Angela Merkel stellt CDU-Euro-Kritiker Klaus-Peter Willsch eiskalt ins Abseits

Von Peter Helmes

Wer noch geglaubt hatte, Kanzlerin Merkel und ihr geistiges Gefolge wären zu Toleranz bereit, wird jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt:Willsch

Der profilierte Euro-Kritiker im Bundestag, Klaus-Peter Willsch (siehe Foto), verlor seinen langjährigen Sitz in einem der wichtigsten Ausschüsse, dem Haushaltsausschuß. Willsch hatte in der Vergangenheit den Euro-Rettungskurs der Regierung offen kritisiert und bei den jeweiligen Abstimmungen (zB dem ESM) mit „Nein“ gestimmt.

Nur politisch Unbedarfte konnten davon ausgehen, daß diese Haltung ohne Folgen für die Kritiker bleiben würde. So war damit zu rechnen, daß Willsch keine Chance mehr erhielte, erneut Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Haushaltsausschuß zu werden. Das hatte auch Willsch selbst so gesehen.

Daß er aber gleich  –  und ohne jede Vorwarnung und Gesprächs-Möglichkeit  –  ganz aus dem Ausschuß fliegen würde, zeigt einerseits, wie dünn das Euro-Nervenkostüm und andererseits wie nachtragend Frau Merkel ist.

Wer jetzt noch gegen ihre Politik aufbegehrt, ist somit gewarnt. Und so schnitzt sich Mutti mit scharfem Messer eine willfährige Abnicktruppe in der Partei und in der Fraktion. –  Kurzum: Kritik an Merkel verbietet sich.

Kein Fraktions-Abnickerreichstag_flaggen_368s

Was schert es schon die Fraktionsführung, daß Abgeordnete „nur ihrem Gewissen verpflichtet“ sind?  –  Nun nimmt man ihnen gar das Recht, ihre Meinung frei zu äußern und gegen die Fraktionsdisziplin zu verstoßen. Wer nicht dem folgt, was die Führung vorschreibt, wird gnadenlos abgestraft.

Wahrscheinlich hätte man ihn auch gerne nicht wieder im Bundestag gesehen. Aber so leicht kriegt man Willsch nicht weg. Auch im September letzten Jahres hat er seinen Wahlkreis mit grandiosem Erfolg verteidigt. „Gnade von oben“  –  also einen Platz auf der Landesliste  –  benötigte er nicht.

Im „Fall“ Willsch wird völlig ungeniert ein Mann niedergemacht, der einer der wenigen Wirtschafts- und Finanzfachleute der Union ist und in seinen 15 Jahren Bundestags-Zugehörigkeit bisher stets sachlich und frei von Polemik seine Bedenken geäußert und seine Abgeordneten-Tätigkeit vorbildlich transparent gemacht hat.  Zum Handtaschenträger und Abnicker taugte er allerdings nie.

Mit seinem Brief vom 17. Januar (siehe unten) zeigt Willsch wieder einmal Stil und Charakter. Das Schreiben ist eine deutliche Stellungnahme zum Vorgang, aber keine „Abrechnung“:

KEINE POLITIK GEGEN DAS EIGENE GEWISSEN:

Willsch´s Brief aus der Hauptstadt

Hier folgt der Wortlaut des Schreibens von Klaus-Peter Willsch vom 17.1.2014:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,159481-3x2-teaser296

viele von Ihnen werden bereits wissen, dass ich in der neuen Legislaturperiode nicht mehr Mitglied im Haushaltsausschuss sein werde. Gerne hätte ich meine Arbeit in diesem wichtigsten Ausschuss fortgesetzt. Seit 2002, also noch zu rot-grünen Zeiten, habe ich dort den Schwerpunkt meiner parlamentarischen Arbeit in Berlin gehabt, zunächst als Berichterstatter für den Bereich Bildung und Forschung, seit 2009 für Verteidigung. Bestehende Ausschussmitgliedschaften in Frage zu stellen, ist sehr unüblich. In der vergangenen Legislaturperiode war ich Obmann, also stellvertretender Sprecher für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss. 

