Kuba: Tödlicher kommunistischer Angriff gegen Sacharow-Preisträger Oswaldo Payá

Rosa María Payá, Tochter des am 22. Juli 2012 an den Folgen eines angeblichen Autounfalls verstorbenen Bürgerrechtlers Oswaldo Payá, erhob in Frankfurt am Main schwere Vorwürfe gegen die kommunistische Diktatur in Kuba. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Das Castro-Regime habe ihren Vater vorsätzlich angegriffen, weil sich die kubanische Führung von den ambitionierten Projekten des Oppositionsführers bedroht gefühlt habe, so Rosa Payá.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, hat die Regimekritikerin Beweise dafür, dass es sich nicht um einen Unfall handelte. Auch zahlreiche internationale Beobachter sind überzeugt, dass es sich um einen politischen Mord handelt. „Dies ist auch ein Anschlag gegen die kubanische Demokratiebewegung“, unterstrich die IGFM.

Von Spanien aus, haben Menschenrechtler nun eine Initiative gestartet, den Tod Payás und eines anderen kubanischen Bürgerrechtlers unabhängig untersuchen zu lassen. Nach der offiziellen Version der Regierung in Havanna, habe überhöhte Geschwindigkeit einen Unfall verursacht, bei dem die zwei Kubaner starben. Mit im Wagen saßen ein schwedischer und ein spanischer Staatsbürger. Beide und weitere Augenzeugen bestreiten die staatliche Version des Geschehens vehement.

Die IGFM und Rosa Maria Payá, die Sprecherin der „Christlichen Befreiungsbewegung” (Movimiento Cristiano Liberación, MCL), fordern daher eine unabhängige Untersuchung des Todes von Oswaldo Payá, dem Gründer der MCL, und Harold Cepero, dem Vorsitzenden der MCL-Jugend, durch internationale Experten. 

Hintergrund
Oswaldo Payá Sardiñas, Träger des Sacharow-Preises des Europäischen Parlaments, gehörte zu den bekanntesten Bürgerrechtlern auf Kuba. Der am 29. Februar 1952 geborene Oppositionsführer war dem Castro-Regime seit seiner Jugend ein Dorn im Auge. Bereits im Alter von 17 Jahren wurde er in ein Arbeitslager verschleppt, weil seine Forderungen nach Demokratie den Interessen des Regimes entgegenstanden.

Die 1988 von Oswaldo Payá Sardiñas begründete Christliche Befreiungsbewegung (Movimiento Cristiano Liberación, kurz MCL) setzt sich für einen gewaltfreien Übergang von der Einparteiendiktatur zu einer pluralistischen Demokratie auf Kuba ein. Seit ihrer Gründung werden die Mitglieder der Christlichen Befreiungsbewegung verfolgt, die Organisation selbst wurde vom Castro-Regime verboten – wie auch alle anderen Parteien und Bürgerrechtsorganisationen.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland



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