„Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter“ (Lk 1,48)

ECCLESIA-Plakat aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

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Prof. Rohrmosers Warnungen vor einem geist- und seelenlosen EUropa

Prof. Dr.  Günter Rohrmoser, der im September 2008 in Stuttgart verstorben ist, gilt als einer der bedeutendesten Sozialpilosophen und fundierter Kritiker der 68er-Ideologie. Zugleich kombinierte er in seinem Denken den klassischen Liberalismus mit einem christlichen Konservatismus und aufgeklärten Patriotismus.

Rohrmoser war zugleich Berater des CSU-Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß und stellv. Vorsitzender des Studienzentrums Weikersheim.

Hier folgt ein Auszug aus einem Interview, das die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ mit ihm führte und in ihrer Ausgabe Nr. 14/1997 veröffentlichte:

„Wer die Entwicklung in der Bundesrepublik genau beobachtet, kann nicht übersehen, daß unterhalb der Schwelle der organisierten öffentlichen Meinung die konservativen Kräfte wachsen…

Eine der gefährlichsten Entwicklungen besteht darin, daß sich die offizielle Medienkultur, wie auch die Sprachkultur der Politiker inzwischen in einem riesigen Ausmaß von dem Empfinden und dem Urteil des Volkes entfernt hat. Dies stellt vielleicht für die Demokratie die gefährlichste Bedrohung dar.

Der Konservatismus ist keine Ideologie, sondern konservativ heißt die Wirklichkeit im Blick zu behalten, die Realitätreichstag_flaggen_368sen dieser Welt ernsthaft zu berücksichtigen und dem, was in der Wirklichkeit auf dem Wege ist und zur Manifestation dringt, vielleicht auch sprachlich und intellektuell zu einem Ausdruck zu verhelfen… 

Heißt die Alternative für die Zukunft demnach: Europa muß und wird konservativ werden oder es droht die Anarchie?

Nicht im Sinne einer Forderung. Was Europa ist und Europa bedeutet, ist eine Frage, die nicht nur gänzlich offen ist, sondern die in unserem Lande überhaupt nicht diskutiert wird.

Wir vergessen ständig, daß wir uns mit Maastricht auf ein Experiment einlassen, das in der Geschichte ohne Beispiel ist, und daß wir dieses europäische Experiment nur in den Kategorien von Ökonomie, Soziologie und Administration diskutieren. 

Wir sehen die EU also als ein ungeschichtliches Projekt, ohne dabei die geschichtlichen Wirklichkeiten Europas zu berücksichtigen. Wie sich dieses den Völkern aufoktroyierte Projekt zu dem geschichtlichen wirklichen Europa verhalten wird, darüber sind im Augenblick Prognosen nur schwer möglich.

Vielleicht werden wir morgen ein einziger riesiger Markt von bloßen Produzenten und Konsumenten, ohne daß es noch Franzosen, Engländer, Deutsche oder sonstwen gäbe.

Dazu aber ist mit Ausnahme des deutschen Volkes  –  jedenfalls wenn wir den Reden unserer Politiker folgen – kein europäisches Volk gegenwärtig auch nur im Traume bereit. Ich glaube aber nicht daran. Vielmehr glaube ich, daß auch die Deutschen nicht hinnehmen wollen, sich einer neuen europäischen Handels- und Wirtschaftsunion zur noch erfolgreicheren Ausbeutung der Natur mit noch größerem Gewinn für das Kapital zur Verfügung zu stellen.“

 


Studie belegt: Wir sehen, was wir fürchten

Wissenschaftliche Studie über Spinnen-Phobien

Psychologen vom Otto-Selz-Institut der Universität Mannheim haben herausgefunden, dass Arachno-Phobiker die Spinnen anders sehen als gesunde Menschen.

Es ist die erste Studie, die wissenschaftlich belegt: Wie die Welt für Angstpatienten aussieht, liegt im Auge des Betrachters.  Steinfeld-DSC_1769-3-3

Pro Sekunde strömen  Millionen von Sinnesreizen auf den Menschen ein. Nur einen Bruchteil davon nehmen wir bewusst wahr. Welche, entscheidet unser Gehirn, das evolutionsbedingt vor allem jene Reize herausfiltert, die für unser Überleben wichtig sind  –  wichtig sind Reize, die Gefahr signalisieren. Nur so schaffen wir es, in Gefahrensituationen blitzschnell zu reagieren.

