Schwedens „feministische“ Anti-Familien-Politik und die verheerenden Folgen

Von Inge M. Thürkauf

„Wie Kindertagesstätten eine Nation zerstören können“  –  Unter diesem Titel erschien zu Beginn des Jahres 2007 in der Zeitschrift „Medizin und Ideologie“ der Bericht eines schwedischen Vaters über die familiäre Situation in dem   –  wegen seiner Kinder- und Familienpolitik europaweit so hochgepriesenen  – Wohlfahrtsstaates Schweden.

Das Resumée seiner erschütternden Bestandsaufnahme, die er in einem Satz zusammenfasste, lautet: Kindertagesstätten haben sich nach ca. 30-jähriger Erfahrung als „das größte soziale und wirtschaftliche Desaster des Jahrhunderts“ entpuppt.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in Schweden das Konzept „Kindertagesstätten“ von den beiden NobelpreistCouple photo - ADJrägern Alva und Gunnar Myrdal propagiert, die davon sprachen „eine neue Generation von Menschen zu schaffen, die besser in eine neue Weltordnung passen“ würden.

Ihnen wurde auch der Auftrag erteilt, Pläne für „die moderne Familie“ und die Gesellschaft von morgen auszuarbeiten.

Immer aggressiver erschienen daraufhin in den hörigen Presseorganen die für Mütter demütigende Bezeichnungen wie „schwach“, „dumm“, „faul“, „wenig ehrgeizig“, die ihren Ruf entwürdigten.

Der damalige Premierminister Palmes verkündete den Tod der Hausfrau, sein Minister meinte, dass sie ins Museum gehöre, so dass immer mehr Frauen ihr Selbstvertrauen verloren und ihre Rechte und ihre Mütterlichkeit diesem System opferten.

Mit der Publikation unter dem Titel „Die Familie der Zukunft: eine sozialistische Politik für die Familie“ legte die Regierung ihren Plan offen. Darin werden Kinder als „Hindernisse für die Emanzipation der modernen Frau“ bezeichnet, und es wird empfohlen, die emotionale, intellektuelle und materielle Entwicklung der Kinder in die Verantwortung des Staates zu legen.

Ein gesetzlich verankertes Recht sorgte dafür, dass jedem Kind ab dem sechsten Monat ein Platz in einer öffentlichen Kindertagesstätte zugesichert wurde.

Die düstere Bilanz nach 3 Jahrzehnten

Heute nach 30 Jahren  –  so der Bericht des schwedischen Vaters  –  ist die soziale Situation im Land desolat: Gewalt in den Schulen und auf den Straßen, Bedrohung der Lehrer und Eltern, eine bestürzende Zahl an psychisch erkrankten Kindern, und eine erhöhte Selbstmordrate, nicht nur Erwachsener, sondern auch von Kindern, die oft „nicht älter sind als vier, fünf oder sechs Jahre“.

Auch in Deutschland und in den übrigen Ländern der EU wird mit Hinweis auf Schweden dieses „Erfolgsrezept“ flächendeckend propagiert. Auch hier ist das bisherige Ergebnis alles andere als ein Vorzeigemodell. Trotzdem wird es weitergetrieben, das Resultat aber wird dem schwedischen Fiasko gleichen.

Cui bono? – Wem soll es nützen?

Die allgemeine ideologische Strömung zielt auf die Zerschlagung der Familie, auf den Zusammenbruch des christlichen Wertefundaments unserer abendländischen Kultur. Es gilt, den neuen Menschen zu schaffen, der sich vollkommen einfügen lässt in die von Politikern jeder Farbe immer unverfrorener angepriesene Neue Weltordnung, in der vor allem für die christliche Religion kein Platz vorgesehen ist.


Katholikentag 2014: Regionaltreffen informieren über aktuellen Planungsstand

Mit der mittlerweile dritten Runde startete vorgestern in Regensburg das Regionaltreffen für den bevorstehenden Katholikentag.

In den nächsten Wochen wird das Organisationsteam der Diözese durch die Regionen des Bistums reisen, um die Verantwortlichen in den Pfarreien, Verbänden und Einrichtungen auf den neuesten Stand zu bringen. Plakat

Denn das große Glaubensfest, das vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 in Regensburg stattfindet, rückt immer näher.

Reichhaltig waren daher auch die Hinweise und Infos, welche die Verantwortlichen um Michaela Schmid (siehe Foto), diözesane Koordinatorin des Katholikentags, und Dr. Martin Stauch von der Geschäftsstelle des 99. Katholikentags den rund 150 Anwesenden mitzuteilen hatten.

