Augsburg: Eindrücke, Beobachtungen und Erlebnisse auf der MEHR-Konferenz

Von Hanna Jüngling

Ein führerzentriertes charismatisches Event vom 3. bis 6.1.2014

Um das Fest der Epiphanie herum bin ich in die MEHR-Konferenz in Augsburg hineingeraten. Es war mein erstes ausführliches Erlebnis mit dem Charismatismus.

Das Event fand wegen der ca. 4000 Teilnehmer in der Schwabenhalle auf dem Augsburger Messegelände statt und dauerte drei Tage lang.

Initiator ist die Führerfigur Johannes Hartl, ein katholischer Laientheologe. Ein junger Mann, 1979 geboren, also 35 Jahre alt. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Er war ständig auf der Bühne und redete, wenn nicht gerade endloser „Lobpreis“ in meist ohrenbetäubender Lautstärke und aggressiver Rhythmik stattfand.

BILD: Poster der Konferenz (Foto: PR / Gebetshaus Augsburg)

Nur zweimal gab er einem anderen Referenten Raum. Das war einmal der charismatisch-protestantische Arzt und Heiler Arne Elsen, der langatmig und entertainig seinen mittlerfreien Draht zu Gott und seine großen Taten im Namen Gottes pries, kleine Zungerede-Einlagen zum Besten gab, die ihn interessant machten, unverständlich waren und vom Thema abführten. Aber er konnte sehr witzig erzählen, das muss man ihm lassen. Es war eine coole Frömmigkeits-Erfolgs-Show.

Das andere Mal war es Gabriele Kuby, die mit ihrer Nüchternheit und Komprimiertheit so gar nicht in den Stil dieses Events passen wollte und einen fundierten Vortrag über die globale sexuelle Revolution hielt, der Teile ihres letzten gleichnamigen Buches referierte.(…)  Das war denn auch die einzige Stunde in drei Tagen, in der für kurze Zeit ein klarer Geist einkehrte. Gabriele Kuby war übrigens auch die einzige Person, die während der Konferenz auf der Bühne den Namen „Maria“ aussprach.

Die Führergestalt J. Hartl

Von seinen Anhängern wird er gefeiert wie ein Prophet. Vor den Ohren einer ganzen Messehalle hat er sich im übrigen auch selbst so bezeichnet. Ein kleiner Mann, in hautenge Hosen und ein viel zu knappes Jackett gezwängt, wirkt er eher wie einer dieser ganz besonders coolen und aufreizend gekleideten „Youngsters“ und keineswegs wie einer, der für Keuschheit vor der Ehe und andere konservative Haltungen plädiert. 027_24..

Es wundert nicht, dass es hauptsächlich unerfahrene und junge Menschen sind, die sich hier versammeln. Vielfach entwurzelt, verwildert und orientierungslos werden sie ihn einfach nur als einen der Ihren empfinden, der ihre umfassende Verwilderung mit ihnen gemeinsam und dabei dennoch den Anschein der Orientierung hat und die Illusion einer rechtgläubigen Lichtgestalt erweckt. Und dazu gibt es mittelmäßige, reißerische Musik – was will man mehr…

Ein Gebetshaus für Lobpreis

Hartl hat 2006 mit seiner Frau das „Gebetshaus“ Augsburg gegründet. Die Idee, die dem zugrunde liegt, klingt für einen glaubenstreuen Katholiken zunächst vertraut: Das Haus soll ein Ort sein, an dem ewige Anbetung stattfindet. „24-7“ nennt Hartl das. Jeden Tag total. Das ist nichts Neues.

Nichts anderes haben traditionell die Orden gemacht. Trotz der Kirchenkrise findet auch heute noch in vielen Kirchen regelmäßig eucharistische Anbetung statt. Beten auch heute noch Ordensleute in großer Treue „immerwährend“.

Dennoch schieben sich sofort Fragen ein: Was machen die da eigentlich genau? Wieso ein extra Gebetshaus, das von einem geistlich nicht weiter gebundenen Laien geführt wird, der aber aus der charismatischen Bewegung stammt, wenn es doch immer noch wie seit 2000 Jahren die gute alte katholische  Kirche gibt, die wir im Credo bekennen?

Wieso eine extra Anbetung in „neuen Formen“, wenn ewige Anbetung und das geordnete und tiefe Stundengebet, das sich am Psalmgebet Israels orientiert, als „Lebensaufgabe“ doch traditionell das Charisma der Ordensfrauen und -männer ist?