Dieses System gilt in besonderem Maße für Menschen mit Phobien, sei es mit einer Angst vor engen Räumen, vor dem Autofahren oder vor Tieren wie großen Hunden oder Spinnen. Sie reagieren heftiger auf phobierelevante Reize als Menschen ohne diese Ängste.

Personen mit Spinnenphobie  berichten zudem häufig, dass sie die Tiere größer, beeindruckender und bedrohlicher wahrnehmen. Alles nur Einbildung?

Forscher des Otto-Selz-Instituts für Angewandte Psychologie der Universität Mannheim haben jetzt gezeigt, dass Menschen mit Spinnenangst ihre Umgebung tatsächlich anders sehen als gesunde Menschen. Wasser-008-2-4-2

„Wir können mit unserer Studie belegen, dass phobierelevante Reize die visuelle Verarbeitung im Gehirn steuern. Es handelt sich bei den Angaben der Patienten also weder um Übertreibung noch um Einbildung“, erklärt Professor Dr. Georg W. Alpers, Inhaber des Lehrstuhls für  Klinische und Biologische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Mannheim:

„Alles deutet darauf hin, dass individuelle Unterschiede zwischen Menschen – in unserem Experiment waren es zwei Personengruppen – beeinflussen, wie sie ihre Umwelt wahrnehmen.“

Phobiker nehmen Spinnen früher und länger wahr

In ihrer Studie haben die Mannheimer Psychologen Dr. Antje Gerdes und Professor Alpers jeweils zwanzig Menschen mit Spinnenphobie und nichtängstliche Kontrollprobanden getestet.

Dazu haben sie mit der Methode der so genannten binokularen Rivalität gearbeitet, bei der über ein Stereoskop jeweils auf das linke und das rechte Auge zwei unterschiedliche Bilder projiziert werden. Im Experiment war es das Bild einer Spinne oder einer Blume, gepaart mit dem neutralen Bild einer geometrischen Form. 0025

„Es ist nicht möglich, dauerhaft zwei verschiedene Bilder gleichzeitig wahrzunehmen. Sie stehen in einem Wettstreit, den das Gehirn zu Gunsten eines Bildes entscheidet – ohne, dass wir darauf bewusst Einfluss nehmen können“, erklärt Professor Alpers.

Während ein Bild zeitweise dominiert, wird das andere unterdrückt und für die Wahrnehmung unzugänglich. Kurzum: Es wird nicht gesehen. Mit ausgeklügelten Methoden haben die Forscher weiter belegt, dass dem Bericht der Probanden, was sie sehen, getraut werden kann. Dazu präsentierten Sie unterschiedliche Mischbilder und simulierten damit den Wettstreit der Bilder in den eigentlichen Testdurchläufen.

Das Forschungsergebnis ist eindeutig: Menschen mit Angst nehmen das Bild der Spinne früher, länger und damit dominanter wahr als gesunde Probanden. In der Hälfte aller Durchgänge sahen die Phobiker zuerst das Spinnenbild. Das ist doppelt so oft wie bei gesunden Kontrollprobanden. Außerdem sahen sie es im Schnitt um die Hälfte länger.

Bei der Variante mit dem Blumenbild gab es bei ängstlichen und nichtängstlichen Probanden hingegen keine signifikanten Unterschiede in der Wahrnehmung.

Emotionale Bedeutung übt Einfluß aus

Die Mannheimer Wissenschaftler führen das Ergebnis auf die emotionale Bedeutung der Spinnen für die Patienten zurück: „An der Instanz im Gehirn, wo entschieden wird, welches Bild Einzug in die bewusste Wahrnehmung erhält, spielen Emotionen wie Angst offenbar eine große Rolle“, erklärt Dr. Gerdes:

„Das Spinnenbild gewinnt bei Menschen mit Phobie dadurch früher und häufiger den Wahrnehmungswettstreit gegen das neutrale Bild.“

Dies ist den Forschern zufolge die erste Studie, die belegt, dass unterschiedliche Patientengruppen relevante Merkmale der Welt unterschiedlich sehen:

Alle Probanden bekommen dieselben Bilder auf die Netzhaut projiziert. Je nachdem, welche Bedeutung sie für den Probanden haben, werden sie im Wahrnehmungsapparat jedoch unterschiedlich verarbeitet. Eine phänomenale Leistung des Gehirns“, sagt Professor Alpers.

