Schweiz/Bistum Chur: Bischof Huonder übt scharfe Kritik am Genderismus

Wort des Bischofs

GENDER  –  DIE TIEFE UNWAHRHEIT EINER THEORIE

Wort zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2013

Von Dr. Vitus Huonder, Bischof von Chur

Brüder und Schwestern im Herrn,

in meinem letztjährigen Wort zum Tag der Menschenrechte habe ich daran erinnert, dass die Menschenrechte ihren Grund in der Menschenwürde haben. Diese wiederum hängt mit der Schöpfungsordnung zusammen und ist gottgegeben. images

In diesem Jahr möchte ich diese Überlegungen konkretisieren und mich zur Ideologie des Genderismus, kurz Gender, äußern. Ich tue dies nicht zuletzt auch deshalb, weil sich immer wieder Gläubige in dieser Sache an mich wenden. Sie sind beunruhigt durch die staatliche Vereinnahmung ihrer

Kinder zugunsten des Genderismus und durch die politische Infragestellung von Ehe und Familie.

Was bedeutet der Begriff Gender?

Der Begriff Gender leitet sich vom lateinischen Wort Genus ab, ein Begriff, der vor allem für das grammatische Geschlecht verwendet wird. Während der Begriff der Sexualität das biologische, von der Natur gegebene Geschlecht meint, soll der Begriff Gender das sogenannte soziale Geschlecht bezeichnen. Dieses sei vom biologischen Geschlecht unabhängig und bedeute, dass jeder Mensch sein

Geschlecht und seine sexuelle Orientierung frei wählen könne, ob er Mann oder Frau sein wolle, ob er hetero-, homo-, bi- oder transsexuell leben wolle.

Was ist das Ziel der Ideologie des Genderismus?

Das Ziel des Genderismus ist, dass jede „sexuelle Identität“ als gleichwertig akzeptiert wird. In diesem Sinn geschieht die konkrete gesellschaftliche Durchsetzung dieser Ideologie unter anderem durch das vermeintliche Recht gleichgeschlechtlicher Paare, zu heiraten und Kinder zu adoptieren, oder durch die (Homo-)Sexualisierung der Kinder in Kindergarten und Schule.

Wie ist der Genderismus zu beurteilen?

Vordergründig geht es im Genderismus um die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

Die Unterdrückung der Frau zum Beispiel, wie sie in manchen Gesellschaften und Kulturen noch immer vorherrscht, wird zu Recht beklagt. Sie entspricht nicht der Ebenbürtigkeit von Mann und Frau, die in der Schöpfungsordnung grundgelegt ist und in der Heilsordnung entfaltet wird. Insofern hat der Genderismus etwas Bestechendes an sich. Tatsächlich handelt es sich bei dieser Ideolgie aber um einen

Angriff auf Ehe und Familie als die tragenden Strukturen unserer Gesellschaft. Ungerechtigkeit im Verhältnis der Geschlechter kann durch die Leugnung der Geschlechterpolarität nicht behoben werden. Deshalb lehnt die Kirche die Ideologie des Genderismus ab. Dazu die folgenden Punkte:

Der Genderismus leugnet die Schöpfungsordnung

Die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau ist eine Vorgabe des Schöpfers. Darüber kann und darf der Mensch nicht verfügen. Der Schöpfungsbericht sagt, dass Gott den Menschen in seiner Bipolarität erschaffen hat: „Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27).

Er schließt mit der Feststellung, dass alles, das ganze Schöpfungswerk, sehr gut war, somit auch die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau (Vgl. Gen 1,31).

Der Genderismus leugnet die Vorgabe der Natur

Der Mensch existiert, so die Schöpfungsordnung, als Mann oder Frau. Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse sagen uns: Jede seiner Körperzellen ist entweder männlich oder weiblich. Dies ist eine klare Vorgabe seiner Existenz. Die unterschiedliche kulturelle Prägung als Mann oder Frau hebt diese Polarität nicht auf.

