Eine kritische Betrachtung zu Garabandal

Widerlegung einer kirchlich nicht anerkannten Erscheinung

Man kann aus vielen Gründen Verständnis dafür aufbringen, dass sich die Anhänger von „Garabandal“ hoffnungsvoll an die Ereignisse klammern, die seit dem Jahr 1961 von mehr oder weniger wissenden Akteuren immer wieder angekündigt wurden.

Das Hauptaugenmerk gilt dabei den angekündigten Ereignissen von „Warnung – Wunder – Strafgericht„.

Nach der „Warnung“ soll innerhalb eines Jahres ein „Wunder“ in „Garabandal“ stattfinden. Das „Wunder“ soll von der Hauptseherin Conchita acht Tage vorher angekündigt werden. Conchita sollen Tag, Monat, Jahr und Stunde dieses Ereignisses bekannt sein. Auf das „Wunder“ soll ein „Strafgericht“ folgen, sofern sich die Menschheit unter dem Eindruck des „Wunders“ nicht mehrheitlich bekehrt.   

Hauptakteure werden älter…Wasser-008-2-4-2

Doch die Luft wird seit 1961 dünner und die Hauptakteure immer älter.

Selbsternannte Seher („unwissende irische Warnungs-Schwätzerin“ ) und vermeintliche Experten haben nicht unerheblich dazu beigetragen, die zeitlichen Spekulationen und Ungereimtheiten anzuheizen, die um diese nicht anerkannte Erscheinungsstätte seit über fünfzig Jahren immer wieder neue Blüten treiben.

Federführend mit Ankündigungen zur „Warnung“ war über viele Jahre der „Schwarze Brief“ (SB) des verstorbenen C. P. Clausen in Lippstadt. Obwohl anerkannte „Garabandal-Experten“ vor dieser Art der spekulativen Ankündigung der „Warnung“ immer wieder warnten, ließen sie ihre Bücher gerne vom „SB“ ankündigen und bewerben.

Lächerliche „Details“ von Conchita

Auch die Hauptseherin Conchita hat mit Aussagen zum Datum des „Wunders“ ihren Anteil an den Spekulationen:

On August 10, 1971, while talking to a group of Americans, she offered this revealing information: “It will take place on or between the eighth and sixteenth of March, April or May. It will not happen in February or June.”

Quelle: http://www.garabandal.us/prph_great_miracle

Sinngemäße Übersetzung:

Am 10. August 1971, während eines Gespräch mit einer Gruppe von Amerikanern, gab sie diese aufschlussreichen Informationen: „Es wird am oder zwischen dem achten und sechzehnten März, April oder Mai stattfinden. Es wird nicht im Februar oder Juni passieren.“

Was soll an diesen Informationen aufschlussreich sein? Wem und wozu sollen solche Informationen dienen? Was beabsichtigt eine „Hauptseherin“ mit solchen Aussagen, zumal Conchita 1971 kein kleines Mädchen mehr war?

Birgit Kelle

Diese Aussagen klingen sogar ein wenig seltsam. Warum wird darüber informiert, dass das „Wunder“ an den genannten Tagen im März, April oder Mai stattfindet und besonders betont, dass das „Wunder“ dann aber nicht im Februar oder Juni stattfinden kann, was ja logisch ist?

Das sind lächerliche Zusatzinformationen ohne Wert, die von der „Hauptseherin“  in den Anliegen von „Garabandal“ zum Besten gegeben werden.

Kritiker und Befürworter sollten darin übereinstimmen, dass der lebendige Gott immer Wunder vollbringen kann. Es steht IHM frei, die von IHM geschaffenen Naturgesetze dann aufzuheben, wenn ER es will. Ebenso kann ER strafen und warnen, wenn ER es für heilsnotwendig erachtet.   

Privatoffenbarungen gehören nicht zum Glaubensgut

Aber woran glaubt ein Katholik?  – An Privatoffenbarungen bestimmt nicht! Es besteht selbst dann keine „Glaubens“-Verpflichtung, wenn Privatoffenbarungen von der Kirche anerkannt werden.