Quelle und FORTSETZUNG des Artikels hier: http://zeitschnur.blogspot.de/2014/01/die-mehr-konferenz-in-augsburg-und-die.html

Ergänzender Bericht hier: https://charismatismus.wordpress.com/category/visionen-und-charismatik-kritik/elsen-arne-gebetsheiler/

Zeitschnur Verlag & Werkstatt
Hanna Jüngling
Musikerin & Schriftstellerin
www.zeitschnur.de

 


Israel: Zum Tod von Ariel Sharon

Am 11. Januar verstarb der ehemalige israelische Ministerpräsident Ariel Sharon im Krankenhaus in Tal HaSchomer.

Seitdem er im Januar 2006 nach einer Hirnblutung ins Koma gefallen war, hatte er nicht mehr das Bewusstsein erlangt.

Am Sonntag wurde der Sarg mit Sharons Leichnam vor der Knesset in Jerusalem aufgebahrt, damit die Öffentlichkeit von ihm Abschied nehmen konnte.

Am heutigen Montag, den 13. Januar, fand ab 9:30 Uhr die offizielle Trauerfeier statt, an der viele Staatsgäste aus dem Ausland teilnahmen, u.a. der US-amerikanische Vizepräsident Joe Biden und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Um 14 Uhr Ortszeit wurde Ariel Sharon auf seiner Farm Schikmim neben seiner Frau Lili beigesetzt.

KONDOLENZBUCH in der Israelischen Botschaft

In der Botschaft des Staates Israel in Berlin wird von heute an für drei Tage (13.1. bis 15.1.) ein Kondolenzbuch ausliegen, in das man sich jeweils von 13 bis 16 Uhr eintragen kann.

Präsident Shimon Peres erklärte am Samstag:

„Mein lieber Freund Arik Sharon hat heute seinen letzten Kampf verloren. Arik war ein tapferer Soldat und kühner Anführer, der sein Land liebte und den sein Land liebte. Er war einer der bedeutendsten Beschützer und wichtigsten Baumeister Israels. Er kannte keine Angst und fürchtete sich gewiss nicht vor Visionen. Er verstand es, schwierige Entscheidungen zu treffen und sie umzusetzen.

Wir alle haben ihn geliebt und werden ihn sehr vermissen. Ich spreche Familie Sharon mein Beileid aus. Möge er in Frieden ruhen.“

BILD: Präsident Peres legte am Samstag einen Kranz am Sarg Sharons nieder (Foto: GPO) 

Ministerpräsident Netanyahu sagte in Reaktion auf die Nachricht vom Tode Sharons:

„Der Staat Israel verneigt sich angesichts des Todes des ehemaligen Ministerpräsidenten Ariel Sharon. Ariel Sharon spielte für viele Jahre eine bedeutsame Rolle im Kampf um die Sicherheit des Staates Israel.

Er war vor allem anderen ein mutiger Kämpfer und herausragender General, und gehörte zu den größten Kommandanten, die die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte je sahen.

Von Jugend an diente er dem israelischen Volk auf dem Schlachtfeld, als Soldat im Unabhängigkeitskrieg, als Kommandant im Sinai-Feldzug 1956 und im Sechs-Tage-Krieg, bis hin zur Schlacht um den Suez-Kanal, wo er eine entscheidende Rolle spielte und die ein Wendepunkt im Yom-Kippur-Krieg war.

Nach seinem Ausscheiden aus der Armee arbeitete er weiter für das israelische Volk in vielen Regierungsämtern und als 11. Ministerpräsident des Staates Israel. Das Andenken an ihn wird für immer im Herzen der Nation bestehen.“

Der US-amerikanische Vizepräsident Joe Biden betonte in seiner Traueransprache, Sharon sei immer meinungsstark gewesen und habe eine klare Motivation gehabt:

„Wie alle bedeutenden Führungspersönlichkeiten hatte er einen Nordstern, der ihn leitete. Der Nordstern, von dem er nach meiner Beobachtung nie abwich. Sein Stern war das Überleben des Staates Israel und des jüdischen Volkes.“

BILD: Staatsgäste bei der Trauerfeier am Montag (Foto: GPO)

Der ehem. britische Premierminister Tony Blair zollte Israels ehemaligen Ministerpräsidenten ebenfalls Respekt und pries Sharons Leidenschaft im Kampf für das Wohlergehen des Staates Israel:

