Medjugorje: Maria spricht allmonatlich zur Welt durch die „Seherin“ Marija

Nachdem sich das aufsehenerregende Mirakel um Vickas „Leuchtmadonna“ als Betrug herausstellte (die „Seherin“ hatte zuvor von einem „Wunder“ gesprochen), meldet sich das Medjugorje-Zentrum mit einer neuen Monatsbotschaft der Muttergottes“ vom 25. November, die wiederum an die Visionärin „Marija“ erging. media-372515-2

Es heißt dazu erklärend, daß die „Gottesmutter seit dem 24.6.1981 täglich als Königin des Friedens erscheint“, also seit über 32 Jahren.

Sodann wird hinzugefügt: „An jedem 25. des Monats empfängt sie von Maria eine Botschaft, die in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist.“

Die jüngste weltbewegende Botschaft lautet wie folgt:

„Liebe Kinder! Heute rufe ich euch alle zum Gebet auf. Meine lieben Kinder, öffnet die Tür des Herzens tief dem Gebet, dem Herzensgebet, dann wird der Allmächtige auf eure Freiheit einwirken können und die Bekehrung beginnt. Der Glaube wird fest werden, so dass ihr mit ganzem Herzen sagen könnt: “Mein Gott, mein Alles!“  –  Meine lieben Kinder, ihr werdet begreifen, dass hier auf Erden alles vergänglich ist. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

„Einwirken“ Gottes auf unsere „Freiheit“?

Aus unserer Sicht stellen sich hierzu folgende Fragen:

1. Was ist ein „Herzensgebet“ genau? Jedes Gebet, das „von Herzen“ kommt  –  oder ein spezielles charismatisches Medju-Gebet?

2. Unsinnig ist die Verheißung, nach solchem Herzensgebet „wird der Allmächtige auf eure Freiheit einwirken können und die Bekehrung beginnt“. Erstens respektiert der Allmächtige sehr wohl die menschliche Freiheit  –  natürlich auch die der Betenden; ER kommt ihnen zwar durch seine Hilfe und Gnade entgegen, doch schränkt der göttliche Beistand keineswegs die Willensfreiheit der Gläubigen ein.

Zweitens hätte man gern gewußt, warum die „Bekehrung“ bei den „lieben Kindern“ (also den „Sehern“ und wohl auch deren Anhängern) erst jetzt „beginnen“ kann. Haben jahrzehntelange „Erscheinungen“ bislang immer noch nicht dafür gesorgt?

3. Die „Festigkeit“ des Glaubens erweist sich keineswegs durch fromme Anrufungen („Mein Gott, mein Alles!“), sondern durch unsere Bewährung in der Nachfolge Christi, durch Nächstenliebe und Einhaltung der Gebote Gottes. Erinnern wir uns an Jesu Worte: „Nicht jeder, der HERR, HERR sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters erfüllt, der im Himmel ist.“

4. Lächerlich ist auch die Verheißung, nach dem „Herzensgebet“ und der „Bekehrung“ würden die „lieben Kinder“ dann „begreifen, dass hier auf Erden alles vergänglich ist“.  –  Diese Allerweltsweisheit, die selbst von Gottlosen nicht bestritten wird, bedarf sicherlich keiner besonderen Erleuchtung von oben!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 

 


12 Kommentare on “Medjugorje: Maria spricht allmonatlich zur Welt durch die „Seherin“ Marija”

  1. Uli sagt:

    Die Pilgerinnen und Pilger muß man aber wirklich in Schutz nehmen.
    Diese beten ja wirklich zur echten Gottesmutter bzw. zum echten JESUS.

    Angenommen, es würden ein paar Menschen vom Schreibtisch aus ein paar Botschaften formulieren mit dem Hintergedanken, dass die Menschen ohnehin so dummm sind und es nicht merken – dann ist das total gemein, hochmütig.

    Ich kann mir vorstellen, dass auch die echte Gottesmutter in MEDJUGORIE verstärkt da ist, weil dort eben auch intensiv an sie gedacht wird.

