IRAN: Urteil von 80 Peitschenhieben wegen Abendmahlsfeier („Alkoholkonsum“) vollzogen

Die Bestrafung mit 80 Peitschenhieben wegen “Alkoholkonsums” bei der Abendmahlsfeier einer christlichen Gemeinde wurde am 30. Oktober im Falle eines von drei Verurteilten vollzogen.

Die Angeklagten waren am 20. Oktober wegen Alkoholkonsum und Besitz einer Satellitenantenne verurteilt worden, wie “Christian Solidarity Worldwide” (CSW) berichtet.

CSW-Direktor Mervyn Thomas erklärte in einer Verlautbarung:

“Diese Männer wurden bestraft, nur weil sie ein Sakrament empfangen haben, wie dies seit Jahrhunderten Christen in aller Welt tun. Es handelt sich um einen erschreckenden Verstoß gegen die religiöse Kultfreiheit. Mit der “Internationalen Konvention über zivile und politische Rechte” verpflichtet sich der Iran zur Religionsfreiheit für alle Religionsgemeinschaften.

Außerdem verstößt die Strafe gegen den Artikel 5 der Konvention, die unmenschliche und entwürdigende Strafen verbietet. Wir fordern die iranische Regierung zur Einhaltung der internationalen Verpflichtungen auf”.

Quelle: Fidesdienst


Kontroverse Einschätzungen zur aktuellen MDR-Sendung „Make Love“

Auf ein geteiltes Echo unter christlichen Medienfachleuten und Eheberatern ist der am 3. November ausgestrahlte, erste Teil der TV-Dokumentation „Make Love“ des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und Südwestrundfunks (SWR) gestoßen.

In der fünfteiligen Sendereihe geht die Hamburger Sexual- und Paartherapeutin Ann-Marlene Henning der Frage nach, was guter Sex ist und wie man ihn wieder erleben kann, wenn er abhanden kam. 120505471_B_Brautwalzer

Am Beispiel eines Paares gibt die Therapeutin Tips, wie man die Gesprächsfähigkeit wieder gewinnt – und auch der Sex in der Beziehung wieder seinen Platz findet. Die Dokumentation wurde von 470.000 Zuschauer verfolgt und hatte eine Einschaltquote von 15,9 Prozent. Sie war damit im MDR die am vierthäufigsten eingeschaltete Sendung.

Ein positives Fazit zog der EKD-Medienbeauftragte, Oberkirchenrat Markus Bräuer: „Die MDR-Dokumentation ‚Make Love’ thematisiert auf niveauvolle Weise die Sexualität in der Partnerschaft von Mann und Frau.“  – Sie vermittle Kenntnisse und rege zum Gespräch an.

Bräuer weiter: „Anders als auf vielen frei zugänglichen Internetseiten wird hier keine Pornografie gezeigt, sondern die Sexualität in den Kontext einer ganzheitlichen Partnerschaft gestellt.

Hingegen gab der Geschäftsführer des evangelikalen, sexualethischen Fachverbands „Weißes Kreuz“, Rolf Trauernicht, gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA eine gemischte Bewertung ab:

Es sei zunächst positiv, dass das Thema Sexualität angesprochen werde. In vielen Ehen  –  auch in christlichen  –  herrsche auf diesem Gebiet „große Not“. In jeder fünften Ehe in Deutschland gebe es keine intimen Begegnungen.

Zudem sei durch sexuellen Missbrauch, Internet-Pornografie, Werbung und Selbstbefriedigung „vieles auf dem Gebiet kaputt gegangen“.

Trauernicht zufolge überschreitet die Sendung aber auch Grenzen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk dürfe nicht zeigen, wie ein Paar sich sexuell betätigt: „Damit ist die Grenze zur Pornografie überschritten. Alles, was die sexuelle Phantasie anregt, gehört in die Ehe  –  und nur dorthin.“

Quelle: http://www.idea.de


ISRAEL: Trauer-Gedenken an Rabin – und Freuden-Gedenken an die Balfour-Erklärung

Zwei Gedenktage Anfang November

Nicht nur die religiösen Feste, sondern auch historische Gedenktage richten sich in Israel oft nach dem jüdischen Kalender, der deutlich vom international gebräuchlichen gregorianischen Kalender abweicht.

So kommt es, daß des ehemaligen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin, der nach dem jüdischen Kalender an einem 12. Cheshvan ermordet wurde, bereits Mitte Oktober gedacht wurde.