Was und woran ein Katholik glaubt, steht  –  kurz gefasst  –  im CREDO. Es legt sich auch gewiß niemand mit dem Himmel an, der das im Evangelium geforderte (!) Maß an Nüchternheit, im Umgang mit allen „Erscheinungsblüten“ der letzten Jahrzehnte streng anwendet und diese „Blüten“ inhaltlich auf Substanz abklopft. media-80458-2

Das ist ein wesentlicher Beitrag, um besonders zarte und empfindsame Seelen, was positiv gemeint ist, vor unnötiger Panikmache zu schützen und zu bewahren.

Getreu den Worten, „wonach jeder Tag hat seine eigene Last hat“, gilt es den christlichen Alltag zu bewältigen und sich nicht verrückt machen zu lassen.

Wie viele „Gutgläubige“ haben nicht nur auf die Verheißungen aus „Garabandal“ hin gelebt, Vorräte angelegt, Busunternehmen angemietet, nur um auf den großen „Tag X“ ( Doomsday-Sektiererei ) vorbereitet zu sein und sind inzwischen verstorben, nicht ohne sich gelegentlich lächerlich gemacht zu haben.

Wirre Botschaften verwirrter Seher

Lächerlich machen sich auch die  unbelehrbaren Anhänger der „Privatoffenbarungs-Szene“, von denen das Evangelium nur noch dafür missbraucht wird, die wirren „Botschaften“ zu bestätigen, die von ihren noch verwirrteren Stars und Sternchen dieser Szene beinahe täglich zum Besten gegeben werden (aktuell vornehmlich „Medjugorje“ und irisches „Warnungs-Geschwätz“ ).

Gerne wird aus dieser schwarmgeistigen Szene der plumpe, aber mangels handfester Argumente leicht zu durchschauende Versuch unternommen, alles zu unterdrücken, was an berechtigter Kritik vorgebracht wird.

Mit den Worten, „du sollst nicht richten, auf dass du nicht gerichtet wirst“ und ähnlich lautender Bibelzitate wird dabei in die falsche Richtung argumentiert.

Eine „Privatoffenbarung“ führt bestenfalls (!) zum Evangelium hin und kann dort stehende Inhalte vertiefen und nicht umgekehrt, denn die göttliche Offenbarung ist mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen!

Da wird nichts Neues hinzukommen  –  und was in der „Botschafts-Szene“ so „kreucht und fleucht“, ist nicht viel mehr als die Verbreitung  von Aufgeregtheiten für Gläubige (?), die ohne spannende Ereignisse und täglich „himmlische“ Neuigkeiten nicht mehr leben können, da sie süchtig danach sind.

Aber auch diese Art von Neugier wird gerne bedient – nur nicht von „oben“.

So sei dieses Maß an Nüchternheit empfohlen und soll ebenfalls auf „Garabandal“ und die dort angekündigten Ereignisse Anwendung finden.

Einige Merkwürdigkeiten um diesen Ort und die angekündigten Ereignisse sind es wert, kritisch hinterfragt und näher betrachtet zu werden.

Merkwürdigkeit Nr. 1: „Wie viel BLUT kostet ein WUNDER?“

 „Das Wunder von Garabandal wird von Gott mit einem Meer von Blut in Europa erkauft werden müssen“.

(Quelle: http://www.garabandal-centrum.de/html/body_warnung___das_aviso.html)

Dieses wörtliche Zitat soll von Pater Pio stammen und wird von einem Buchautor, guten Bekannten der Hauptseherin Conchita und  „Garabandal-Experten“ verbreitet. Pater Pio hat es so notiert, als ihn Conchita, ihre Mutter und die Prinzessin von Bourbon in seiner Klosterzelle aufsuchten.