Auch Bischof Rudolf Voderholzer war zu diesem Abend gekommen, um sich über den Planungsstand zu informieren und die Regensburger gleichzeitig zur Mitarbeit zu motivieren bzw. zum Besuch des großen Glaubensfests persönlich einzuladen.

Eine Premiere feierte zu Beginn der Veranstaltung das „Lied zum Katholikentag“, das in seinem Titel das Leitwort des Katholikentags „Mit Christus Brücken bauen“ widergibt, und an diesem Abend zum allerersten Mal gesungen wurde.

Große Eröffnung am MittwochabendSchmid Michaela Regionaltreffen1

Der Katholikentag 2014 beginnt mit einer großen Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, 28. Mai um 18 Uhr am Südportal des Regensburger Doms St. Peter.

Das Fest wird mit einer einstündigen Zeitverzögerung auch im Bayerischen Fernsehen übertragen. Neben mehreren Grußworten, musikalischen Akzenten und Glaubenszeugnissen von Menschen, wird es auch eine Videobotschaft des Papstes geben.

Der fulminante Auftakt geht gegen 19.15 Uhr über in den Abend der Begegnung. Auf sieben Bühnen stellt sich in der Altstadt das gastgebende Bistum mit sieben Landschaftsregionen optisch, kulinarisch und akustisch vor.

Das Fest hat einen starken Begegnungscharakter: Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus sind eingeladen, das Bistum und die Stadt Regensburg mit all ihren Facetten zu erleben. 

Dabei lernen sie die Regionen Naabtal und Oberpfälzer Wald, Steinwald, Fichtelgebirge und Stiftland, den Bayerischen Wald, Gäuboden und Vorwald, das Oberpfälzer Jura sowie Hallertau, Isar, Vils und Rottal kennen. Gegen 22 Uhr endet der erste Tag mit einem gemeinsamen Abendgebet auf den sieben Bühnen.

Großgottesdienste zu Beginn und Ende

Der Katholikentag wird mit der Feier der heiligen Messe begonnen und beschlossen. Die Feier der Eucharistie zeigt dabei auch die Einheit aller Bistümer, die in diesen Tagen in Regensburg zu Gast sind. Ort der Feiern ist das Leichtathletikstadion der Universität Regensburg. 

Der Eröffnungsgottesdienst findet am Donnerstag, 28. Mai zu Christi Himmelfahrt um 10 Uhr, der Abschlussgottesdienst aKategorie laut Programmheft (98. Dt. Katholikentag Mannheim)m 1. Juni um 10 Uhr statt. Die Fahnenabordnungen aller katholischen Verbände und Vereine sind herzlich eingeladen, die Feiern mitzugestalten.

Für die Anreise zur Uni werden die gängigen Linienbusse verstärkt eingesetzt, jeder, der dazu in der Lage ist, wird aber auch gebeten, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu kommen.

Die fünf Tage des großen Glaubensfestes werden täglich von verschiedenen Gottesdiensten getragen. So wird zum Beispiel am Freitag, den 30. Mai im Regensburger Dom am Abend ein ökumenischer Gottesdienst, später in der Donauarena eine „Nacht der Lichter“ mit traditionellen Taizégesängen gefeiert.

Ein besonderer Augenmerk wird während der Tage auf die Barrierefreiheit gerichtet. So sollen alle Kirchen und Veranstaltungsorte weitestgehend für Rollstuhlfahrer und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen zugänglich sein.

Grenzenlose Vielfalt an fünf Tagen

Eine weiterer Höhepunkt ist das „Fest am Samstag“, das von 19.30 bis 22.30 Uhr mit verschiedenen Bühnenprogrammen an sieben Orten in der Regensburger Altstadt einlädt: 

Am St. Kassiansplatz beispielsweise präsentiert sich stellvertretend für die großen kath. Hilfswerke die Initiative „MARMICK – für eine gerechtere Welt“, am Haidplatz kommt die Partnerschaft zur tschechischen Nachbardiözese unter dem Titel „Bistum Pilsen – auf gute Nachbarschaft“ zum Tragen. Das Thema Inklusion wird am Bismarckplatz unter dem Motto „Anders sein ist ganz normal“ behandelt.

Eine Präsentation des Bistums Regensburg mit Ausstellungscharakter und Infopoint findet von Mittwoch bis Samstag am HGäste Regionaltreffenaidplatz statt. Hier können sich die Gäste über die Heiligen und Seligen im Bistum, den Schwerpunkt Kirchenmusik, die Beziehung zu Tschechien, die Wallfahrtstradition, das Themenfeld Weltkirche, die Orden und Geistlichen Gemeinschaften, die Laiengremien etc. informieren.

