Kuba: Blinder Menschenrechtsverteidiger von Kommunisten bewußtlos geschlagen

Der blinde Menschenrechtsanwalt Juan Carlos González Leiva wurde am 9. Januar 2014 zusammen mit sieben weiteren Menschenrechtsaktiven von gewalttätigen Anhängern des Castro-Regimes mißhandelt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). IGFM_Kuba_Landkarte

González Leiva ist Gründungsmitglied der IGFM-Arbeitsgruppe auf Kuba. Er wurde in Ciego de Ávila von Mitarbeitern der kommunistischen Staatssicherheit festgenommen und auf die örtliche Polizeistation gebracht.

Dem Menschenrechtsanwalt wurden dabei der rechte Fuß und der Zeigefinger der linken Hand gebrochen, er erlitt Quetschungen am ganzen Körper und verlor vorübergehend das Bewusstsein.

Der Grund für die Festnahme war, dass González Leiva eine Ausgabe der regimekritischen Flugblattzeitung „La Voz  Ávileña“ („Die Stimme von Ávila“) unter dem Arm trug.

Als die Staatssicherheitsbeamten dem Menschenrechtsanwalt aufforderten, ihnen das Magazin auszuhändigen, weigerte er sich und setzte sich daraufhin gemeinsam mit sieben Aktivisten der Demokratiebewegung, die ihn begleiteten, auf den Boden.

„FREIHEIT“  – „Es leben die Menschenrechte“

Als sie laut „Freiheit“ und „Es leben die Menschenrechte“ skandierten, forderten die Staatssicherheitsbeamten Verstärkung an und begannen damit, die Bürgerrechtler zu misshandeln.

Alle Regimekritiker wurden geschlagen und verhaftet und schließlich nach einigen Stunden ohne Erklärung freigelassen: „Sie brachten uns in Autos auf die Polizeistation, meine Frau Tania wurde von einem Polizisten an den Haaren gezerrt und in die Hände gebissen.“

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin verurteilt die Gewalt gegen Andersdenkende, deren einziges „Verbrechen“ es ist, friedlich ihre Meinung kundzutun: „Raúl Castro muss damit aufhören, Menschenrechtsverteidiger nur wegen ihrer Kritik an der Diktatur zusammenschlagen und verhaften zu lassen“, betont Lessenthin. 

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33,
info@igfm.de   www.menschenrechte.de


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