Große Studie: Nüsse sind sehr gesund und verlängern unser Leben

In einer am 20. November 2013 im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie haben Forscher den Zusammenhang zwischen Nußkonsum und Sterblichkeit untersucht.

Es haben 76.464 weibliche Probanden an der Nurses‘ Health Studie und 42.298 männliche Probanden an der Follow-up Studie Health Professionals teilgenommen. Der Verzehr von Nüssen steht nach den Ergebnissen der Studie in einem umgekehrt proportionalen Zusammenhang mit der Sterblichkeit von Männern und Frauen unabhängig von der Todesursache. Scan-4

Darüber hinaus weist die Studie auf eine verminderte Sterblichkeit bei Atemwegserkrankungen, Krebserkrankungen und Herzerkrankungen hin.

Nüsse verringern Sterblichkeitsrisiko

Die Studie ist die bisher größte Studie zum Thema Nussverzehr und reduziertes Sterblichkeitsrisiko. Die Ergebnisse sind nach Dr. med. Charles Fuchs, Fachbereich Onkologie, und MA Dana-Farber vom Cancer Institute in Boston im Einklang mit früheren Studien.

„Die Ergebnisse aus unserer Studie und die Ergebnisse anderer Studien deuten auf einen potentiellen Nutzen des Nussverzehrs für die Förderung der Gesundheit und Langlebigkeit hin“, erklärt Dr. med. Fuchs.

Nüsse enthalten wichtige Nährstoffe wie ungesättigte Fettsäuren, hochwertiges Eiweiß, Vitamine (z. B. Vitamin E, Folsäure und Niacin), Mineralien (z. B. Magnesium, Kalzium und Kalium) und sekundäre Pflanzenstoffe, die alle Herz schützende, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzen.

Vorbeugung vor Diabetes und Herzkrankheiten

Frühere Studien deuten ebenfalls auf den möglichen Schutz von Nüssen vor Krankheit hin; sie legen nahe, dass ein gemäßigter Verzehr z.B. von Pistazien einen gesunden Blutzuckerspiegel unterstützt.

Zusätzlich erkennt die US-amerikanische Food und Drug Administration (FDA) an, dass 1,5 Unzen (ca. 42,5 Gramm) der meisten Nüsse als Ergänzung zu einer Ernährung mit einem niedrigen Gehalt an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin, das Risiko von Herzerkrankungen senken kann.

Bezüglich der Gewichtskontrolle deuten neuere Forschungen darauf hin, dass die Öffnung der Pistazienschale dabei hilft, den Essensprozess zu verlangsamen. Diese Verlangsamung führt möglicherweise wieder zu einem geringeren Kalorienverbrauch im Vergleich zu dem Verzehr von bereits geschälten Pistazien.

Auch wenn von den Probanden bei der Bereitstellung von ungeschälten Nüssen weniger Kalorien konsumiert wurden als bei der Bereitstellung von bereits geschälten Nüssen, gab es keinen Unterschied in der Zufriedenheit.

„Pistazien enthalten überwiegend ungesättigte Fettsäuren, die vorteilhaft für die Vorbeugung von Herzkrankheiten sind“, sagt Ernährungsmedizinerin Dr. med. Ursula Hildebrandt vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Die Studie wurde vom National Institutes of Health (NIH) und mit zusätzlicher Unterstützung von der Nutrition Research & Education Foundation International Tree Nut Council (INC NREF) finanziert. Das National Institute of Health besteht aus 27 verschiedenen Instituten und Zentren. Jedes Institut bzw. Zentrum hat einen spezifischen Forschungsschwerpunkt. Bis auf drei Institute werden alle vom Kongress der Vereinigten Staaten finanziert und führen ihren Haushalt selbst. Die NIH untersucht grundlegend die Natur und das Verhalten lebender Systeme mit dem Ziel, die Kenntnisse über Gesundheit und Langlebigkeit voranzubringen, um Krankheitsrisiken zu reduzieren.

Quelle: ots/American Pistachio Growers (APG)

Foto: Dr. Bernd F. Pelz



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