Neben Großkonzerten im Leichtathletikstadion der Universität mit den Wise Guys oder der bekannten Jazzcombo Quadro Nuevo erwartet die Gäste täglich ein buntes Abendprogramm mit einem eigenem Kabarettzentrum in der Alten Mälzerei, zahlreichen Ausstellungen, Konzerten und Lesungen, Filmvorführungen im Andreasstadel, Leseliederabende im Neuhaussaal zum Beispiel mit Judy Bailey sowie verschiedene Bandauftritte wie den „Schulfreunde Müller“ oder der Band für Neues Geistliches Liedgut „Ruhama“.

Kirchenmeile, Zentren und Podien

Jenseits der Altstadt präsentiert sich nach einem kurzen Fußweg über die historische Steinerne Brücke die „Kirchenmeile“ in Stadtamhof, dem Grieser Spitz, Am Protzenweiher, dem Dult- und Schopperplatz.

Hier finden sich die Stände der deutschen Bistümer, der Geistlichen Gemeinschaften und Orden, verschiedene katholische Initiativen und Organisationen sowie ein Caritasdorf und ein „Globales Dorf“. In neun Zentren widmen sich die Veranstalter mit zahlreichen Werkstätten, Kreativangeboten, Ausstellungen, Gesprächen und Vorträgen den verschiedenen Herausforderungen der katholischen Kirche.

So gibt es u.a. ein Biblisch-Geistliches Zentrum, ein Zentrum für Wissenschaft, ein Zentrum für Frauen und Männer, für Jugend oder für Ehe, Familie und Generationen sowie auch Zentren für Ökumene oder christlich-jüdischen bzw. christlich-islamischen Dialog.

Auf den Podien, die die Themen Glauben, Kirche, Theologie, Politik und Gesellschaft in den Blick nehmen, begegnen die Besucher interessanten Gesprächspartnern.

Bischof Rudolf Voderholzer widmet sich am Samstag, den 31. Mai, dem Zweiten Vatikanum als Auftrag der Laien. Bundeskanzlerin Angela Merkl diskutiert am Freitag, den 30. Mai, über die Frage „Hat die Welt noch einen Platz für Europa?“

Gesucht: Helfer und Betten für Gäste

4000 Schlafplätze in privaten Quartieren sollen bis zum Beginn des Katholikentags neben den Gruppenunterkünften in Schulen und anderen Einrichtungen gefunden werden. So lautet die Herausforderung der Geschäftsstelle des Katholikentags.

Das Quartiergebiet umfasst das Stadtgebiet und den Landkreis Regensburg. Dabei sind rund 90 Pfarreien aktiv eingebunden. Ab 7. Februar 2014 startet dazu eine groß angelegte Werbekampagne, um möglichst viele Menschen im Raum Regensburg zu finden, die bereit sind, einen oder mehrere Gäste während der Dauer des Katholikentags bei sich zuhause aufzunehmen.

Gleichzeitig werden zahlreiche Helfer benötigt, um die verschiedenen Bereiche vor, während und nach der Großveranstaltung zu begleiten. Hilfe wird zum Beispiel benötigt bei Einlasskontrollen und Ordnerdiensten, der Essensausgabe, Dolmetschereinsätzen und Begleitung von ausländischen Gästen, im Pressezentrum oder bei der Verkehrs- und Besucherlenkung. Interessierte Einzelpersonen müssen mindestens 18 Jahre alt sein, in betreuten Gruppen 16 Jahre.

Ab Mitte Februar kann das Programmheft zum Katholikentag auf der Homepage der Geschäftsstelle abgerufen werden.

Alle weiterführenden Infos, Downloads, Anmeldungen und vieles mehr finden Sie ebenfalls unter www.katholikentag.de oder unter www.vorbereitung-katholikentag2014.de

Text und Fotos: Jakob Schötz / Quelle für das 3. Foto: 99. Katholikentag


Auseinandersetzungen um grün-roten „Bildungsplan 2015“ spitzen sich zu

Kritische Petition umfaßt über 150.000 Unterzeichner

Die Debatte um den baden-württembergischen Bildungsplan 2015 wird schärfer. Der Entwurf sieht vor, dass Themen wie Homo- Bi- und Transsexualität im Schulunterricht intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. Kritiker, die eine moralische und ideologische Umerziehung befürchten, werden von Befürwortern und Medien zum Teil in die rechte und fundamentalistische Ecke gestellt.  pc_pi

Auch die Kirchen sind in die Kritik geraten. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July erklärte, es sei „blanker Unsinn“, den Eindruck zu erwecken, dass die Kirche für eine Ausgrenzung homosexueller Menschen sei. July bezog sich auf Kommentare zu einer Erklärung der beiden evangelischen Landeskirchen und der katholischen Kirche in Baden-Württemberg, in der Teile des Bildungsplans kritisiert werden.