Der Genderismus ist wissenschaftlich unhaltbar

Obwohl sich der Genderismus wissenschaftlich gibt, halten seine Grundlagen der Wissenschaft nicht stand. Viele ausgewiesene Forscher widersprechen den Ergebnissen der „Gender-Studies“. Dass es psychische und physische Störungen der Geschlechtsidentität gibt, hebt die grundsätzliche Verschiedenheit von Mann und Frau nicht auf.

Der Genderismus zerstört Ehe und Familie

Darauf wurde bereits hingewiesen. Die Ehe beruht auf der gegenseitigen Ergänzung von Mann und Frau. Ehe und Familie sind die Grundeinheit der Gesellschaft (vgl. die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948). Sie sind die Bedingung für den Erhalt der Gesellschaft und ihre kulturelle

Entfaltung. Sie setzen die verbindliche und dauerhafte Einheit von Mann und Frau voraus. Der Genderismus betrachtet jede sexuelle Praxis (lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell) als gleichwertig mit der Heterosexualität. Alle Lebensformen sollen zur „Ehe“ und damit zu künstlichen Reproduktionsmethoden und zur Kinderadoption berechtigen.

Dem Menschen wird auf diese Weise die moralische Orientierung für den rechten Gebrauch seiner Freiheit genommen, der ihn zur Elternschaft befähigt, zur Aufgabe einer Mutter oder eines Vaters.

Der Genderismus schadet der Frau

Wie bereits angedeutet, kann die Geringachtung der Frau nicht durch das Verwischen der natürlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau überwunden werden, auch nicht durch ein Streben der Frau nach Gleichheit mit dem Mann.

Die Frau muss besonders auch in ihrer lebenserhaltenden Aufgabe der Mutterschaft von der Gesellschaft geachtet werden. Ihre Leistung darf nicht nur an ihrem beruflichen Einsatz gemessen werden. Sie muss vielmehr für ihr Muttersein anerkannt werden, zum Beispiel im Steuer- und Rentenrecht.

Der Genderismus schadet dem Mann

Im Machtkampf gegen den Mann stigmatisiert der feministische Genderismus den Mann als „Täter“ und verklärt die Frau als „Opfer“. Dieser klischeehafte Dualismus entspricht nicht der Realität und beschädigt die Identität des Mannes sowie dessen Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Der Genderismus schadet dem Kind

Das Kind muss sich in der stabilen Ehe seiner (biologischen) Eltern entfalten können. Die Zerstörung von Ehe und Familie durch den Genderismus führt bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger zu psychischen Störungen.

Man schafft staatliche Ersatzstrukturen, die Kindern und Jugendlichen aber niemals die gleiche Liebe und Geborgenheit geben können, wie dies in der Familie der Fall ist. Die Auslieferung von Kindern an gleichgeschlechtliche Paare beraubt sie der Grundlage einer gesunden psychischen Entwicklung.

Eine unmoralische sexuelle Aufklärung zerstört in den Heranwachsenden jedes Feingefühl.

Der Genderismus nimmt totalitäre Züge an

Mit großer Sorge sieht die Kirche, dass in öffentlichen Diskussionen und in den Medien mehr und mehr nur noch die Argumente des Genderismus toleriert werden. Wer anders denkt, wird gesellschaftlich ausgegrenzt und muss mit juristischen Sanktionen rechnen. Auf diese Weise werden die Grundrechte des Menschen bezüglich Religion und freier Meinungsäußerung zunehmend beschnitten.

Der Genderismus verdunkelt den göttlichen Sinn der Liebe zwischen Mann und Frau

Das Verhältnis Gottes zum Menschen, von Jesus Christus zur Kirche, wird in der Heiligen Schrift in der Sprache der ehelichen Liebe beschrieben. Gott liebt sein Volk wie der Bräutigam seine Braut. Jesus Christus ist seiner Braut, der Kirche, in treuer Liebe hingegeben bis zum Tod am Kreuz.

Die Braut erwartet voll Sehnsucht ihren Bräutigam. In der lebendigen Beziehung zu Christus und der Kirche können die Rivalität, die Feindschaft und die Gewalt, welche die Beziehung von Mann und Frau belasten und entstellen, überwunden werden. Diese Sicht des Glaubens wird durch den Genderismus verdunkelt.