Nach dem gregorianischen Kalender wurde Rabin am 4. November 1995 ermordet, also heute vor 18 Jahren. Die Botschaft des Staates Israel erinnert darum heute an dieses traurige und einschneidende Ereignis der jüngeren Geschichte Israels.

Ein weiteres bedeutendes, aber erfreuliches Datum der Geschichte ist der 2. November 1917, der Tag der Balfour-Erklärung, in der sich die Kolonialmacht Großbritannien bereit erklärte, auf dem Gebiet des historischen Eretz Yisrael eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten.

Anlässlich des 95. Jahrestages der Balfour-Erklärung erklärte Ministerpräsident Binyamin Netanyahu zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung am gestrigen Sonntag:

„Die internationale Anerkennung des Rechtes des jüdischen Volkes auf einen eigenen Staat ist zweifellos historisch bedeutsam; die Weigerung, uns anzuerkennen ist die Wurzel des Konfliktes. Um Frieden zwischen uns und den Palästinensern zu erreichen, müssen sie dieses Recht auf einen jüdischen Staat akzeptieren.

Dies bedeutet, dass sie bei einem dauerhaften Abkommen ihre nationalen Ansprüche, einschließlich des Rechts auf Rückkehr und die nationale Beanspruchung des Staates Israel, fallen lassen müssen. Hier liegt einer der Schlüssel für eine Lösung des Konfliktes.

Der zweite Schlüssel ist die Sicherheit, die den Frieden gewährleistet und die von uns verteidigt wird. Darauf bestehen wir. Diese Sicherheit kann vieles umfassen, zuallererst jedoch den Verlauf der Sicherheitsgrenze Israels im Jordantal.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


IRAN: Unionsfraktion fordert sofortige Freilassung für Menschenrechtsanwalt Soltani

Der noch immer inhaftierte iranische Menschenrechtsanwalt Soltani befindet sich, wie heute bekannt wurde, seit dem Wochenende im Hungerstreik. Dazu erklären Erika Steinbach (Menschenrechtsbeauftragte)  und Michael Frieser, Integrationsbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

E. Steinbach

E. Steinbach

„Wir erinnern an sein Schicksal und bekräftigen unseren Einsatz für seine Freiheit. Abdolfattah Soltani und seine Familie dürfen nicht bei ihrem bemerkenswerten Einsatz für Demokratie und Rechtstaatlichkeit im Iran alleingelassen werden.

Wir stehen auch weiterhin zu ihnen und fordern die Verantwortlichen des Irans auf, Soltani unverzüglich aus seiner Haftstrafe zu entlassen.

Soltani wurde am Sonnabend 60 Jahre alt. Aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes für die Rechte anderer verbrachte er seinen Geburtstag hinter den Mauern des Evin- Gefängnisses, das Berichten zufolge keinen angemessenen Zugang zu einer medizinischen Versorgung bietet.

Da sich die gesundheitliche Situation einiger Gefangener immer weiter verschlechterte, entschied Soltani, zusammen mit drei weiteren politischen Gefangenen (Amir Khosro Dalir Sani, Saeed Madani und Khodaiee) in einen Hungerstreik zu treten.“

Hintergrund:

Am 4. März 2012 wurde der iranische Rechtsanwalt Abdolfattah Soltani, Träger des Nürnberger Menschenrechtspreises 2009, von einem Teheraner Revolutionsgericht zu 18 Jahren Haft und einem anschließenden Berufsverbot für 20 Jahre verurteilt.

In einem schriftlichen Appell hatte sich der Integrationsbeauftragte und Abgeordnete aus Nürnberg, Michael Frieser, der die politische Patenschaft für Abdolfattah Soltani übernommen hat, erneut an den iranischen Botschafter gwandt. Er forderte erneut die Freilassung Soltanis. Mit der in Nürnberg lebenden Tochter Soltanis informierte er in einem Pressegespräch über die aktuelle Situation.


