Unionsfraktion beklagt wachsende Christenverfolgung in aller Welt

Die überkonfessionelle christliche Organisation Open Doors hat am heutigen Mittwoch ihren jährlichen Bericht über die Christenverfolgung in aller Welt abgegeben.

Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder:

„Die Lage der Christen in vielen Regionen der Welt muss uns immer mehr Sorgen bereiten. Der Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt die andauernde Verfolgung von Christen weltweit. wertverfolgungsindex_2013

In Zeiten sich ausbreitender Gewaltbereitschaft religiöser Fanatiker wächst die Gefahr für christliche Gemeinden und einzelne Gläubige. Eine Trendwende zeichnet sich leider nicht ab.

Etwa 100 Millionen Christen können nach Schätzungen der Organisation ihren Glauben nicht frei leben und sind in der Ausübung ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Das kann uns nicht ruhen lassen und wird insbesondere die CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch in den nächsten Jahren nicht ruhen lassen.

Erschreckend ist insbesondere die Lage in Syrien, wo Christen noch vor wenigen Jahren ruhig leben konnten.

Verfolgungs-Spitzenreiter bleibt Nordkorea

Nordkorea ist und bleibt auch im aktuellen Weltverfolgungsindex der für Christen gefährlichste Ort. Hier kann schon der Besitz einer Bibel die Todesstrafe nach sich ziehen. Open Doors zeigt eine weitere Gefahr auf. Es finden sich immer mehr Staaten, in denen der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung Gewalt und Hass gegen religiöse Minderheiten mit sich bringt.

In Somalia, dem Irak oder Syrien werden Christen gezielt angegriffen. Gerade an den christlichen Feiertagen trifft sie die heimtückische Gewalt von Extremisten.

Insbesondere die Lage in Syrien, das an dritter Stelle des Index geführt wird, beunruhigt uns zutiefst. Wenngleich alle Syrer unter dem schrecklichen Bürgerkrieg leiden, werden die etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausmachenden christlichen Syrer zunehmend deshalb angegriffen, weil sie Christen sind. Der Bürgerkrieg in Syrien muss auch im Sine der religiösen Minderheiten beendet werden.  Daran mitzuarbeiten, ist eine der zentralen Fragen der deutschen Außenpolitik.

Immer wieder neu müssen wir diskutieren, wie wir den Opfern der Gewalt am besten helfen können. Die Aufnahme weiterer Flüchtlinge in Deutschland ist dabei sicher ein Weg, um Leid zu lindern. Der Masse der Betroffenen hilft das aber nicht. Das müssen wir uns immer eingestehen. Deshalb gilt es, der Not in den Flüchtlingslagern zu begegnen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird auch in den nächsten Jahren die Frage der Christenverfolgung auch in Veranstaltungen immer wieder thematisieren.“

Hintergrund:
Nach dem Weltverfolgungsindex 2014 von Open Doors werden weiterhin rund 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Besonders in Afrika und im Mittleren Osten hat demnach die Christenverfolgung durch Islamisten zugenommen. Unrühmlicher Spitzenreiter sei zum zwölften Mal in Folge das abgeschottete kommunistische Nordkorea.

Der Index erfaßt und dokumentiert jährlich neu die Situation der Religionsfreiheit von Christen weltweit und listet die 50 Länder auf, in denen Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden.


22 Geistliche und Kirchenleute, die weltweit in 2013 ermordet wurden

Wie aus Informationen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, wurden im Jahr 2013 weltweit insgesamt 22 kirchliche Mitarbeiter der katholischen Kirche ermordet (größtenteils handelt es sich dabei um Priester).

Im Vergleich zum Vorjahr 2012, als 13 Pastoralarbeiter gewaltsam ums Leben kamen, hat sich die Zahl fast verdoppelt. borMedia1842401

In der Nacht vom 31. Dezember 2013 auf den 1. Januar 2014 kam wurde zudem in Eureka (Kalifornien) Pfarrer Eric Freed ermordet: die Polizei ermittelt derzeit in diesem Mordfall, um die Gründe und den Hergang des Mordes aufzuklären.

Im fünften aufeinander folgenden Jahr kamen die meisten kirchlichen Mitarbeiter in Lateinamerika gewaltsam ums Leben, wo an erster Stelle Kolumbien steht.

Im Jahr 2013 wurden insgesamt 19 Priester, eine Ordensschwester und zwei Laien ermordet. Nach Kontinenten aufgeschlüsselt entsteht folgendes Bild:

15 Priester wurden in Lateinamerika ermordet (7 in Kolumbien; 4 in Mexiko; 1 in Brasilien; 1 in Venezuela; 1 Panama; 1 in Haiti); in Afrika wurden ein Priester in Tansania, eine Ordensschwester in Madagaskar und eine Laiin in Nigeria ermordet; in Asien kamen jeweils ein Priester in Indien und Syrien; ein Laie in den Philippinen und ein Priester in Italien gewaltsam ums Leben.

Sorge bereitet weiterhin das Schicksal vieler kirchlicher Mitarbeiter, die verschleppt wurden oder vermisst werden, darunter drei kongolesische Augustinermönche, die im Oktober 2012 in der kongolesischen Provinz Nordkivu entführt wurden und ein kolumbianischer Priester, der seit Monaten vermisst wird.

Auch der verheerende Bürgerkrieg, der seit drei Jahren in Syrien herrscht, hat Christen nicht verschont: seit Monaten gibt es keine Informationen über den Verbleib des aus Italien stammenden Jesuitenpaters Paolo Dall’Oglio, der beiden Aleppiner Bischöfe Boulos al-Yazigi und Mar Gregorios Yohanna Ibrahim und der orthodoxen Schwestern aus dem Kloster der heiligen Thekla.