„Die gleiche eiserne Entschlossenheit, die ihn auf dem Feld auszeichnete, hatte er auch in der Diplomatie. Wenn dies hieß, zu kämpfen, dann kämpfte er, wenn es hieß, Frieden zu schließen, suchte er den Frieden.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel übermittelte Ministerpräsident Netanyahu ihre Anteilnahme am Tod Sharons. In einer Pressemitteilung erklärte sie:

„Ariel Scharon war ein israelischer Patriot, der sich große Verdienste um sein Land erworben hat. Mit seiner mutigen Entscheidung, die israelischen Siedler aus dem Gazastreifen abzuziehen, hat er einen historischen Schritt auf dem Weg zu einem Ausgleich mit den Palästinensern und zu einer Zwei-Staaten-Lösung getan.“

Der Vorsitzende der deutsch-israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, nannte Sharon eine der „markantesten politischen Führungspersönlichkeiten Israels“.

Robbe sagte: „Scharon war Zeit seines Lebens stolz darauf, als Hardliner und Falke zu gelten. Als Konservativer ließ Scharon nie einen Zweifel an seinem Leitmotiv, nämlich sein Land mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Baden-W.: Evangelischer Arbeitskreis der CDU/CSU erinnert grün-rote Landesregierung an versprochene Bürgernähe

EAK: Kretschmann soll Wahlkampfaussagen einhalten

Die Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Baden-Württemberg, die Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz (siehe Foto), erinnert Ministerpräsident Winfried Kretschmann daran, dass die „neue Politik des Gehörtwerdens“ auch für Initiativen zu gelten habe, deren Positionen den Anschauungen der Landesregierung nicht entsprechen.  

In einem Brief fordert Christoph Scharnweber, Kreisvorsitzender des EAK Heilbronn, dass der Ankündigung von mehr Demokratie und Bürgerbeteiligung entsprechende Taten gegenüber allen Bürgern folgen müssten. Von homosexuellenfeindlichen Kommentaren und Beiträgen, die im Umfeld der Online-Petition aufgetaucht seien, distanziere sich der EAK der CDU Baden-Württemberg ausdrücklich, erklärte die Landesvorsitzende.

„Vollmundig wurde ein anderer Politikstil angekündigt

„Schluss mit der Basta-Politik”, “Mehr Bürgerbeteiligung”, “eine neue Kultur des politischen Dialogs mit den Menschen”  –  in einem Brief an den Ministerpräsidenten erinnert Christoph Scharnweber, Mitglied im EAK-Landesvorstand, an diese und ähnliche Versprechen aus dem Landtagswahlkampf 2011:

„Vollmundig wurde ein anderer Politikstil angekündigt. Doch wer die vergangenen Jahre grün-roter Politik betrachtet und in diesen Tagen die Berichterstattung über die Online-Petition zum neuen Bildungsplan verfolgt, kann sich als Einwohner Baden-Württembergs nur wundern, was aus den Plänen zur angeblich so erwünschten Bürgerbeteiligung geworden ist“, so der Heilbronner in seinem Schreiben an Kretschmann. bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824

Er erläutert weiter: „Die Landesregierung möchte den Bildungsplan ändern. Das ist ihr gutes Recht. Ein Lehrer aus dem Nordschwarzwald, der ja durch seinen Beruf unmittelbar von derartigen Veränderungen betroffen ist, formuliert zu den Vorschlägen eine kritische Petition und veröffentlicht diese im Internet.

Damit handelt er, wenn man den Ankündigungen von Grün-Rot Glauben schenkt, genau im Sinne derer, die doch alle Bürger eingeladen haben, sich an der weiteren politischen Gestaltung unseres Bundeslandes aktiv zu beteiligen.

Grün-Rot reagiert mit „Basta-Politik“

Nachdem nun immer mehr Menschen unterschreiben und damit zum Ausdruck bringen, dass sie in die Diskussion über die Inhalte des zukünftigen Bildungsplans eingebunden werden wollen, reagiert die Landesregierung mit der einstmals so gescholtenen „Basta-Politik“. Wer wird in Zukunft noch Petitionen schreiben, wenn er als Antwort darauf von einem Landesminister in der Öffentlichkeit verunglimpft wird?“

„Welche Rolle hat nach dem Demokratieverständnis dieser Regierung eigentlich der Petitionsausschuss, wenn eine Initiative schon verworfen wird, bevor sie dort überhaupt vorliegt?“, fragt auch die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz mit Hinweis auf die Zuständigkeit des Landtags für Petitionen.

