Lebensrechtler weltweit entsetzt: Papst entläßt Kardinal Burke aus der Bischofskongregation

Raymond L. Burke: eine starke Stimme für das Leben!

Nachdem bekanntgegeben wurde, daß der  –  als unerschrockener Abtreibungsgegner von Lebensrechtlern hochgeschätzte  –  Kardinal Raymond Leo Burke nicht mehr der wichtigen Kongregation für die Bischöfe angehören wird, macht sich weltweit  –  vor allem in den USA  –  große Enttäuschung über diese päpstliche Entscheidung breit.  ab-burke_final-interview

Der frühere US-amerikanische Erzbischof Burke (siehe Fotos) wird zwar weiter seiner Haupttätigkeit nachgehen, nämlich der Leitung des obersten vatikanischen Gerichts (er ist Präfekt der „Apostolischen Signatur“).

Gleichwohl wird seine Entfernung aus der einflußreichen Bischofskongregation (sie ist zuständig für die Ernennung von Bischöfen in der katholischen Weltkirche) seitens führender Lebensrechtlern als unerfreuliches Ereignis aufgefaßt, denn der unerschrockene Kardinal gilt als entschiedener Verfechter einer klaren Marschroute gegen Abtreibung.

Wir haben hierüber im CHRISTLICHEN FORUM seit Jahren berichtet.

Der amerikanishe Kurien-Kardinal war es auch, der im Mai 2013 alle katholischen Bischöfe dazu aufgefordert hat, am jeweiligen „Marsch für das Leben“ im eigenen Land persönlich teilzunehmen und sich keineswegs auf das Absenden von Grußworten zu beschränken.

Zudem war der couragierte Kirchenmann in seiner Amtszeit als US-amerikanischer Bischof vor allem dadurch bekanntgeworden, daß er Pro-Abtreibungs-Politikern öffentlich ins Gewissen redete und erklärte, sie seien laut Kirchenrecht (vlg. can 915 CIC) nicht zum Tisch des HERRN zugelassen. fssp-pa00255 - Kopie

Der unerschrockene Oberhirte wurde in seinen Aussagen und seiner eindeutigen Linie vom damaligen Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger ausdrücklich unterstützt.

Für die Lebensrechtsverbände in aller Welt war Kardinal Burke quasi ihr „oberster Verbündete in der Vatikanischen Kurie“, wie das amerikanische  Infoportal „Life-Site-News“ erläutert.

Kardinal Burke beteiligte sich am „Marsch fürs Leben“

Auch Virginia Nunziante, die Leiterin des italienischen „March for Life“ (Marsch für das Leben), schätzt den zeitgeistkritischen, unbeugsamen Kirchenmann Burke sehr. Er habe einen besonderen Platz in ihrem Herzen, erklärte sie, weil er der einzige Oberhirte in Italien sei, der sich persönlich am Marsch für das Leben beteiligte. Andere Bischöfe aus dem Vatikan und italienischen Bistümern hätten lediglich Grußworte gesendet. untitled

Die Nachricht von Burkes Entfernung aus der Bischofskongregation beschrieb sie als „eine Tragödie“: „Kardinal Burke ist für uns eine Inspiration gewesen“, sagte sie gegenüber „LifeSiteNews“.

John Smeaton, der Präsident der UK-Gesellschaft zum Schutz ungeborener Kindern, würdigte den Kurien-Erzbischof ebenfalls:

„Furchtloser Beschützer ungeborener Kinder“

„Kardinal Raymond Burke ist ein großartiger Kirchenmann und furchtloser Beschützer ungeborener Kinder, die Mutter Teresa zu Recht die Ärmsten der Armen bezeichnete. Wir brauchen starke Männer wie Kardinal Burke und sein klares Bekenntnis, daß Abtreibung das größte Menschenrechtsproblem unserer Zeit ist.“

Jim Hughes, Präsident der „Koalition für das Leben“ in Kanada, bekräftigte ebenfalls gegenüber LifeSiteNews, Kardinal Burke sei „ein feiner Kerl“: 

„Wir bedauern, daß er nicht mehr bei der Kongregation für die Bischöfe tätig ist und hoffen, daß die päpstliche Entscheidung nicht etwa wegen Burkes starker konservativer Ansichten erfolgte.“

„Eine sehr enttäuschende Entscheidung“

Eine weitere führende Person in der US-Lebensrechtsbewegung, Deal Hudson, bezeichnete die Entfernung Kardinal Burkes von der Kongregation ebenfalls als „eine sehr enttäuschende Entscheidung.“ 

Der Kirchenmann sei von glaubenstreuen Katholiken in Amerika als „einer unserer wichtigsten geistlichen Führer“ angesehen worden. Die Entlassung bedeute in der gegenwärtigen Sitution, daß Kardinal Burke weniger Einfluß haben werde: „Das ist keine gute Neuigkeit für uns hier in den Vereinigten Staaten.“

Austin Ruse, Präsident der katholischen Liga für Familie und Menschenrechte (er betreibt familienfreundliche Lobbyarbeit bei den Vereinten Nationen) erklärte gegenüber LifeSiteNews: „Ich bin untröstlich, dass Kardinal Burke beiseite geschoben wurde.“ 

Er fügte hinzu, dies sei „die schlechteste Kirchen-Nachricht“, die er in letzter Zeit gehört habe. Kardinal Burke sei „ein guter und freundlicher Mensch“, der einen starken Eindruck und Einfluß auf den US-Episkopat (die  nordamerikanischen Bischöfe) ausübe.

