Regensburg: „Nikolaushilfe“ für die Flutopfer in der Region Deggendorf

Bistum Regensburg unterstützt betroffene Familien mit weiteren jeweils 2000 Euro 

FLUTOPFER können ab Montag, den 9. Dezember, zur Caritas-Geschäftsstelle kommen

„Die aktuellen Schlagzeilen haben die große Donauflut schon lange verdrängt. Die Folgen der Flutkatastrophe in unserem Bistum sind aber noch längst nicht bewältigt“: Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) besuchte im Oktober 2013 Natternberg, eine der stark betroffenen Orte bei Deggendorf  –  und sprach dort mit den Menschen. Voderholzer 3

Jetzt entschied das Bistum Regensburg, allen rund 500 betroffenen Haushalten der Orte Fischerdorf, Natternberg und Altholz 2000 Euro auszuzahlen.

Betroffene können ab Montag, den 9. Dezember, um 9 Uhr zur Geschäftsstelle der Caritas Deggendorf, Pferdemarkt 20 in 94469 Deggendorf kommen.

Natürlich ist die finanzielle Zuwendung unabhängig von Konfession und Religionszugehörigkeit. Die Mittel stammen aus Spenden und aus der Kirchensteuer.

Bischof Rudolf Voderholzer erklärt hierzu: „Der heilige Bischof Nikolaus ist bis heute dafür bekannt, dass er sich an die Seite der Menschen stellte, besonders wenn sie in großer Not waren. Ich bitte alle Menschen, die an den Folgen der Flut leiden, diese Hilfe als solidarischen Beitrag zu sehen und als Zeichen der Hoffnung, dass Niemand allein gelassen wird.“  

Direkt nach der Flutkatastrophe hatte das Bistum Regensburg bereits eine Soforthilfe über 300 € für jeden Haushalt zur Verfügung gestellt. „Als Überbrückungsgeld für das Notwendigste“, erklärte damals Caritasdirektor Roland Batz.

Noch Ende Juli folgte dann eine weitere Auszahlung von 2000 Euro plus weitere 500 Euro ab dem dritten Kind. Gleichzeitig stehen den Betroffenen die Notfallseelsorger und Sozialberater der Caritas sowie die Seelsorger vor Ort zur Seite.

Es gibt auch die Möglichkeit für Familien, in Erholungsheimen der Caritas eine Woche auszuspannen, Abstand zu gewinnen oder sich mit Gleichbetroffenen auszusprechen.

Die Kirche von Regensburg sorgt dafür, dass diese Angebote im kommenden Jahr bestehen bleiben. Dr. Roland Batz betont, dass sich die Kirche angesichts der Höhe ihrer Mittel nicht an der baulichen Schadensregulierung beteiligen könne. Die Gabe sei von Anfang an als seelsorgliches Zeichen der Solidarität zu verstehen.

Bischof Rudolf Voderholzer erläuterte: „Ich möchte diese Nikolausgabe zum Anlass nehmen, noch einmal allen Spendern zu danken, die diese Hilfe möglich machten. Gleichzeitig sei auch noch einmal an die vielen Helfer erinnert, die sich selbstlos und mit großer Hingabe oft bis zur Erschöpfung eingesetzt haben.  Das war ganz konkrete christliche Nächstenliebe, die uns allen ein Vorbild bleibt.“

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg


EU-Parlament: Der Estrela-Bericht pro Abtreibung muß vom Tisch!

Hedwig von Beverfoerde

In der vergangenen Woche ist der Estrela-Bericht im Frauenausschuß  des Europa-Parlaments in lediglich leicht gekürzter Form mit 18 zu 15 Stimmen erneut verabschiedet worden.  PICT0104

Dies ist ein Skandal, denn die Vorgehensweise, den Estrela-Bericht ohne grundlegende Neufassung wieder ins Parlament einzubringen, verstößt gegen die Geschäftsordnung des Europäischen Parlaments.

Dies wurde vom juristischen Dienst des Europaparlaments festgestellt. Mehrere Fraktionen sowie einzelne Mitglieder haben sich schriftlich beim Parlamentspräsidenten beschwert und eine Prüfung durch den Ausschuß für konstitutionelle Fragen beantragt.

Am morgigen Donnerstag, den 5. Dezember, werden Parlamentspräsident Martin Schulz und die Fraktionsführer darüber entscheiden, ob der „Estrela-Bericht“ am 10. Dezember im Plenum des Europaparlaments zur Abstimmung kommt oder nicht. 

