MEDJUGORJE alle Jahre wieder: Weihnachts-Botschaft für den „Seher“ Jakov Colo

Von Felizitas Küble

Im kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort Medjugorje (Bosnien-Herzegowina) war am Weihnachtsfest wieder die jährliche Sonder-Vision für den jüngsten Visionär aus der Seherschar angesagt: Jakov Colo.   275_0

Die Erscheinung der „Madonna“ begann um 15.07 Uhr und dauerte 8 Minuten, wie der aktuelle Medju-Newsletter mitteilt.

Am 12. September 1998 endeten die täglichen Erscheinungen bei Jakov nach über 17 Jahren. Seit damals erhält er nur noch einmal jährlich eine Erscheinung  –  und zwar jeweils am 25. Dezember.

Diesmal lautet die „himmlische“ Botschaft folgendermaßen:

„Meine lieben Kinder, Jesus möchte heute auf besondere Weise in jedem eurer Herzen wohnhaft werden und Er möchte jede eurer Freuden und euren Schmerz mit euch teilen. Deshalb, meine lieben Kinder, schaut heute auf besondere Weise in eure Herzen und fragt euch, ob der Frieden und die Freude über die Geburt Jesu wahrhaftig eure Herzen vereinnahmt haben. top8_003

Meine lieben Kinder, lebt nicht in der Finsternis, sehnt euch nach dem Licht und nach dem Heil Gottes. Kinder, entscheidet euch für Jesus und schenkt Ihm euer Leben und eure Herzen, denn nur so wird der Allerhöchste in und durch euch wirken können.“

Wir lesen wieder den üblichen Medju-Unsinn, der sich seit über 32 Jahren im Kreise dreht:

Christus will keineswegs in unseren Herzen wohnen, um „jede Freude und jeden Schmerz“ mit uns zu „teilen“, sondern um uns im Kampf gegen die Sünde zu stärken und uns helfende Gnaden zu schenken, damit wir in der Liebe zu Gott und zum Nächsten wachsen und die Gebote Gottes einhalten.

Wenn es nach Jahrzehnten immer noch nötig ist, die „lieben Kinder“ (wer immer damit gemeint sein mag) zu einer Entscheidung für Jesus aufzufordern und an sie zu appellieren: „Lebt nicht in der Finsternis“ (tun sie das also?), dann zeigt dies einmal mehr, daß man dort logisch und theologisch wohl noch am ABC herumbastelt.


Glaubenspräfekt Gerhard L. Müller lehnt eine Stärkung der Bischofskonferenzen ab

Der Vorsitzende einer Bischofskonferenz ist kein „Vize-Papst“

Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat sich mit Nachdruck gegen eine Dezentralisierung der Kirche auf die Ebene der nationalen Bischofskonferenzen gewandt.

„Die katholische Kirche setzt sich aus Ortskirchen zusammen, aber sie ist eins“, sagte der Glaubenspräfekt (siehe Foto) der Tageszeitung „Corriere della sera“: 0012

„Es gibt keine ’nationalen‘ Kirchen.“  –  Die Vorsitzenden des Bischofskonferenzen seien „Koordinatoren, nicht Vize-Päpste“, betonte der vatikanische Glaubenshüter.

Während das Papsttum und das Bischofsamt „göttlichen Rechts“ sei, handle es sich bei  Patriarchaten und Bischofskonferenzen um Einrichtungen „menschlichen Rechts“.

Freilich hätten diese Konferenzen in bestimmten Bereichen auch lehramtliche Autorität, etwa bei der Vorbereitung von örtlichen Katechismen, von liturgischen Bücher oder der Leitung von Universitäten und katholischen Fakultäten:

„Der Papst kann nicht alles wissen, was in den einzelnen Ländern passiert“, erläuterte Erzbischof Müller. Man müsse „ein praktisches Gleichgewicht finden“.

Papst Franziskus hatte in seinem Schreiben „Evangelii gaudium“ kürzlich angekündigt, über mehr Befugnisse für die nationalen Bischofskonferenzen nachzudenken.

Quelle: http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/59657.html 

Foto: Bistum Regensburg


Berlin: Gewalttäter war auf freiem Fuß – Dienstaufsichtsbeschwerde: Formlos, fristlos, fruchtlos

Von Michael Leh

Der Autor dieses Beitrags (siehe Foto) hat im August 2013 Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft eingelegt:

Einen türkischen Gewalttäter hatte man zuerst festgenommen, dann aber wieder laufen lassen. Erst nach Protesten aus der Bevölkerung wurde Coskun P. inhaftiert.