Die Quintessenz75743_14122011

Papst Benedikt XVI. sagte in seiner Ansprache vor dem Kardinalskollegium und der Kurie am 21. Dezember 2012 zum Genderismus: 

„Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig … Wo die Freiheit des Machens zur Freiheit des Sich-selbst-Machens wird, wird notwendigerweise der Schöpfer selbst geleugnet und damit am Ende auch der Mensch als göttliche Schöpfung, als Ebenbild Gottes im Eigentlichen seines Seins entwürdigt.

Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst. Und es wird sichtbar, dass dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst. Wer Gott verteidigt, verteidigt den Menschen.“

Ich ermutige alle Gläubigen, ihre gesellschaftlichen und politischen Rechte und Pflichten wahrzunehmen, damit die in der Schöpfungs- und Erlösungsordnung grundgelegte Würde des Menschen auch in der rechtlichen Ordnung unseres Gemeinwesens weiterhin und umfassend zum Ausdruck kommt.

Für jeden diesbezüglichen Einsatz danke ich herzlich.

Ich empfehle alle und alles der Mater divinae gratiae, der Mutter der göttlichen Gnade, und erteile allen meinen bischöflichen Segen

+ Vitus, Bischof von Chur

Quelle: http://www.bistum-chur.ch/Wort_des_Bischofs_VIII_2013.pdf


Syrien: Kloster schützt tausende flüchtende Muslime vor radikal-islamischen Rebellen

Die Ordensleute von Deir Mar Musa und ihr Einsatz für Versöhnung

Die Mönche und Schwestern der Gemeinschaft von Deir Mar Musa, die der aus Italien stammenden, Ende Juli 2013 entführte Pater Paolo Dall’Oglio gründete, schildern in einer Botschaft zur Weihnachtszeit ihre Tätigkeit mit Blick auf die Geburt Jesu in Bethlehem.

Dabei erinnern sie auch an die Arbeit von Frà Jacques, der in der Stadt Qaryatayn tätig ist, wo er “Flüchtlingsfamilien aufnimmt, die im Kloster Mar Elian Zuflucht suchen ”. 2_atk2926-170x115

In den vergangenen Monaten suchten über 5000 Flüchtlinge, mehrheitlich Muslime, dort Schutz: “Sie mussten wie Pfadfinder schlafen: in der Kirche, in den anderen Räumen und manchmal auch in der Kälte auf dem Dach.“  

In Mar Elian und in den umliegenden Dörfern halten sich derzeit 450 Vertriebene auf, darunter 97 Kinder im Alter unter 10 Jahren. “In Qaryatayn” , heißt es in der Weihnachtsbotschaft, “ist die Lage zur Zeit ruhig, fast stabil, während die umliegenden Dörfer weiterhin Not leiden.“

Im Zeichen der Zusammenarbeit zwischen gemäßigten Muslimen und Christen in Qaryatayn “entstanden mit Unterstützung von Freunden aus Damaskus auch gemeinsame Jungendgruppen für Kinder aus muslimischen und christlichen Familien der Stadt”.

Gleichzeitig äußert sich die Klostergemeinschaft aber auch besorgt im Hinblick auf das Schicksal ihres Gründers:

„Seit seinem Verschwinden haben wir nicht von ihm gehört“, heißt es in dem Schreiben, „wir wissen nicht, wen wir fragen und an wen wir uns mit der Bitte um Hilfe wenden sollen. Wir wissen nur, dass wir auf den gütigen und barmherzigen HERRN vertrauen und auf das Gebet vieler Menschen guten Willens in aller Welt”.

Quelle: Fidesdienst

Foto: Kloster Metten (Bayern)

 


Dr. Penners Post an den neuen FDP-Chef

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

OFFENER BRIEF an Christian Lindner, Vorsitzender der FDP

Sehr geehrter Herr Lindner,

mit Ihrer Wahl zum Vorsitzenden ist der Versuch eines liberalen Neuanfangs der FDP leider gescheitert. Ihnen fehlen die notwendigen Sachkenntnisse, um die Partei zu führen. reichstag_flaggen_368s

Sie haben nicht verstanden, daß es um die widerrechtliche Abschaffung der No-Bail-Out-Klausel durch Frau Merkel geht und nicht um die Abschaffung des Euro. Es geht nicht um den Widerstand gegen den europäischen Staatenbund, sondern um den Widerstand gegen einen europäischen Bundesstaat, der ohne Diktatur nicht denkbar erscheint.

