Eine Kampagne gegen den Limburger Bischof lief bereits vor 5 Jahren

Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hat schon vor der diesjährigen Schlammschlacht in den Medien mehrfach Kampagnen gegen sich erlebt, vor allem im Jahre 2008:

Anlaß für die damaligen Auseinandersetzungen war die Tatsache, daß er einen katholischen Pfarrer als Bezirksdekan absetzte, nachdem dieser am 15. August (also ausgerechnet am Hochfest Maria Himmelfahrt!) im Wetzlarer Dom bei der Segnung einer homosexuellen Lebenspartnerschaft mitgewirkt hatte. 

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Der skandalöse Vorgang löste nicht allein bei kirchentreuen Katholiken Empörung aus, sondern auch bei bibeltreuen Evangelikalen.

Mathias von Gersdorff (siehe Foto), katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“, hat sich seinerzeit in mehreren Aktionen mit dem Limburger Bischof solidarisiert und über die wirklichen Geschehnisse informiert.

Hier folgen einige Links aus jener Zeit, die zugleich einige „verschwiegende“ Hintergründe des gegenwärtigen Kesseltreibens gegen Tebartz-van Elst verdeutlichen können:

http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2008/08/kinder-in-gefahr-dvck-ev-untersttzt.html

http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2008/08/aktion-kinder-in-gefahr-begrt.html

http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2008/08/limburger-bischof-bischof-franz-peter.html

http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2008/08/kleine-homosexuellen-gruppen-poltern.html

http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2008/08/bistum-limburg-ehe-als-fundament-der.html


5 Kommentare on “Eine Kampagne gegen den Limburger Bischof lief bereits vor 5 Jahren”

  1. Lucia sagt:

    Ich denke, der Bischof kann einen einzelnen Homosexuellen getrost segnen. Aber in dem
    Augenblick, wo demonstrativ ein Paar gesegnet werden möchte, bekommt der Segen den
    Anschein seiner Zustimmung zu dieser kirchlich unerwünschten Art der sexuellen Verbin-
    dung.

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  2. Uli sagt:

    Warum spielt es so eine große Rolle, an welchem Tag ein Pfarrer eine homosexuelle Lebensgemeinschaft segnet ?

    An katholischer Priester darf doch eine „homosexuelle Lebensgemeinschaft“ an jedem Tag segnen aber sie an keinem Tag zu einem „homosexuellen EHEPAAR“ vermählen, trauen.

    SEGNEN darf oder sollte man jeden Menschen.

    Die Kirche hat ja auch nichts gegen homosexuelle Lebensgemeinschaften, sofern sie
    keinen Geschlechtsverkehr haben. Sie dürfen sich lieben, dies nur nicht körperlich in die Tat umsetzen (ist schon ein schwieriiges Thema und kaum zu realisieren, glaube ich).

    An diesem Tag, dem 15.08.2008, hat keine kirchliche Trauung stattgefunden, so ist es doch, oder ?

    Dann verstehe ich nicht, warum der Bischof seinen Priester entläßt.

    Was die Gestaltung des Bischofssitzes anbegeht, ist der Bischof ja nicht selbst allein dranschuld.

    Ich habe gelesen, dass man in Limburg bereits bevor dieser „neue Bischof“ kam, die Idee hat einen neuen Bischofssitz zu bauen, damit der Bischof keinen weiten Weg zum Dom hat?

    Stimmt das ?

    Hätten die anderen nicht die Idee gehabt, dem Bischof einen neuen Sitz zu bauen, hätte der jetzige nichjt die VERSUCHUNG bekommen, da seine Ideen mit einzubringen. Ist das so?

    Am Anfang ist er gelobt worden, weil er noch so jung und dennoch konservativ ist.

    Was wirkt nun eigentlich störender auf die anderen. Der Prunkbau oder die kkonservativere Art.

