Paul Herzog von Oldenburg über „Estrela“ und die Abtreibungslobby in der EU

Paul Herzog von Oldenburg ist Leiter des Büros der „Föderation Pro Europa Christiana“ (FPEC) in Brüssel.

Die FPEC ist ein Zusammenschluß diverser christlich orientierter Organisationen aus ganz Europa: DVCK bzw. Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur (Deutschland), Stowarzyszenie Kultury Chrześcijańskiej Piotr Skarga (Polen) Tradition Famille Proprieté (Frankreich), SOS Ragazzi (Italien) und weitere. Das Büro in Brüssel repräsentiert diese Organisationen gegenüber den Institutionen der Europäischen Union. OldenburgBrüssel

Mit Paul Herzog von Oldenburg (siehe Foto) sprach Mathias von Gersdorff (Sprecher der Aktion SOS LEBEN in der DVCK eV.):

MvG: Die Hartnäckigkeit der Abtreibungslobby hinsichtlich des „Estrela-Reports“, der nicht weniger fordert als ein europaweites „Recht auf Abtreibung“, ist beachtlich. Was sagen Sie dazu?

Paul Herzog von Oldenburg: Die Affäre „Estrela“ bekam eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit dank der vielen Lebensrechtsorganisationen in ganz Europa, die dagegen protestiert haben.

Daher sind auch die Unregelmäßigkeiten des Verfahrens bekannt geworden. Allerdings ist diese Vorgehensweise nicht neu: Linke Kräfte im Europäischen Parlament haben es mit den parlamentarischen Regeln nie so ganz genau genommen. Nur ist es diesmal bekannt geworden.

MvG: Können Sie Beispiele geben?

Paul von Oldenburg: Die Abtreibungslobby tut schon seit langem so, als ob das Europäische Parlament ein „Recht auf Abtreibung“ verkündigen kann. Beispielsweise forderte das Parlament in der Resolution vom 1. Dezember 2011 von der Kommission, sie solle „…eine sichere und legale Schwangerschaftsunterbrechung und Betreuung nach der Schwangerschaftsunterbrechung“ sicherstellen.

Abgesehen von der moralischen Verwerflichkeit steht es dem Europäischen Parlament nicht zu, solche Forderungen zu stellen.

Damals haben manche Organisationen, die die FPEC bilden, Unterschriften gegen diese Resolution gesammelt, darunter auch die Aktion SOS LEBEN.

Quelle und Fortsetzung des Interviews hier: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2013/12/paul-herzog-von-oldenburg-in-brussel.html


Faszinierende Fotos aus dem Heiligen Land: Israel im 19. Jahrhundert

Atemberaubend: Die Internetseite ynet hat historische Fotografien veröffentlicht, die einen herrlichen Eindruck vom Heiligen Land am Ende des 19. Jahrhunderts geben. השוק בירושלים ()

Die Bilder wurden jetzt von der Kongreßbibliothek in Washington der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zeigen u. a. die Altstadt von Jerusalem, Fischer am See Genezareth, Bauern in Kapernaum, Arbeiter auf einer Baustelle.

Die Aufnahmen wurden von einem unbekannten Fotografen in Israel, im Libanon und in Syrien zwischen 1890 und 1900 gemacht. Die besondere Qualität und Farbe erhielten diese Bilder durch die Nachbearbeitung mit der sog. Fotochromtechnik.

Die Bilder finden Sie auf der Internetseite ynet unter http://bit.ly/IsraelbilderYnet

Der Link zu den Bildern auf der LOC (Kongreßbibliothek): http://bit.ly/HistorischeIsraelbilder


München: Klassisches Konzert am 10.12. mit Iris Marie Kotzian

Datum: Dienstag, den 10. Dezember 2013, ab 19 Uhr

Ort: Sudetendeutsches Haus in München (Hochstr. 8)

Gesprächskonzert zum 100. Geburtstag von Karl Michael Komma (1913 – 2012)

Es sprechen miteinander:
Dr. Wolfgang Schwarz (Adalbert-Stifter-Verein)
Dr. Andreas Wehrmeyer (Sudetendeutsches Musikinstitut)

Musikalische Umrahmung:

Kolja Lessing (Violine)
Iris Marie Kotzian (Sopran)
Stephanie Knauer (Klavier)

Veranstalter: Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaft und Künste, München
Sudetendeutsches Musikinstitut, Regensburg

Eintritt frei!

Über Iris Marie Kotzian, Förderpreisträgerin der Sudetendeutschen Landsmannschaft:

Die in Augsburg geborene Sopranistin Iris Marie Kotzian studierte Gesang bei Prof. Monika Bürgener an der Hochschule für Musik Würzburg und ergänzte ihre Ausbildung durch Meisterkurse bei Prof. Ingeborg Hallstein und Prof. Kleasie Kelly. Derzeit wird sie sängerisch betreut durch Prof. Anneliese Fried.