Auf der landeskirchlichen Internetseite bekräftigt der Bischof, dass die staatliche Bildungsplanung die Kirchen an ihrer Seite habe, „wo es um Toleranz auf dem Schulhof, Initiativen gegen Ausgrenzung und Abwehr von Vorurteilen geht“. Die Landeskirche werde aber auch weiterhin „die notwendige innere Diskussion über Leitfragen im Zusammenleben einer Gesellschaft, über Fragen der Sexualethik und Lebensbeziehungen, über biblische Aussagen und gegenwärtige Herausforderungen“ führen.

Ab 1. Grundschulklasse: „Sexuelle Vielfalt“ kennenlernen

Zum Hintergrund: Das baden-württembergische Kultusministerium bereitet einen neuen Bildungsplan für die allgemeinbildenden Schulen vor. In einem Arbeitspapier heißt es, dass Kinder in jedem Fach und in jeder Klassenstufe die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von und mit LSBTTI-Menschen (lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, transgender und intersexuell) kennenlernen und darüber nachdenken sollen.

Dazu erklärten die beiden evangelischen Landeskirchen und die katholische Kirche in Baden-Württemberg in einer gemeinsamen Stellungnahme am 10. Januar, dass jeder Form von Ideologisierung und Indoktrination zu wehren sei. Dies gelte „nicht zuletzt im sensiblen Bereich der sexuellen Identität und damit verbundener persönlicher und familiärer Lebensentwürfe“.

Thema Sexualität erhält zu großes Gewicht

Der württembergische evang. Bildungsdezernent, Oberkirchenrat Werner Baur (Stuttgart), bemängelte, dass das Thema Sexualität ein zu großes Gewicht bekomme. Andere Bereiche im Rahmen der Leitprinzipien, etwa Friedens- und Demokratieerziehung, würden nicht genannt.

Die Kritik der Kirchen werde auch bei der seit längerem geplanten Begegnung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit Kirchenvertretern am 16. Januar eine Rolle spielen, teilte das Staatsministerium auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA mit.

Für Änderungen am Entwurf des Bildungsplans setzt sich eine Petition an den baden-württembergischen Landtag ein, die von dem Realschulehrer Gabriel Stängle verfasst wurde und inzwischen weit über 150.000 Unterstützer aufweist: https://www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

Quelle: http://www.idea.de


CDL-Vorsitzende Mechthild Löhr zur aktuellen Lebensrechtsdebatte

Mechthild Löhr (siehe Foto), die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), befaßte sich in einem Zeitungsartikel mit aktuellen Lebensrechtsthemen in der CDU und der Berliner Politik. 

Unter dem Titel „Frühling beim Lebensschutz?“ veröffentlichte die Würzburger kath. „Tagespost“ am gestrigen Donnerstag, den 16. Januar, die Stellungnahme der CDL-Chefin, die sich auf  den neuen CDU-Generalsekretär Peter Tauber bezieht._DSC4662

Dieser hat bereits in seinem ersten großen Interview nach Amtsantritt den Lebensschutz betont und die hohen Abtreibungszahlen beklagt; zudem will der engagierte evangelische Christ jede aktive Form der Euthanasie bzw. Sterbehilfe verbieten. 

Diese Stellungnahme ist beachtlich, allerdings nicht konsequent, wie die CDL-Vorsitzende erläutert:

„Aber leider wiederholt auch Tauber das allgegenwärtige, falsche „Credo“: „An den geltenden gesetzlichen Regelungen wollen wir nichts ändern!“ 

Warum? Wer wie er und andere junge Unionspolitiker befürchtet, der neue Koalitionsvertrag gehe vor allem zu Lasten der jüngeren Generation, muss jetzt den Mut aufbringen, den Irrweg der konkreten, praktischen Abtreibungsförderung durch den Staat politisch zu verlassen.

Wenn Tauber sagt, er sei mit seiner Position zum Lebensschutz „in meiner CDU sicher nicht alleine“, stimmt das sogar erfreulicherweise. Er hat wohl auch einen klaren Blick auf das inhaltlich bedrohlich unkenntlich gewordene Profil der Union und die deshalb stark bröckelnde Basis der Partei, die er als Generalsekretär wieder neu stabilisieren soll. Ohne Besinnung auf Familie und Lebensschutz geht das nicht!“

Abschließend schreibt Frau Löhr:

„Zum „Frühling“ für den Lebensschutz gehört nunmal mehr als Worte oder Interviews. Es müssen politische Taten folgen, wenn Politik glaubhaft und wirksam werden soll.“


Rems-Murr: CDU kritisiert grün-rote Reform des Landes-Bildungsplans

CDU-Kreisverband unterstützt Petition gegen „Bildungsplan 2015“

Die CDU Rems-Murr lehnt die Bildungsplanreform der grün-roten Landesregierung in der beabsichtigten Form ab. Unsere Schulen müssen ein Ort der Vermittlung von Wissen, Werten und Orientierung bleiben, und dürfen nicht zum Experimentierfeld parteipolitischer und
ideologischer Vorstellungen werden. paragraph_300x3001

Die CDU Rems-Murr hält daher die Vermittlung der grünroten sexuellen Vielfalt, wie sie die im Bildungsplan 2015 vorgesehen ist, für falsch.

„Das Wissen und die Aufklärung über verschiedene Formen der sexuellen Orientierung von Menschen soll und muss seinen angemessenen Platz in den Bildungsplänen unserer Schulen haben. Ebenso soll und muss die Toleranz gegenüber allen Menschen, gleich welcher sexuellen Orientierung, als Grundlage eines menschlichen Miteinanders vermittelt werden.

Die CDU Rems-Murr lehnt jedoch die grün-rote „sexuelle Vielfalt“ im Sinne einer gleich gewichteten Vermittlung aller sexuellen Orientierungen ab. In unserem Menschenbild ist die klassische Familie, bestehend aus Mutter, Vater und Kindern von zentraler Bedeutung“, erklärt der Kreisvorsitzende Dr. Joachim Pfeiffer.

„Wir begrüßen die öffentliche Petition zum Bildungsplan 2015 und die Positionen der Landeskirchen. Der große Zuspruch, auf den die Petition in der Bevölkerung trifft, zeigt den großen Diskussionsbedarf zu dem Thema bei den Bürgern. bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824

Die grün-rote Landesregierung um Ministerpräsident Kretschmann kann sich einer öffentlichen und ergebnisoffenen Diskussion über diese tiefgreifenden Änderungen an den Bildungsplänen nicht mehr verschließen und einfach zur Tagesordnung übergehen“, erläutert Dr. Pfeiffer weiter.

Gegen Verunglimpfung kritischer Stimmen

„Genauso entschieden wenden wir uns aber auch gegen jeden Versuch, eine solche Diskussion zu hetzerischen, verunglimpfenden oder diskriminierenden Wortmeldungen zu missbrauchen! Diese Diskussion muss in aller Offenheit und ohne gegenseitige Diffamierungen geführt werden“, verdeutlicht Ulrich Witzlinger, stellv. CDU-Kreisvorsitzender.

Wer den Anspruch erhebt, Leitprinzipien für den Bildungsplan zu erstellen, der muss sich an den ihm selbst vorgegebenen Grundlagen orientieren. Dazu gehört in erster Linie die Verfassung des Landes Baden-Württemberg, vor allem mit seinen Artikeln 6 (Schutz von Ehe und Familie) und Artikel 12 (Erziehungsziele).

Bildungsplan entspricht nicht den Verfassungszielen

Die von grün-rot beabsichtige Bildungsplanreform entspricht diesen Verfassungsgeboten in zentralen Punkten nicht.

Wer weiter den Anspruch erhebt, über den Bildungsplan Toleranz, Nicht-Diskriminierung und Vielfalt zu vermitteln, der darf sich dabei nicht, wie grün-rot, eindimensional nur auf Toleranz gegenüber sexueller Orientierung beschränken.

Toleranz, wie sie unseren Kindern vermittelt werden sollte und wie sie unsere Rechtsordnung vorsieht, ist sehr viel umfassender. Sie umfasst Toleranz gegenüber dem jeweiligen anderen Geschlecht, gegenüber Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaften, gegenüber Behinderten, anderen Kulturen oder sozial Schwächeren.

Verdacht der Indoktrinierung in Schulen

Die Einseitigkeit der grün-roten Auslegung des Toleranzbegriffs legt den Verdacht einer Indoktrinierung im Sinne der LSBTTIQ- Interessengruppen mit Hilfe des Bildungsplans nahe. Dies lehnt die CDU Rems-Murr ab.