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    • Guten Tag,
      ein katholischer Priester darf eine „homosexuelle Lebensgemeinschaft“ grundsätzlich nicht und natürlich an keinem Tag segnen, geschweige vermählen (aber selbstverständlich auch nicht segnen). Dies ist kirchlich ausdrücklich untersagt – und nur bei EKD-Protestanten erlaubt. Wenn der betr. Priester dies auch noch an einem Hochfest ausübt, verstärkt sich die Provokation seines Handelns. Alles klar?
      Sodann kann er zwar, das versteht sich am Rande, grundsätzlich jeden Menschen (als Einzelmenschen) segnen, nicht jedoch eine „homosexuelle Lebensgemeinschaft“, die (ähnlich wie eine „Ehe ohne Trauschein“) in aller Regel wohl kaum sexfrei sein dürfte – oder auf welchem Mond leben Sie eigentlich?
      Für eine enthaltsame Freundschaftsbeziehung brauchts keinen speziellen „Segen“ – oder gehen Sie mit ihrer Lieblingsfreundin in die Kirche und erwarten vom Pfarrer eigens für diese platonische Beziehung eine amtliche Segnung vor versammelter Gemeinde?!
      Bevor Bischof TvE nach Limburg kam, hatte man nicht nur die „Idee“ eines neuen Baues, sondern denselben bereits beschlossen, obwohl das Domkapitel dazu streng genommen in der bischofslosen Zeit gar nicht berechtigt war.
      Befassen Sie sich doch bitte mal etwas gründlicher mit der jeweiligen Sachlage, bevor sie – wie schon häufig – ins Blaue drauflosschreiben bzw. mehr oder weniger unsinnig in irgendeiner Themenmasse herumstochern.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  3. Ulrich Thiem sagt:

    Vielleicht hat der Bezirksdekan damals bei der Segnung einer homosexuellen Lebensgemeinschaft gar nicht an diesen seltsamen Feiertag gedacht, diesen sozusagen frei erfundenen Tag der Himmelfahrt Mariens. Er hat sich vielleicht einfach in diese Menschen hineinversetzt, in ihre Orientierung zum gleichen Geschlecht hin und sich gesagt: Wenn Gott Homosexualität zuläßt und sich zwei Menschen in dieser Orientierung von einem Geistlichen segnen lassen wollen, werde ich nicht den Besserwisser spielen, sondern mich diesen Mutigen zur Seite stellen.

    A propos Mariae Himmelfahrt: Wo steht es eigentlich in der Bibel, daß Maria zum Himmel aufgefahren sei?
    In der orthodoxen Kirche, vom damaligen Kardinal Ratzinger ja als einzige gleichwertige Glaubensgemeinschaft zur röm.-kath. Kirche bezeichnet, wird nicht die Himmelfahrt Mariens gefeiert, sondern deren Entschlafung: Dormitio Mariae, ebenfalls am 15.August.

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    • Guten Tag,
      Gott läßt vieles zu, da er den Menschen die Freiheit beläßt, was nicht heißt, daß er alles Zugelassene auch zu segnen gedenkt. Immerhin gilt hier die biblische Ausrichtung, die schon mit Genesis beginnt: „Der Mann wird Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen – und sie werden ein Fleisch sein.“
      Das Assumpta-Fest heißt in kirchlicher Ausdrucksweise: „Mariens Aufnahme in den Himmel“, das Wort „Maria Himmelfahrt“ ist volkstümliche Sprache. Im Alten Testament wird von der „Himmelfahrt“ des Henoch und Elia(s) berichtet; wenn schon diese Gerechten des alten Israel quasi leibhaftig in den Himmel aufgenommen wurden, dann liegt es in bezug auf die Mutter des HERRN erst recht sehr nahe.
      Im übrigen feiert die Orthodoxie mit einem anderen Worten denselben Inhalt; das Fest der Entschlafung Mariens steht dort sogar liturgisch noch höher als das Assumpta-Fest in der katholische Kirche.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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