“

Fanatische Muslime versetzen mit ihrem immer rabiateren Vorgehen die Christen in Angst und Schrecken  – und das, obwohl 85 Prozent der Bevölkerung christlich sind. Zu Übergriffen kommt es vor allem im islamisch geprägten Nordosten des Landes.

Quelle: Hilfswerk Open Doors


Hochfest ALLERHEILIGEN: „Sie haben ihre Gewänder weiß gewaschen im Blut des Lammes“

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Offb 7,2-4.9-14:

Dann sah ich vom Osten her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu:

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben.

Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren 144.000 aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen:

Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen. Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.

Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder, beteten Gott an und sprachen: Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen.

Da fragte mich einer der Ältesten: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?

Ich erwiderte ihm: Mein HERR, das mußt du wissen. Und er sprach zu mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.