Deutsche Bundesländer: Kita-Statistik von unter 3-jährigen Kindern

In fast drei Viertel der ostdeutschen Kreise wurden zum Stichtag 1. März 2013 mehr als 50 Prozent aller Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. 

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war dies in 55 der insgesamt 77 Landkreise und kreisfreien Städte in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) der Fall. Dagegen wurde die 50%-Marke in keinem westdeutschen Kreis erreicht.

Bei der Zahl der Kinder in Kindertagesbetreuung handelt es sich um tatsächlich zum Stichtag 1. März 2013 betreute Kinder. Nach diesem Stichtag geschaffene oder genehmigte Plätze sind nicht berücksichtigt.SDC11824

Grundlage für die Quotenberechnungen sind Daten der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis der Volkszählung 1987. Für die neuen Bundesländer war das zentrale Einwohnermelderegister der DDR, Stand Oktober 1990, die Grundlage der Fortschreibung.

Die bundesweit höchsten Betreuungsquoten für Kinder unter 3 Jahren gab es wie bereits im Vorjahr in Sachsen-Anhalt: an der Spitze lag der Landkreis Jerichower Land mit 63,2 Prozent, gefolgt vom Salzlandkreis (61,5 Prozent) und dem Landkreis Wittenberg (61,0 Prozent).

In Westdeutschland wurden die höchsten Werte bei der Betreuung unter 3-Jähriger in der baden-württembergischen Universitätsstadt Heidelberg (44,8 Prozent), dem rheinland-pfälzischen Landkreis Mainz-Bingen (40,3 Prozent) und im bayerischen Landkreis Coburg (40,0 Prozent) erreicht. Die bundesweit geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 11,3 Prozent auf. 

Deutliche regionale Unterschiede gab es auch bei den Einzelaltersjahren:

Während bei den 1-jährigen Kindern in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote Anfang März 2013 in fast allen Kreisen (in 74 von 77 Kreisen) bei mindestens 50 Prozent lag, gab es mit Heidelberg (57,5 Prozent) nur eine einzige westdeutsche Stadt mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den 1-jährigen Kindern wies der Landkreis Jerichower Land mit 85,1 Prozent auf.

Bei den Kindern im Alter von 2 Jahren hatten alle 77 ostdeutschen Kreise eine Betreuungsquote von mindestens 74 Prozent. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 9 der insgesamt 325 Kreise erreicht. Den höchsten Anteil an 2-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es im thüringischen Landkreis Sömmerda (96,4 Prozent) und die niedrigste Quote mit 21,4 Prozent in der bayerischen Stadt Amberg.

Eine geringe Rolle spielt die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in den neuen Ländern bei 4,3 Prozent und im früheren Bundesgebiet bei 2,3 Prozent.

Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder „Kindertagesbetreuung regional 2013“ hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland enthält. Sie enthält neben den Betreuungsquoten der Kinder unter 3 Jahren Ergebnisse zur Tagesbetreuung der Kinder zwischen 3 bis 5 Jahren.

Weiter werden Daten zur Ganztagsbetreuung von Kindern bis 5 Jahren dargestellt. Außerdem gibt es Informationen zu Kindern in Kindertagesbetreuung, die einen Migrationshintergrund haben, bei denen also mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt.

Die Publikation steht auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de

Quelle: Statistisches Bundesamt vom 14.11.2013

Weitere INFOs: https://charismatismus.wordpress.com/2013/06/22/familienexperte-beklagt-effizientes-wegorganisieren-der-kinder/
https://charismatismus.wordpress.com/2013/05/20/risiko-kita-kinderkrippen-dienen-nicht-dem-wohlbefinden-der-kinder/
https://charismatismus.wordpress.com/2013/04/12/experte-warnt-vor-gesundheitsschadlicher-krippenerziehung-fur-kleinkinder/

Gedenkstätte Hohenschönhausen erinnert an Gewissensgefangene in der „DDR“

Die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen hat im vergangenen Jahr einen Besucherrekord verzeichnet:

Mehr als 385.000 Interessierte besichtigten die 1990 stillgelegte Haftanstalt, teilte Direktor Hubertus Knabe mit; das waren so viele wie nie zuvor und knapp vier Prozent mehr als 2012.  Gedenkstätte

Seit der Eröffnung vor 19 Jahren informierten sich damit insgesamt drei Millionen Menschen über das frühere zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit und den Alltag der politischen Gefangenen.

In der Anstalt können bei Führungen mit einst Inhaftierten, etwa der DDR-Oppositionellen Bärbel Bohley, original erhaltene Zellen und Verhörräume besichtigt werden.

Das Zeitzeugenbüro der Gedenkstätte hat nach eigenen Angaben vergangenes Jahr 586 Gespräche mit Zeitzeugen – meist in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen – organisiert; daran nahmen 29.000 Menschen teil.