Die Quelle dieses Zitates ist ebenfalls in der neueren Ausgabe des Buches  – „Garabandal – Der Zeigefinger Gottes“ (Weto-Verlag)  – zu finden und wurde vom Garabandal-Blogger „Tony“ bestätigt, der in Beantwortung einer Frage im Jahr 2009 zu diesem Zitat folgendes schreibt:

„I have asked Barry Hanratty, Author of the Garabandal Journal, for information about your request. His comments are as follows:

In our November-December 2003 edition, we had this statement which was excerpted from the German book, Garabandal – Der Zeigefinger Gottes, by Albrecht Weber. Here is the English translation:

Conchita mentioned that Padre Pio, during her visit with him, said to her: „The great wonder of God (Miracle) must be paid for with much blood throughout Europe.“

(Quelle: http://whatisgarabandal.blogspot.de/2009/12/garabandal-forum.html)

Seit wann müssen „Wunder“ von Gott mit einem „Meer von Blut“ erkauft oder bezahlt werden? Ist der Vater im Himmel ein Händler in Sachen „Wunder“, von dem man sich etwas „erkaufen“ kann  –  noch dazu  mit einem „Meer von Blut“?

Allein in Europa ein „Meer von Blut“?

Warum soll das „Garabandal-Wunder“ von „Gott“  n u r  (!) in Europa mit einem „Meer von Blut“ erkauft werden und nicht von der ganzen Welt?

Worin unterscheidet sich Europa vom Rest der Welt, dass in Europa ein blutiges Gemetzel unglaublichen Ausmaßes stattfinden muss, um sich das angekündigte „Wunder“ zu erkaufen?

Wird Conchita das Ereignis des „Wunders“, das ihr mit Tag, Monat, Jahr und Stunde bekannt sein soll, dann auch nur acht Tage vorher für Europa ankündigen oder für die ganze Welt?

Mit Sicherheit nicht, da die globalen Informationswege zur Ankündigung dieses Ereignisses seit Jahrzehnten durch das „Garabandal-Center“ in New York vorbereitet sind.

Was nützt die weltweite Ankündigung eines „Wunders“ den Katholiken in den armen Ländern dieser Welt, die gerade einmal genug haben, um sich und ihre Familien durchzubringen und all den Missionaren, die den harten Alltag mit diesen Familien teilen?  –  Wie viele Väter und Mütter wird es dort geben, die ihre kranken Kinder gerne zum „Wunder“ nach „Garabandal“ bringen würden, es aber aus materiellen Gründen nicht können?  –  So bleibt es bei dem „Wunder“ wohl eher bei einer Ankündigung für eine in Europa und der westlichen Welt bereits durch medizinische Versorgung bevorzugten Elite!

Wie weit und tief muss das „Meer von Blut“ sein, um das „Große Wunder“ stattfinden zu lassen? Sollte es für die überzeugten Anhänger von „Garabandal“ dann nicht fürsorglicher sein, Europa mit ihren Angehörigen zu verlassen,  um an sicherer Stätte dieses Geschehen abzuwarten, um nach dem Gemetzel wieder einzureisen?

Überhaupt stellt sich die Frage, welches Europa mit dieser vor Blut nur so triefenden Voraussage gemeint ist!  –  Europa in seinen politischen und wirtschaftlichen Grenzen im Jahr 2014 oder wie es zur Zeit der Niederschrift dieser möglichen Aussage Pater Pio´s bestanden hat, der am 23. September 1968 starb?

Wie naiv muss man sein, um anzunehmen, dass nach diesem „Meer von Blut“ ( „Bürger“-Krieg? – mit entsprechender Zerstörung der Infrastruktur ) noch jemand nach Europa kommen kann, um in Garabandal das „Wunder“ zu erleben und dort das Augenlicht wieder zu erlangen?

So ist es dem in New York lebenden Joe Lomangino verheißen, dem bei einem Unfall beide Augäpfel zertrümmert wurden. Joe Lomangino ist inzwischen über 80 Jahre alt ist und steht aus gesundheitlichen Gründen (Herzerkrankung ) nicht mehr in vollem Umfang für die Verbreitung der Botschaften zur Verfügung.

Merkwürdigkeit Nr. 2: „Die Warnung“

Die „Warnung“ wird als „Strafgericht im Kleinen“ für die ganze Welt angekündigt und soll tausend Mal schlimmer als ein Erdbeben sein.

Nach der verstorbenen „Seherin“ Marie Loli soll die „Warnung“ innerhalb eines Jahres vor dem „Wunder“ stattfinden (vgl. Speckbacher: Garabandal  – Donnerstag 20.30 Uhr ) .

