Berlin: Die Angst geht um in Nikolassee / Bürgerforum fordert vergeblich mehr Schutz vor Einbrechern

Von Michael Leh

Auch im Berliner Ortsteil Nikolassee werden Bürger immer häufiger Opfer von Wohnungseinbrüchen. Auf einer Bürgerversammlung vermittelten ihnen die Vertreter der Polizei jedoch nicht den Eindruck, dass sich an ihrer Lage etwas ändern könnte.

Im Jahr 2012 gab es in Berlin ein Rekordhoch von 12 291 Wohnungseinbrüchen. Die Einbruchszahlen in New York sind prozentual zur  Bevölkerungszahl erheblich geringer.   Leh - Bürgerversammlung Podium  Kandt

Die Aufklärungsquote in Berlin bei Wohnungseinbruch sank dabei gegenüber 2011 weiter auf 6,5 Prozent. Die Zahl der Einbrüche in Einfamilienhäuser stieg noch einmal um 32 Prozent, diejenige bei Wohnungen um 7,4 Prozent.

FOTO: Auf dem Podium bei der Bürgerversammlung (v.l.n.r.): Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann, der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt, der Leiter der Polizeidirektion 4, Andreas Pahl sowie Justizsenator Thomas Heilmann.    

Pro Tag gab es rund 33 Einbrüche in Berlin. Statistisch war 2012 jede 174. Wohnung bzw jedes 76. Ein- oder Zweifamilienhaus von einem Einbruch oder Einbruchsversuch betroffen.

Für die Zeit von Januar bis September 2013 meldet die Polizei jetzt zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 717 Fälle. Angesichts der weiterhin katastrophal hohen Gesamtzahl kann dies jedoch kaum als großer Erfolg bezeichnet werden. Auch ist die Zahl der Einbrüche in Einfamilienhäuser in Berlin von Januar bis September 2013 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 43 auf 1572 Fälle gestiegen.

Bezirk mit bürgerlicher Mittelschicht

Gestiegen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche auch im schönen Ortsteil Nikolassee im bürgerlichen  Bezirk Steglitz-Zehlendorf, einer CDU-Hochburg. 16.000 Einwohner hat der Ort an Schlachtensee und Wannsee. In Nikolassee und Umgebung gibt es viele Villen und Einfamilienhäuser  –  und dort gibt es viel zu holen für organisierte reisende Banden aus Ost- und Südosteuropa.

Jedenfalls glaubt die Polizei, dass ein Großteil der Einbrüche von solchen professionellen Banden verübt wird. Viel weiß die Polizei nicht, denn sie fasst kaum Täter.  Die Angst geht um bei den Bürgern in Nikolassee, zuviel ist passiert in letzter Zeit. In einigen Straßen, so wurde berichtet, erfolgten bis zu dreizehn Einbrüche.

Die „Bürgerinitiative Nikolassee“ hatte deshalb jetzt zu einer Bürgerversammlung in der Dreilinden-Grundschule eingeladen. Im Vorfeld wurde auch die Presse informiert.

Gegenüber der „Berliner Morgenpost“ erklärte der Unternehmer Christoph Wegener: „Natürlich wird immer mal irgendwo eingebrochen, aber in diesem Jahr hat es Ausmaße erreicht, die nicht mehr hingenommen werden können.“

CDU-MdB Wellmann: Für Anti-Einbruch-Marathon

Er fügte hinzu: „Es fühlt sich so an, als würde hier in der Gegend seit Monaten von irgendwelchen Banden ein Feldzug durch die bürgerliche Mittelschicht gemacht.“  – Der örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann erklärte: „Ich fordere einen Anti-Einbruch-Marathon und Power-Streifen mit Diensthunden.“

Bei der Bürgerversammlung saß Wellmann mit auf dem Podium, neben ihm der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt, der Leiter der Polizeidirektion 4, Andreas Pahl sowie Justizsenator Thomas Heilmann, der auch CDU-Kreisvorsitzender in Steglitz-Zehlendorf ist.

Über 200 besorgte Bürger  –  darunter viele, die bereits Einbruchsopfer wurden  –  hatten sich im Atrium der Grundschule  eingefunden, die Plätze reichten nicht aus, es mussten noch Stühle dazugestellt werden.

Polizeipräsident Kandt machte gleich zu Beginn nicht den Eindruck, als würde er die tiefen Sorgen der Menschen, die sich vom Staat allein gelassen fühlen, hinreichend verstehen.

Steuerzahler erwarten Schutz und Sicherheit

„Wir müssen alle sparen. Was sind Sie bereit für die Sicherheit zu bezahlen? Die Polizei ist kein Wachschutz“, blaffte er die Leute an. Man glaubte, sich verhört zu haben. Ein Mann aus dem Publikum gab ihm später zurück: „Wir zahlen alle Steuern, wir erwarten, dass der Staat etwas für die Sicherheit tut!“

Es war beklemmend zu erleben, wie viele Bürger berichteten, dass sie Einbruchsopfer wurden und was sie dabei erleben mussten. Ein Mann erklärte, er habe einmal die Schreie einer Frau gehört, die in ihrer Wohnung von einem Einbrecher vergewaltigt worden sei.

Im Publikum saßen einige Prominente, die in der Gegend wohnen, darunter der frühere BND-Präsident und Ex-Staatssekretär im Bundesinnenministerium,  August Hanning. Auch bei ihm sei schon eingebrochen worden, gab er zu Protokoll.

Einige machten deutlich, dass sie bereits mit beträchtlichem Aufwand ihre Häuser zu sichern suchten, einschließlich Alarmanlagen und Bewegungsmeldern. Ein Mann beklagte, es habe Stunden gedauert, bis sich die Polizei bei ihm nach einem über den Notruf 110 gemeldeten Wohnungseinbruch eingefunden habe.

Polizeidirektor Pahl erwiderte, wenn es sich nicht mehr um einen „gegenwärtigen“ Wohnungseinbruch handele, der Einbrecher also nicht mehr da sei, müsse die Polizei ja auch nicht gleich kommen. Pahl, der sich der Pensionsgrenze zu nähern scheint, wirkte abgeklärt. Alles, was er sagte, lief darauf hinaus, dass man nicht mehr tun könne.

Justizsenator Heilmann erklärte, auch bei ihm habe es einen Einbruchsversuch gegeben. Er legte dar, wie er in seinem Justizbereich einige Stellschrauben so verändert hat, dass künftig „reisende Täter“ eher in Haft genommen werden könnten. Wie er mitteilte, hatten bei seinem Amtsantritt im Jahr 2011 Berliner Staatsanwälte noch nicht einmal einen Internetanschluss.

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ) am 7.12.2013

Foto: Michael Leh


Herzog von Oldenburg: Nach „Estrela“ folgt der Lunacek-Bericht im EU-Parlament

„Labor für linksutopische Experimente“

Paul Herzog von Oldenburg ist Leiter des Büros der „Föderation Pro Europa Christiana“ (FPEC) in Brüssel.

Die FPEC ist ein Zusammenschluß diverser christlich orientierter Organisationen aus ganz Europa: DVCK bzw. Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur, Stowarzyszenie Kultury Chrześcijańskiej Piotr Skarga (Polen), Tradition Famille Proprieté (Frankreich), SOS Ragazzi (Italien) und weitere. Das Büro in Brüssel repräsentiert diese Organisationen gegenüber den Institutionen der EU. OldenburgBrüssel

Mit Paul Herzog von Oldenburg (siehe Foto) sprach unser Autor Mathias von Gersdorff (Sprecher der Aktion SOS LEBEN in der DVCK eV.):

Mathias von Gersdorff: Der Blogger J. C. vom Kempach schrieb kürzlich, nach dem „Estrela-Bericht“ komme nun der „Lunacek-Bericht“, der massiv die sog. Homo-Agenda voranbringen will.

Der „Lunacek-Bericht“ sei Produkt einer „radikalen und extremistischen Gruppe im Europäischen Parlament“, so Kempach. Ist das EU-Parlament ein Monsterkabinett?

Paul Herzog von Oldenburg: Tatsächlich ist der Vergleich nicht ganz von der Hand zu weisen. Die „Berichte“ bzw. die Entschließungen des Europäischen Parlaments haben keine direkten legislativen Konsequenzen. Deshalb werden diese parlamentarischen Instrumente von linken Gruppierungen missbraucht, um linksradikale Projekte in die Welt zu setzen, ansonsten könnten die Resolutionen nie in der Art und Weise formuliert werden, wie das gegenwärtig geschieht.