Quelle: http://www.idea.de


Das tragische Schicksal der jungen Sheila: „Gott hat dich zu mir geschickt.“

Von Prof. Dr. Reinhold Ortner

„Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.“ (Lk 10, 33-34)

Ein altes Buch aus dem Jahr 1662 mit dem Titel „Politischer Blumen-Garten“ liegt vor mir. Darin schreibt Christoph Lehmann: „Barmherzigkeit sieht auf die Not, und weder auf die Ursache noch auf die Person.“ Reinhold Ortner nach einem  Vortrag in der Kirche

Barmherzigkeit ist ein Grundwert pädagogi­scher Zuwendung und Liebe. Wenn ich dies betone und daran festhalte, ernte ich bisweilen Verständnislosigkeit.

Viele Menschen neigen eher zum vorschnellen Verurteilen und Bestrafen, gelegentlich auch zu überheblicher Verachtung. Sie täten besser, sich vorher selbst in die Lebensgeschichte des Betroffenen hinein zu versetzen.

FOTO: Prof. Ortner nach einem Vortrag in einer Kirche

Können wir wissen, inwieweit nicht Versuchungen und Anfechtungen den guten Willen überwältigten und ein bislang untadeliges Leben mit bösem Schlingen zu Fall gebracht haben Ging es uns nicht sogar selbst schon so?

Der Apostel Paulus schreibt: „Denn ich begreife mein Handeln nicht. Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse. Das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will.“ (Röm 7,13ff)

Siegel christlicher Nächstenliebe

Wir sind schwache, verletzliche Geschöpfe. Wer kann aus sich heraus behaupten: „Ich habe ein reines Herz; ich bin frei von der Sünde“ (Spr 20,9)?

Zu jeder Zeit in der Geschichte der Menschheit gab es den Einfluss des Bösen. In unserem Jahrhundert verdichten sich jene beängstigenden Kräfte, die den Menschen in die Abgründe der Sünde drücken wollen und tödliche Erstickungskrankheiten der Seele verursachen.

Wer kann sagen, dass er immer auf dem Weg des Guten geblieben ist, dass er noch niemals Angriffe und Einbrüche des Bösen erlebt hat, dass Sünde und Schuld ihm fern sind????????

Barm­herzig zu sein, ist im Überlebenskampf einer egozentrischen Wettbewerbsgesellschaft zum Seltenheitswert geworden, bisweilen sogar zum Unwert.

Wo nur noch der Durchsetzstarke etwas gilt, wo heuchlerische Menschen mit nach außen hin weißer Weste dastehen und sich in ihrer Selbstgerechtigkeit gefallen und als „wertvolle Menschen“ und „anständige Normale“ Achtung erfahren, müssen doch Gerechtigkeit und Barmherzigkeit auf der Strecke bleiben.

Barmherziges Verstehen und Helfen tragen immer das Siegel echter christlicher Nächstenliebe. Daher macht es besonders traurig, wenn wir gerade unseren Kindern diese pädagogisch so wertvollen Erfahrungen von Barmherzigkeit viel zu wenig schenken oder gar herzlos vorenthalten.

Sie wollte am liebsten tot sein

Sheila, ein scheues und gehemmtes Mädchen, ist heute 15 Jahre alt. Ihr Blick ist vor Ängstlichkeit und Menschenfurcht unsicher. In ihrer fernöstlichen Heimat hat sie alles andere als eine unbeschwerte und geborgene Kindheit erlebt. Da ist sie nicht die einzige, deren unberührte Kinderseele in gnadenloser Ausweglosigkeit gequält wurde.

Sheila ist erst 6 Jahre alt, als sie von ihrer Mutter fremden Männern überlassen wird. Es passiert immer im Keller des elterlichen Hauses. Ihre Angst- und Schmerzensschreie müssen noch auf dem Dachboden vernehmbar sein. Doch die Mutter in der Küche überhört sie.

„Warum hilft sie mir nicht?“ schießt es Sheila immer wieder durch den Kopf. Irgendwann schreit sie nur noch stumm. Ihr Leidensweg zieht eine ohn­mächtige, depressive und schmutzige Spur durch ihr Leben und mündet in Ausweglosigkeit und Re­signation: „Die anderen sind sowieso stärker. Ich schaffe es nie!“

Kaum 12 Jahre alt, wird Sheila durch Drogen gefügig gehalten und abhängig gemacht. Brutalität und Gewalt sind an der Tagesordnung. Sheila landet in einer Absteige. Sie möchte am liebsten tot sein. Ihre Not gleicht einem tiefen schwarzen Loch, aus dem heraus sie verzweifelt nach Erlösung weint.

Eine Hilfsorganisation befreit sie schließlich und bringt sie nach Europa. Seither versucht sie, ein neues Leben aufzubauen.