Forderungen an die Landesregierung:

Aufgrund der oben beschriebenen Situation fordert der Vorstand des EAK Baden-Württemberg Ministerpräsident Winfried Kretschman dazu auf:

  • Das Anliegen zehntausender Baden-Württemberger ernst zu nehmen und mit den Verfassern der Petition in den Dialog zu treten.
  • Ein Machtwort innerhalb der Landesregierung zu sprechen, so dass die Verfasser der Petition durch diese nicht weiterhin öffentlich diskreditiert und in eine demokratiefeindliche Ecke gedrängt  werden.
  • In der vorliegenden Sachfrage einen Diskussionsstil zu ermöglichen, der den Austausch von Argumenten zulässt und eine sachliche Diskussion ermöglicht.
  • Ein Ministerpräsident zu werden, der Bürgerbeteiligung nicht nur zu Wahlkampfzwecken versprochen hat, sondern diese auch als Politikstil pflegt und fördert.

Sabine Kurtz MdL begrüßt die gemeinsame Erklärung der evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg. Darin wird gefordert, dass der Bildungsplan auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes zu entwickeln sei, das der Landesverfassung und den Schulgesetzen zugrunde liegt.

Kontakt-Daten:
EAK-Landesverband Baden-Württemberg
Rutesheimer Str. 30/1 in 71229 Leonberg
Telefon: 07152 700652-0
marcoliverkrueger@gmail.com
http://www.eak-badenwuerttemberg.de/

 


Kuba: Blinder Menschenrechtsverteidiger von Kommunisten bewußtlos geschlagen

Der blinde Menschenrechtsanwalt Juan Carlos González Leiva wurde am 9. Januar 2014 zusammen mit sieben weiteren Menschenrechtsaktiven von gewalttätigen Anhängern des Castro-Regimes mißhandelt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). IGFM_Kuba_Landkarte

González Leiva ist Gründungsmitglied der IGFM-Arbeitsgruppe auf Kuba. Er wurde in Ciego de Ávila von Mitarbeitern der kommunistischen Staatssicherheit festgenommen und auf die örtliche Polizeistation gebracht.

Dem Menschenrechtsanwalt wurden dabei der rechte Fuß und der Zeigefinger der linken Hand gebrochen, er erlitt Quetschungen am ganzen Körper und verlor vorübergehend das Bewusstsein.

Der Grund für die Festnahme war, dass González Leiva eine Ausgabe der regimekritischen Flugblattzeitung „La Voz  Ávileña“ („Die Stimme von Ávila“) unter dem Arm trug.

Als die Staatssicherheitsbeamten dem Menschenrechtsanwalt aufforderten, ihnen das Magazin auszuhändigen, weigerte er sich und setzte sich daraufhin gemeinsam mit sieben Aktivisten der Demokratiebewegung, die ihn begleiteten, auf den Boden.

„FREIHEIT“  – „Es leben die Menschenrechte“

Als sie laut „Freiheit“ und „Es leben die Menschenrechte“ skandierten, forderten die Staatssicherheitsbeamten Verstärkung an und begannen damit, die Bürgerrechtler zu misshandeln.

Alle Regimekritiker wurden geschlagen und verhaftet und schließlich nach einigen Stunden ohne Erklärung freigelassen: „Sie brachten uns in Autos auf die Polizeistation, meine Frau Tania wurde von einem Polizisten an den Haaren gezerrt und in die Hände gebissen.“

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin verurteilt die Gewalt gegen Andersdenkende, deren einziges „Verbrechen“ es ist, friedlich ihre Meinung kundzutun: „Raúl Castro muss damit aufhören, Menschenrechtsverteidiger nur wegen ihrer Kritik an der Diktatur zusammenschlagen und verhaften zu lassen“, betont Lessenthin. 

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33,
info@igfm.de   www.menschenrechte.de

ERFOLG: Protest-Petition gegen grün-roten „Bildungsplan“ erreichte über 100.000 Unterzeichner

Über 100.000 Bürger haben eine Petition unterzeichnet, die sich gegen den Plan der grün-roten Landesregierung wendet, „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ fächerübergreifend in den Lehrplan aufzunehmen. Das ist bemerkenswert, weil die Initiative sich auf keine Partei oder Großorganisation stützt. bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824

Bemerkenswert ist auch, daß die katholische und sogar die evangelische Kirche, die üblicherweise wie eine Unterorganisation von SPD und Grünen agiert, ebenfalls Widerspruch gegen das Vorhaben der Landesregierung anmelden.