    Bin sellbst so weit gedanklich, dass Medjugorie aus Kirchenkreisen selbst organisiert wurde.

    Am 13. Mai 1981 war das Attentat auf Papst Johannes II.

    Kirchenintern wußte man sicher bald, dass Papst Johannes Paul II sich angesprochen fühlt
    mit dem 3. Geheimnis. Vielleicht ist man davon ausgegangen, dass das Thema Fatima damit bald erledigt ist.

    Neue Geheimnisse braucht die Welt.

    Was ich so gelesen habe, war Papst Johannes PAUL II Marienerscheinungen gegenüber nicht so ganz abgeneigt.

    Da könnte man doch ihm den Gefallen tun, am Johannestag ein neuen Erscheinungsort
    quasi zu „gebären“

    So, das war jetzt eine sehr große Packung Spekulatiius – guten Appetit.

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    • Ester sagt:

      Wenn irgendwelche gutmeinende Kleriker das erfunden haben, dann ist das noch ne Ecke schlimmer, als das was, zumindest ich, bezüglich Medju denke.
      Ich denke nämlich das ist einfach Einbildung seitens der Seher, die, durch Verkettung unglücklicher Umstände solchen Ausmaße angenommen hat, und dann ist das denen einfach über den Kopf gewachsen, und sie haben den Absprung nicht geschafft.

      Es ist manchmal, gar nicht so einfach zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu unterscheiden, und noch schwerer nach Jahren zu sagen “Sorry, aber ich war mir ja nie wirklich sicher!”

      Wenn aber Kleriker sich das ausgedacht haben, dann ist es Betrug, sprich Lüge,. bewusste Lüge.

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      • Uli sagt:

        Einen schönen guten Tag wünsche ich allen,

        Fragen gibt es zu den Botschaften und das ja nicht nur von mir, ich bin ja quasi von Frau Küble bzw. dem Forum hier erst mit der Nase draufgestoßen worden.

        Diese Fragen müssen bei den Franziskanern (die die Seher betreuen) und bei Menschen,
        die Theologie studiert haben bzw. sich intensiver damit beschäftigen doch normalerweise auftauchen und schon entstehen doch ZWEIFEL.

        Ich kann mittlerweile Papst Benedkt verstehen, dass er bereits als Kardinal seine Schützlinge aufgefordert hat, nicht nach Medjugorie zu gehen – rein dienstlich.

        Bei den Botschaften handelt es sich ja in den Augen der meisten Menschen um Worte der Gottesmutter, der wichtigsten Frau der Welt. Warum geht nicht der Stellvertreter Gottes auf Erden auf diese Botschaften ein und erklärt den Menschen, warum die Kirche Zweifel hat an den Erscheinungen.

        Hoffentlich kommt nicht der Tag, an dem sich alle Menschen schämen und am liebsten im Erdboden versinken wollen, weil sie die Botschaften verbreitet haben, obwohl sie selbst das Gefühl haben, da stimmt was nicht.

        Wenn es soweit kommt, dann ist es nämlich die „böse Kirche“ die die Gläubigen nicht
        „aufgeklärt“ hat.

        Medjugorie als Gebetsstätte darf man nicht aufgeben aber man muß den Menschen bezüglich der Botschaften die reine Wahrheit sagen, auch auf die Gefahr hin, dass einige nun wieder davonlaufen.

        Ich würde auch mal der ECHTEN GOTTESMUTTER mitteilen, dass wir kein ZEICHEN benötigen, um an sie zu glauben Was sagt den so ein ZEICHEN AUF DEM BERG aus, eigentlich gar nichts, das könnte auch vom Satan stammen.

