Israelische Regierung stellt gegenüber Abbas klar: Jesus war ein Jude

Auf Widerspruch und Spott bei der israelischen Regierung sind Äußerungen des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, über Jesus Christus gestoßen. accumulator_default_img

Abbas hatte in seiner Weihnachtsansprache gesagt: „In Bethlehem wurde vor 2000 Jahren Jesus geboren – ein Palästinenser, der die frohe Botschaft brachte und eine Führungsgestalt für Millionen weltweit wurde, so wie wir, die Palästinenser, 2000 Jahre später für unsere Freiheit kämpfen. Wir wollen so weit wie möglich in seine Fußstapfen treten.“

Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Yigal Palmor, erklärte dazu dem Radiosender Arutz Scheva: „Abbas hätte das Neue Testament genauer lesen sollen, bevor er solch blanken Unsinn redet.“

In Anspielung auf eine Aussage Jesu am Kreuz an seine Henker sagte der Sprecher im Blick auf Abbas: „Wir vergeben ihm, denn er weiß nicht, was er tut.“  – Jesus sei eindeutig ein Jude gewesen.

Quelle: http://www.idea.de


3 Kommentare on “Israelische Regierung stellt gegenüber Abbas klar: Jesus war ein Jude”

  1. Der Spott der israelischen Regierung ist etwas voreilig.
    Er gründet in einer Zweideutigkeit. Natürlich war Jesus „ein Jude“ in dem Sinne, daß er dem jüdischen Volk entstammte, ihm angehörte und für sein Heil zu sterben bereit war. Er war „kein Jude“ im späteren Sinne des Wortes, wenn man nämlich unter „Jude“ den Angehörigen der sich nachchristlich und im Gegensatz zum Christentum konstituierenden Religionsgemeinschaft (mit Talmud, „mündlicher Thora“ usw.) versteht.
    Wenn Abbas Jesus Christus einen „Palästinenser“ nennt, so kann man dem mit einigem Wohlwollen zustimmen, insofern die palästinensische Bevölkerung des Heiligen Landes zweifellos zu einem mehr oder weniger großen Teil abstammt von Vorfahren, die wie Jesus „Juden“ waren, aber Christen wurden und der Vertreibung der Juden durch die Römer entgangen waren.

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    • Guten Tag, Herr Dr. Heger,
      natürlich ist Christus kein Jude im Sinne des nachchristlichen und nichtchristlichen Judentums, das wollte die israel. Regierung sicher auch nicht behaupten. ER ist aber in seinem Menschsein Jude im ethnischen, kulturellen und religiösen Sinne, denn ER hat die religiösen Sitten, Riten und Gebote des Alten Bundes beachtet, siehe Beschneidung und Darstellung im Tempel, ER ging in Synagogen und Tempel, zitierte häufig aus dem AT – und ER sagte zur Samariterin am Brunnen: „Das Heil kommt aus den Juden“ (vor allem ER selbst in dieses Heil) usw.
      Die meisten Palästinenser sind eben keine Christen, sondern Muslime, natürlich auch deren Präsident Abbas.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Guten Abend, Frau Küble,
        das ist alles richtig. In der Tat sind die Palästinenser im Laufe der Jahrhunderte meistens Muslime geworden. Die stärkste Ausdünnung der christlichen Bevölkerung dürfte wohl im 20. Jahrhundert erfolgt sein – meistens durch Auswanderung, bei der man allerdings nicht so recht einschätzen kann, in welchem Maße sie durch muslimische Gehässigkeit befördert worden ist.
        Worauf es mir im wesentlichen ankam, ist die Klarstellung der Zweideutigkeit des Wortes „Jude“ – zu sehen am Beispiel des „Juden“ Jesus Christus.

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