Warum soll Conchita das „Wunder“ noch acht Tage vorher ankündigen, wenn sich die „halbe Welt“ nach der „Warnung“ in Erwartung des baldigen „Wunders“ nach „Garbandal“ begeben wird, ist eine weitere Merkwürdigkeit.

Niemand (!) , besonders nicht die Experten, die seit Jahr und Tag Wohnungen oder Häuser in „Garbandal“ besitzen, werden dann noch „brav“ auf Conchitas Zeitangabe warten und sich erst dann auf den Weg machen.

So auch nicht der Blinde Joe Lomangino, der sich nach der „Warnung“ direkt nach „Garabandal“ begeben soll.

Im Zusammenhang mit der „Warnung“, die innerhalb eines Jahres vor dem „Wunder“ stattfinden soll, ist die Angabe des Datums mit acht Tagen Vorlaufzeit durch Conchita unsinnig und überflüssig, zumal von der „Hauptseherin“  bekannt gemacht wurde, dass das „Wunder“ nach der „Warnung“ nur zwischen den Monaten März und Mai stattfinden kann.

Merkwürdigkeit Nr. 3: „Das Strafgericht“

Nach einer globalen „Warnung“, die schlimmer als tausend Erdbeben sein soll, viele Menschen vor Angst umkommen werden und einem „Wunder“, das sich mit einem „Meer von Blut“ bei Gott erkauft werden muss, kommt als Abschluss ein „Strafgericht“.

Zusammenfassung:

Wenn die Botschaften“ vordergründig mit „Warnung-Wunder-Strafgericht“ auch recht markig und spannend klingen, erweist sich die ganze Geschichte nach über fünfzig Jahren immer mehr als „Ente“.

Einer „Warnung“, die als „Strafgericht im Kleinen“ für die g a n z e Welt angekündigt wird, steht ein „Wunder“ gegenüber, das exklusiv für eine kleine Anzahl Auserwählter und Kranker  n u r  in „Garabandal“ stattfinden und Heilung bringen soll.

Ein „Wunder“  exklusiv für eine Schaar Auserwählter, die seit Jahren ihre Wohnungen in „Garabandal“ haben oder es sich leisten können, früh genug  nach „Garabandal“ zu fahren.  Auch ist nicht bekannt, wie weit man sich diesem Ort nähern muss, um beim „Großen Wunder“ geheilt zu werden.

Wie man sich einem Ort in Europa nähert, in dem zuvor ein „Meer von Blut“ geflossen sein muss, um sich das „Wunder“ bei GOTT zu „erkaufen“, ist eine weiteres Rätsel, das die Anhänger zu knacken haben.

Es ist allen Garabandal-Fans nur zu wünschen, dass Sie sich an das Evangelium klammern und die notwendige und nüchterne Distanz zu Privatoffenbarungen wahren, damit die Enttäuschung nicht zu groß ist, wenn sie eines nicht mehr fernen Tages vor der Frage stehen: „Woran haben wir geglaubt, was haben wir verbreitet, als unsere Lebensaufgabe angesehen und wofür haben wir uns eingesetzt?“

Verfasser dieses Beitrags ist der seit Jahren hier als Leserkommentator aktive „GsJC“

 


Indonesien: Demos für Religionsfreiheit

Zehntausende Menschen sind im muslimisch geprägten Indonesien für mehr Religionsfreiheit auf die Straße gegangen. Am „Tag der religiösen Harmonie“ demonstrierten allein in der Hauptstadt Jakarta 70.000 Menschen. Das berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am vergangenen Sonntag.

Mit den Kundgebungen wolle die Regierung ein Zeichen gegen zunehmende Übergriffe auf religiöse Minderheiten setzen, heißt es. Religionsminister Suryadharma Ali verlas im Beisein führender Vertreter aller Religionen und Konfessionen eine „Erklärung zur religiösen Harmonie“.

In den letzten fünf Wochen waren fünf christliche Kirchen auf Anordnung der staatlichen Behörden geschlossen worden, im Jahr 2012 waren es laut GfbV mindestens 50.