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      • Ester sagt:

        Also meiner Ansicht nach steckt die Kirche in einer Zwickmühle, weil ja jeder Versuch der kirchlichen Autorität mit Ungehorsam beantwortet wurde.
        Von Seiten der Patres und der Seher und begeisterter Pilger, natürlich deshalb, weil sie der Muttergottes mehr Autorität zubilligten, als den rein menschlichen, kirchlichen Autoritäten.
        Man beruft sich seitens der Fans auf etwas extrem katholisches (die lauretanische Litanei, wo die Muttergottes ja als Königin von allem Möglichen (um es salopp auszudrücken) angerufen wird.
        Man sagt nun (abgekürzt), man muss Gott (der die Muttergottes ja geschickt hat) mehr gehorchen als dem menschlichen, zuständigen Bischof bzw Präfekt der Glaubenskongregation.
        Damit setzt man aber das Charisma über das Amt und das ist genau nicht christlich, auch wenn es sich ungeheuer fromm anhört.
        Man kann das Amt im Apostel Petrus personifiziert sehen, das Charisma im Apostel Johannes (dem Lieblingsjünger, dem der unterm Kreuz bleib, dem dem die Muttergottes anvertraut wurde).
        Dem Petrus wurde aber der Auftrag gegeben, die Schafe zu hüten, sowie der Schlüssel zum Himmelreich übergeben.

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  2. Ester sagt:

    Also üblicherweise versteht man unter Herzensgebet folgendes:
    Man fängt ja irgendwie an mit dem Glaubensleben und dazu gehört auch regelmäßiges Gebet.
    Selbiges fällt einem mal schwerer und mal geht es total gut.
    Die Mystiker berichten nun, dass es auf dem Weg zu Gott irgendwann einmal durch die Dunkelheit, die berühmte Nacht des Glaubens geht und dann, sagen die Mystiker, kann es sein, dass man den Zustand erreicht, wo man von „Herz zu Herz“ also ohne (vorformulierte) Gebete zu Gott spricht.
    Ich denke jetzt mal mit meinem Hausfrauenverstand, klar gibt es das auch bei normalen Menschen manchmal, dass man wirklich das Gefühl hat, Gott ganz nahe zu sein. Das kann sein, wenn man Gott gegenüber zutiefst dankbar ist, weil sich Dinge wunderbar gefügt haben, große Probleme sich in Wohlgefallen aufgelöst haben, oder auch, wenn man ganz „down“ ist, oder auch einfach so.
    Nur würde ich behaupten das kann man nicht zwingen.

    Und wenn die Madonna aber nicht dieses „spontane“ Herzensgebet meint, sondern das Herzensgebet der Mystiker,. also um dahin zu kommen, muss ich schon bekehrt sein.

    Warum sollte ich denn anfangen zu beten, wenn ich mich noch nicht bekehrt habe?

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    • Uli sagt:

      Guten Morgen,

      ich habe mir mal meine gesammelten Medjugorie-Heftchen vorgenommen und mir bereits ein paar Botschaften nochmals angeschaut, die habe ich ja eigentlich immer nur so überflogen.

      Dazu habe ich ein paar Fragen:

      „Wenn ihr betet, dann wird Gott euch helfen, den wahren Grund meines Kommens zu entdecken.“

      Bei diesem Satz stolpere ich über das Wort „wahr“. Sagt Maria denn nicht von sich aus klar und deutlich den wahren Grund ihres Kommens, muß man den wirklich erst erbeten ?

      „Besonders jetzt, da euch auch die Kirche zum Gebet und zur Umkehr aufruft, lade auch ich euch ein, meine lieben Kinder, meine Botschaften zu leben“

      Gehört Maria nicht zur Kirche dazu ? Sie ist doch auch ein Mensch wie wir und ruft nicht die Kirche immerzu zur Umkehr auf ?

      „Wohin ich auch komme, ist mein Sohn mit mir und dorthin kommt auch Satan“

      Die Welt ist doch bereits gerettet, das Böse besiegt. Folgt der Satan den beiden wirklich auf Schritt und Tritt ?

      Nochmal zu der Botschaft mit dem „Einwirken auf die Freiheit“

      Es ist ein wesentliches Merkmal der frohen Botschaft überhaupt, dass die Kinder Gottes frei sind.

      Vor mir liegt noch ein ganzer Stapel Hefte und ich finde da sicher noch mehr Fragen.