Die CDU Rems-Murr hält die im Bildungsplan genannten Leitprinzipien Berufliche Orientierung, Nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, Prävention und Gesundheitsförderung sowie Verbraucherbildung grundsätzlich für richtig. Diese waren auch schon bisher Gegenstand der Bildungspläne. Sie hält es aber nicht für sinnvoll, die Bildung junger Menschen auf diese fünf Leitprinzipien zu verengen.

Entscheidende Leitprinzipien fehlen, beispielsweise die Vermittlung der Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung für sich und für andere, in der Ehe, in der Familie, im Berufsleben und in Vereinen. Auch dieser Mangel lässt befürchten, dass grün-rot bei der Gewichtung der Themen im Bildungsplan eigene ideologische und parteipolitische Ziele verfolgt.

Die CDU Rems-Murr fordert die Landesregierung und die sie tragenden Parteien auf, über die Leitprinzipien zur Bildungsplanung mit den Bürgerinnen und Bürgern, Kirchen und gesellschaftlichen Gruppen in einen intensiven öffentlichen und ergebnisoffenen Dialog einzutreten und dessen Ergebnisse umzusetzen.

Waiblingen, den 17. Januar 2014

Ansprechpartner:  Andreas Niederle Pressesprecher der CDU Rems-Murr
Albert-Moser-Straße 30 in 71394 Kernen
andreas-niederle@arcor.de


Erzbistum Bamberg beanstandet Anti-Zölibats-Auftritt von Pfr. Stefan Hartmann

Nachdem der katholische Pfarrer Dr. Stefan Hartmann aus Oberhaid kürzlich in einer TV-Talkshow kirchlichen Positionen widersprach, erhielt er vom Bamberger Ordinariat im Auftrag von Erzbischof Ludwig Schick das folgende Schreiben:

Sehr geehrter Herr Pfarrer Dr. Hartmann!bildma1

1. Sie haben im Bayerischen Rundfunk und andernorts den Zölibat als „Anachronismus, der vielen Menschen und der Kirche schadet“ bezeichnet. Damit stellen Sie sich expressis verbis gegen Aussagen zum Zölibat im „Dekret über Dienst und Leben der Priester“ des Zweiten Vatikanischen Konzils „Presbyterium ordinis“ Nr. 16.

2. Durch Ihre medialen Auftritte und Äußerungen in Fernsehen, Presse und social media verursachen Sie für die kirchliche Gemeinschaft Schaden und Verwirrung (vgl. c.1741, Nr. 1 und c. 1373 CIC).

3. Sie vereinnahmen den Hl. Vater Papst Franziskus, Hochwürdigsten Herrn Staatssekretär Kardinal ren. Parolin und Erzbischof Schick für Ihre Äußerungen gegen den Zölibat. Alle drei Genannten haben ausdrücklich ihre Wertschätzung für den Zölibat gemäß PO 16 ausgesprochen und Möglichkeiten über Ausnahmen von Versprechen des Zölibates vor der Diakonenweihe erwähnt.

4. Im Jahr 2012 haben Sie bei zwei Landeskirchen versucht, als evangelischer Pfarrer Anstellung zu finden. Diese Versuche haben Sie zwar abgebrochen, sich aber nicht von diesem Unterfangen distanziert.

Wir werden in Kürze ein Gespräch mit Ihnen führen. Ab sofort haben Sie sich jeder weiteren Äußerungen zum Zölibat und anderen damit zusammenhängenden Themen zu enthalten.

Mit freundlichen Grüßen
Georg Kestel, Generalvikar   –  Dr. Heinrich Hohl, Notar

Ergänzende INFO hierzu:  https://charismatismus.wordpress.com/2014/01/13/bamberg-erzbischof-schick-kritisiert-outing-in-den-medien/


Die Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag der geistlichen Berufungen

Der vollständige Wortlaut des Papstschreibens vom 15.1.2014:

Liebe Brüder und Schwestern!

1. Das Evangelium berichtet: »Jesus zog durch alle Städte und Dörfer … Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“« (Mt 9,35-38).

Diese Worte überraschen uns, denn wir alle wissen, dass man zuerst pflügen, säen und bebauen muss, um dann zu gegebener Zeit eine große Ernte einzufahren. Jesus dagegen sagt: »Die Ernte ist groß.«  papst_letzter_tag_01

Wer aber hat gearbeitet, um ein solches Ergebnis zu erzielen? Es gibt nur eine Antwort: Gott.

Offensichtlich ist das Ackerfeld, von dem Jesus spricht, die Menschheit: Wir sind es. Und das Wirken, das die »reiche Frucht« hervorbringt, ist die Gnade Gottes, die Gemeinschaft mit ihm (vgl. Joh 15,5).

Bei dem Gebet, zu dem Jesus die Kirche auffordert, geht es also um die Bitte, die Zahl derer zu mehren, die im Dienst an seinem Reich stehen.

Paulus: „Ihr seid Gottes Ackerfeld“

Der heilige Paulus, der einer dieser »Mitarbeiter Gottes« war, hat sich unermüdlich für das Evangelium und für die Kirche eingesetzt. Mit dem Bewusstsein eines Menschen, der persönlich erfahren hat, wie unergründlich der Heilswille Gottes ist und dass die Initiative der Gnade der Ursprung einer jeden Berufung ist, erinnert der Apostel die Christen in Korinth: »Ihr seid Gottes Ackerfeld« (1 Kor 3,9).

Daher kommt in unserem Herzen zunächst das Staunen auf eine große Ernte, die nur Gott schenken kann; dann die Dankbarkeit für eine Liebe, die uns stets vorausgeht; schließlich die Anbetung für das von ihm vollbrachte Werk, das unsere freie Zustimmung erfordert, mit ihm und für ihn zu handeln. bild-jesus-oben

2. Viele Male haben wir mit den Worten des Psalmisten gebetet: »ER hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, sein Volk und die Herde seiner Weide« (Ps 100,3); oder auch: »Der HERR hat sich Jakob erwählt, Israel wurde sein Eigentum« (Ps 135,4). 

Wir sind jedoch Gottes „Eigentum“ nicht im Sinne des Besitzes, der zu Sklaven macht, sondern im Sinne eines starken Bandes, das uns mit Gott und untereinander vereint, entsprechend einem Bund, der für immer bestehen bleibt, »denn seine Huld währt ewig« (Ps 136).

In der Erzählung von der Berufung des Propheten Jeremia zum Beispiel erinnert Gott daran, dass er beständig über einen jeden wacht, damit sein Wort in uns verwirklicht wird. Das dazu gebrauchte Bild ist das Bild vom Mandelzweig, der als erster von allen blüht und die Wiedergeburt des Lebens im Frühling ankündigt (vgl. Jer 1,11-12).

Wir gehören zu Christus!

Alles kommt von ihm und ist sein Geschenk: die Welt, das Leben, der Tod, die Gegenwart, die Zukunft, »ihr aber« – beruhigt der Apostel – »gehört Christus  –  und Christus gehört Gott« (1 Kor 3,23).1_0_747648

Damit wird die Form der Zugehörigkeit zu Gott erklärt: durch die einzigartige und persönliche Beziehung zu Jesus, die die Taufe uns vom Beginn unserer Wiedergeburt zu neuem Leben an geschenkt hat. Christus also ist es, der durch sein Wort unablässig zu uns spricht, damit wir auf ihn vertrauen und ihn lieben »mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft« (Mk 12,33). 

Daher erfordert jede Berufung, trotz der Vielfalt der Wege, stets ein Herausgehen aus sich selbst, um das eigene Dasein auf Christus und sein Evangelium auszurichten. 

Sowohl im Eheleben als auch bei den Formen der Ordensgelübde und im priesterlichen Leben muss man Denk- und Handlungsweisen, die mit dem Willen Gottes nicht übereinstimmen, überwinden. Es ist »ein Auszug, der uns auf einen Weg der Anbetung des Herrn und des Dienens an ihm in den Brüdern und Schwestern führt« (Ansprache an die Teilnehmer der Vollversammlung der Internationalen Vereinigung der Generaloberinnen (UISG), 8. Mai 2013).

Daher sind wir alle aufgerufen, Christus in unserem Herzen heilig zu halten (vgl. 1 Petr 3,15), um uns erreichen zu lassen vom Impuls der Gnade, die im Samenkorn des Wortes enthalten ist, das in uns wachsen und sich in konkreten Dienst am Nächsten verwandeln muss.

Wir dürfen keine Angst haben: Gott sorgt mit Leidenschaft und Sorgfalt für das Werk, das aus seinen Händen hervorgegangen ist, ipolskawebn jedem Abschnitt des Lebens. ER verlässt uns nie! Die Umsetzung seines Planes mit uns liegt ihm am Herzen, und dennoch will ER ihn mit unserer Zustimmung und mit unserer Zusammenarbeit durchführen.

3. Auch heute lebt Jesus in den Wirklichkeiten unseres gewöhnlichen Lebens und ist in ihnen auf dem Weg, um sich allen zu nähern, begonnen bei den Letzten, und uns von unseren Krankheiten und Gebrechen zu heilen.

Auf Christi Stimme in der Kirche hören!

Ich wende mich jetzt an jene, die bereit sind, auf die Stimme Christi zu hören, die in der Kirche erklingt, um zu verstehen, was ihre eigene Berufung ist. Ich lade euch ein, auf Jesus zu hören und ihm nachzufolgen, euch innerlich von seinen Worten verwandeln zu lassen: Sie »sind Geist und sind Leben« (Joh 6,63). 6a40d593df - Kopie

Maria, die Mutter Jesu und unsere Mutter, sagt immer wieder auch zu uns: »Was ER euch sagt, das tut!« (Joh 2,5).

Es wird euch gut tun, mit Vertrauen teilzunehmen an einem gemeinsamen Weg, der in euch und um euch herum die besten Kräfte freizusetzen weiß. Die Berufung ist eine Frucht, die heranreift im gut bebauten Ackerfeld der gegenseitigen Liebe, die zum gegenseitigen Dienen wird, im Umfeld eines echten kirchlichen Lebens. Keine Berufung entsteht aus sich selbst heraus oder lebt für sich selbst.

Die Berufung entspringt dem Herzen Gottes und keimt auf im guten Ackerboden des gläubigen Volkes, in der Erfahrung der brüderlichen Liebe. Hat Jesus etwa nicht gesagt: »Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt« (Joh 13,35)? 

4. Liebe Brüder und Schwestern, »diesen ›hohen Maßstab‹ des gewöhnlichen christlichen Lebens« (Papst JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Novo millennio ineunte, 31) zu leben bedeutet zuweilen, gegen den Strom zu schwimmen, und bringt es mit sich, auch Hindernissen zu begegnen, außerhalb von uns und in uns.

Jesus selbst mahnt uns: Der gute Same des Wortes Gottes wird oft vom Bösen weggenommen, von Bedrängnissen aufgehalten, von den Sorgen und Verführungen der Welt erstickt (vgl. Mt 13,19-22).2_atk2926-170x115

All diese Schwierigkeiten könnten uns entmutigen und uns dazu bringen, auf scheinbar bequemere Wege auszuweichen. Aber die wahre Freude der Berufenen besteht darin, zu glauben und zu erfahren, dass ER, der HERR, treu ist und dass wir mit ihm gehen, Jünger und Zeugen der Liebe Gottes sein und das Herz für große Ideale, für große Dinge öffnen können.

Setzt das Leben für große Ideale ein!

»Wir Christen sind vom HERRN nicht für Kleinigkeiten auserwählt; geht immer darüber hinaus, zu den großen Dingen! Setzt das Leben für große Ideale ein!« (Predigt in der Heiligen Messe mit Firmungen, 28. April 2013).

Euch Bischöfe, Priester, Ordensleute, Gemeinschaften und christliche Familien bitte ich, die Berufungspastoral in diesem Sinne auszurichten und die jungen Menschen auf Wegen der Heiligkeit zu begleiten.

Da dies persönliche Wege sind, erfordern sie »eine wahre und eigene Pädagogik der Heiligkeit, die sich den Rhythmen der einzelnen Personen anzupassen vermag. Diese Pädagogik wird den Reichtum dessen, was allen vorgelegt wird, verbinden müssen mit den überkommenen Formen der Hilfe durch Personen und Gruppen sowie mit den jüngeren Formen, die sich in den Verbänden und den von der Kirche anerkannten Bewegungen finden« (Papst JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Novo millennio ineunte, 31).

Machen wir also unser Herz bereit, „guter Ackerboden“ zu sein, um das Wort zu hören, anzunehmen und zu leben und so Frucht zu bringen.

Je mehr wir uns durch das Gebet, die Heilige Schrift, die Eucharistie, die in der Kirche gefeierten und gelebten Sakramente und durch die gelebte Brüderlichkeit mit Jesus zu vereinigen wissen, desto mehr wird in uns die Freude wachsen, mit Gott zusammenzuarbeiten im Dienst des Reiches der Barmherzigkeit und der Wahrheit, der Gerechtigkeit und des Friedens.

Und die Ernte wird in dem Maße reich sein, wie es der Gnade entspricht, die wir mit offener Bereitschaft in uns aufgenommen haben. Mit diesem Wunsch und mit der Bitte an euch, für mich zu beten, erteile ich von Herzen allen den Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 15. Januar 2014

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2014/01/16/papstbotschaft_zu_geistlichen_berufen:_volltext/ted-764492