Vorauseilende Aufregung, falls Bischof Tebartz-van Elst nach Limburg zurückkehrt

GLOSSE aus der Webseite „Demut jetzt“:

„Gott steh uns bei, wenn der Bischof wieder auf der Matte steht“  –  So oder so ähnlich denken sich viele in Limburg. Denn der Rektor der Anima, Franz Xaver Brandmayr, bei dem der Bischof Tebartz-van Elst die letzte Zeit untergekommen war, hat in einem Interview den schlimmsten Satz der letzten Monate gesagt: Der Bischof würde gerne nach Limburg zurückkehren.  Limburg-102

Wie! Immer noch! Da gibt man sich so viele Mühe, um den Mann endlich loszuwerden, hat ihn wenigstens schonmal in Rom, und jetzt schleicht er sich klammheimlich nach Deutschand zurück und schlägt im Kloster Metten sein Basislager auf, um von dort aus die Expedition auf den Domberg vorzubereiten. Wo er sich wieder festsetzen könnte. 

Geht denn das? Ja, das geht. Zumindest theoretisch. Stellen wir uns mal den Worst-case für die Gegner des Bischofs vor:

Die Kommission der Dt. Bischofskonferenz stellt fest, das alles korrekt gelaufen ist, der Bischof sich an alle Regeln gehalten und auch nicht einfach mit Geld um sich geworfen, sondern gut und solide gebaut hat. Daß außerdem der Bischöfliche Stuhl in Limburg genug Geld für so ein Projekt hatte und das Ganze auch vom Konzept her sinnvoll ist.

Dann stellt das Hamburger Gericht das Verfahren gegen eine Geldbuße ein und die anderen juristischen Vorwürfe gegen den Bischof erweisen sich als haltlos.

Danach stellt sich der Papst hin und sagt sowas wie: Ich vertraue Bischof Franz-Peter weiterhin und hoffe, er wird sein Amt in Limburg mit der Unterstützung aller Gläubigen und der Mitbrüder gut weiterführen können.

Und dann kommt der Bischof in den Dom, bittet um Verzeihung und vergibt gleichfalls mit ausgebreiteten Armen allen, die ihn in diesen Wochen und Monaten hart angegangen sind. Er reißt die Türen seines Hauses weit auf und lädt zum Dialog mit allen ein, die ihn mitführen wollen.

Was dann?  –  Dann kann man nur noch greinen, der Bischof habe aber kein Vertrauen mehr und man wolle ihn endlich weg haben, weil … weil … man mag ihn halt nicht. Dann schlägt man in der Bibel nach und zeigt triumphierend auf eine Bibelstelle und erklärt: Denn Jesus sagte, wir sollen sogar unsere Feinde lieben, außer die, die wir nicht mögen.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/11/gott-steh-uns-bei-wenn-der-bischof.html

Ergänzender Hintergrund-Artikel in FULDA-Info: http://www.fuldainfo.de/index.php?area=1&p=news&newsid=26842

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Kommunistisches Kuba: über 900 Bürger-rechtler im Oktober 2013 verhaftet

Sacharow-Preisträger Fariñas von Polizisten mißhandelt

Allein im vergangenen Oktober ließ das kommunistische Castro-Regime 909 Menschenrechts-Aktive kurzzeitig festnehmen, berichten der kubanische Menschenrechtsverteidiger Elizardo Sánchez und der Menschenrechtsanwalt Juan Carlos Leiva. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die auf Kuba mit einer Gruppe vertreten ist, beklagt einen massiven Anstieg der „inakzeptablen Gewalt und Verhaftungen gegen Regimekritiker“.

Am vergangenen Wochenende wurden wieder 25 „Damen in Weiß“ festgenommen. Der Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments, Guillermo Fariñas, wurde, als er sich bei Polizeistationen über die Verhaftungen beklagte, so sehr mißhandelt, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte.

Wie der unabhängige Gewerkschafter Iván Carrillo der IGFM berichtete, wurden in Cárdenas und Colón (Provinz Matanzas) 16 Mitglieder der christlichen Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“ verhaftet und geschlagen, als sie die Sonntagsmesse besuchen wollten.

Die Systemkritikerin Leticia Ramos mußte wegen eines Schlags in den Nacken ins Krankenhaus gebracht werden. Laut Carrillo wurde von der Polizei sogar explizit angeordnet, die Bürgerrechtlerinnen bei der Verhaftung zu schlagen.

Der Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments, Guillermo Fariñas, wurde von paramilitärischen Castro-Anhängern zusammengeschlagen, als er sich bei einer Polizeistation über die Verhaftung von 11 „Damen in Weiß“ in der Provinz Villa Clara beklagte.