Indonesien ist das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt.

Quelle: Radio Vatikan


Ein führender arabisch-christlicher Richter würdigt den Rechtsstaat in Israel

Das Verhältnis von Staat und Religion in Israel aus der Sicht von Salim Jubran, Richter am Obersten Gerichtshofs Israels.

Im Oktober 2012 hielt Salim Jubran (siehe Foto) im Rahmen der Lausanne Conference of the IAJLJ (International Association of Jewish Lawyers and Jurists) einen Vortrag, der im Frühjahr 2013 im IAJLJ-Magazin veröffentlicht wurde. Nachfolgend die Einführung seiner Rede:   salim-jubran-199x300

Der Staat Israel ist ein einzigartiges Land hinsichtlich der Zusammensetzung seiner Gesellschaft: Juden, Araber, Moslems, Christen, Baha’is.

In Israel leben etwa acht Millionen Menschen, darunter 1,5 Millionen Araber, davon 1,35 Millionen Moslems, 150.000 Christen von insgesamt zehn anerkannten und weiteren kleinen christlichen Gemeinschaften.

Die Institutionen der verschiedenen Religionen genießen volle Autonomie hinsichtlich ihrer inneren Angelegenheiten, volle Kontrolle über ihre Heiligen Stätten bis hin zur vollen Selbstbestimmtheit bezüglich ihrer religiösen Regularien, insbesondere im Hinblick auf Heirat und Scheidung.

Der Staat mischt sich nicht in religiöse innere Angelegenheiten der Gemeinschaften und ihrer Mitglieder ein; dies obliegt bei Bedarf dem Obersten Gerichtshof.

Die friedvolle Koexistenz aller Gemeinden in Israel basiert auf gegenseitigem Respekt. Wir versuchen, eine Atmosphäre zu schaffen, die von Toleranz und Respekt geleitet ist. Zumeist ist es uns gelungen, dieses Ziel zu erreichen, ein Beispiel hierfür ist Haifa, wo ich lebe und wo beispielsweise das internationale Zentrum der Baha’i ansässig ist. Alle Religionen und Gemeinden leben hier zusammen, so werden Weihnachten, Channukka und der Geburtstag des Propheten Mohammed gleichermaßen begangen.

Israel ist als ein jüdischer und demokratischer Staat definiert, wie es in den Grundgesetzen zum Zivil- und Menschenrecht formuIMG_0739liert ist.

Die Unabhängigkeitserklärung von 1948, welche die Basis für die Grundgesetze darstellt, sichert allen Bürgern völlige Gleichberechtigung hinsichtlich ihrer sozialen und politischen Rechte zu, unabhängig von Religion, Ethnie und Geschlecht und sie garantiert die Freiheit der Religion, Meinung, Sprache, Bildung und Kultur.

Alle religiösen Gemeinschaften in Israel genießen Religionsfreiheit oder auch Freiheit von Religion. Alle Gemeinden können ihren Glauben ausüben und ihre Traditionen bewahren, Moslems können Moscheen bauen, Christen Kirchen und Juden Synagogen. Seit vielen Jahren erhalten Pilger die Genehmigung, über Jordanien zu der heiligsten Stätte des Islam, Mekka in Saudi-Arabien, zu reisen.

Bis 1967 war es Christen aus Israel erlaubt, über Jerusalem zu den christlichen Stätten im damaligen jordanischen Gebiet zu pilgern, seit 1967 gibt es selbstverständlich freien Zugang.IMG_0758

Jedes Jahr lädt der Präsident des Staates Israel die Vorsitzenden der verschiedenen Gemeinden zu einem festlichen Empfang in seine Residenz, um Weihnachten und Neujahr zu feiern. Viele Regierungsangehörige besuchen an den verschiedenen Feiertagen die christlichen und muslimischen Gemeinden, um ihre guten Wünsche zu übermitteln.

Ein Komitee, das alle Führer der religiösen Gemeinschaften vereint, wurde eingesetzt, um die Verständigung und Kooperation untereinander in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen zu fördern.

Religionsfreiheit ist eines der Zivilgrundrechte in Israel, da es in der Unabhängigkeitserklärung statuiert ist und den Kern des Grundgesetzes ausmacht: die Würde und Freiheit des Menschen.