Da ich den im Mai 2010 vollzogenen Schwenk von Führung und Fraktionsmehrheit bei der „Euro-Rettungspolitik“ aus tiefster innerer Überzeugung nicht mitmachen konnte, verzichtete ich bei Äußerungen zu diesem Themenkomplex auf das Führen dieses Titels, da ich um die Mehrheitsverhältnisse in der Fraktion wusste. Warum ich die sogenannte „Rettungspolitik“ für grundfalsch halte, habe ich an dieser Stelle schon oft dargelegt. Auch mein Kollege, Freund und Mitstreiter in der Sache, Alexander Funk, ist von der Führung aus dem Haushaltsausschuss entfernt worden. Wir wussten beide, eine erneute Mitgliedschaft im Haushaltsausschuss wird kein Selbstläufer, hatten aber beide die Rückendeckung unserer Landesgruppen. Auch mein CDU-Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender Volker Bouffier hatte mir Rückendeckung zugesagt.

Von Anfang an hatte ich deutlich gemacht, dass ich mich nicht erneut für die Funktion des Obmannes bewerben würde, aber Mitglied im Haushaltsausschuss bleiben möchte. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse, die die Große Koalition mit sich bringt, hätte ich mir bei der Führung der Fraktion mehr Souveränität und weniger „kleines Karo“ gewünscht. Der Umgang unserer Schwesterpartei CSU mit deren „Abweichlern“ in gleicher Sache erscheint mir für eine Volkspartei, die unterschiedliche Strömungen aus der Bevölkerung auch in der eigenen Partei abzubilden versuchen sollte, politisch klüger. Nach 15 Jahren gemeinsamer Arbeit hätte ich auch einen etwas kameradschaftlicheren Kommunikationsstil erwartet.be2004_38_551

Die Nachricht erreichte mich am späten Freitagnachmittag vor Weihnachten in Form einer E-Mail, in der die Ausschussmitgliedschaften der hessischen CDU-Bundestagsabgeordneten aufgeführt waren. Es war ein unpersönliches Schreiben, das an einen großen Verteiler gerichtet war. Mit mir wurde vor der Entscheidung kein Gespräch geführt. Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist nicht meine Absicht, hier herumzujammern. Natürlich habe ich von Anfang an gewusst, dass es Risiken birgt, wenn man gegen den Strich bürstet. Jedenfalls habe ich immer mit offenem Visier gekämpft. Abweichendes Abstimmungsverhalten habe ich immer im Vorfeld angekündigt und begründet. Für meine Positionen habe ich immer gekämpft.

Das hat nicht jedem gepasst. Wir sind aber auch nicht bei der Augsburger Puppenkiste, wo Abgeordnete die Hand heben, wenn der Marionettenspieler dies möchte. Mir ist es nur wichtig, dass Sie die Vorgänge transparent nachvollziehen können. Anhänger der Fraktionsdisziplin (abwertend auch als Fraktionszwang bezeichnet) bin ich unter dem Strich dennoch.

Wir sind eine große Fraktion mit nun 311 Unionsabgeordneten. Es muss so sein, dass wir intern diskutieren, Vor- und Nachteile abwägen, am Ende einen Beschluss fassen, den dann möglichst alle mittragen. Bei der vermeintlichen Euro-Rettung war das nie der Fall. Die Abgeordneten durften zustimmen. Es wurde nicht ergebnissoffen diskutiert, sondern nur Alternativlosigkeiten diktiert. Es wurde damit begonnen, mit Summen zu jonglieren, die kaum abbildbar und schon gar nicht mehr vorstellbar sind. Wir wurden mit – zu einem großen Teil englischsprachigen – Dokumenten überhäuft, die oftmals mehrere hundert Seiten umfassten und uns erst kurz vor der Abstimmung zugingen. Dies alles hat natürlich viele eingeschüchtert und dazu geführt, dass die allermeisten Kollegen der Fraktionsspitze gefolgt sind.

Ausdrücklich möchte ich jedoch an dieser Stelle festhalten, dass man die Gefechtslage in unserer Fraktion nicht nach dem Schwarz-Weiß-Bild „Keine Ahnung und für die Euro-Rettungspolitik” bzw. „Ahnung und dagegen“ darstellen kann. Allerdings fehlte nach dem mit dem ersten Griechenlandpaket vollzogenen Schritt auf die schiefe Ebene die Bereitschaft zum offenen Diskurs. Früher versuchte sich unsere Partei z.B. mit Prof. Hans-Werner Sinn bei Parteiveranstaltungen zu schmücken. Später wurde es mir zum Vorwurf gemacht, dass ich den Chef des ifo-Instituts zusammen mit meinem Kollegen Frank Schäffler in den Bundestag eingeladen hatte. Es kamen immerhin rund zwei Dutzend Kollegen. Gebracht hat es unter dem Strich wenig. Aber wenn aus den Experten von gestern auf einmal die „Spinner“ von heute werden, sollte man hellhörig werden.