Dabei setzt die Koalition in Stuttgart lediglich um, was Grüne und SPD im Wahlkampf angekündigt und im Koalitionsvertrag fixiert haben:

„Durch die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern werden wir Baden-Württemberg künftig ein neues, tolerantes Gesicht geben und als Landesregierung respektvoll und weltoffen handeln.“

Gleich vier Begriffe der modernen politischen Rhetorik sind hier versammelt: Vielfalt, Weltoffenheit, Toleranz, Respekt  –  Worte, die entweder gar nichts oder ihr Gegenteil bedeuten und deren öffentlicher Gebrauch in dem Maße zunimmt, wie kulturelle Techniken, soziale Fähigkeiten und die Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen abnehmen.

Selbst Homosexuelle empfinden Politisierung als lästig

Längst sind sie dem Orwell-Huxleyschen Neusprech zuzuordnen: Toleranz bedeutet heute die staatsbürgerliche Pflicht, den vermeintlich Intoleranten zu denunzieren, ihm mit der sozialen Vernichtung zu drohen und damit zum Schweigen zu bringen.

Auch im Fall der Petenten hat das falsche Spiel begonnen: Der Südwestrundfunk nennt die Petition „umstritten“ und orakelt über „rechtsextreme“ Einflüsse. So ersparen die Journalisten des Staatssenders sich die Auseinandersetzung und behalten sich den politischen Totschlag mit der Nazi-Keule vor.

Es braucht keine Gender-Ideologie im Unterricht, um Diskriminierung aufzuheben. Die gleichgeschlechtliche Liebe, um bei diesem Punkt zu bleiben, stellt längst keinen gesellschaftlichen Skandal mehr dar.

Fast jeder weiß, daß Homosexualität etwas anderes ist als Pädophilie  –  und Homosexuelle im übrigen ziemlich normale Leute sind, die an mehr als nur an das eine denken  –  und es als lästig empfinden, wenn ihre sexuelle Präferenz von Aktivisten und Politikern politisiert, ideologisiert und als kulturrevolutionärer Sprengsatz mißbraucht wird.

Sofern unter ihnen Unruhe oder Furcht herrschen, rührt diese von muslimischen Zuwanderern her. Doch diese Tatsache halten Politik und Medien unter Verschluß.

Umerziehung der Gesellschaft

In Wahrheit geht es um die Umerziehung der Gesellschaft und um die Umdefinierung der Geschlechter- und Familienbegriffe. So heißt es bei Grün-Rot: „Schülerinnen und Schüler reflektieren die Darstellung von Geschlechterrollen und sexueller Vielfalt in Medien und Werbung und entwickeln eine Sensibilität für Stereotype.“ DSC05481 - Kopie

Mit dem abwertenden Begriff „Stereotype“ sind offenbar das Mann-Frau- beziehungsweise das Vater-Mutter-Kind-Muster gemeint. Doch sind das keine Stereotype oder willkürliche Konstrukte, sondern anthropologische, in Jahrtausenden bewährte Grundmuster und Institutionen.

Allerdings läßt die Natur gelegentliche Abweichungen zu, auf die Staat und Gesellschaft im begründeten Einzelfall flexibel reagieren sollten:

Falls beispielsweise Kinder zu Waisen werden, kann es für sie besser sein, von homosexuellen Verwandten, zu denen sie ein enges Verhältnis haben, aufgezogen zu werden, anstatt einem Heim oder einer fremden Pflegefamilie übergeben zu werden. Aber das sind Ausnahmen, die die Regel nicht aufheben, sondern bestätigen.

In diesem Fall muß man den linken Emanzipationsgedanken vor seiner Pervertierung in Schutz nehmen.

Für Marx war die Familie die „kleinste Zelle der Gesellschaft“, also eine organische Einheit, die sich aus sich heraus vermehrte. Das ist in der sogenannten Regenbogenfamilie, der Mann-Mann- beziehungsweise Frau-Frau-Konstellation, unmöglich.

Zwar kann die Reproduktionsmedizin inzwischen Abhilfe schaffen, doch den Preis zahlen die Kinder, denen damit entweder das Recht auf einen Vater oder auf eine Mutter vorenthalten wird und die eben nicht in einem natürlichen Kontext aufwachsen.

