Israel: 1700 Jahre alter Fluch der Römerin Kyrilla in Jerusalem ausgegraben

In den Ruinen einer luxuriösen römischen Villa in Jerusalem haben Archäologen einen 1700 Jahre alten Fluch gefunden. Doron Ben-Ami und Yana Tchekhanovets von der Altertumsbehörde in Israel entdeckten bei ihren Ausgrabungen eine aufgerollte Bleiplatte, die im Labor in Israel geöffnet wurde.

Fragment der gefundenen Bleiplatte (Foto: IAA)

Dr. Robert Walter Daniel von der Universität Köln, die mit der israelischen Behörde kooperiert, entzifferte und analysierte die Tafel. In der Inschrift, so Dr. Daniel, erbitte eine Frau mit Namen Kyrilla den Beistand von sechs Göttern verschiedener Traditionen, um einen Mann mit Namen Jennis zu verfluchen.

Genannt werden der römische Gott Pluto ebenso wie die griechischen Götter Hermes und Persephone und der mesopotamische Gott Ereshkigal.

Der Wissenschaftler vermutet, dass Kyrilla sich mit dem Verfluchten in einem Rechtsstreit befand und ihn mithilfe der von einem Magier angefertigten Tafel gewinnen wollte.

Solche Amulette waren in der römisch-heidnischen Welt nicht ungewöhnlich und wurden beispielsweise bei Ausgrabungen in Caesarea in großer Zahl entdeckt.

Nicht immer wenden sich die Flüche gegen Menschen: manche zielten auf Pferde in der Hoffnung, diese würden erblinden oder sich ein Bein brechen. Damit sollten vermutlich Konkurrenten in einem Pferderennen geschwächt werden.

Quelle: israelische Tageszeitung „Haaretz“ vom 31.10.2013 / Israelische Botschaft



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