ER ist vor aller Schöpfung – und in IHM hat alles seinen Bestand

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Kol 1,12-20:

Brüder! Dankt dem Vater mit Freude! ER hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. ER hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.

Durch ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. ER ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.

Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.

ER ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles seinen Bestand. ER ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. ER ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat ER in allem den Vorrang.

Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte ER zu Christus führen, der Friede gestiftet hat durch sein Blut am Kreuz.


Papst Franziskus warnt vor theologischem Progressismus und Abfall von der Tradition

Das Volk Gottes entfernt sich von Gott, wenn ihm Anpassung und Weltlichkeit näher liegen als der unveränderliche Wille des Ewigen.

In seiner Morgenpredigt vom 18. November (siehe Foto) deutete Papst Franziskus die Lesung aus dem 1. Makkabäerbuch (1 Makk 1:10-15.43-54-57.62-64): 1_0_747648

Führende Vertreter des Volkes wollten damals die Besonderheit Israels auflösen und gerne so wie die anderen Nationen sein; sie gaben damit ihre eigenen Traditionen auf, so der Papst: Sie verhandelten mit anderen Völkern und hielten sich dabei für die „Fortschrittlichen“, die dorthin gehen, wo auch die anderen hingingen.

„Pupertierendes Fortschrittsdenken“ verrät die Treue

Das sei ein „pubertierendes Fortschrittsdenken“, urteilte der Papst. Über die eigene Treue zu verhandeln, sei „Apostasie, Ehebruch“. Der Pontifex erklärte weiter:

„Das ist ein Widerspruch. Wir verhandeln nicht über Werte, sondern über die Treue. Und genau das ist die Frucht des Dämons, des Fürsten dieser Welt, der in uns den Geist der Weltlichkeit fördert. Das hat Konsequenzen. media-521118-2

Erst haben sie die Sitten der Heiden angenommen und dann einen Schritt weiter gemacht: Der König schrieb seinem ganzen Reich vor, zu einem einzigen Volk zu werden, und alle Eigenarten aufzugeben. Das ist nicht die gute Globalisierung der Einheit aller Nationen, jede mit ihren eigenen Sitten, aber vereint. Das ist die Globalisierung der Uniformität. Dieses Einheitsdenken ist eine Frucht der Weltlichkeit“.

Dieser Geist der Weltlichkeit herrsche auch heute, so der Papst. Er wolle uns dazu führen, das Einheitsdenken für Fortschritt zu halten. In den Zeitungen könne man das lesen, gerade auch in den letzten Tagen. Heute meine man, dass „wir alle wie alle sein müssen, „dass wir normaler sein müssen, dass wir tun was alle tun, in diesem pubertierenden Fortschrittsdenken“.

„Es gibt Gesetze, die Menschenopfer schützen“

Und dann „geht die Geschichte weiter: die Todesurteile, die Menschenopfer“. Auch heute gebe es viele Menschenopfer  –  und schlimmer noch: „Es gibt Gesetze, die diese schützen“: 20131021_Demonstration_StraA_burg_C

„Was uns aber tröstet: dass vor diesem Weg des Geistes der Welt, des Fürsten der Welt, dass vor diesem Weg der Treulosigkeit immer der HERR steht, der sich selbst nicht verleugnen kann, der immer der Treue ist:

ER wartet immer auf uns, ER liebt uns so sehr und ER vergibt uns, wenn wir voll Reue über einen Schritt, über manchen kleinen Schritt in diesem Geist der Weltlichkeit, zu ihm gehen, dem treuen Gott vor seinem untreuen Volk.

Im Geist der Kinder der Kirche beten wir zum HERRN, dass er uns mit seiner Güte, mit seiner Treue vor diesem weltlichen Geist rette, der über alles verhandelt.

ER behüte uns und lasse uns vorwärts gehen, wie er sein Volk in der Wüste vorwärts hat gehen lassen, indem er es bei der Hand nahm, wie ein Vater sein Kind führt. An der Hand des HERRN gehen wir in Sicherheit“.

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/18/papstpredigt:_pubertierendes_fortschrittsdenken_und_der_f%C3%BCrst_dieser/ted-747648

Bistum Rottenburg: Auch Bischof Gebhard Fürst legt sich mit dem Vatikan an

Wie Radio Vatikan am gestrigen Samstag meldete, wollen die deutschen Bischöfe in der Seelsorge für geschieden-Wiederverheiratete eine „Reform“ durchführen:

„Das kündigt der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, an. In Bonn sagte er am Samstag, die Bischöfe würden im Frühjahr Änderungsvorschläge präsentieren.“  1529 - Kopie (2)

Dergleichen Töne lassen nichts Gutes erahnen, denn eine „Änderung“ bisheriger kirchlicher Positionen läuft auf eine Verwässerung und Verwilderung hinaus   –  und genau diese Befürchtung bestätigt der Fortgang dieser Nachricht aus Rom:

„Fürst äußerte sich zur vielfach geforderten Zulassung wiederverheiratet Geschiedener zu Kommunion und Beichte. Die deutschen Bischöfe hätten sich seit 2010 intensiv mit dieser Frage auseinander gesetzt und wollten bei ihrer Frühjahrsvollversammlung im März in Münster eine Erklärung dazu verabschieden. Nach dem bereits vorliegenden Entwurf sollten wiederverheiratet Geschiedene im begründeten Einzelfall zu den Sakramenten zugelassen werden. Voraussetzung seien eine persönlich verantwortete Gewissensentscheidung und ein Gespräch mit dem Seelsorger.“

Man reibt sich die Äuglein, denn diese Äußerungen decken sich mit jener umstrittenen „Freiburger Handreichung“, die unlängst von der Glaubenskongregation unter Erzbischof Gerhard L. Müller (siehe Foto) in zwei entscheidenden Punkten abgelehnt wurde  – und zwar unter ausdrücklicher Berufung auf Papst Franziskus.