Das Kind als Objekt liberalistischer Ideologie

Das Kind wird zum Gegenstand egoistisch-liberalistischer Selbstverwirklichung. Inzwischen ist die Entwicklung von der Selbstverwirklichung zur Selbstermächtigung fortgeschritten.

Der links-liberale Fortschrittsverkünder fühlt sich als Demiurg, als sein eigener Schöpfergott, der die Lebensgesetze neu schreibt. Damit freilich steht er in der Gefahr der Selbstzerstörung.

Es gibt Gründe anzunehmen, daß das Konzept des neuen Menschen unter links-liberalen Verhältnissen noch gründlicher und umfassender scheitern wird als im real existierenden Sozialismus. So war die DDR wenigstens zu einer Familienpolitik in der Lage, welche die natürliche Reproduktion quantitativ und qualitativ sicherstellte.

Für die intakten Familien, die bis heute die Mehrheit bilden, sind die Pläne der baden-württembergischen Landesregierung eine glatte Provokation. Der Staat nimmt ihnen die Wertevermittlung und Sexualerziehung aus der Hand und macht die Elternschaft von Vater und Mutter vor den eigenen Kindern als spießiges Rollenmodell lächerlich.

Der Widerstand, der sich dagegen regt, zeigt an, daß diese Entwicklung von den Menschen weder als natürlich empfunden wird, noch alternativlos ist.

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT: http://www.jungefreiheit.de

HIER der Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens


Säbelrasseln im Pazifik: Rot-China läßt die Muskeln spielen

Von Michael Leh

Der Streit zwischen China und Japan um fünf unbewohnte kleine Inseln und drei Riffe im Ostchinesischen Meer schwelt gefährlich weiter. Mit 4,3 Quadratkilometern ist das größte Inselchen kaum größer als der Englische Garten in München.

Im Gebiet um die Inseln, die Japan seit 1895 kontrolliert, gab es bereits mehrere Zwischenfälle. So hatte etwa ein chinesischer Fischkutter ein japanisches Küstenwachboot gerammt. China-Flagge-gr_02

China hat den Konflikt verschärft, als es im November eine Flugkontrollzone auch über den auf chinesisch „Diaoyu“  genannten Eilanden verkündet hat.

Innerhalb dieser Zone, die sich mit einer seit langem bestehenden Flugkontrollzone Japans überlappt, müsse sich jedes Flugzeug bei den Chinesen anmelden. Tokio ignoriert dies. Auf japanisch heißen die Inseln Senkaku.

Die mit Japan verbündeten USA entsandten zwei schwere B-52-Bomber über das Gebiet, um Peking zu demonstrieren, dass sie sich ebenfalls nicht an dessen neue Direktiven halten. Nur der zivilen Luftfahrt empfahl Washington sicherheitshalber, sich beim Überflug bei den Chinesen zu melden.

Deren neu deklarierte Flugkontrollzone umfasst auch einen Unterwasserfelsen, auf den Südkorea Anspruch erhebt und auf dem es eine Forschungsstation errichtet hat. Deshalb hat Seoul jetzt auch seine eigene bisherige Flugkontrollzone erweitert, innerhalb derer sich Flugzeuge identifizieren müssen.

Ungelöste Territorialkonflikte sind ein Pulverfass

In Ostasien denkt niemand an territorialen Verzicht selbst bei kleinsten Gebieten, und alle haben ein langes Gedächtnis. Das zeigt auch der Streit zwischen Südkorea und Japan um zwei benachbarte Inselchen, die auf koreanisch Dokdo und auf japanisch Takeshima heißen.

Auf der Westinsel lebt ein altes koreanisches Fischerpaar, finanziell bezuschusst vom koreanischen Staat. Es hat ständig die Gesellschaft von 45 schwer bewaffneten Polizisten, die alle zwei Monate abgelöst werden. Zudem werden die Inseln häufig von südkoreanischen Touristen besucht. So soll der eigene Anspruch gesichert werden.

Tokio wollte den Fall vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag bringen. Dazu ist Seoul nicht bereit, denn es gebe keine territoriale Frage.

Genauso verhält sich die Volksrepublik China gegenüber Japan im Fall der Diaoyu-Senkaku-Inseln. Sie sind für Peking „fester Bestandteil des chinesischen Territoriums“. Auf die Inseln erhebt auch Taiwan  –  sein offizieller Staatsname lautet „Republik China“  –  Anspruch.