Aufgrund schwerer Verletzungen an Hinterkopf, Knie und Unterarm mußte er in der Universitätsklinik Arnaldo Milián in Santa Clara (Provinz Villa Clara) behandelt werden, so die IGFM.

TERMIN-Hinweis

Aktuelles Forum Kuba: Payá-Tochter bei der IGFM
Datum: Mittwoch, 6. November 2013, Beginn: 11.30 Uhr
Ort: IGFM Geschäftsstelle, Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt am Main

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/


Studien belegen schädliche Wirkung häufigen Medienkonsums bei Kindern

Flucht aus der Realität behindert Persönlichkeitsentwicklung

Eine Reihe Studien belegen bereits den Zusammenhang zwischen Medienmissbrauch und körperlichen und psychischen Symptomen bei Kindern und Jugendlichen.

Wegen der schädlichen Auswirkungen auf Psyche und Körper ist der übermäßige Medienkonsum inzwischen auch ein Thema für Kinderärzte und Jugendpsychologen, berichtet die Webseite erziehungstrends.de.

Kinder und Jugendliche haben jederzeit freien Zugang zu modernen Medien. Sie beherrschen deren Technik oft besser als ihre Eltern. Aber häufig fehlt ihnen die Kompetenz zum sinnvollen Umgang damit. So kommt es häufiger zu Medienmissbrauch, sowohl was den zeitlichen Umfang betrifft als auch die Auswahl von jugendgefährdenden Programmen. 0022

Im Deutschen Ärzteblatt (Heft 38) berichten Ärzte über ihre Erfahrungen mit diesem Problem. Viele Heranwachsende verbringen inzwischen ebenso viel Zeit vor dem Bildschirm wie in der Schule. Immer häufiger haben Kinder eine eigene Mattscheibe in ihrem Zimmer. Dies steigert auch die tägliche Fernsehdauer. Ebenso steigt die Internetnutzung stetig an.

Interaktive Medien sind verlockend wegen der Fülle und Aktualität sofort abrufbarer Infos; zudem lassen sich durch Flucht aus der Realität manche Enttäuschungen verdrängen.

Die Schattenseite jedoch: exzessive Nutzung führt bei Kindern häufig zu aggressiven Sozialverhalten. Sie identifizieren sich auf Dauer mit gewalttätigen Personen und übernehmen deren Verhaltensmuster.

Eigene Konfliktbewältigung wird verdrängt

Zudem: Die für die Medien benötigte Zeit fehlt für Aktivitäten mit Gleichaltrigen und Familienangehörigen. Konfliktbewältigung wird durch Flucht in eine Scheinwelt vermieden. Die Persönlichkeitsentwicklung kommt nicht voran.

Kinder haben kaum mehr die Möglichkeit, sich selbst zu kennen und an sich zu arbeiten. So trauen sie sich einerseits im wirklichen Leben immer weniger zu, andererseits übernehmen sie das Imponiergehabe der Helden in Computerspielen, mit denen sie sich identifizieren.

Das in Medien propagierte Körperbild ist unrealistisch: untergewichtige weibliche Models und Body-Building-Kerle lassen den eigenen Körper unzulänglich erscheinen. Das Selbstwertgefühl sinkt. Für Mädchen ist das Schlankheitsideal der Medien oft der Beginn einer Essstörung.

Konzentrationsstörungen vor allem bei Jungen

Vermehrter Internet- und Videospielkonsum steht in engem Zusammenhang mit einem Aufmerksamkeitsdefizit. Der Konsum von Gewalt betonten Sendungen und nicht jugendfreiem Inhalt hat mitunter ein Zurückfallen der schulischen Leistungen zur Folge. Dies betrifft vor allem die Jungen.

Steht ein Fernsehgerät im Kinderzimmer, ist das Risiko für eine Sprachentwicklungsverzögerung bei Vorschulkindern um 45 Prozent erhöht.

Der Bewegungsmangel reduziert körperliche Fitness und fördert Übergewicht. Ein hoher Anteil an Fernsehwerbung in Kinderprogrammen betrifft Lebensmittel, die ungeeignet für Kinder sind (Fast Food, Süßigkeiten, süße Getränke und fettige Snacks).

Über 30 Studien ergaben den direkten Zusammenhang zwischen Fernsehkonsum und Übergewicht. Hierbei finden sich gehäuft Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen.

Quelle: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2013/10/schaden-fur-psyche-und-korper.html