Eine Politik gegen das eigene Gewissen, gegen den wissenschaftlichen Sachverstand und gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung mache ich jedenfalls auch zukünftig nicht mit! Und schließlich war meine Position allgemeine Beschlusslage unserer Partei vor der Euro-Einführung. Jürgen Stark, Vorgänger von Jörg Asmussen im EZB-Rat, hatten wir ebenfalls einmal eingeladen, einen Vortrag im Bundestag zu halten. Er sagte in einem Interview: „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ausgerechnet die erfolgreichste europäische Zentralbank nach dem Zweiten Weltkrieg – die Bundesbank – in Europa einmal in eine absolute Minderheitenposition geraten würde. Lange galt die Bundesbank als Leitbild für erfolgreiche Geldpolitik. Und darauf baut die heutige Währungsunion auf! Eine solche Institution nun so ins Abseits zu stellen und Positionen, die ihr jetziger Präsident vertritt, in Europa heute beinahe lächerlich zu machen – dass all das möglich ist, bedrückt mich sehr und ist kein gutes Zeichen für die Zukunft. Wir erleben einen Paradigmenwechsel.“

Ich habe jedenfalls alles mir Mögliche versucht, um das Abdriften der Eurozone in eine Schuldenunion abzuwenden. Ich habe nichts von dem zurückzunehmen, was ich seit Mai 2010 gesagt habe. Gerne können Sie auf meiner Homepage einmal den Hauptstadtbrief Nr. 83, in dem ich mein Ablehnung zum ersten Griechenlandpaket darlegte, ansehen. Hier der Link zu meinem Archiv:

http://www.klaus-peterwillsch.de/inhalte/1001120/hauptstadtbrief/index.html

Es wäre sicherlich ein interessantes Thema für eine Seminararbeit, die Abgeordnetenbriefe aus dieser Zeit zu analysieren. Nach der politischen und personellen Neuaufstellung in Berlin freue ich mich nun auf ein ereignisreiches, spannendes und hoffentlich erfolgreiches Jahr 2014. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr Erfolg, Glück und Gottes Segen!

Ihr Klaus-Peter Willsch, MdB


Bremen: CDU-Politikerin Grönert unter „Piraten-Beschuß“ wg. Petition gegen grün-roten „Bildungsplan 2015“

Die Bremer CDU-Politikerin Sigrid Grönert sieht sich heftiger Kritik aus politisch linksgerichteten Kreisen ausgesetzt. Der Grund: Die 54-jährige Bürgerschaftsabgeordnete zählt zu den bislang rund 149.000 Unterzeichnern einer Petition gegen den grün-roten „Bildungsplan 2015“ für die Schulen in Baden-Württemberg. bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824 

Grönert gehört der freikirchlichen Paulus-Gemeinde in Bremen-Habenhausen an und war früher u.a. Elternsprecherin der evangelikalen Freien Evangelischen Bekenntnisschule in Bremen. Sie ist auch stellv. Vorsitzende des EAK (Evang. Arbeitskreises) der CDU Bremen.

Die „Jungen Piraten Bremen“ werfen ihr in einem Offenen Brief vor, dass sie sexuelle Vielfalt ablehne. Dadurch würden Jugendliche in ihrer Entwicklung eingeschränkt. Grönert habe sich als Mitglied der Bremer „Deputation Kinder, Jugend und Soziales“ sowie als sozialpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion disqualifiziert. IMG_1468 - Kopie

Plädoyer für Ehe und Familie

Demgegenüber betont die CDU-Politikerin,  dass sie ein positives Bekenntnis zu Ehe und Familie und Ehe ablegen wolle, „wie es das Grundgesetz formuliert und wie es meinen christlichen Wurzeln entspricht“.

Für sie seien Sexualität und Partnerschaft „eine zuerst persönliche und private Angelegenheit und Entscheidung“. Sie wolle eine altersgemäße und die Individualität bewahrende Behandlung dieser Themen in der Schule sichergestellt wissen, aber keineswegs Gefühle von Menschen verletzten.