Die Taiwaner nennen die Inseln „Diaoyutai“, zu deutsch „Fischterrasse“. Tatsächlich fahren taiwanische Fischer seit jeher zu den nur 180 Kilometer nordöstlich Taiwans gelegenen Felsen zum Fischfang. Besonders interessant wurden die Inseln aber für alle Beteiligten, seit dort größere Erdöl- und Gasvorkommen vermutet werden.

Peking lehnt Friedensangebot Taiwans ab

Der taiwanische Präsident Ma Ying-yeou unterbreitete eine Friedensinitiative, wonach sich alle auf eine gemeinsame Ausbeutung der Rohstoffvorkommen einigen sollten. Doch Peking zeigt sich kompromisslos.

Schon oft ließ es auch einen anti-japanischen Mob von der Leine. Die kommunistischen Machthaber fühlen sich immer stärker und lassen ihre Muskeln spielen. Symbol der forcierten Flottenrüstung ist der erste chinesische Flugzeugträger „Liaoning“, dem weitere folgen werden.

Historisch und geographisch sprechen mehr Gründe für den chinesisch-taiwanischen Anspruch auf die umstrittenen Inseln. Völkerrechtlich ist es komplizierter. Hier kann jede Seite Argumente anführen.

Peking beruft sich auf die von Chiang Kai-shek  –  dem großen Gegenspieler Maos  –  mit den Amerikanern und Briten ausgehandelte Kairoer Deklaration von 1943, wonach alle 1895 „von Japan geraubten Gebiete“ hätten zurückgegeben werden müssen. Die Potsdamer Erklärung von 1945 habe dies bekräftigt.

Explizit genannt wurden in der Kairoer Deklaration allerdings nur die Mandschurei, Taiwan und die Pescadoren-Inseln. Die Diaoyu-Senkaku-Inseln wurden nach 1945 Protektoratsgebiet der USA, die sie 1972 zusammen mit Okinawa an Japan zurückgaben. Taiwans Präsident Chiang Kai-shek hatte als Verbündeter der USA 1972 nicht dagegen protestiert.

Im aktuellen Streit erklären die USA, der japanisch-amerikanische Beistandspakt umfasse auch das Gebiet der Senkaku-Inseln. Zugleich lässt Washington aber die Souveränitäts-Frage bezüglich der Inseln offen. Der Kolumnist der „New York Times“, Nicholas Kristof, schrieb dazu:

„Wir sind somit in der absurden Position, Japan in einem Krieg um die Inseln beistehen zu müssen, obwohl wir nicht der Ansicht sind, dass die Inseln unbedingt Japan gehören.“

Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung des Beitrags in der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ vom 4.1.2014

Foto: IGFM


Hamburg: Polizeigewerkschaft widerspricht dem Anwalt der ultralinken Szene

Stellungnahme der DPolG Hamburg vom 10.1.2014 zum Angriff auf die Davidwache am 28.12.2013:

Nach Informationen der DPolG Hamburg haben sich die Ereignisse am 28.12.2013 gegen 23 Uhr im Bereich der Davidwache (Polizeikommissariat 15) wie nachfolgend beschrieben zugetragen: logo_lang

Am 28.12.2013 gegen 23 Uhr näherte sich eine ca. 40 köpfige Personengruppe in dunkler Kleidung der Davidwache. Die im Gebäude befindlichen Polizeibeamten nahmen lautstark skandierte Parolen wahr und das Abfeuern von Pyrotechnik.

Bereits am 20.12.2013 (am Vortag der Demo) hatte es einen folgenschweren Angriff auf die Davidwache gegeben. Bei diesem Angriff kam es zu erheblichem Sachschäden (u. a. Steinwürfe gegen das Gebäude / Zerstörung von Funkstreifenwagen) und Körperverletzungen gegenüber Polizeibeamten. logo_lang

Aufgrund dieser Tatsache begaben sich mehrere Beamte vor die Wache. Vor der Davidwache wurden die Beamten sofort bepöbelt (u. a. „Scheißbullen“ – „Habt ihr noch nicht genug“) und unvermittelt mit Gegenständen (u. a. Glasflaschen) beworfen und angegriffen.

Die Beamten versuchten, den Bewurf zu unterlaufen und die Angreifer festzunehmen. Die Beamten trugen keine Schutzausstattung.