Der oberste Glaubenswächter der katholischen Weltkirche hatte daher von Erzbischof Zollitsch offiziell die Rücknahme dieser Desorientierung verlangt, doch der Angesprochene gab bereits zu verstehen, daß er keinerlei Änderungsbedarf erkenne.

Die gemeinsame Wellenlänge zwischen der Fürst-Äußerung und der Freiburger Handreichung deutet auch Radio Vatikan an: Damit würden sich die deutschen Bischöfe an die Anfang Oktober vorgelegte Handreichung aus dem Erzbistum Freiburg anlehnen. „0012

Der schwäbische „Fürst“ nennt für sein Abweichen vom katholisch-kirchlichen Kurs genau dasselbe „Argument“, das bereits der Trierer Oberhirte Ackermann in die Debatte einbrachte: 

Man wolle die „Unauflöslichkeit der Ehe“ zwar grundsätzlich nicht antasten,„es gehe aber darum, die konkrete Wirklichkeit von vielen Paaren und Familien intensiver zu berücksichtigen.“

Auch gehöre es, so Bischof Fürst, „zum Selbstverständnis der Kirche, Menschen, die in verschiedenen Situationen scheitern, zu helfen.“

Dazu ist aus meiner Sicht festzuhalten:

1. Die „konkrete Wirklichkeit vieler Paare und Familien“ entspricht seit Beginn der Menschheitsgeschichte häufig nicht den göttlichen Geboten. Diese Situation ist also nichts Neues unter der Sonne. Folglich besteht auch kein Änderungsbedarf an bewährten kirchlichen Maßstäben.

2. Die Kirche hilft Menschen, die „in verschiedenen Situationen scheitern“, sicherlich nicht durch theologisch unverantwortliche Täuschungsmanöver, indem sie ihnen nämlich durch Zulassung zum Tisch des HERRN vorgauckelt, eine Umkehr sei nicht nötig. Mit einer derart verhängnisvollen Bestätigung eines sündhaften Lebenswandels hilft sie den Betroffenen sicherlich  n i c h t  auf dem Weg zur Buße, zur Besserung und damit zum Heil. Zwischen Himmel und Hölle gibt es keinen Kompromiß und auch keine „friedliche Koexistenz“.

3. Gerade in einer Zeit, in der sich die eheliche Treue und die Sittlichkeit in unserer Gesellschaft immer stärker auf dem absteigenden Ast befindet, muß die Kirche Christi erst recht ein „Zeichen des Widerspruchs“ darstellen und an die zeitlosen Gebote Gottes erinnern, die immer schon quer zum Weltgeist standen, die menschlichen Wünschen zuweilen entgegenstehen, aber auf Dauer zum gelingenden Leben verhelfen  – oft bereits im Diesseits, in jedem Fall aber in Gottes ewiger Herrlichkeit.

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

2. Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

Limburg: Der Laien-Rat „Nach-Tebartz-Kirche“ –  kurz: NAK-Kommission  –  bedauerte die Entscheidung des Hamburger Verwaltungsgerichtes, das Verfahren gegen Bischof Tebartz-van Elst (siehe Foto) gegen eine Geldzahlung einzustellen. „Auf diese Weise nimmt das Gericht den Befürwortern einer demokratischen Kirche ein wichtiges Argument zur Durchsetzung ihrer gerechten Ziele vermittels Absetzung des Limburger Noch-Bischofs. Wir bedauern die Entscheidung und hoffen, dass die Kommission der deutschen Bischofskonferenz weniger gnädig mit dem protzigen Lügen-Bischof umgehen wird.“   1_0_745851

Rom: Die Gemeinschaft Sex in Church (SIC) verteilte auf dem Petersplatz nach der Generalaudienz von Papst Franziskus Kondome in Arztneischachteln. Der Sprecher der Gruppe erklärte hierzu: „Das Kondom ist eine wirksame Medizin, um sich von der Sexualitätsfeindlichkeit der Kirche ohne negative Konsequenzen zu lösen.“ Im Schächtelchen beigelegt waren neben dem Kondom auch eine Anleitung für verschiede Sexualstellungen und der Adresse einer Sexualpartnervermittlungsseite, deren Logo auch auf der Schachtel abgedruckt war. Es bestehe jedoch kein Zusammenhang zwischen der Firma und der Gemeinschaft, beteuerte der Sprecher.

Vatikan: Unter progressiven Katholiken sorgte die Nachricht für Entsetzen, dass Papst Franziskus bei Erzbischof Müller gegessen habe. Ein solcher Schritt impliziere die Konspiration des Papstes mit der Glaubenskongregation, kritisierte Ludwig Horst, Sprecher des Kreises für Ungehorsam und Volksherrschaft in der Kirche (UVK). Dabei habe man sich so gefreut, in Franziskus endlich einen Papst zu haben, der die Glaubenskongregation genauso ablehne wie alle rechtschaffenen Katholiken.

Quelle und vollständiger Text hier: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/11/samstaglicher-newsticker_23.html

Foto: Radio Vatikan


David wird zum König gesalbt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Sam 5,1-3:

In jenen Tagen kamen alle Stämme Israels zu David nach Hebron und sagten:

Wir sind doch dein Fleisch und Bein. Schon früher, als noch Saul unser König war, bist du es gewesen, der Israel in den Kampf und wieder nach Hause geführt hat. Der HERR hat zu dir gesagt: Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden.

Alle Ältesten Israels kamen zum König nach Hebron; der König David schloß mit ihnen in Hebron einen Vertrag vor dem HERRN –  und sie salbten David zum König von Israel.