Sie haben keine Einwände dagegen, daß Frau Merkel die deutsche Haushaltssouveränität an eine supranationale Bank übereignet hat. Die von Ihnen unterstützte Euro-Politik fördert nicht die europäische Gemeinschaft, sondern belastet sie und schwächt ihre Wirtschaftskraft.

Sie wissen nicht, was „Klima“ ist und daß CO2-Emissionen keinen schädlichen Einfluß auf das Klima haben. Sie unterstützen die extrem teure und extrem sinnlose „Energiewende“ der Frau Merkel. Sie unterstützen die Ruinierung unserer sicheren und preiswerten Energieversorgung. Sie fördern die Massenpsychosen der Strahlenangst und der Klimaangst.

Sie wissen nicht, was Soziale Marktwirtschaft ist. Sie unterstützen die von Frau Merkel betriebene Ablösung der Sozialen Marktwirtschaft durch eine sozialistische Planwirtschaft.

Sie kennen den Islam nicht. Sie haben nicht verstanden, daß der Islam eine totalitäre politische Ideologie mit religiösem Überbau ist. Sie wissen nicht, daß der Islam grundgesetzwidrig ist und unsere Freiheit bedroht.

Sie lehnen die Präambel des Grundgesetzes ab, die zur Verantwortung „vor Gott und den Menschen“ auffordert. Leider sind die FDP-Mitglieder zu einem argumentativen Dialog nicht fähig, jedenfalls war das meine Erfahrung während meiner FDP-Mitgliedschaft.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner


17-jähriger Sohn eines israelfreundlichen orthodoxen Priesters zusammengeschlagen

Der 17-jährige Sohn des griechisch-orthodoxen Priesters Gabriel Nadaf (siehe Foto links) ist in Nazareth zusammengeschlagen worden. Er liegt mit Kopfverletzungen im Krankenhaus.

Gabriel Nadaf wurde bekannt, weil er sich offen zum Staat Israel bekennt und christliche Jugendliche mit arabischer Muttersprache dazu ermutigt, Dienst in der israelischen Armee zu leisten. 130808_newspirit_small

Muslimische Extremisten hatten deshalb Todesdrohungen gegen ihn ausgesprochen. Über den Täter ist bislang nur bekannt, dass es sich um einen 21 Jahre alten Anhänger einer extremen linken Splitterpartei handeln soll.

Der Tatverdächtige wurde von der Polizei ermittelt. Gegen ihn wurde ein dreitägiger Hausarrest verhängt, die Justiz wurde eingeschaltet. Er hatte den 17-jährigen Priestersohn wohl erst beleidigt und dann mit einer Stange auf ihn eingeschlagen.

Gabriel Nadaf erklärte im israelischen Fernsehen, „während ich unsere Jugend dazu aufrufe, sich in die israelische Gesellschaft zu integrieren, versuchen Extremisten, die Gesellschaft zu spalten und stacheln zum Hass gegen mich auf.“

Der Geistliche unterstrich, mit dem jüngsten Vorfall sei eine rote Linie überschritten worden. „Es geht darum, mich und meine Familie einzuschüchtern. Meine Frau will nicht mehr aus dem Haus  –  und mein anderer Sohn, 15 Jahre alt, will auch nicht mehr raus, weil er fürchtet, dass die Extremisten auch ihn verletzten.“

Am Samstag traf sich der stellv. Verteidigungsminister Danny Danon mit Vater Nadaf. Er versicherte ihm, der israelische Staat schätze seinen Einsatz für die Armee. Danon rief den Innenminister dazu auf, die Hetze durch arabische Knesset-Abgeordnete zu stoppen.

Diese hatten den Priester  –  unterstützt von extrem linken Israelis  –  heftig attackiert.