Doch der Reihe nach:

Michael Leh

Michael Leh

Am 25. Juli meldete die Polizei: „Mann schlägt und sticht auf Passanten ein.“  – Ein 33-Jähriger habe am Abend zuvor in der Görlitzer Straße Passanten angegriffen. Zuerst schlug er drei Fußgänger ins Gesicht. Zwei weiteren fügte er mit einem Messer Schnittwunden an den Händen zu. Dann schlug er eine Frau mit einem Gürtel. Bei seiner Festnahme verletzte er noch zwei Polizisten. Sechs Personen mussten in der Klinik behandelt werden.

In der Meldung hieß es, der Täter sei schon vorher „einschlägig in Erscheinung getreten“. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft solle er einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Der Autor erkundigte sich bei der Polizei, ob Coskun P. denn nun inhaftiert sei. Die Polizei erklärte, er habe einen „Unterbringungsbeschluss gemäß Psychisch-Kranken-Gesetz“ erhalten.

Nach einem Tag schon freigelassen

Am 30. Juli meldete jedoch das Boulevardblatt „B.Z“., der Täter sei schon nach einem Tag wieder freigelassen worden. Seit 18 Jahren gehe das schon so. Nie sei er ins Gefängnis gekommen. Allein 2013 habe er es schon auf 20 Straftaten gebracht. 

Am 31. Juli berichtete die Zeitung „Neues Deutschland“, seit über fünf Wochen terrorisiere Coskun P. Gewerbetreibende und Anwohner im Wrangelkiez. Unter anderem habe er Menschen mit einem Baseballschläger bedroht.

Verzweifelt schrieben Bürger an die Stadtregenten: „Wir fühlen uns von jeder staatlichen Institution in Stich gelassen und bitten daher um Erklärungen, wieso Herr P. solch eine Gewalt ausüben kann, ohne dass dies Folgen für ihn hat.“ 

Gewalttäter erst nach Protesten inhaftiert

Am 2. August kam die Jubelmeldung der Polizei: Nach „intensiven Ermittlungen“ habe ein SEK-Kommando am selben Tage den Täter festgenommen. Er sei „dringend verdächtig, in den vergangenen Wochen über 15 Straftaten, darunter Körperverletzung, Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz begangen zu haben.“

Keine Silbe darüber, dass man ihn vor einer Woche bereits festnahm, aber wieder laufen ließ  –  und warum.

Die Staatsanwaltschaft antwortete auf die Dienstaufsichtsbeschwerde, die Polizei habe ihr Verfahrensakten erst am 1. August vorgelegt. Sie weise die Beschwerde daher zurück. 

Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) antwortete, er könne  „nach intensiver Überprüfung“ auch „kein Fehlverhalten der Polizei Berlin erkennen“. Eine Begründung dafür gab er nicht.

Dienstaufsichtsbeschwerden sind „formlos, fristlos und fruchtlos“  –  so erweist sich wieder einmal das geflügelte Wort als wahr.

Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung des Beitrags in der PAZ vom 21. Dezember 2013

Weitere Infos hierzu:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/828846.psychoterror-im-wrangelkiez.html

http://www.bz-berlin.de/tatorte/messer-taeter-nach-nur-einem-tag-wieder-frei-article1715119.html

Ein Licht erstrahlt den Gerechten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 97 (96),1-2.5-6.11-12:

Der HERR ist König. Die Erde frohlocke.
Freuen sollen sich die vielen Inseln.
Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel,
Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns.

Berge schmelzen wie Wachs vor dem HERRN,
vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt.
Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel,
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.
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Ein Licht erstrahlt den Gerechten
und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.
Ihr Gerechten, freut euch am HERRN,
und lobt seinen heiligen Namen!


Ökumenische Donausegnung am Sonntag, den 12. Januar 2014 in Regensburg

Am Sonntag, dem 12. Januar 2014, findet erstmals in Regensburg eine ökumenische Donausegnung in griechisch-orthodoxer Tradition statt.

Nach der Vesper um 15 Uhr im Hohen Dom zu Regensburg begibt sich eine Prozession zur Steinernen Brücke.

Dort wird nach orthodoxer Tradition das Wasser gesegnet. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof Vassilios von Aristi und Dekan Eckhard Herrmann als Vertreter des Landesbischofs Dr. Heinrich Bedford-Strohm werden die Feierlichkeiten leiten.

Alle evangelischen, orthodoxen und katholischen Christen und weitere Interessierte sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 – 93047 Regensburg
Tel: 0941/597-1061      Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


Wir verkünden das Wort des Lebens

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 1,1-4:

Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefaßt haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens. CaeciliaTrastevere - Kopie

Denn das Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde.

Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt. Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.

Wir schreiben dies, damit unsere Freude vollkommen ist.