Daher stimme sie einer Erklärung der baden-württembergischen Landeskirchen und der dortigen katholischen Kirche zu, wonach jeder Form der Ideologisierung und Indoktrination zu wehren sei.

Sogar linke taz rügt „Dresche auf Grönert“

Verständnis zollt ihr ein Kommentar der linksalternativen Tageszeitung „taz“. Unter der Überschrift „Verlogene Dresche auf Grönert“ heißt es, die CDU-Politikerin arbeite sich „an allem Möglichen ab, nicht aber an der Diskriminierung von Schwulen und Lesben“.

Zu Recht habe die Vorsitzende der Linksfraktion, Kristina Vogt, auf Facebook darauf hingewiesen, dass Grönert „eine Menge vernünftiger Anträge zur Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigung“ in die Bürgerschaft eingebracht habe.

Quelle: http://www.idea.de


134 Verhaftungen in Venezuela: Politische Gefangene werden als Kriminelle diffamiert

2013 stieg die Zahl politischer Gefangener im sozialistisch regierten Venezuela weiter an. 134 Personen wurden aus politischen Gründen verhaftet, berichtet Fundepro, die Partnerorganisation der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Venezuela, in ihrem jüngsten Jahresbericht. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Laut Fundepro erfolgten 122 der 134 Verhaftungen im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im April 2013. Die Verhafteten hatten gegen die ihrer Meinung nach manipulierte Stimmenauszählung protestiert und eine Neuauszählung verlangt.

In den letzten 14 Jahren  –  seit dem Amtsantritt des inzwischen verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez  –  wurden nach Angaben von Fundepro insgesamt 317 Gefangene in Venezuela aus politischen Gründen inhaftiert. Die meisten von ihnen wurden mittlerweile wieder entlassen, 182 von ihnen allerdings nur „auf Bewährung“.

Acht Personen wurden im Februar 2013 nach einer Protestaktion gegen das Castro-Regime vor der kubanischen Botschaft in Caracas verhaftet. Kuba ist auch für Präsident Nicolás Maduro, den Nachfolger von Hugo Chávez, der wichtigste Verbündete.

Fundepro (Fundación para el Debido Proceso) setzt sich für ordnungsgemäße und faire Prozesse ein.

Fundepro und die IGFM betonen, dass die venezolanische Regierung es ablehne, von politischen Gefangenen zu sprechen. Sie diffamiere politische Gefangene  als „Kriminelle“ und beschuldige sie des „Terrorismus“, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder der Korruption.

Damit wolle die venezolanische Regierung verhindern, dass sich internationale Organisationen um diese Häftlinge kümmern.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Sprecher der Vorstandes: Martin Lessenthin, Borsigallee 9, 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33, info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Kardinal Maradiaga erteilt Erzbischof Gerhard L. Müller zeitgeistigen Nachhilfeunterricht

Befindet sich der Glaubenspräfekt noch im Lernprozeß?

Wie die „Mittelbayerische Zeitung“ vom heutigen Montag, den 20. Januar, unter dem Titel „Kardinal kritisiert Erzbischof Müller“ berichtet, äußerte sich Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga öffentlich in abfälliger Weise über Kurien-Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, den Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation und designierten Kardinal.

Der 71-jährige Kirchenmann aus Honduras ist Koordinator des vatikanischen Kardinalsrats für die Kurienreform. Er sieht, wie die bayerische Regionalzeitung süffisant schreibt, „den Präfekten der Glaubenskongregation noch im Lernprozess.

In einem Interview mit dem als linksliberal bekannten „Kölner Stadtanzeiger“ vom heutigen Montag gab der Kardinal zuMüller verstehen, der 66-jährige Erzbischof Müller sei eben ein Deutscher und „obendrein“ auch noch Theologieprofessor: „In seiner Mentalität gibt es nur richtig oder falsch, das war’s.“

Wobei wohl zu bedenken wäre, daß Christus selbst verkündet hat: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein; alles andere stammt vom Bösen“ (Mt 5,37).

Von jener Richtig-oder-falsch-Mentalität hält der Kardinal aber offenbar nicht viel, weshalb er Glaubenspräfekt Müller eines „Besseren“ belehrt:

„Die Welt, mein Bruder, die Welt ist nicht so. Du solltest ein wenig flexibel sein, wenn du andere Stimmen hörst, damit du nicht nur zuhörst und sagst, nein, hier ist die Wand.“

Freilich war „die Welt“ noch nie „so“, wie Gott und Kirche es gerne hätten. Bereits in urchristlicher Zeit bewährte sich das junge Christentum in bewußter Abgrenzung zum damaligen Zeitgeist, der stark von heidnischer Vergnügungslust geprägt war. 