Dieser Befund sei auch für die therapeutische Praxis von großer Bedeutung, fügt Dr. Gerdes hinzu:

„Unsere Ergebnisse können Therapeuten dabei helfen, ein größeres Verständnis für diese Krankheit aufzubringen. Die Patienten übertreiben nicht, wenn sie davon berichten, wie bedrohlich sie Spinnen wahrnehmen. Wir haben in unserer Studie gezeigt: Wenn ein Mensch sich vor etwas fürchtet, hinterlässt das bei ihm eine andere Wahrnehmung.“

Kontakt-Daten:
Prof. Dr. Georg W. Alpers
Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie und Psychotherapie der Universität Mannheim
L13,15-17 in 68131 Mannheim
E-Mail: alpers@uni-mannheim.de

Quelle: Pressemitteilung vom 2.1.2014

Fotos oben: Dr. Bernd F. Pelz


München: Infotag des Bayerischen Pilgerbüros über Chinareise am 11. Januar

Wachsende Christenheit im „Reich der Mitte“

Eine „Begegnungsreise ins Reich der Mitte“ präsentiert der katholische Journalist Michael Ragg am Samstag, 11. Januar, in München.

Der Bildvortrag auf dem 12. Infotag des Bayerischen Pilgerbüros (bp), des Reiseveranstalters der bayerischen Diözesen, beginnt um 16:45 Uhr in der Abtei Sankt Bonifaz, Karlstraße 34.

Das Besondere an der von Michael Ragg initiierten und geleiteten Reise besteht in den vielfältigen Begegnungen mit kirchlichen Persönlichkeiten und Gemeinden im städtischen und ländlichen China. f759565311

Aus erster Hand erfahren die Pilger, warum das Christentum im heutigen China schneller wächst als jemals zuvor in seiner jahrtausendealten Geschichte. Sie nehmen Anteil an einer der gegenwärtig wichtigsten Entwicklungen in der Welt, die auch für die Zukunft des Christentums in Europa von größter Bedeutung ist.

Auf dem bp-Infotag, der von 11 bis 18 Uhr dauert, gibt es nach einem Sektempfang den ganzen Tag über interessante Vorträge über Pilger- und Studienreisen rund um die Welt. Mitarbeiter des Bayerischen Pilgerbüros informieren an Infoständen über neue und bekannte Reiseziele. Essen sowie Kaffee und Kuchen wird von den Tölzer Landfrauen gereicht.

Der Infotag endet mit einer hl. Messe um 18 Uhr, zelebriert in der Krypta der Abtei vom Leiter des Bayerischen Pilgerbüros, Weihbischof Wolfgang Bischof.

Die China-Begegnungsreise findet erstmals vom 18. September bis 1. Oktober 2014 statt.

Die Reisenden besuchen unter anderem Heilige Messen in den Kathedralen von Peking und Shanghai, fahren zum bedeutendsten chinesischen Marienheiligtum auf den Wallfahrtsberg Sheshan, lernen eine Landpfarrei, ein Priesterseminar und ein katholisches Waisenhaus kennen, sprechen mit Geistlichen und Laien.

Außerdem gehören kulturelle Glanzpunkte zu dieser Reise wie etwa die Verbotene Stadt, die Große Mauer, das Tal der Kaisergräber oder die Gartenstadt Suzhou. Auch eine Hafenrundfahrt und ein Bummel durch die berühmteste Einkaufsmeile Chinas in Shanghai oder ein Peking-Enten-Essen als kulinarischer Höhepunkt stehen auf dem Programm. Wer sich bis zum 31. Januar anmeldet, erhält einen Frühbucher-Rabatt.