„Aus Worten sind nun Taten geworden“, so Minister Danon: „Vater Nadaf und seine Familie, sowie die Christen, die in der Armee dienen wollen, leben in Angst. Sie müssen sich vor Angriffen und Schikanen fürchten.“

Noch im August 2013 war Gabriel Nadaf vom israelische Ministerpräsidenten Netanjahu für seinen Einsatz gelobt worden (siehe Foto).

Quelle: http://www.israelheute.com


Eindringlicher Weckruf für eine „Kultur des Lebens“ jenseits des Genderwahns

Hirtenbrief der slowakischen kath. Bischöfe zum Advent 2013:

Die Adventzeit, in die wir heute eingetreten sind, ist eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Diese Feiertage erinnern uns an das Kommen des Sohnes Gottes in unsere Welt.

Wie ER selbst sagt, ist er gekommen, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben (vgl. Joh 10,10). Das Wertvollste, was Gott der Welt und dem Menschen schenkte, ist gerade das Leben. ER hat hier dafür Bedingungen geschaffen und Gesetze festgelegt. Wenn wir sie respektieren, wird das Leben erblühen. Wenn sich der Mensch gegen Gottes Gesetze stellt, schafft er die Kultur des Todes.  Gervasius-Protasius-Irsch-DSC_1348-3-3

Ein besonderes Augenmerk wird auf den Menschen gerichtet. Bevor ihn Gott erschaffen hatte, bereitete ER ihm einen wunderbaren und fruchtbaren Boden, damit er zur Quelle seiner körperlichen Kräfte werde. Und für sein Glück schenkte er ihm neben der Natur eine Familie.

Gott will, dass jeder Mensch auf dieser Welt in diese liebevoll geordnete Familiengemeinschaft kommt. Wenn es nicht so ist, geht es entweder um ein Unglück oder um menschliches Versagen. Während des ganzen Lebens soll der Mensch in der Familie viele Formen des menschlichen Glücks erleben. Es beginnt mit dem Glück des Kindes, das sich in den Armen des Vaters und der Mutter sehr sicher und dabei sorgenlos fühlt.

Durch das Wachsen und Reifen verändert es sich in das Glück eines verliebten Ehepartners oder einer Ehepartnerin und später in das Glück der fürsorglichen Vaters und der Mutter. Schließlich ist es das Glück der Großeltern, wenn es ihnen geschenkt ist, freudig auf die gut erzogenen Nachkommen zu schauen, wie sie verantwortungsvoll handeln. Jede Etappe des menschlichen Glücks sichert eine geordnete Familie.

„Die Familie ist eine göttliche Institution“

Familie ist eine Institution Gottes. Deshalb liegt es nicht in der Macht des Menschen, sie zu vernichten. Die Kirche betet über den Jungvermählten: „Gott, du hast die Frau neben den Mann gestellt und diese Gemeinschaft schon bei der Schöpfung so gesegnet, dass sie weder durch die Erbsünde noch durch eine Sintflut zerstört
werden kann.“

Durch dieses Gebet bekennt die Kirche auch den Glauben an die Familie als eine Institution Gottes, die die Welt überdauert. Sie muss aber nicht in Europa überleben. Auch wenn sie der Mensch nicht vernichten kann, er kann sie verstümmeln und dies geschieht in der heutigen Welt.

Durch die Zerrüttung der Familie wird das menschliche Glück, das in ihr die irdische Vollkommenheit erlangt, entwertet. Es bringt das Leben in Gefahr und stellt die Kultur des Todes her. Die Akteure der Todeskultur nutzen für ihre Durchsetzung ziemlich durchspekulierte Methoden. Sie legen in sehr edle Begriffe einen komplett neuen und entgegengesetzten, also abwertenden Sinn. 1511

Sie sprechen von „Menschenrechten“ und von „Kinderrechten“, aber auch in diese Rechte wollen sie durchsetzen, was den Menschen und Kindern schadet. Unter dem Mantel der Rechte, die sie durchdrücken, verlieren Vater und Mutter die Möglichkeit, ihre Kinder verantwortungsvoll zu erziehen. Dabei hat das Kind ein natürliches, von Gott gegebenes Recht auf Erziehung.