Der hl. Völkerapostel Paulus ermahnte die damaligen Gläubigen im Römerbrief (Röm 12,2):

„Passt euch nicht dieser Weltzeit an, sondern lasst euch durch die Erneuerung der Gesinnung umwandeln, so dass ihr erkennt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“

Zudem erklärte der Kardinal in dem Interview, auf die pastoralen Herausforderungen  –  z.B. zu Ehe und Familie  – müsse die Kirche zeitgemäße Antworten geben, die „nicht mehr aus Autoritarismus und Moralismus“ stammten.

Als er Erzbischof Müllers Äußerungen über die kirchliche Autorität las, habe er gedacht: „Okay, vielleicht hast du Recht, vielleicht aber auch nicht.“

Der lateinamerikanische Kirchenmann vermutet freilich, Glaubenspräfekt Müller werde noch „dahin gelangen, andere Ansichten zu verstehen“. Derzeit sei er „halt noch am Anfang, hört bloß auf seinen Beraterstab“.

Aus dem Interview ergab sich außerdem, daß der kritiklustige Kardinal mit Erzbischof Müller, den er hier reichlich flapsig und von oben herab der Lächerlichkeit preisgibt, bislang noch nicht persönlich gesprochen  hat.

Soll dieser rüde und unseriöse Stil, hochrangige Mitbrüder öffentlich abzukanzeln, etwa die vielgerühmte neue „Dialogkultur“ in der Kirche darstellen?

HINWEIS: Inzwischen hat der „Kölner Stadtanzeiger“ das Interview mit Kardinal Maradiaga online gestellt: http://www.ksta.de/politik/-papst-vertrauter–tebartz–kommt-nicht-zurueck-,15187246,25935270.html

Ein Frauenblog erteilt dem Herrn Kardinal medizinischen Nachhilfe-Unterricht: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/01/der-kardinal-maradiaga-will-kein.html

Hier erfolgt die gerechte theologische Watschn: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/01/merkwurdiges-aus-der-kurie.html#more

Foto: Bistum Regensburg


Köln: 1000 Demonstranten protestierten gegen Sexkunde-Zwang an Grundschulen

Von Felizitas Küble

Am vergangenen Samstag, den 18. Januar, zogen rund 1000 Teilnehmer nachmittags bei mildem Wetter durch die Kölner Innenstadt; unter den Demonstranten sah man auffallend viele Jugendliche, junge Männer, Familien mit Kindern und Frauen mit Babys im Kinderwagen.  –  Oft riefen die Menschen im Chor: „Aufwachen!“

Wie uns mehrere Familienmütter aus NRW berichtet haben, gab es zahlreiche kreative Plakate und Transparente auf der Demo; Fotos hiervon folgen demnächst.20140118-k-flyer_demo_besorgte-eltern

Diese vielseitigen Aufrufe und Slogans lauteten z.B.: „Kinder brauchen Liebe, keinen Sex“  –  „Unsere Richter wissen nicht, was man in den Schulen spricht!“    „Raubt den Kindern nicht die Kindheit!“  – „Keine Sex-Gehirnwäsche!“  – „Erziehung ist Elternsache!“  – „Kinder sind rein, so soll es sein!“

Die Teilnehmer folgten dem Aufruf der Aktion „Besorgte Eltern NRW“ (siehe Plakat), um gegen den Sexualkunde-Zwang an deutschen Grundschulen zu protestieren.

Unser CHRISTLICHES FORUM hatte im Vorfeld bereits auf diese Kundgebung hingewiesen:  https://charismatismus.wordpress.com/2014/01/12/koln-demo-pro-elternrecht-am-18-januar/

Diese  – natürlich nicht dem Zeitgeist entsprechende  –  Demonstration wurde in den bundesdeutschen Medien bislang fast völlig totgeschwiegen, während linksorientierten Aktionen mit weitaus weniger Teilnehmern mitunter große Aufmerksamkeit im bundesdeutschen Blätterwald zuteil wird.

Der verpflichtende Sexualkundeunterricht stellt einen Eingriff auf das Elternrecht dar, also auf das natürliche Erziehungsrecht der Eltern.