Der Eintritt zum bp-Infotag ist frei. Anmeldung wird zwecks besserer Planung erbeten unter Telefon:  089 / 54 58 11–0 oder unter: anmeldung@pilger.de.

Das gesamte Programm des Infotags findet man unter: www.pilgerreisen.de/infotag-1.

Die Abtei Sankt Bonifaz erreicht man vom Münchner Hauptbahnhof aus in knapp zehn Minuten zu Fuß, von der Haltestelle Königsplatz (U2) in fünf Minuten.

Wer Michael Ragg zu einem Bild-Vortrag über Chinas wachsendes Christentum einladen möchte, kann das unter Telefon: 0 83 85 / 9 24 83 37 oder buero@raggs-domspatz.de tun. Näheres zu allem gibt es unter http://www.raggs-domspatz.de.

Foto: HMK


Mögliche Wirkung von Scheinmedikamenten: Placebo- und Nocebo-Effekt

Auch Pillen ohne Wirkstoff können wirksam sein…

Erwartungen, Ängste und Hoffnungen beeinflussen den Erfolg von medizinischen Behandlungen, im Guten wie im Schlechten. Sie können eine Zuckertablette so wirksam wie ein Medikament machen, aber die Wirkung eines Medikaments auch aufheben  –  und sogar Nebenwirkungen verursachen.

Zumindest laut einem Artikel im Standard entscheidet ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch über die Wirksamkeit von Schmerzmitteln.

Bekommt ein Patient ein Medikament vom Arzt verschrieben, erwartet er meist, dass es ihm nach dessen Einnahme besser geht. Die Forschung zeigt, dass schon allein die Erwartung einer Besserung dazu beiträgt, sich gesünder zu fühlen, unabhängig von einem Wirkstoff.

Gibt ein Arzt seinem Patienten ohne dessen Wissen wirkungslose Zuckerpillen als Scheinmedikament (Placebo), wird sich der Patient in vielen Fällen ebenfalls besser fühlen. Mediziner nennen dieses Phänomen den Placebo-Effekt.

Nebenwirkungen durch Nocebo-Effekt

Der hat allerdings einen bösen Bruder, denn die Behandlung mit einem Scheinmedikament kann allein durch die Erwartung genauso wie bei einem echten Medikament auch Nebenwirkungen auslösen.

Wissenschaftler sprechen vom Noceboeffekt. Nocebo heißt übersetzt „Ich werde schaden“, im Gegensatz zu Placebo: „Ich werde gefallen“. Placebo und Nocebo beschränken sich aber nicht nur auf Tabletten ohne Wirkstoff.

Alles, was dem Patienten den Eindruck vermittelt, medizinisch behandelt zu werden, kann Placebo- und Noceboeffekte auslösen: ein Gespräch, Handauflegen, mit Nadeln piksen…einfach alles, was im Auge des Patienten nach Therapie ausschaut.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.medizin-transparent.at/nocebo-wenn-nichts-schadet


„Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil ER vor mir war“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Joh 1,29-34:

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sprach: 

Seht, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt. ER ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil ER vor mir war.

Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen.

Und Johannes bezeugte:PAX

Ich sah, daß der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber ER, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, ER hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem ER bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.

Das habe ich gesehen und ich bezeuge: ER ist der Sohn Gottes.


„Wer Gerechtigkeit übt, stammt von Gott“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 2,29.3,1-6:

Wenn ihr wißt, daß ER gerecht ist, dann erkennt auch, daß jeder, der Gerechtigkeit übt, von Gott stammt.  bild-jesus-oben

Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Die Welt erkennt uns nicht, weil sie IHN nicht erkannt hat.

Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, daß wir IHM ähnlich sein werden, wenn ER offenbar wird; denn wir werden IHN sehen, wie ER ist. Jeder, der dies von IHM erhofft, heiligt sich, so wie ER heilig ist.

Jeder, der sündigt, handelt gesetzwidrig; denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit.

Ihr wisst, daß ER erschienen ist, um die Sünden wegzunehmen –  und ER selbst ist ohne Sünde. Jeder, der in IHM bleibt, sündigt nicht. Jeder, der sündigt, hat IHN nicht gesehen und IHN nicht erkannt.