Gender-Ideologie bedroht Ehe und Familie

Vertreter der Todeskultur kommen mit einer neuen „Genderideologie“. In ihrem Namen wollen sie die sog. „Geschlechtergleichstellung“ durchsetzen. Ein Mensch, der diesen Begriff zum ersten Mal hört, meint, es gehe darum, dass Mann und Frau gleiche Rechte und gleiche Würde zuerkannt werden.

Aber diese Gruppen zielen durch die sog. „Geschlechtergleichstellung“ auf etwas ganz Anderes. Sie wollen uns überzeugen, dass keiner von uns von Natur aus als Mann oder als Frau existiert, sie wollen also dem Mann das Recht und die Identität des Mannes nehmen und der Frau das Recht und die Identität der Frau und der Familie das Recht und die Identität der Familie, damit sich Mann nicht mehr als Mann und Frau als Frau fühlen und damit die Ehe nicht mehr die einzige von Gott gesegnete Gemeinschaft von Mann und Frau ist, sondern sie wollen auf die Ebene der Ehe auch die Gemeinschaft zweier Männer oder Frauen stellen.

„Zersetzung der Familie ist Revolte gegen Gott“

So entsteht irgendein sodomitisches Pasquill, der dem Willen Gottes widerspricht und die Strafe Gottes vorbereitet. Durch edel erscheinende Parolen wird in das gemeinschaftliche Leben eine Zersetzung des Familienlebens, das heilig sein sollte, erwirkt.

Es ist eine lästernde Revolte des Menschen gegen Gott. ER hat uns nach seinem Abbild geschaffen. Der Mann bekam vom Schöpfer die Würde des Mannes, die Frau die Würde der Frau und die Familie die Würde der Familie. Davon wird auch die Würde eines Volkes abgeleitet.

Dies wollen die Akteure der Todeskultur und Vertreter der Genderideologie im Namen edler Leitsätze zerstören. Der Begriff Mann, Ehemann, Vater, Ritter, Gentleman ist für sie inakzeptabel. Das gleiche gilt für die Begriffe Frau, Ehefrau, Mutter.

„Gesetzgebung gegen den gesunden Hausverstand“

Das Volk, bei dem ihnen dies gelingt, verliert seine würdevolle Stellung vor Gott und auch vor der Welt. Vertreter vieler Länder schmeicheln aus unerklärlichen Gründen diesen Akteuren der Todeskultur und kommen ihnen durch die Gesetzgebung, die manchmal gegen den gesunden Hausverstand ist, entgegen.

Diese haben keinen moralischen Stolz und bringen ihr Volk nicht nur um seine Würde, sondern geben es durch Gesetze dem Untergang preis. Es ist ein Verlust des wesentlichen Lebenssinnes, ein Verlust des Überlebenssinnes. Die ersten Gefahren werden auch bei uns schon sichtbar.

Wir wollen große Wertschätzung und Dank jenen Institutionen und Einzelpersonen aussprechen, die sich dieser nahenden Gefahr bewusst sind und zum Schutz der Familie und der Kultur des Lebens den Marsch für dasLeben in Košice (Kaschau) organisiert haben. Wir wollen  PICT0133Wertschätzung und Dank allen Menschen aussprechen, die diesen Marsch unterstützt und so zum Ausdruck gebracht haben, dass sie darauf Wert legen, die Institution der Familie zu retten.

„Marsch für das Leben ist ermutigend“

Der Marsch für das Leben sollte ein Appell, eine Ermutigung und moralische Unterstützung für unsere Staatsvertreter sein, damit sie sich nicht fürchten, die Würde und Lebensfähigkeit unseres Volkes zu schützen. Wahrlich, sie haben zu diesem Appell ziemlich gleichgültig Stellung genommen, was zeigt, dass sie die Kultur des Todes bereit verinnerlicht haben, da sie ihren Akteuren nach wie vor großen Raum und beachtliche Unterstützung einräumen.

Aktivisten der „Geschlechtergleichstellung“ geben nicht auf, sie warten auf eine passende Gelegenheit, um durch die Gesetzgebung die Erziehung- und Bildungsprozesse zu beherrschen und diese „Sodom-Ideologie“ in die Erziehung in der Vorschule und Schule aufzuzwingen.