      Meine Meinung ist die:

      „Wenn bei dem ganzen Stapel an Botschaften nur eine einzige dabei ist, die nicht korrekt ist, dann können sie nicht von der Mutter Gottes kommen, denn die würde uns sicher keinen Quatsch erzählen. Nur eine falsche Botschaft und man kann sich doch das Geld für alle anderen Untersuchungen spaen“

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      • Guten Tag,
        Ihre Fragen und skeptischen Hinweise zu den erwähnten Botschaften sind alle berechtigt.
        Zudem genügt es – wir auch wir seit Jahren betonen – tatsächlich, wenn bei angeblichen Erscheinungen eine einzige Botschaft unkorrekt ist, um das gesamte Phänomen infrage zu stellen. Entweder sind solche „Offenbarungen“ wirklich himmlisch und dann auch hundertpro zutreffend – oder eben nicht. Wobei es in Medju hunderte (!) „Botschaften“ gibt, die rein logisch und/oder theologisch unsinnig sind.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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    • Uli sagt:

      Hallo Ester,

      Jesus steht nicht auf Lippenbekenntnisse.

      JESUS kennt DICH durch und durch, er kann auch in DEIN HERZ schauen.

      Wenn Deine Worte und Deine Gedanken identisch sind, bist DU schon mal auf dem guten Weg.

      Wenn DU 100 mal auswendig aufsagst: DEIN Wille geschehe, wie im Himmel und auf Erden“
      und dabei aber denkst „Ich werde mich durchsetzen, ich mache das was ich will“
      dann kommt Dein Gebet nicht von Herzen.

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      • Ester sagt:

        Klar aber genau weil ich nicht immer mit dem Herzen ganz bei Gott bin und der alte Mensch aus allen Knopflöchern gugt, deshalb die Kirche mit ihren Formalien.
        Das ist es doch, es gibt ab und an mal religiöse tief empfindende Menschen, aber das ist sehr sehr selten.
        Ich denke Jesus ist es lieber wenn ich mit den Lippen bekenne was ich mit dem Herzen fühlen müsste, als wie wenn ich in Zeiten der Trockenheit sagen „Ich fühl nix, also bet ich auch nicht!“

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  3. Uli sagt:

    Gott hat uns selbst die Freiheit geschenkt und zwar 100 prozentige Freiheit.
    Diese Freiheit schenkt er uns aus Liebe, selbst wenn wir nicht in seinem Interesse handeln.

    Je mehr wir uns Gott öffnen, desto freier werden wir.

    Gott wirkt nicht auf unsere Freiheit ein, dass braucht er auch nicht, denn er hat uns die absolute Freiheit geschenkt.

    Gottes Freiheitsangebot ist von Anfang an vollkommen und Gott ändert da zwischendurch nichts. Wir können höchstens selbst etwas dazu beitragn, dass wir mehr von dieser Freiheit erfahren können.

    So ein Satz kann einfach nicht von der Mutter Gottes kommen.

    Bin fast soweit zu denken, so ein Satz stammt von einem Menschen, der entsetzt ist über die Gleichgültigkeit der Menschen, die das einfach so hinnehmen.

    Frau Küble, es ist zwar nur meine persönliche Meinung aber „der Allmächtige respektiert unsere Freiheit“ empfinde ich noch fast zu wenig für dieses riesengroße Freiheitsgeschenk.
    „Respektieren“ hört sich etwas wie „dulden“ an. Gott ist die Freiheit.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Tag

    viele Grüße von Ulrike

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    • Guten Tag,
      respektieren heißt „achten“, „wertschätzen“ – und nicht „dulden“, denn dulden wird mit „tolerieren“ übersetzt.
      Daß Gott der „Urheber“ unserer Freiheit ist, sollte mit dem Ausdruck „respektieren“ sicherlich nicht in Abrede gestellt werden, denn der Schöpfer ist natürlich der Geber aller guten Gaben, also auch der Freiheit.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  4. Pipu sagt:

    Sie nerven mich ja tatsächlich mit vielen Artikeln! Den find ich super!

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