Diese Situation ist natürlich nicht ganz neu, doch in letzter Zeit ist das einer größeren Öffentlichkeit aufgefallen, wie die Reaktionen gegen „Estrela“ gezeigt haben.

MvG: Aber wieso bemühen sich die Linksutopisten derart, wenn die Entschließungen sowieso unverbindlich sind?

PvO: Sie schaffen damit das, was man üblicherweise mit „Soft Law“ bezeichnet: Resolutionen des EU-Parlaments, Stellungnahmen der Vereinten Nationen oder ihrer Unterorganisationen, Studien irgendwelcher internationalen Organisationen usw. sind zwar nicht verbindlich, besitzen aber dennoch Gewicht in der öffentlichen Auseinandersetzung.

M. von Gersdorff

Matthias von Gersdorff

Wenn ein solches Papier erstmal verabschiedet wurde, rennen die linken Lobbyisten herum und fordern eben Dinge wie ein „Recht auf Abtreibung“, Gesetze gegen Homophobie usw. Wer gegen ein solches Papier argumentieren will, muss viel mehr Überzeugungsarbeit leisten.

MvG: Kommen wir zu „Lunacek“ zurück. Dort wird von Straftatbeständen wie „homophobe Gewalt“, „homophobe Hetze“, „homophobe Propaganda“ usw fabuliert. Sind homosexuelle Personen nicht schon heute durch das Gesetz ebenso geschützt wie alle anderen Menschen auch?  –  Aus Sicht des Bloggers J.C. von Kempach geht es vielmehr um eine regelrechte Privilegierung der Homosexuellen.

PvO: Sicher, sie wollen Privilegien, aber es geht um viel mehr, nämlich Gesellschaftspolitik. Sie wollen ja die Gesellschaft und ihre Normen verändern, sie betreiben eine regelrechte Revolution.

Entschließungsprojekte wie „Estrela“ oder „Lunacek“ sind so was wie ein Brain-Storming linker Ideen. Ob etwas davon schließlich tatsächlich angewandt wird bzw überhaupt in die Praxis gesetzt werden kann, ist für die linkstheoretischen Revolutionäre à la Edite Estrela zunächst nebensächlich.

Es geht darum, die Marschroute der gesellschaftlichen Revolution vorzugeben. Diese Resolutionen geben die Stichwörter der Gender-Revolution in ganz Europa und sogar in der Welt.

MvG: Aber gibt es keinen Widerstand seitens der bürgerlichen oder liberalen Abgeordneten?

PvO: Am meisten Widerstand kommt in der Regel von den Euro-Skeptikern, denn sie wünschen sich eigentlich, dass das EU-Parlament gar nicht existiert. Bürgerliche Politiker, wie die von der Europäischen Volkspartei, beispielsweise die Christdemokraten, durchschauen oft nicht die Absichten der Linken und lassen sich an der Nase herumführen.

Für die Linken ist das Europäische Parlament vor allem ein Labor für linksutopische Experimente. Deshalb wirkt das Parlament für normale Menschen wie eine Büchse der Pandora von abstrusen und grotesken politischen Projekten. Genau das wollen aber die Linken, was die Bürgerlichen oft nicht durchschauen und entsprechend lahm dagegen reagieren. In manchen katastrophalen Resolutionen genügten ein Paar vernünftige Sätze, um deren Widerstand zu brechen.

MvG: Und was ist zu tun?

PvO: Sollte „Lunacek“ tatsächlich zur Debatte kommen, könnte es heiß werden. Ende Mai 2014 haben wir die Europawahl und so wie es aussieht, wird der Wahlkampf nicht so dröge anlaufen wie in vergangenen Jahren.

Viele sind heute vorbereitet und werden ein Projekt wie „Lunacek“ nicht ohne weiteres durchgehen lassen. Etliche der Forderungen lassen sich leicht als Angriffe gegen die Religionsfreiheit und die Meinungsfreiheit aufdecken.

Jede Straftat gegen einen Homosexuellen wird als potentiell „homophob“ eingestuft, jede Kritik an Homosexualität oder an politischen Forderungen der „Homo-Lobby“ ebenso. Gleichzeitig sollen Homosexuelle jeden nach Belieben beschimpfen dürfen. Dann noch die unverschämte Besserstellung von Homosexuellen im strafrechtlichen Schutz.