Auch Pro-Life-Führer aus Lateinamerika reagierten fassungslos auf die Nachricht von Burkes Sturz:

Christine Vollmer, Präsidentin der lateinamerikanischen „Allianz für die Familie“,  hielt die Meldung zunächst für einen Irrtum und konnte sie kaum glauben. Mittlerweile meint sie, Kardinal Burke sei vielleicht das Opfer einer vatikaninternen Intrige geworden  – und der Papst von falschen Informationen beeinflußt, wie sie gegenüber LifeSiteNews erläuterte.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Quelle für die zitierten Äußerungen und das 2. Foto: http://www.microsofttranslator.com/bv.aspx?from=&to=de&a=http%3A%2F%2Fwww.lifesitenews.com%2Fnews%2Fpro-life-leaders-shocked-by-removal-of-cardinal-burke-from-important-vatica


8 Kommentare on “Lebensrechtler weltweit entsetzt: Papst entläßt Kardinal Burke aus der Bischofskongregation”

  1. Marienzweig sagt:

    Kardinal Burke als Verfechter des Lebensschutzes aus der Bischofskongregation zu entfernen, setzt ein Zeichen.
    Ob von Papst Franziskus so beabsichtigt oder nicht.
    Kardinal Burke wird das vermutlich als Schwächung seines Anliegens wahrnehmen.
    Die Lebensrechtler in aller Welt empfinden es jedenfalls so und die Abtreibungsbefürworter werden auch ihre Rückschlüsse ziehen.
    Was hat sich Papst Franziskus nur dabei gedacht?
    Statt die Lebensschützer zu stärken, nimmt er ihnen einen Teil des notwendigen Rückhalts.
    Verdienen die unzähligen ungeborenen Kinder nicht eher mehr Einsatz und Fürsorge als weniger?

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  2. Ulrike sagt:

    http://www.npr.org/blogs/thetwo-way/2013/12/17/251985254/pope-francis-shakes-up-important-congregation-for-bishops

    http://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Wuerl

    Wenn Papst Franziskus das Gefühl hat vom lieben Gott die innere Eingebung bekommen zu haben, Ämter neu zu besetzten dann ist dies ja sein gutes Recht.

    Wenn es SEIN Wille ist, der da geschieht, dann ist es gut – wenn es eben nur sein Wille ist, den er durchsetzen will ist es nicht so gut.

    VIeles von dem, was Papst Franziskus macht, finde ich wirklich gut und es erinnert mich auch etwas an JESUS – das Waschen der Füße, das Einladen der Obdachlosen – alles super.

    Papst Franziskus ist auch nicht so modern wie manche denken, er wird nicht alles auf den Kopf stellen mit Sicherheit nicht.

    DOCH – ab und zu kommt er mir vor wie ein kleiner Junge, der jetzt froh ist Papst zu sein,
    damit er das mal so machen kann, wie er es will. Was er jetzt ändert, hat ihm ja scheinbar vorher nicht gefallen.

    Bei Papst Franziskus habe ich das Gefühl, er hat viel Vertrauen in Gott und nicht so viel Angst vor dem Amt als Papst.

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    • Guten Tag,
      das „gute Recht“ des Papstes, Ämter neu zu besetzen, wird hier doch mit keiner Silbe bestritten oder auch nur angezweifelt.
      Es ist freilich auch das gute Recht führender Lebensrechtler, über das Abservieren von Kardinal Burke enttäuscht zu sein – und unser gutes Recht, über diese Stellungnahmen zu berichten – ja?
      Oder wo finden Sie all diese Infos und Zitate denn sonst im deutschprachigen Raum?
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  3. Anonymous sagt:

    Vielleicht schätzt es er Papst nicht, wenn sich Kleriker zu sehr in die Politik der Länder einmischen.

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  4. Anonymous sagt:

    Wer weiß, welchen Grund Papst Franziskus hatte, Kardinal Burke von dieser Position zu entfernen, auf der er für bestimmte Kreise offenbar wichtig war. Hat er sich dazu überhaupt geäußert?
    Vielleicht ist sein Wissen eben ganz anders gespeist als das hiesige, in Europa. Er weiß vielleicht von vielen Problemen im umfänglichen – und anderen – Sinne, die der in Südamerika übliche Umgang mit Sexualität und Verhütung bringt. Und der Anteil der Katholiken in Südamerika ist ja doch wesentlich größer als der europäische, weltweit gesehen.
    Daß ein Papst aus Südamerika oder Afrika manches anders sehen würde als die letzten Päpste, das war doch klar. Und es ist ja vielleicht auch gut, wer weiß.
    Was bleibend gut ist, das entscheidet ohnehin niemals die Gegenwart, also lassen wir unsere Enkel über das Wirken Franziskus´ urteilen und machen jetzt erstmal viele.

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