Es würde sich um so ein Erziehungsprozess handeln, das dem Kind nicht nur seine Würde rauben würde, sondern es moralisch und psychisch grundlegend zerlegen würde. Es würde dem Kind die Möglichkeit nehmen, in jedem Bereich zu einem reifen Mann und einer reifen Frau zu erwachsen. Für diese schreckliche Devastierung würde man den Beruf der Lehrer missbrauchen. Früher wurde der Lehrer missbraucht, um gegen den Willen der Eltern ihren Kindern Atheismus aufzuzwingen, heute droht ihm noch etwas Schlimmeres.

„Lassen wir uns nicht von Medien betrügen“

Akteure der Todeskultur werden stark auch von den Medien unterstützt, lassen wir uns nicht belügen und auch nicht beeinflussen. SDC12467

Die Kultur des Todes bedroht wirklich die Existenz des Volkes. Bei so einer Bedrohung haben vorige Generationen nicht gezögert für den Schutz des Vaterlandes zu sterben. Von uns wird solch ein großes Opfer noch nicht verlangt, aber es wird gefordert, dass wir uns in Acht nehmen.

Zur Wachsamkeit rufen wir alle Machtträger auf allen Ebenen auf, Eltern, Schulverwaltungen und alle Menschen guten Willens, um die Ausdrücke der Todeskultur schon in ihrem Keim abzulehnen.  

Unsere Stimme bei beliebigen Wahlen kann nur jener Kandidat erhalten, der die Todeskultur ablehnt. Durch eine entgegengesetzte Haltung würden wir unsere Vorfahren verachten, die ihre Leben für das Wohl des Landes gelegt haben.

In dieser Advent- und Weihnachtszeit gibt uns Gott deutlich zu spüren, was in seinen Augen Familie bedeutet. Als sein Sohn zur Welt gesandt wurde, sorgte ER nicht dafür, dass sein Sohn in einem prunken Schloss geboren werde, dass ER ausgewählte Speisen bekäme, sondern ER sorgte dafür, dass sein Sohn auf die Welt komme und in einer geordneten Familie aufwachsen könne.

Der Blick auf die Familie von Nazareth möge uns wachrütteln, damit wir für den Erhalt der Familie alles tun, was in unseren Kräften liegt. So wie die Familie von Nazareth durch die Flucht nach Ägypten das Kind schützte, so sind auch wir verpflichtet, um jeden Preis die gesunde Entwicklung der Kinder vor der gefährlichen „Genderideologie“ zu schützen.

In fester Hoffnung, dass sie zu diesen ernsthaften Fragen des Lebens und der Familie die richtige Stellung nehmen, erteilen wir Ihnen unseren Segen.

Übersetzung: http://stjosef.at/


Der Erzengel Gabriel begrüßt Maria: „Du Gnadenvolle, der HERR ist mit Dir!“

Heutige Evangelienlesung der kath. Kirche: Lk 1,26-38:

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret  zu einer Jungfrau gesandt. Sie war einem Mann namens Josef anverlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.

Der Engel trat bei ihr ein und sprach: Sei gegrüßt, du Gnadenvolle, der HERR ist mit dir.media-373855-2

Maria erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sprach der Engel zu ihr:

Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
ER wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der HERR, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
ER wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Maria sprach zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?

Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.

Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Da sprach Maria: Siehe, ich bin die Magd des HERRN; mir geschehe nach deinem Wort. –   Danach verließ sie der Engel.


Hochfest der Immaculata: „Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau'“

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Genesis 3,9-15.20:

Als Adam von Baum gegessen hatte, rief ihn Gott, der HERR, und sprach: Wo bist du?  0001
Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.

Darauf fragte ER: Wer hat dir gesagt, daß du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?
Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen.
Gott, der HERR, sprach zu der Frau: Was hast du da getan?  –  Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt  –  und so habe ich gegessen.

Da sprach Gott, der HERR, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. ER wird dir den Kopf zertreten  –  und du triffst ihn an der Ferse.

Adam nannte seine Frau „Eva“ (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg