Bertelsmann-Studie: Das heutige Rentensystem ist nicht familiengerecht

Pressemeldung des Verbands kinderreicher Familien:

Durchschnittlich 77.000 Euro zahlt ein heute 13-Jähriger während seines Erwerbslebens in die Rentenkasse mehr ein, als er selbst an Rente beziehen wird.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel “Familien in der gesetzlichen Rentenversicherung: Das Umlageverfahren auf dem Prüfstand.“ ????????

Ihr Verfasser Prof. Dr. Martin Werding bezeichnet das heutige gesetzliche Rentensystem als nicht familiengerecht.

Mit der Gründung einer Familie sowie mit der Erziehung und Ausbildung von Kindern ermöglichen Eltern die Einzahlung in die Rentenkasse von morgen. Allerdings wird diese Leistung für die Zukunft der Gesellschaft Erziehenden bei ihren eigenen Rentenansprüchen nicht angerechnet. Weder erhöht sich ihre Rente noch werden ihre Rentenbeiträge gemindert.

Diese Studie weist nach, dass Eltern durch das derzeitige System der gesetzlichen Rentenversicherung systematisch benachteiligt werden. Ihre Erziehungsleistung wird nicht anerkannt, erklärt Dr. Elisabeth Müller vom Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. 

Kinderreichtum führt zu Benachteiligung

Faktisch wird vom Rentensystem bestraft, wer sich für Kinder entscheidet und damit einen Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft leistet. Das ist ungerecht und kurzsichtig, so Dr. Müller. 

Die BertelsmannStudie betont zudem die immense Leistung, die gerade kinderreiche Familien für die Zukunft unserer Gesellschaft erbringen, macht Müller deutlich. Doch diese Leistung werde vom jetzigen Rentensystem nahezu übersehen. Deswegen sei es höchste Zeit, dass unser Rentensystem Familie absichert und ihr nicht den Boden entzieht. Eine gezielte Entlastung von Familien und eine garantierte Absicherung von Erziehenden im Alter sei keine Großzügigkeit, sondern eine Investition in die Zukunft, fasst Müller zusammen.

Die Bertelsmann-Studie hebt hervor, dass Kinder in ihrem späteren Erwerbsleben die Alterssicherung ihrer Eltern und die der Kinderlosen finanzieren. Obwohl sie das umlagefinanzierte Rentensystem aufrechterhalten, werden Familien während des Aufwachsens ihrer Kinder überproportional belastet.

Bisherige familienpolitische Maßnahmen genügen nicht

Über ihre Rentenbeiträge finanzieren sie die Generation ihrer Eltern und sie ermöglichen durch Zeit, Energie und Geld ihren Kindern den Start ins Leben. Ferner sind Eltern kinderreicher Familien durch die Kindererziehung häufig über Jahre vermindert oder gar nicht erwerbstätig. Dann sind sie nicht nur finanziell eingeschränkt, sondern sie können auch weniger Rentenpunkte sammeln.

Mit den 156 steuerfinanzierten familienpolitischen Maßnahmen und Bildungsangeboten werden die Kosten, die Familien schultern, nur zu einem geringen Teil abgefedert. Nach Abzug dieser solidarisch aufgebrachten Leistungen würde das besagte 13-jährige Kind immer noch 50.500 Euro Zuschuss in die Rentenkasse einzahlen.

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. fordert deshalb Politiker aller Parteien auf, die von Prof. Dr. Martin Werding im Rahmen der Studie eingebrachten Lösungsvorschläge zu prüfen. Die große Koalition und die klaren Mehrheitsverhältnisse im Parlament würden es ermöglichen, das Rentensystem zu reformieren und es für Familien gerecht zu gestalten, so Müller. Es besteht akuter Handlungsbedarf.

Die genannte Studie Familien in der gesetzlichen Rentenversicherung: Das Umlageverfahren auf dem Prüfstand von Prof. Dr. Martin Werding finden Sie hier.

Das Youtube-Video der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel „Rentensysteme unter Druck“ hier:  http://youtu.be/h5d6GeUT_TM

Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. 
Dr. Patricia Arndt 
Korschenbroicher Str. 83  in 41065 Mönchengladbach 
Tel. 02161-3030953
http://www.kinderreichefamilien.de/

Ulmer IHK-Präsident unterschrieb Petition gegen grün-roten „Bildungsplan 2015“ und gerät jetzt unter Druck

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Ulm, Dr. Peter Kulitz, steht wegen seiner Unterstützung der Petition gegen den Bildungsplan 2015 in der Kritik.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes für freie Kammern, Kai Boeddinghaus, forderte Kulitz dazu auf, seine Unterschrift zurückzuziehen. Dieser habe als IHK-Präsident „eine Verantwortung zur Zurückhaltung“, sagte der Boeddinghaus der Südwest Presse. Dabei ginge es ihm nicht um den Inhalt der Petition, betonte der IHK-Kritiker. bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824

Hintergrund ist die Petition gegen den Entwurf eines neuen Schulplans für Baden-Württemberg mit dem Schwerpunkt „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Dieser Protest wirft der grün-roten Landesregierung vor, damit das traditionelle Familienbild zu diskreditieren. 

Auch Dr. Kulitz hatte die Petition unterschrieben, die mittlerweile von weit über hunderttausend Bürgern getragen wird. Gegenüber der Südwest Presse verteidigte der promovierte Jurist seine Unterstützung. Die Unterschrift habe er als Privatmann getätigt: „Soll man sich als Bürger nicht mehr an öffentlichen Diskussionen beteiligen, weil man ein Ehrenamt bekleidet? Nur ein Gedankenspiel: Was wäre, ließe ich mich für den Gemeinderat aufstellen und würde dann Wahlkampf machen?“

Der grüne Stadtrat Michael Joukov weist diese Argumentation zurück. Auch inhaltlich dürfe sich Kulitz die Petition nicht zu eigen machen, da diese nicht ein weltoffenes Ulm widerspiegele. „Es reicht nicht, daß Dr. Kulitz klarstellt, nicht für die IHK zu sprechen“ kritisierte der Lokalpolitiker: „Er muß sich überlegen, ob das Ansinnen der Petition ins 21. Jahrhundert passt.“

Dr. Kulitz dagegen beharrt auf seinen Standpunkt und möchte die Petition weiter unterstützen: „Im Sinne des verfassungsrechtlich gewährten besonderen Schutzes der Familie sollte sich die christliche Werteordnung weiter im Lehrplan niederschlagen.“ 

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT: http://www.jungefreiheit.de

LINK zur Protest-PETITION: https://www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

Die Tochter des Ulmer IHK-Präsidenten ist in der JU aktiv: http://www.jessicakulitz.de/de/politik.html


Vatikan: Medjugorje-Kommission hat ihre Tätigkeit abgeschlossen

Die internationale vatikanische Untersuchungskommission über die angeblichen Marienerscheinungen im bosnischen Marienwallfahrtsort Medjugorje bei Mostar hat ihre Arbeit abgeschlossen.

Die Kommission unter Leitung von Kardinal Camillo Ruini, die 2010 bei der Glaubenskongregation eingerichtet wurde, hat am gestrigen Freitag, den 17. Januar,  zum letzten Mal getagt, wie der vatikanische Pressesprecher Federico Lombardi SJ mitteilte.

Die Resultate der Untersuchung sollen jetzt der Glaubenskongregation vorgelegt werden. Der Kommission gehörten rund 20 Kardinäle, Bischöfe und Sachverständige an.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Papst Franziskus traf den bosnischen Kardinal Vinko Puljic, Erzbischof von Sarajevo, in Privataudienz am vergangenen Donnerstag.

Im Mittelpunkt der vatikanischen Prüfung standen angeblich weniger die „Marienerscheinungen“ von Medjugorje, sondern vor allem das geistliche Leben und die pastorale Begleitung der Pilger. 

Noch in diesem Jahr wird erwartet, daß Rom sein endgültiges Urteil darüber bekanntgibt, ob die dortigen „Erscheinungen“ bejaht bzw. der Glaube daran approbiert (kirchlich genehmigt) wird.

Auch im  Falle einer Approbation („Anerkennung“, Erlaubnis) sind Privatoffenbarungen für katholische Gläubige nicht verpflichtend; sie gehören nicht zum „Glaubensgut“ bzw. sind kein Bestandteil des amtlichen Verkündigungsauftrags der Kirche.

Ergänzende INFO: https://charismatismus.wordpress.com/2013/11/06/kritische-auserung-aus-der-romischen-glaubenskongregation-zu-medjugorje/

 


Regensburg: Prälat Georg Ratzinger wurde 90 Jahre alt / Festmesse am Sonntag

Das Bistum Regensburg gratuliert Domkapellmeister Georg Ratzinger herzlich zu seinem Geburtstag und wünscht ihm Gottes Segen. xRatzingerGeorgBruderJosephKardinalInternet_jpg_pagespeed_ic_sYUwr3Ogwy

Prälat Ratzinger konnte am vergangenen Mittwoch sein 90. Lebensjahr beginnen; er verbrachte seinen Ehrentag bei seinem Bruder Joseph: Papst em. Benedikt XVI.

Am Sonntag, den 19. Januar 2014, feiert Bischof Rudolf Voderholzer anläßlich des Geburtstags von Prälat Georg Ratzinger um 10 Uhr ein Pontifikalamt im Regensburger Dom St. Peter.

Alle Gläubigen sind herzlich zur Mitfeier eingeladen.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Wie aus einem „falschen Afghanen“ ein deutscher Staatsbürger werden soll

Von Michael Leh

„Die Welt will betrogen sein“  –  so heißt es schon im „Narrenschiff“ Sebastian Brants aus dem Jahr 1494. Folgt man einem jüngsten Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Baden-Württemberg, will offenbar auch der deutsche Staat unbedingt betrogen werden.

Das hohe Gericht befand im Dezember, auch eine unter Verwendung falscher Personalien erschlichene Einbürgerung sei wirksam. Dies gelte unabhängig davon, ob der Einbürgerungsbewerber gegenüber der zuständigen Behörde unter dem Namen einer real existierenden oder einer frei erfundenen Person auftrete.

Die Einbürgerungsbehörde könne daher keineswegs die Nichtigkeit einer auf diese Weise erschlichenen rechtswidrigen Einbürgerung feststellen. Diese könne nur innerhalb der im Staatsangehörigkeitsgesetz dafür bestimmten Frist von fünf Jahren zurückgenommen werden.

Einbürgerung mit falscher Identität

Im konkreten Fall war ein Pakistaner 1995 nach Deutschland eingereist, gab sich mit falschen Personalien als Afghane aus und stellte einen Asylantrag. Das Asylverfahren ergab ein Abschiebungsverbot für Afghanistan, und so erhielt der falsche Afghane eine Aufenthaltsgenehmigung. Im Jahr 2004 ließ sich der echte Pakistaner unter der falschen Identität einbürgern.

Im Oktober 2011 beantragte er kühn bei der Landeshauptstadt Stuttgart, seine Personalien zu berichtigen. Er gab zu, unter falschen Daten  aufgetreten zu sein, doch nach mehr als fünf Jahren könne die Einbürgerung nicht mehr zurückgenommen werden.

Die Stadt sah das anders, das Verwaltungsgericht Stuttgart auch, doch der VGH meinte, der falsche Afghane sei im Recht. Da noch die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen ist, bleibt abzuwarten, ob Frechheit endgültig siegt.

Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung des Beitrags in der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ am 4. Januar 2014


ZAR: Christen werden gezielt angegriffen

Zentralafrikanische Republik: Christen fühlen sich allein gelassen

Christen sind im Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) weitaus mehr von den Kämpfen und Unruhen betroffen als Muslime. Das geht aus einer neuen Gefährdungsanalyse hervor, die das christliche Hilfswerk Open Doors nun vorgestellt hat.

Über die besondere Gefährdung von Christen in der ZAR wird demnach zu oft hinweggesehen, da sich internationale Medien in der Regel auf die allgemeinen religiösen Spannungen konzentrieren. 305fe9127f

Im vergangenen Oktober unterstützte Open Doors eine Tagung christlicher Leiter, das in ein Hilfeersuchen an die internationale Gemeinschaft mündete. Darin wird die Sorge geäußert, dass seit dem Staatsstreich im März 2013 besonders Christen zur Zielscheiben wurden, was auch belegt wird.

Im Dezember versammelten sich Christen aus Protest gegen die Herrschaft Djotodias am Flughafen der Hauptstadt Bangui. Djotodia war aus dem Umsturz als neuer Präsident hervorgegangen, musste allerdings auf Druck der zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft und des tschadischen Präsidenten Déby am 10. Januar zurücktreten.

Nach Meldungen über die Enthauptung von Kindern berichtete das Kinderhilfswerk UNICEF am 30. Dezember, die Gewalttätigkeiten seien „auf einen barbarischen neuen Standard herabgesunken“.

Open Doors International zufolge haben sich sowohl ehemalige Séléka-Rebellen als auch Anti-Balaka-Angehörige der Verletzung von Menschenrechten schuldig gemacht; falsch ist es aber, von ihrem Konflikt als einem Kampf zwischen muslimischen und christlichen Gruppen zu sprechen.

Open Doors International zitiert aus einer Stellungnahme zentralafrikanischer Bischöfe: „Wir bedauern die Berichte, die Anti-Balaka als christliche Gruppe beschreiben. Die Anti-Balaka setzen sich aus Teilen der Bevölkerung zusammen, die von den zahlreichen Übergriffen der Séléka-Rebellen genug haben.“ 

Rebellen sind meist Islamisten aus dem Ausland

Die islamistischen Motive der Séléka-Gruppen sind klar, zumal diese Rebellen zu 95 % aus Muslimen bestehen. Nur etwa 10% der Rebellen haben die Staatsangehörigkeit der ZAR. Die große Mehrheit der Gruppe besteht aus islamistischen Kämpfern aus den Nachbarländern Tschad und Sudan.

Die Analyse zur Gefährdungslage der Christen zeigt auf, dass in dem Konflikt mindestens 13 Pastoren ermordet und viele christliche Kirchen, Häuser und Schulen niedergebrannt wurden, während Muslime und muslimische Einrichtungen weitgehend verschont blieben.

Pastor Guerengbo erklärte gegenüber Open Doors:

„Sowohl katholische und protestantische Kirchen als auch Christen im Allgemeinen sind in dem Konflikt am stärksten gefährdet. Muslime in besetzten Städten sind besser geschützt. Zudem werden islamische Leiter im Gegensatz zu christlichen Leitern von den Séléka-Rebellen respektiert und geehrt.“

Quelle: Open Doors

Foto: HMK


Großer Jubel über Gottes Hilfe

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche

Psalm 21 (20),2-3.4-5.6-7

An deiner Macht, HERR, freut sich der König;
über deine Hilfe, wie jubelt er laut!
Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt,
ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten.

Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück,
du kröntest ihn mit einer goldenen Krone.
Leben erbat er von dir, du gabst es ihm,
viele Tage, für immer und ewig.

Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe,
du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht.
Du machst ihn zum Segen für immer;
wenn du ihn anblickst, schenkst du ihm große Freude.