Die erwähnte Initiative wurde von dem jungen Familienvater Mathias Ebert gegründet; ihm ist es wichtig, daß dieses Hoheitsrecht der Eltern in unserem Land stärker respektiert wird, zumal es auch verfassungsrechtlich verankert ist. In Artikel 6 des Grundgesetzes heißt es: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“

Der Vater von Herrn Ebert nahm ebenfalls  – und zwar als „Sandwichmann“  –  an der Demonstration teil und half eifrig bei der Organisation mit.

An der Kundgebung für das Elternrecht nahmen auch viele Menschen außerhalb Nordrhein-Westfalens teil, zudem Demonstranten aus Belgien, Holland, Österreich, deutsche Aussiedler aus Rußland usw.

Es gab eine Abschlußkundgebung auf dem Roncalli-Platz in der Nähe des Kölner Doms. Herr Ebert dankte der Polizei für ihre Begleitung und für die von den Beamten sehr gut erstellte Route für die Demonstration.

Auch Freifrau Hedwig von Beverfoerde (siehe Foto), die Sprecherin der „Initiative Familienschutz“, solidarisierte sich mit dieser Aktion der „Besorgten Eltern“:

„Diese Demonstration ist Teil einer wachsenden Bewegung. Immer mehr Eltern wehren sich endlich gegen die massive Zwangsindoktrinierung unserer Kinder mit einer zerstörerischen Sexualisierungsideologie, die über das staatliche Bildungssystem rücksichtslos in das intimste Empfinden der Kinder eingreift und die Werterziehung der Eltern gezielt unterminiert.“

Die „Initiative Familienschutz“ hatte  –  wie unser CHRISTLICHES FORUM  –   zuvor ebenfalls zur Teilnahme an dieser Kundgebung für das Elternrecht aufgerufen: http://www.familien-schutz.de/stoppt-den-sexualerziehungszwang-an-grundschulen-demo-am-18-januar-in-koln/

Die „Jugend für das Leben“ (deutscher Zweig) sowie der seit Jahrzehnten engagierte Lebensrechtler Thomas Schührer von der kath. Zeitschrift „Durchblick“ waren ebenfalls vertreten, außerdem Mitglieder der ÖDP (Ökologisch-demokratische Partei) und der CDL (Christdemokraten für das Leben). Solidaritätsgrüße kamen zudem von der „Bewegung für das Leben“ in Südtirol.

Wenn Demonstrationsteilnehmer uns weitere Erlebnisberichte senden möchten, freuen wir uns –  bitte an folgende Mailanschrift senden: felizitas.kueble@web.de

HIER sehen Sie ein Video der Demonstration: http://www.kathtube.com/player.php?id=33767


Drei Sonderausstellungen in Aachen: Vor 1200 Jahren starb Kaiser Karl der Große

Vor 1200 Jahren  –  am 28. Januar 814  –  starb Kaiser Karl der Große in Aachen. Die Person Karls des Großen und sein Wirken stehen im Mittelpunkt der drei Sonderausstellungen im Karlsjahr 2014, die an drei Orten stattfinden werden.

Neben eigenen Sammlungsbeständen werden zahlreiche bedeutende Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen die Ausstellungen bereichern.

Themen und Stätten der drei Ausstellungen:

„Orte der Macht“: Im Krönungssaal des Rathauses, der ehemaligen Königshalle der Pfalz, stehen die Pfalzen Karls des Großen im Mittelpunkt.

„Karls Kunst„: Im Centre Charlemagne, einem neuen Ausstellungshaus im Kernbereich der Pfalz, wird die kulturelle Blüte der Karolingerzeit anhand hochkarätiger Kunstwerke sichtbar.

„Verlorene Schätze“: In der Domschatzkammer nahe der karolingischen Marienkirche kehren Kostbarkeiten des Kirchenschatzes der Karolingerzeit und des Mittelalters noch einmal an ihren ursprünglichen Platz zurück.

Anlass der Ausstellungen ist der Tod Karls des Großen in seiner Aachener Pfalz „Aquispalatium“ am Samstag, den 28. Januar 814. head_carlomagno

Karl war zu diesem Zeitpunkt König der Franken, König der Langobarden und (west-)römischer Kaiser.

Seit 794 hatte er sich fast ununterbrochen in Aachen aufgehalten und die heißen Thermalquellen aus gesundheitlichen Gründen genutzt. Gleichzeitig ließ er die Pfalz zu einer monumentalen Palastanlage ausbauen.