Bereits während ihres Studiums als Gast an das Mainfrankentheater Würzburg engagiert, wurde Iris Marie Kotzian 2002 Ensemblemitglied am Theater Osnabrück. Mit Rollen wie Sœur Constance, Gretel, Gilda und Despina ga­stierte sie unter anderem am Staatstheater Oldenburg, an der Oper Chemnitz, am Prinzregententheater München, an den Theatern  Hagen, Bremerhaven, Ulm, Rostock und am Téâtre National du Luxembourg.

Ihr Lied- und Konzertrepertoire führte die Sopranistin nach Russland, Rumänien, den Iran (Johannespassion mit dem Teheran Philharmonic Orchestra 2008), in die Schweiz und auf Konzertreise mit den Göttinger Symphonikern 2011. Seit 2008 ist sie Lehrbeauftragte für Gesang an der Universität Augsburg.


Wer wird ins Himmelreich gelangen?

Heutige Evangelienlesung der kath. Kirche: Mt 7,21.24-27:

Nicht jeder, der HERR! HERR! zu mir sagt, wird in das Himmelreich gelangen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.  thumb_gemeinde

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.

Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.


Okkulte Esoterikseite präsentiert ein vielsagendes „Wunderfoto“ aus Medjugorje

Von Felizitas Küble

Bekanntlich kursieren aus kirchlich nicht genehmigten Erscheinungsstätten viele sog. „Wunderfotos“.

Das gilt auch für Medjugorje, ob es sich dabei nun um „erstaunliche“ Sonnenphänomene, merkwürdig erscheinende Wolkenbildungen oder „wunderbare“ Marienfotos handelt.

Das esoterische Internetportal „Die Wunderseite“ präsentiert in einem Artikel dieses Madonnenbild (siehe Foto); hierzu heißt es dort:  madonna-medj

„Bei in Medjugorje gemachten Fotos zeigt sich teilweise nach der Entwicklung nicht das ursprüngliche Motiv, sondern etwas ganz anderes: in diesem Fall das Bild vom Maria mit dem Jesuskind.

Dieses „Wunderbild“ wird freilich nicht nur in okkulten Kreisen herumgereicht, sondern auch auf Medjugorje-bewegten und erscheinungsfrommen Webseiten und Büchern, z.B. in dem umfangreichen Sammelband „Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria“ (Vollständige Dokumentation durch zwei Jahrtausende).

Dort heißt es auf den Fotos neben S. 281: „Dieses Madonnenbild von Medjugorje entstand, als ein  Pilger 1986 auf dem Kreuzberg von Medjugorje in Richtung einer vernommenen Stimme fotografierte. Bei Entwicklung des Films erschien das Bild der jungen Muttergottes mit Kind.“

Zum Foto selbst stellen wir fest:

Auffallend sind vor allem die viel zu langen, rotfarbenen, un-eleganten bis krallenartigen Finger an der rechten Hand der „Madonna“.

Unten links (vom Betrachter aus gesehen) möchte man gerne wissen, ob dort etwa ein Feuerchen aus der Dunkelheit emporlodert?  –  Auf den dritten Blick kann man dort zwischen den Flammen und der Gewandkante ein rundliches Männergesicht (linkes Auge und Mundpartie) erahnen.

Aufschlußreich ist auch, daß sich diese „Maria“ in der rechten Bildhälfte in direkter Finsternis (!) befindet, wobei sich die Schwärze bis auf ihr unteres Gewand ausdehnt.

Wir wissen aus Erfahrung, daß bei derlei „Wunderbildern“, die das fromme Lager auf den ersten Blick beeindrucken, auf den zweiten Blick häufig gewisse „Merkwürdigkeiten“ zu sehen sind, die aufhorchen lassen…

Interessant, daß diese esoterische Webseite sich so freundlich und wohlwollend über die angeblichen „Marienerscheinungen“ in Medjugorje ausläßt.

Ausdrücklich wird der Johannistag erwähnt, an welchem die „Erscheinungen“ ihren Anfang nahmen:

„Am Johannistag des Jahres 1981 erblickten Kinder in dem damals noch jugoslawischen Dorf eine schwebende junge Frau über einem Hügel, die auf ein Neugeborenes wies, das sie in ihrem Arm trug. Aus Angst liefen die Kinder weg.“

Der Johannistag gilt als hoher Feiertag in Freimaurerkreisen und in esoterischen Zirkeln. Am Schluß wird dann zur Medjugorje-Webseite verlinkt.


Herkunft, Legenden und Verehrung des heiligen Nikolaus

Sankt Nikolaus oder Weihnachtsmann? 