Eine Straßenlaterne umarmt

„Ich bin nichts mehr wert”, sagt sie. Körper und Seele sind in der Hölle der Perversität in Angst und Schmerz erstickt wor­den. „Ich mag mich nicht. Ich hasse meinen Körper. Ich bin von innen raus schmutzig. Gott hat mich verlassen, weil ich Ihn enttäuscht habe.“

Als Kind sehnte sie sich in ihrer Ver­lassenheit nach echter Geborgenheit und Liebe. Es gab niemanden, der Mitleid, Verständnis, Mitgefühl gehabt und sie mit starken Armen beschützt hätte „Einmal“, sagt sie, „habe ich eine Straßenlaterne umarmt und geweint: ‚Lieber Gott, lass mich ein wenig Liebe und Güte spüren, bitte!‘“

Eingeprägt haben sich die Worte ihres endlosen inneren Schreiens: „Lieber Gott, hol mich hier weg. Bitte!“

„Wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.“ (Spr 14,31)

Langsam spürt Sheila in ihrer Seele, wie ihr andere echtes Mitfühlen und barmher­zig­es Hel­fen schenken. Sie erlebt, dass sie um ihrer selbst willen angenommen wird. „Du bist wertvoll und liebenswert!“, sage ich ihr:

„Der Wert deines Lebens hat überhaupt nichts damit zu tun, was einmal war oder was mit dir getan wurde. Niemand darf verächtlich auf dich herabschauen. Viele haben in ihrer heilen Selbstge­rechtigkeit Unrecht und davon keine Ahnung. Wir wol­len versu­chen, dein neues Leben aufzubauen. Ich helfe dir.“

Manchmal schicke ich ein kurzes Brief­chen:

+  „Liebe Sheila, du bist sehr wertvoll.“
+  „Es ist schön, dass es dich gibt.“
+  „Alles wird gut, Sheila. Gott liebt dich!“

Wochen später finde ich einen ein Antwortbrief:

„Gott hat dich zu mir ge­schickt. Danke, dass du mich wirklich lieb hast. Sheila“

Gemälde: Evita Gründler


Markus Spieker kritisiert charismatische Starprediger und oberflächliche Frömmigkeit

Halleluja-Christentum führt am Kreuz vorbei

Mit „frommen Lügen“ räumt der ARD-Hauptstadtkorrespondent Markus Spieker (Berlin) auf. Darunter versteht er die vor allem von einigen US- amerikanischen Starpredigern verbreitete Vorstellung, daß Christen ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Leben beschieden sei, wenn sie nur darum beten und dafür spenden. 

Dagegen spreche zum einen die Bibel und zum anderen die Erfahrungen christlicher „Glaubenshelden“, schreibt Spieker im evangelischen Wochenmagazin IDEA-Spektrum. 

Als Verkündiger eines „Erfolgsevangeliums“ führt der evangelikal orientierte Spieker u.a. die Bestseller-Autoren Joel Osteen, Benny Hinn, Kenneth Copeland und Joyce Meyer an.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Joel Osteen, Hauptpastor der 45.000 Besucher zählenden Lakewood-Gemeinde in Houston (Texas), predige den „totalen Optimismus“, so Spieker. Er verspreche in seinen Büchern „garantiert zuverlässige Rezepte, wie man sieben Tage in der Woche glücklicher sein kann“.

Die extremen Charismatiker Hinn und Copeland beschrieben den Glauben als Transaktion: Wenn Christen mit finanziellen Spenden „säen“, könnten sie dafür Gesundheit, Wohlstand, und Ruhm „ernten“.

Joyce Meyer, die mit ihren Fernsehauftritten auch im deutschsprachigen Europa präsent ist, propagiere eine Art Selbstsuggestion, so Spieker. Negative Stimmungen könne man durch „Power-Gedanken“ bekämpfen, etwa indem man sich einrede: „Ich werde nicht in Angst leben.“

Gegen solche Glücksverheißungen sprechen laut Spieker die realen Erfahrungen:

„Bekennende Christen sind nicht oder nur unwesentlich gesünder, reicher, schöner und klüger als Nicht-Christen. Sie leben nicht länger, sie sterben nicht schmerzfreier, sie sind in den Listen der reichsten Menschen der Welt sogar unterproportional vertreten, ebenso unter den Oscar-Gewinnern und den Nobelpreisträgern.“

Laut Spieker orientieren sich immer mehr kirchliche Angebote besonders in den Vereinigten Staaten an den Bedürfnissen von Teenagern und unreifen Erwachsenen: „Der Lobpreis muss vor allem ‚geil’ sein, die Predigten ‚cool’ oder ‚krass’, die Atmosphäre ‚chillig’.

Ein „jugendlich-naives Christentum“ ist immer mehr auf dem Vormarsch. Viele Leute meinen, daß der Glaube Spaß bereiten und Unterhaltung bieten müsse. In Wirklichkeit ist der christliche Glaube  –  so führt Spieker aus  –  eine „Liebesbeziehung“ und eine „Leidensgemeinschaft“ mit Jesus.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/glaubenspraxis-journalist-raeumt-mit-frommen-luegen-auf-865.html


ER hat die Kinder in deiner Mitte gesegnet!

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:

Psalm 147,12-15.19-20:

Jerusalem, preise den HERRN,
lobsinge, Zion, deinem Gott!
Denn ER hat die Riegel deiner Tore festgemacht,
die Kinder in deiner Mitte gesegnet;

ER verschafft deinen Grenzen Frieden,
und sättigt dich mit bestem Weizen.
ER sendet sein Wort zur Erde,
rasch eilt sein Befehl dahin.

ER verkündet Jakob sein Wort,
Israel seine Gesetze und Rechte.
An keinem anderen Volk hat ER so gehandelt,
keinem sonst seine Gebote verkündet.