Lunacek würde die Homosexuellen zu einer Kaste von Privilegierten machen und die Mehrheit der Gesellschaft klar diskriminieren. Bei vielen wird der Kragen platzen; ich rechne deshalb mit heftigem Widerstand.

Erstveröffentlichung des Interviews in „Kultur und Medien online“


Peru: Menschenrechtspreis für die katholische Ordensschwester Maria del Carmen

Einsatz für Frauen aus dem Volk der Awajún gewürdigt

Schwester María del Carmen von der Kongregation vom heiligen Joseph wurde mit dem Peruanischen Menschenrechtspreis 2013 ausgezeichnet.

Der Sonderpreis, den die Peruanische Menschenrechtskommission alljährlich vergibt, ging an den Priester Gerald Veilleux. Die Auszeichnungen wurden anläßlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember überreicht. Die spanische Missionsschwester ist im Vikariat San Francisco in Bagua im Regenwald im Norden Perus tätig. 

Seit 45 Jahren ist ihre Kongregation unter den indigenen  (eingeborenen) Völkern im peruanischen Amazonasgebiete in Bagua tätig. Dort werden vor allem Projekte für Frauen aus dem indigenen Volk der Awajun gefördert.

Schwester Maria del Carmen arbeitet seit sechs Jahren in dieser Region und bezeichnet ihre Erfahrung als „Teil einer wunderbaren Geschichte der Frauen aus dem Volk der Awajún, die typische Merkmale der Kultur der indigenen Völker des Amazonasgebiet verkörpern und heute gebildete Frauen sind“

Sie fügt hinzu: „Diese Frauen, die heute in unserem Bildungszentrum unterrichten, waren unsere ersten Schülerinnen und der Kontakt zu dieser Kultur ist Teil des Volkes“.


ADVENTSgedicht von Theodor Fontane

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des HERRN,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.


Nördliches Münsterland: Rätselhafte Gewaltaktionen gegen Bildstöcke und Kreuze

Der Staatsschutz ermittelt gegen unbekannte Täter

Das nördliche Münsterland wird seit Mitte September von einer verheerenden Spur der Zerstörung gegen christliche Symbole heimgesucht, vor allem Ibbenbüren und Umgebung. Die Täter sind unbekannt. Bergatreute-DSC_0868

Die Polizei schließt nicht aus, daß es sich um gezielten Religionshaß handelt, weshalb seit Ende November der Staatsschutz in Münster ermittelt. Die wachsende Zahl der Gewalttaten läßt vermuten, daß es sich um mehr als „nur“ um vereinzelten Vandalismus handelt. Die Polizei schätzt den rein materiellen Schaden bislang auf 64.000 Euro.

Häufig wurden christlichen Statuen die Köpfe abgeschlagen, zB. der hl. Barbara in Ibbenbüren-Dickenberg.  Zudem wurden Kreuze beschädigt oder Figuren des Gekreuzigten zerstört.

Die Beamten zählen inzwischen 30 Fälle blindwütiger Zerstörungswut gegen religiöse Sinnbilder. Bislang fehlt jede heiße Spur.

Die Polizei will nun verstärkt Streife fahren. Doch für eine flächendeckende Überwachung ist das ländliche Münsterland zu groß, zudem befinden sich viele Wegekreuze  und Bildstöcke an abgelegenen Stellen.

Die systematische Gewaltwelle begann  zunächst in Hörstel, danach in Mettingen, Tecklenburg, Rheine, Saerbeck; elfmal schlugen die unbekannten Täter in Ibbenbüren und Umgebung zu.

Quellen: WDR, Bistum Münster (Kirchensite)
Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Der HERR ist unsere Gerechtigkeit!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jeremia 23,5-8.

Seht, es kommen Tage  –  Spruch des HERRN  –  da werde ich für David einen gerechten Sproß erwecken. ER wird als König herrschen und weise handeln, für Recht und Gerechtigkeit wird er sorgen im Land. 2_atk2926-170x115

In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, Israel kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.

Darum seht, es werden Tage kommen  –  Spruch des HERRN  –  da sagt man nicht mehr: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israels aus Ägypten heraufgeführt hat!
sondern:

So wahr der HERR lebt, der das Geschlecht des Hauses Israel aus dem Nordland und aus allen Ländern, in die er sie verstoßen hatte, heraufgeführt und zurückgebracht hat. Dann werden sie wieder in ihrem Heimatland wohnen.