Alle Jahre wieder gedenken vor allem katholische und orthodoxe Christen am 6. Dezember des heiligen Nikolaus. Fast jeder kennt die Geschichten rund um diesen Gabenbringer.

Mit seinem Begleiter Krampus bzw. Knecht Ruprecht zieht er von Haus zu Haus und besucht alle Kinder, um im goldenen Buch nachzulesen, ob sie denn artig genug waren. Weit verbreitet ist auch das Nikolaus Lied Lasst uns froh und munter sein, dessen Strophe den Heiligen als einen guten Mann besingt, dem man Dank entgegenbringen solle.

In den Einkaufsregalen stehen schon seit Wochen die kleinen weißbärtigen Männchen mit Mütze und rotem Umhang. Ein hl. Nikolaus oder doch der Weihnachtsmann? Scan0001

BILD: Die Zeichnung des hl. Nikolaus zeigt sowohl die bischöflichen Insignien als auch gebräuchliche Attribute und Begleiter: drei goldene Kugeln, ein Evangeliar und Kinder.

Sankt Nikolaus geht höchstwahrscheinlich auf den Bischof von Myra zurück, der Ende des dritten und Anfang des vierten Jahrhunderts in Lykien lebte und wirkte.

Eine Basilika in Myra, die schon früh von Pilgern besucht wurde, ist ein erster Hinweis auf die Verehrung des Bischof. Überliefert ist auch, daß Nikolaus im Jahre 325 n. Chr. auf dem Konzil von Nicäa rigide gegen die Irrlehren des Arius vorging, weil dieser Häretiker die Gottheit Christi leugnete und unseren Erlöser nicht als „gottgleich“ anerkannte, sondern lediglich als „gottähnlich“.

Das Grab des Heiligen Nikolaus kann noch heute in der Nikolauskirche von Bari besucht werden. Ausgrabungen zufolge stammten die dort unter dem Altar beigesetzten Reliquien tatsächlich von einem Mann aus dem vierten Jahrhundert, dessen Grab zunächst in Myra lag, dann durch Kaufleute nach Bari umgesiedelt wurde.

Es ist also gut möglich, daß wir es hier mit dem historischen Nikolaus zu tun haben.

Wie erkenne ich den „echten“ Nikolaus?

Der hl. Nikolaus ist zuerst an seinen Bischofsinsignien bzw. Amtszeichen zu erkennen. Zu Lebzeiten des Bischofs von Myra galt lediglich die Kathedra, also der Bischofsstuhl, als Insignie. Zur Kathedra kamen später der Bischofsring, der Stab, das Brustkreuz und die Bischofsmütze hinzu.

Der Ring wird vom Bischof als Zeichen der Treue und Verbundenheit mit seinem Bistum und der Kirche als Braut Christi getragen. Der Stab verweist auf die Hirtenfunktion des Bischofs. Wie Jesus, der gute Hirte, soll auch der Bischof die Gläubigen in seiner Diözese leiten und weiden.

Aus einer späteren Tradition geht das Pektorale bzw. Brustkreuz hervor; es wird deshalb im Unterschied zu den anderen Insignien nicht bei der Weihe verliehen. Die Mitra war ursprünglich dem Papst vorbehalten. Erst seit dem Mittelalter trugen sie auch Bischöfe als liturgische Kopfbedeckung.

Oftmals wird der Nikolaus zusätzlich mit den Attributen der drei goldenen Kugeln, einem Evangeliar oder auch mit Kindern dargestellt.

Die Legende mit den „drei goldenen Kugeln“

Die drei Kugeln sind der Legende von der Ausstattung der drei verarmten Jungfrauen entlehnt. Um standesgemäß verheiratet zu werden, bedurften die drei Töchter einer Mitgift. Der mittellose Vater sorgte sich sehr und befürchtete, seine Töchter in die Prostitution geben zu müssen. Als Nikolaus, dem ein großes Erbe zugefallen war, davon erfuhr, legte er nachts drei Kugeln aus Gold zu den Mädchen und ermöglichte so die Heirat der jungen Frauen.  Bischof Hanke

Diese Geschichte bildet die Grundlage für unser heutiges Bild eines schenkenden Nikolaus, der Strümpfe und Stiefel füllt.

Das Evangeliar, das Sankt Nikolaus auf einigen Abbildungen in Händen hält, verdeutlicht die frohe Botschaft, die er als Oberhirte den Menschen verkünden möchte.

FOTO: Bischof Hanke mit Mitra, Hirtenstab und Brustkreuz (Pektorale)

Die dem Bischof häufig beigestellten Kinder haben sich in der westlichen Tradition im Laufe der Zeit aus der Legende der Auferweckung der drei getöteten Schüler entwickelt:

Drei Studenten machen sich auf den Weg, um in Athen ein Studium aufzunehmen. Ihre Reise stellten sie unter den Schutz des heiligen Nikolaus. Als sie, müde von dem weiten Weg, in einer Gaststätte übernachten wollten, zerstückelte der Wirt die drei Knaben und steckte ihre abgehackten Glieder in ein Pökelfass. Nikolaus betete für die Toten und so geschah es, dass Engel erschienen und die Auferweckung der jungen Männer verkündeten.

In ikonographischen Darstellungen zeigt sich die Tendenz, die Studenten oder Schüler immer jünger werden zu lassen, sogar bis hin zu drei Säuglingen. Oft halten die Kinder auch Äpfel in den Händen, welche die drei Goldkugeln symbolisieren.

Schutzpatron vieler Berufe und Stände

Allerdings sollte das Nikolausfest nicht nur auf einen „Tag für Kinder“ reduziert werden, denn noch viele weitere Legenden weben sich um den Nikolaus. Durch die zahlreichen Erzählungen, in denen er sich für Andere einsetzt und Menschen in Not hilft, gilt er noch heute als Schutzpatron der Studenten, Metzger, Bäcker, Seefahrer, Kaufleute und weiterer Berufe und Stände.

Die Legenden erzählen von unterschiedlichsten Hilfeleistungen und Wundern, wodurch der Bischof für viele Menschen, die ihm um Fürsprache anriefen, von Bedeutung war. So kann er zum Wegbegleiter und Vorbild werden, sich immer wieder neu auf Gott und das Gebot der Nächstenliebe zu besinnen.

Auch wenn Nikolaus auf der ganzen Welt verschiedenste Namen trägt, gilt es, ihn vom Weihnachtsmann zu unterscheiden, einer verweltlichten Figur und Erfindung der amerikanischen Werbebranche.

Um sich bewusst in der adventlichen Vorweihnachtszeit auf den heiligen Wohltäter zurückzubesinnen, lohnt es sich, beim nächsten Einkauf für das Nikolausfest genau auf Schoko-Nikoläuse hinzusehen. Freilich sind dabei nicht immer alle Insignien und Attribute abgebildet.

Auf den meisten Darstellungen lassen sich aber wohl Mitra und Hirtenstab finden. Häufig sind auch Kinder mit Äpfeln dem Bischof beigestellt. Einen genauen Blick auf sämtliche Weihnachtsmänner in den Regalen zu werfen, ist es auf jeden Fall wert: Vielleicht versteckt sich ja ein Nikolaus zwischen ihnen!

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Evangelische Landeskirchen schrumpfen stärker als die katholische Kirche

Die Mitgliederzahl der evangelischen Landeskirchen ist im vergangenen Jahr deutlich stärker geschrumpft als die der katholischen Diözesen. Das geht aus einer Umfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA bei den Landeskirchenämtern hervor. imageCATKHONR

Die 20 Mitgliedskirchen der EKD hatten zum 31. Dezember 2012 rund 23,4 Millionen Mitglieder. Das sind 258.000 weniger als im Vorjahr, was einen Rückgang um 1,1 Prozent bedeutet. Der Verlust entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Großstadt wie Gelsenkirchen.

Hauptgrund für das Minus ist die negative Bevölkerungsentwicklung. 2002 gab es in Deutschland noch 26,2 Millionen landeskirchliche Protestanten. Die Zahl der Katholiken sank nach Angaben der Dt. Bischofskonferenz im vergangenen Jahr um 133.000 auf 24,3 Millionen. Das entspricht einem Rückgang um 0,5 Prozent.

Im Süden sind Verluste geringer

Tendenziell haben die evangelischen Kirchen im Süden prozentual geringere Mitgliederverluste als die im Norden und Osten. Die Landeskirchen Baden und Bayern (jeweils -0,8 Prozent), sowie Württemberg (-0,9 Prozent) liegen unter der Ein-Prozent-Marke. Das erreichte im Norden lediglich die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg (-0,8 Prozent).

Bei der mit 2,8 Millionen Mitgliedern größten Landeskirche in Deutschland  –  der hannoverschen  –  liegt die Verlustrate bei 1,3 Prozent. Den geringsten Rückgang im Osten hatte die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens (-1,2 Prozent).

Größtes Minus bei kleinster Landeskirche

Am größten war der Mitgliederverlust bei der Evangelischen Landeskirche Anhalts  –  der kleinsten innerhalb der EKD  –  mit einem Minus von 4,2 Prozent. Das entspricht nach einer Bereinigung der Daten auch dem Trend der Vorjahre.

Pressesprecher Johannes Killyen erklärt das mit der weiter hohen Abwanderungsbewegung und demografischen Entwicklungen. Andererseits nähmen viele Bürger am Gemeindeleben teil, ohne getauft zu sein. Die Landeskirche Anhalts hatte Ende vergangenen Jahres rund 40.300 Mitglieder.

Quelle: http://www.idea.de