Für den Fall, daß Herr Schulz und die Fraktionsführer den Estrela-Bericht nicht von der Tagesordnung nehmen, ist erneut eine Demonstration vor dem Europaparlament in Straßburg geplant.  


Bundeswehr als Söldnerheer? – Nein, danke!

Prof. M. Wolffsohn zum neuen Konzept einer Söldnerarmee

Unter dem Titel „Die Bundeswehr auf dem Weg zur Söldnerarmee“ veröffentlichte die Online-Ausgabe der Zeitung DIE WELT vom gestrigen Dienstag, den 4. April, einen fundierten und einleuchtenden Gastbeitrag des Münchner Geschichtsprofessors Dr. Michael Wolffsohn, den er gemeinsam mit Maximilian Beenisch verfaßte.  be2004_38_551

Darin heißt es einleitend:

„Die deutsche Armee soll eine Mannstärke von 185.000 Soldaten haben. Das ist illusorisch. Sie kommt an Mietsoldaten nicht vorbei. Diese Entwicklung ist bedrohlich  – für die Armee und die Gesellschaft.

Wird die Bundeswehr ein Söldnerheer? Ein Albtraum für Demokraten. Doch er könnte wahr werden, denn die Personalengpässe der Bundeswehr sind nach der faktischen Abschaffung der Wehrpflicht dramatisch.“

Die Autoren stellen sodann nüchtern fest:

„Das inländische Personalreservoir ist offenbar ausgeschöpft. Zumindest kurz- und mittelfristig. Bleibt nur Personalimport, also im Ausland gekaufte Soldaten, Söldner.“

Doch mit diesen wurden im Verlauf der Geschichte beileibe nicht die besten Erfahrungen gemacht. Die beiden Verfasser erinnern z.B. an den Untergang des Römischen Reiches in der Antike  –  und des Byzantinischen Reiches im frühen Mittelalter.

Das deutsche Soldatengesetz (§ 37 Abs. II) erlaubt in dienstlich begründeten Einzelfällen die Einstellung von Nicht-Deutschen in die Bundeswehr. Nun gibt es schon seit längerem Gedankenspiele auf politischer Ebene,  diese Ausnahme in einen Regelfall zu erweitern.

Der deutsch-jüdische Historiker M. Wolffsohn und sein Mitautor weisen darauf hin, daß solch eine Söldner-Armee „nicht dem Willen des Volkes“ unterliegt und daher  „auch gegen das Volk eingesetzt“ werden kann.

Zu Recht erinnern die Verfasser an den Soldaten als „Bürger in Uniform“ und die demokratisch-rechtsstaatliche Verankerung der Bundeswehr:

„Nach den Verbrechen zweier Weltkriege wurde die Wehrpflicht in der Bundesrepublik zu einem demokratischen Anker für die Streitkraft einer pluralistischen Gesellschaft. Folgerichtig sollten  –  und haben  –  sich die bundesdeutschen Soldaten an unserem parlamentarisch demokratischen Staatswesen beteiligt. Eine Aufnahme von ausländischen Staatsangehörigen in die Bundeswehr zerstört das Bild dieser Staatsbürgerarmee.“
 
 
 

Französische Untersuchung: Palästinenserführer Arafat nicht vergiftet

Französische Experten widersprechen dem Schweizer Ergebnis

Kriminalwissenschaftler aus Frankreich haben keine Anzeichen dafür gefunden, daß der frühere Palästinenserführer Jassir Arafat vergiftet wurde. Diese Untersuchungsergebnisse wurden jetzt bekannt, bevor die frz. Experten  sie offiziell vorstellten.

Sie kamen damit zu anderen Resultaten als eine Forschungsgruppe aus der Schweiz. Diese hatte unlängst bekannt gegeben, sie habe in Proben aus Arafats Leiche hochgiftiges Polonium entdeckt.

Arafat starb 2004 in einem französischen Militärkrankenhaus, nachdem er vier Wochen lang schwere Magen- und Verdauungsprobleme hatte.

Erst im November 2012 war seine Grabstätte geöffnet worden, ein internationales Wissenschaftlerteam hatte dem Leichnam Gewebeproben entnommen. Diese wurden in verschiedenen Labors aufwendig analysiert.

Fachleute hatten die Schweizer Ergebnisse sofort angezweifelt, weil das fragliche Polonium 210 rasch zerfällt und so viele Jahre nach Arafats Tod kaum nachweisbar sei. Die französischen Wissenschaftler haben nun eine andere Erklärung für das Vorhandensein der radioaktiven Spuren: Sie vermuten, dass radioaktives Radon-Gas in Arafats Grab damit in Zusammenhang stehen könnte, berichten heute israelische Medien.

Quelle: http://www.israelheute.com


Salzburg: Lichterkette am kommenden Samstag für die Babys im Mutterleib

Die „Jugend für das Leben“ veranstaltet in jedem Advent eine Lichterkette in Salzburg für das Lebensrecht der Ungeborenen, so auch in diesem Jahr am kommenden Samstag, den 7. Dezember 2013.image001

Die Kundgebung in der Lindenhofstraße beginnt um 17,30 Uhr (Eingang zu den Landeskliniken). Um 18,30 Uhr folgt die Lichterkette, danach hl. Messe in der Franziskanerkirche.

Zur Abtreibungsgesetzgebung in Österreich fand auch der St. Pöltener Bischof Dr. Klaus Küng kürzlich klare Worte:

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1492229/Abtreibung-ist-niemals-eine-Losung

 
Kontakt: HLI
Human Life International
St. Julienstrasse 17
A-5020 Salzburg
joannes.bucher@gmail.com

Studien erweisen Nachteile für Kinder in homosexuellen Partnerschaften

Prof. Dr. Manfred Spiekers Leserbrief in der heutigen FAZ vom 4.12.2013:

Es gibt gegenteilige Studien

Zum Artikel „Lückenhafte Erkenntnisse“ von Susanne Kusicke (F.A.Z. vom 22. November):

Wer für gleichgeschlechtliche Paare das Adoptionsrecht fordert, wie die SPD in den laufenden Koalitionsverhandlungen, beruft sich auf die Bamberger Studie von Marina Rupp über die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, die behauptet, es gebe keine Unterschiede zu Kindern in Familien mit Vater und Mutter. Zugleich bestreitet er, dass gegenteilige Studien existierten. P1000834

Es ist verdienstvoll, dass Susanne Kusicke in ihrem Artikel über die Kritik an der Bamberger Studie berichtet, die Frank Häßler für das Bundesverfassungsgericht verfasst hat, auch wenn das Gericht sie ignorierte.

Darüber hinaus aber ist festzuhalten: Es gibt gegenteilige Studien, die zeigen, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Haushalten gegenüber solchen in Familien mit Vater und Mutter Nachteile erleiden.

Die jüngste dieser Studien nach jenen von Sotirios Sarantakos (Australien), Mark Regnerus (Vereinigte Staaten) und Loren Marks (Vereinigte Staaten) stammt von Douglas W. Allen, einem Ökonomen der Simon Fraser Universität in Vancouver.

Er hat die Frage nach dem High-School-Abschluss von Kindern aus gleichgeschlechtlichen Haushalten untersucht. Seine Basis ist der kanadische Zensus von 2006 und die Tatsache, dass Kanada die Homo-Ehe bereits 1995 legalisiert hat. Sein Ergebnis, publiziert in der „Review of Economics of the Household“ (2013, Seite 635–658):

Die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Abschluss nach zwölf Schuljahren zu erreichen, beträgt im Vergleich mit Kindern aus heterosexuellen Haushalten nur 65 Prozent.

Allen differenziert nach lesbischen und schwulen Haushalten sowie nach dem Geschlecht der Kinder. Mädchen haben es noch viel schwerer: Sie erreichen den High-School-Abschluss mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent in lesbischen und von nur 15 Prozent in schwulen Haushalten.

Allen lässt als Ökonom offen, was die Ursache für die deutlich größeren Probleme der Kinder in gleichgeschlechtlichen Haushalten ist. Er neigt zu der Annahme, dass Väter und Mütter sich nicht gegenseitig voll ersetzen können. Fest steht für ihn nur, dass die landläufige Annahme, es gebe keine Unterschiede, nicht haltbar ist.

Professor Dr. Manfred Spieker, Osnabrück


Der HERR beseitigt den Tod für immer

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Jesaja 25,7-9:

Der HERR zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, und die Decke, die alle Völker bedeckt. ER beseitigt den Tod für immer. thumb_gemeinde

Gott, der HERR, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt ER von seinem Volk die Schande hinweg. Ja, der HERR hat gesprochen.

An jenem Tag wird man sagen:

Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, ER wird uns retten. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat.