Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zur „Kölner Kircheninitiative“

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die anlaufende Medienkampagne der „Kölner Kircheninitiative“ will nach strategischer Vorplanung auf die Besetzung des freiwerdenden erzbischöflichen Stuhls Einfluss nehmen, um einen ihr genehmen Kandidaten durchzusetzen. 

Foto: Dr. Bernd F. PelzSo wird der Kampf mit einer Kampagne um eine „andere Kirche“ fortgesetzt, wie wir es bereits bei der Ernennung von Joachim Meisner zum Erzbischof von Köln erlebt haben und wie es sich am Beispiel von Pfarrer-Initiativen und derzeit vor allem in der Diözese Limburg abspielt.

Die Erstunterzeichner des Aufrufs der „Kölner Kircheninitiative“ Domkapitular Graf zu Elz und Professor Schüller liefern den Beweis dafür.

Der „Kölner Kircheninitiative“ geht es um Macht und Deutungshoheit über das, was Kirche aus ihrer Sicht ist. Sie fragt nicht danach, welche Kirche Jesus Christus wollte.

Der Versuch der „Kölner Kircheninitiative“, für eine so genannte „Mitbestimmung bei der Bischofswahl“ die Gläubigen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, bedeutet auch eine Form der „Klerikalisierung“ der Laien.

Diese haben die vorrangige Aufgabe, ihren Weltauftrag wahrzunehmen. Nach dem Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus heißt das zum Beispiel, sich um „einsame alte Menschen,  Menschen ohne Dach,  ungeborenen Kinder, um die Frauen, die den neuen Formen der Sklaverei“ ausgesetzt sind, wie überhaupt um Menschen in Not zu kümmern.

Das Forum Deutscher Katholiken ruft die Gläubigen auf, sich nicht durch die Kölner Kircheninitiative verwirren und manipulieren zu lassen!

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


2 Kommentare on “Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zur „Kölner Kircheninitiative“”

  1. Autor "GsJC" sagt:

    1988 – wurde ein möglicher Konflikt von „historischer Dimension“ heraufbeschworen.
    Was wurde daraus – noch nicht einmal ein „historisches Dimensiönchen“

    ———————–
    Die Neubesetzung des Bischofsstuhls könnte einen „Konflikt von historischer Dimension“ heraufbeschwören.
    […]
    Der Kölner Domkapitular Norbert Trippen fühlte sich an sein Schweigegebot gebunden. Deshalb formulierte er die Wahrheit abstrakt: „Wir gelten in Rom als eigenwillig, das lieben sie nicht. Das deutsche Bischofswahlrecht, nach dem der Papst nicht frei schalten und walten kann, stört sie in Rom kräftig.“
    Was Domherr Trippen konkret meinte, sickerte trotz aller Geheimhaltung in den letzten Wochen durch: Das 16köpfige Kölner Domkapitel mochte sich auf keinen der vom Papst für den Bischofsstuhl vorgeschlagenen Kandidaten einigen.
    […]
    „Ich möchte jemanden haben“, orakelte Dompropst Bernard Henrichs, „der uns versteht und den das Bistum versteht.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13531179.html
    ———————–

    Kardinal Meisner war noch keinen Tag in Köln, da befleißigten sich im Vorfeld Mitglieder des Domkapitels dem WDR in Interviews mitzuteilen, warum Kardinal Meisner für das Erzbistum nicht der passende Erzbischof ist.

    Das war selbstverständlich nur öffentlich ausgelebte Brüderlichkeit und galt einzig der Sorge, dass Kardinal Meisner mit der „rheinischen Frohnatur“ und dem „kölsch-katholisch“ nicht klarkommen könnte. 😉

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