Limburger Bischof Tebartz-van Elst verteidigt sich im „Vatican-Magazin“

„Ich bin gar kein Protzbischof und fühle mich als zu Unrecht Verfolgter.“  –  Das sagt der Limburger Bischof in einem Interview, das Paul Badde mit ihm führte und das im neuesten „Vatican-Magazin“ veröffentlicht ist  –  siehe hier im vollen Wortlaut: http://www.vatican-magazin.de/index.php/magazin/aktuelle-ausgabe/inhalt1_0_745851

Er fühle sich als Opfer schlechter Beratung. Es tue weh, wenn man dabei enttäuscht und verraten werde, so der Bischof. Die Zeitschrift hat das Interview bereits im Oktober geführt, als Tebartz-van Elst in Rom beim Papst vorsprach, aber erst jetzt veröffentlicht.

Er setze darauf, dass in der Diözese Limburg „auch unversöhnlich scheinende Positionen wieder zusammenfinden“, so der Bischof.

Die Alleinschuld für den Kirchenskandal weist Tebartz-van Elst von sich. Die umstrittensten Entscheidungen seien fast alle kollegial getroffen worden, auch wenn allein seine Unterschrift unter den Dokumenten stehe.

Quelle inkl. Foto: Radio Vatikan

In dieser ORF-Sendung nimmt Eva Demmerle (bis 2013 war sie Limburger Pressesprecherin) Bischof TvE gegen Falschbehauptungen in Schutz; sie äußert sich gleich zu Beginn der Talkshow dazu: http://www.kathtube.com/player.php?id=33025

 


2 Kommentare on “Limburger Bischof Tebartz-van Elst verteidigt sich im „Vatican-Magazin“”

  1. Anonymous sagt:

    Bischof Tebartz-van Elst hat noch nicht begriffen, dass er schlicht nicht mehr tragbar ist.

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  2. Stefan sagt:

    Ganz unabhängig davon, ob Bischof Tebartz-van Elst Fehler begangen hat oder nicht, bleibt die Frage nach seiner Vorbilds-Funktion offen. In finanziellen Angelegenheiten, insbesondere bei Bauvorhaben dieser Grössenordnung, ist eine Kollektivunterschrift immer angezeigt. Wenn gleichzeitig auch noch eine gewissen „Gewaltentrennung“, d.h. gleichrangige, aber unabhängige Stellen, mitzeichnen, ist eine gegenseitige Kontrolle und Verantwortung gegeben. Die laufenden Untersuchen werden hoffentlich „Licht ins Dunkle“ bringen.

    Bischof Tebartz-van Elst ist zweifelsohne in einer misslichen Lage und die Anschuldigungen scheinen auch unredliche Motive (einen Geistlichen in seinen religiösen und lehramtstreuen Ansichten mundtot zu machen) aufzuweisen. Dieser Kritik sollten sich auch die Ankläger stellen.

    Priester sollten als Vorbilder auch nach Heiligkeit streben. Der Bischof Tebartz-van Elst würde uns äusserst bewegen, wenn er statt auf die Rückkehr in „Amt und Würde“ bestehen, ein neues und vielleicht auch ein demütiges Amt wählen oder annehmen würde. Er hätte viele Heilige als Vorbild, die selbst bei offensichtlich falschen Anklagen stets um Verzeihung (für sich selber und die Ankläger) gebeten und sich ohne Widerrede und Verteidigung demutsvoll geschickt haben.

    Ich zitiere Kath/Wikipedia über …

    den Hl. Pfarrer von Ars:
    (…), jedoch mit der Einschränkung, dass er erst zu einem späteren, dem Ermessen seines kirchlichen Oberen gutdünkenden Zeitpunkt die Sündenvergebungsgewalt erlangen sollte. „Man traute ihm die Fähigkeit der Unterscheidung der Sünden nicht zu. Vianney hatte diesen kränkenden Vorbehalt entgegenzunehmen, er, der später der größte Beichtvater des Jahrhunderts werden sollte!“.

    den Hl. Pater Pio
    Zeitweise verboten die Oberen, dass er sich in der Öffentlichkeit zeigte. Der italienische Historiker Sergio Luzzatto zitiert Johannes XXIII., dem zufolge Pio „intime und unanständige Beziehungen mit den Frauen, die seine Prätorianergarde bilden“, unterhalten haben soll

    den Hl. Josef von Copertino
    Über ihn wurde berichtet, dass er von einem Ort zum andern abgeschoben wurde, dass er Verbote bekam und am Ende fast eingesperrt wurde. Er war besonders demütig und hat alles zu Ehre Gottes hingenommen.

    Wenn Bischof Tebartz-van Elst ohne Einwände (Vorwürfe) und Bitte um Verzeihung (unabhängig von seiner angeblichen Schuld) auf Amt und Würde sowie auf den angeblichen „Luxus“ verzichtet, wäre wohl nicht nur ich sehr erschüttert und würde von einem heiligmässigen Menschen denken. Welche Gnaden und Charisma er damit für seine seelsorgerische Tätigkeiten für die Menschen bekäme, können wir kaum erahnen. Er wäre für mich einer der ganz Grossen (und nicht Verlierer) dieser verwöhnten Zeit. Er soll jetzt schon für sein inniges Gebet bekannt sein.

    Beten wir für ihn, wir brauchen heiligmässige Priester …

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