Die politische Macht hatte sich dadurch  –  ganz im Gegensatz zum zeittypischen Reisekönigtum  –  an einem einzelnen Ort konzentriert. Dort befand sich zudem eine aus Vertretern vieler Völkern bestehende Hofgesellschaft, zu deren Kennzeichen die Anwesenheit von Gelehrten aus allen Teilen des karolingischen Reiches zählte.

Noch am Tag seines Todes wurde Karl in der von ihm neu errichteten und reich ausgestatteten Marienkirche, dem heutigen Dom, beigesetzt.

Otto III. ließ das Grab im Jahr 1000 öffnen und wieder verschließen. 1165 wurde der Leichnam bei der Feier der Heiligsprechung aus dem Grab erhoben und in ein vorläufiges Reliquiar, 1215 dann in den bis heute existierenden Karlsschrein überführt.

Karl wurde zum Ideal eines heiligen Herrschers nach mittelalterlichem Verständnis stilisiert. Sein Grab wurde zum Symbol- und Legitimationsort mittelalterlicher Herrschaft schlechthin. 

Doch bereits in der Generation der Enkel Karls zerbrach das Gebiet in Teilreiche und militärische Auseinandersetzungen. Der Tod Karls markiert insofern einen historischen Wendepunkt vom Bestreben einer Wiederherstellung des römischen Reiches hin zu einem Prozess, aus dem im Laufe der folgenden Jahrhunderte unter anderem Frankreich, Deutschland, die Benelux-Länder und Italien hervorgehen sollten.

1200 Jahre nach Karls Tod wird die Ausstellungstrilogie historische und aktuelle Dimensionen aufzeigen.

Quelle (Text/Fotos): http://www.karldergrosse2014.de/ausstellungen/


Dr. Penners Post an den evangelischen Landesbischof Dr. Fischer

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

OFFENER BRIEF an Dr. Ulrich Fischer, Landesbischof von Baden

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

die Badische Landeskirche lehnt die Petition gegen die Schulpläne der Landesregierung von Baden-Württemberg ab. Bei dieser Petition geht es nicht um Diskriminierungen, wie die Medien fälschlicherweise behaupten, sondern um den Widerstand gegen antichristliche Minderheiten, welche homosexuelle Partnerschaften der Ehe gleichsetzen wollen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Diese Bestrebungen stehen im Widerspruch zur Präambel des Grundgesetzes, welches die Verantwortung vor Gott und den Menschen fordert. Kein Zweifel besteht, daß Gott die Homogamie, also die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe, nicht will…

Vielleicht erfüllen Sie mit der Ablehnung der Petition einen geschichtlichen Auftrag, nämlich die Abtrennung der Evangelischen Kirche von ihren reformatorischen Wurzeln. Mit den Bekenntnisschriften der Kirche ist die Homogamie nicht vereinbar. Vielleicht eröffnet die Trennung der Evangelischen Kirche von Jesus den Juden den Zugang zu ihrem Messias, weil die Kirche die Juden verfolgt hat.

Ich nehme an, daß Sie als Theologe Karl Barth schätzen, den bedeutendsten protestantischen Theologen des vorigen Jahrhunderts.

Karl Barth wurde als „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet und war Mitgründer und Lehrer der Bekennenden Kirche im Widerstand gegen die NS-Diktatur und deren Judenverfolgung. Ich erinnere Sie an eine Stellungnahme von Karl Barth in seiner „Kirchlichen Dogmatik“:

[Homosexualität] ist diejenige  – physische, psychische, soziale – Krankheit, die Erscheinung der Perverson, der Dekadenz, des Zerfalls, die da eintreten kann, wo der Mensch die Geltung des vöttlichen Gebotes (…) nicht wahrhaben will. (…) Aber das ist fast zu selbstverständlich, als daß es ausdrücklich festgestellt werden müßte.“ (S. 181 ff)

Der Beginn Ihrer Amtszeit als Landesbischof war gekennzeichtnet durch Ihre Feststellung, daß Jesus wahrscheinlich im Grab verwest ist. Das Ende Ihrer Amtszeit ist gekennzeichnet durch das Bekenntnis zur Homogamie.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner

LINK zur Protest-PETITION: https://www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

Foto: Dr. Bernd F. Pelz