Vollständiges Dossier zu den im Jahr 2013 ermordeten Missionaren http://www.fides.org/deu/attachments/view/file/dossier_misionari_uccisi_2013.doc

Foto: Bistum Regensburg


Verletzte Bundeskanzlerin empfängt Sternsinger aus allen deutschen Bistümern

Obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Sportverletzung Grund gehabt hätte, den traditionellen Sternsingerempfang abzusagen, begrüßte die Regierungschefin am heutigen Dienstag auf Krücken 108 kleine und große Könige aus allen 27 deutschen Diözesen im Bundeskanzleramt in Berlin. Sternsinger Bistum Regensburg bei Merkel

„Ihr bringt Segen und ihr seid ein Segen für die Welt“, machte die Bundeskanzlerin deutlich. Die Sternsinger hatten diesmal nicht nur ihren Segensspruch dabei, sondern auch zahlreiche Genesungswünsche für die Gastgeberin, die sie stellvertretend für die zahlreichen Mädchen und Jungen übermittelten, die in diesen Tagen überall in Deutschland in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige zu den Menschen unterwegs sind.

„Ihr Sternsinger lasst Euren Blick in die Welt hinaus schweifen und ihr wollt, und das eint uns, dass es vielen Menschen besser geht, denen es heute an Elementarem, an ganz wichtigen Dingen fehlt. Dafür zu arbeiten ist jede Anstrengung wert“, machte die Kanzlerin in Richtung der engagierten Kinder und Jugendlichen deutlich. 

Mit ihrer Spende für die Sternsinger unterstützt die Kanzlerin die Versorgung von syrischen Flüchtlingskindern im Libanon, diese Flüchtlinge wolle sie „von Herzen gerne unterstützen“.

In Kanzleramtsminister Peter Altmaier hatte die Bundeskanzlerin einen passenden Vertreter gefunden, der bei weiten Teilen des Programms als Gastgeber fungierte. Gleich zur Begrüßung der Sternsinger erzählte Altmaier, dass er in Kindertagen im Saarland selbst „viele, viele Jahre“ lang als Sternsinger aktiv gewesen sei. „Ich möchte euch danken, dass ihr bereit seid, diese Aufgabe zu übernehmen. Es ist so wichtig, dass ihr mit eurem Engagement ein Zeichen setzt“, lobte der Minister „seine Nachfolger“.

Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“, bedankte sich herzlich, dass die Kanzlerin die Sternsinger trotz ihres Skiunfalls persönlich begrüßte:

„Sternsinger aus 27 Diözesen bringen ihnen heute die Neujahrsgrüße ins Haus und wir verbinden das mit einem ganz herzlichen Genesungswunsch. Den Segen können sie in diesem Jahr besonders gut gebrauchen, und wir freuen uns, dass sie sich Zeit nehmen für die Sternsinger. Wir wissen das sehr zu schätzen und wissen, dass das auch ein großes Zeichen der Anerkennung für die Sternsinger ist“, so Prälat Krämer.

Prälat Krämer hatte die Sternsinger gemeinsam mit Pfarrer Simon Rapp, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), ins Bundeskanzleramt begleitet.

Passend zum Leitwort ihrer aktuellen Aktion, „Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!“, stellten die Sternsinger Nelia Mrosik (9), Charlotte Freyberg (10) und Josephine Freyberg (8) aus der katholischen Pfarrei Salvator in Berlin-Lichtenrade in einem kleinen Theaterstück die Situation von Flüchtlingskindern vor.

Die Spende der Bundeskanzlerin durften diesmal die Mädchen und Jungen aus der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Wittichenau (Bistum Görlitz) entgegen nehmen. Felicitas Posch (13), Johanna Glaab (13), Benjamin (12) und Amadeus Domaschke (12) trugen der Kanzlerin auch den Segensspruch vor und schrieben den Segen „20*C+M+B+14“ für das Jahr 2014 im Kanzleramt an.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hieß die Sternsinger auch beim 31. Empfang in Folge willkommen. Für die Regierungschefin war es der insgesamt neunte Besuch der Sternsinger.

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 858 Millionen Euro wurden seither gesammelt, über 65.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 55. Aktion zum Jahresbeginn 2013 hatten die Mädchen und Jungen aus 11.604 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 43,7 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.

 
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Norwegen will Spätabtreibungen verbieten

Abtreibungen nach der 21. Woche plus sechs Tage  –  sog. Spätabtreibungen  –  sollen in Norwegen verboten werden, schreibt die US-Lebensrechtler-Seite  „Lifesitenews“ am 6.1.2014. bttn_btn

In den vergangenen Jahren überlebten mehrmals Kinder die Abtreibung. Nach norwegischem Gesetz darf ein Baby nicht abgetrieben werden, wenn es außerhalb des Mutterleibes lebensfähig ist.

Kinderärzte argumentieren, die Frist müsse geringer als 21. Wochen sein, da moderne Technologien ein früheres Überleben ermöglichen.

In Deutschland gibt es für Spätabtreibungen keine Fristen. Sie dürfen bis unmittelbar vor der natürlichen Geburt stattfinden.

Auch in Deutschland sorgten Fällen von Kindern, die ihre Abtreibung überlebten, für Entsetzen. Es wurden Fälle bekannt, wo sie getötet oder „liegengelassen“ wurden, bis sie starben.

Quelle: Kultur und Medien online