Beim Versuch, einen der Störer festzunehmen, wurde ein Beamter durch einen Flaschenwurf im Bauchbereich verletzt. Gegen eine weitere Beamtin wurde aus der Angreifergruppe Reizgas eingesetzt, wodurch sie ebenfalls verletzt wurde.

Anschließend flüchtete die Angreifergruppe in Richtung Hein-Hoyer-Straße.

„Faustgroßer Stein ins Gesicht geschleudert“

Hier trafen sie auf zwei Polizeibeamte, die zu Fuß in Richtung Davidwache unterwegs waren. Nachdem die Angreifer die Polizisten bemerkt hatten, wurden sie unversehens sofort angegriffen.  buttons

Dem männlichen Kollegen wurde aus unmittelbarer Nähe (laut Zeugenaussagen etwa 1,5 Meter) von einem Angreifer ein faustgroßer Stein ins Gesicht geschleudert. Der Beamte erlitt dabei mehrere Brüche verschiedener Gesichtsknochen, wie auch Riss- und Quetschwunden im Gesichtsbereich. Anschließend setzten sie ihre Flucht fort.

FOTO: Button der Polizeigewerkschaft DPolG

Die bisherigen Darstellungen der Polizei werden von dem RA Andreas Beuth, Anwalt der linken Szene, in Zweifel gezogen. In infamen Unterstellungen behauptet RA Beuth, dass sich bei ihm Zeugen gemeldet hätten, die zum fraglichen Zeitpunkt vor Ort gewesen seien und behaupten, es sei nie zu Flaschen- und Steinwürfen gegen das PK 15 gekommen.

Beuth spricht von Falschbehauptungen und bewusst falschen Darstellungen der Polizei.

Anwalt Beuth liefert bislang keine Beweise

Bis zum heutigen Tage hat RA Beuth nach unseren Erkenntnissen weder der Polizei noch der Staatsanwaltschaft die Identität der angeblichen Zeugen mitgeteilt. Offensichtlich gibt es diese Personen nicht und sie sind von RA Beuth schlicht und ergreifend erfunden worden.

Mittels dieser Falschbehauptungen versucht dieser Anwalt der linken Szene, die schwerwiegenden Angriffe auf Polizeibeamte, die seit dem 12.12.2013 stattgefunden haben, zu relativieren. Er versucht, nachdem sich eine breite Öffentlichkeit mit den Polizeibeamten solidarisiert hat, die Polizei und die Polizeiführung in Misskredit zu bringen.

Dieses von ihm und der linksradikalen Szene inszenierte durchsichtige und durchschaubare Manöver soll offensichtlich von der zunehmenden Radikalisierung und Gewaltbereitschaft dieser Personen ablenken.

Besonders herausragende Einsatzanlässe, bei denen Gewalt gegen Polizeibeamte im Mittelpunkt standen, sind am

12.12.2013 Angriff auf den Funkstreifenwagen Peter 16/1 sowie auf das PK 16
20.12.2013 Angriff auf das PK 15 (Davidwache)
21.12.2013 gewalttätige „Demonstration“
28.12.2013 Angriff auf das PK 15 (Davidwache)

erfolgt.

Viele Zeugenaussagen als Beleg

Ein Vielzahl von Zeugenaussagen durch die eingesetzten und diensthabenden Beamten belegen diese Erkenntnislage. Die verletzten Beamten wurden durch RTW in die umliegenden Krankenhäuser verbracht. Ärztliche Untersuchungsberichte liegen vor, außerdem bei einem Beamten ein Untersuchungsbericht des Institutes für Rechtsmedizin.

Es wurde eine umfangreiche Tatortarbeit vorgenommen in Kooperation mit der Mordkommission. Dabei wurden mögliche Tatbegehungsmittel sichergestellt. Bei der Tatortarbeit wurde ein 3D-Scanner eingesetzt sowie diverse kriminaltechnische Untersuchungen vorgenommen.

Einer professionell und rechtsstaatlich agierenden Polizei in dieser infamen Art und Weise zu unterstellen, dass Straftaten vorgetäuscht oder Erkenntnisse manipuliert wurden, ist an Geschmacklosigkeit und Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Wer wissentlich und gewollt derartige Lügen verbreitet, stellt sich ins Abseits und muss aus unserer Sicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn er den Beweis schuldig bleibt.

Rückfragen: Joachim Lenders, Landesvorsitzender, Tel. 0172 – 56 96 280