Der vollständige Vortrag in englischer Sprache

Salim Jubran wurde 1947 in Haifa in eine christlich-arabische Familie geboren. Er erhielt einen Bachelor-Abschluss in Rechtswissenschaften an der Hebräischen Universität. Mit 35 Jahren wurde er in Haifa zum Richter am Amtsgericht ernannt und hatte im weiteren Verlauf seiner Karriere verschiedene Anwalts- und Richterposten inne, bevor er im Mai 2004 erster arabischer Richter am Obersten Gerichtshof wurde.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin: http://www.botschaftisrael.de/2013/08/13/staat-und-religion-in-israel-perspektive-eines-arabisch-christlichen-buergers-israels/


„Auch die eigenen Toten betrauern“

„Wenn wir uns der Selbst- und Fremdzensur des Weltkrieges und der Märchen der Propaganda entledigen, sehen wir, dass es zwar ehrenwert, aber nicht ausreichend ist, nur Respekt vor dem Leid derjenigen zu bekunden, die Deutschland im Weltkrieg bekämpfte.

Wir sollten auch unsere eigenen Toten betrauern und ehren, ohne sie deshalb als Helden zu glorifizieren.“

Der Historiker Prof. Thomas Weber in der Tageszeitung „Die Welt“: http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article123564153/Unsere-Toten.html


Elternarmut führt zu Kinderarmut

Von Birgit Kelle

Das Kinderhilfswerk UNICEF veröffentlichte seinen Bericht über Kinderarmut in Deutschland. Nun muss man immer vorsichtig sein mit der Definition von Armut, es ist eine relative Zahl. 558387_344678045621010_604335282_a

Fakt bleibt dennoch, dass es nach wie vor zu viele Kinder gibt, die ökonomisch und sozial in unserer Gesellschaft untergehen und damit von klein auf den Anschluss verlieren. Ob der Begriff „Kinderarmut“ dem gerecht wird, zweifle ich jedoch an, denn Kinderarmut ist nichts anderes als Elternarmut oder auch Familienarmut.

Deswegen lässt sich das Problem auch nicht allein mit den Kindern lösen sondern nur über den Weg der Familien.

Hier meine Familienkolumne bei A.T. Kearney zu diesem Thema  –  ein Ausschnitt:

„Eine Forderung von UNICEF besteht in einem Grundeinkommen für Kinder. Eine gute Idee und ich bin sehr gespannt, wie die Politik das wieder schlecht reden wird  –  und sie wird es  –  denn sie bedeutet: Bares Geld für Familien.

Nicht zuletzt die Betreuungsgelddebatte der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass man gerade mit diesem familienpolitischen Instrument besonders zurückhaltend ist und nicht wenige versuchen, Kinderarmut an den Eltern vorbei zu beseitigen. Ohne sie einzubeziehen.

Jedes Mal, wenn über mehr bares Geld für Familien diskutiert wird, landet die Debatte nämlich in der immer wieder gleichen Sackgasse: Mit Verweis auf die wenigen Familien, die staatliche Gelder nicht sinnvoll einsetzen, wird der großen Mehrheit  der Eltern eine Aufbesserung der Haushaltskasse verweigert.

Logische Konsequenz aller Forderungen dann: Mehr Geld in Institutionen, Bildungsgutscheine, Ganztagsschulen, alles andere wird diskutiert nur nichts das, was die Familienkasse tatsächlich aufbessert: Bares Geld.“

Den ganzen Text finden Sie hier: http://www.atkearney361grad.de/kinderarmut-ist-elternarmut/

Kontakt: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net

 


DREIKÖNIG: Hochfest der Erscheinung des HERRN

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche: Jesaja 60,1-6:

Auf, werde licht denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des HERRN geht leuchtend auf über dir.  Weihnacht 2013.001

Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der HERR auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz.  Blick auf und schau umher: Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter trägt man auf den Armen herbei.

Du wirst es sehen und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit.Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, die Schätze der Völker kommen zu dir.  Zahllose Kamele bedecken dein Land, Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.