St. Pölten: Bischof Dr. Kurt Krenn ist heute im Alter von 77 Jahren verstorben

Von Felizitas Küble

Der emeritierte (im Ruhestand befindliche) Bischof von St. Pölten, Dr. Kurt Krenn, ist am heutigen Samstagabend, den 25. Januar 2014, im Alter von 77 Jahren auf der Pflegestation des Gerersdorfer Schwesternkonvents verstorben.

Der frühere Oberhirte von St. Pölten war seit längerem erkrankt und daher nicht mehr öffentlich aufgetreten.  bildma1

Dr. Kurt Krenn wirkte 12 Jahre als Professor für Systematische Theologie in Regensburg. Danach war er als Weihbischof in Wien tätig, bevor ihn Papst Johannes Paul II. im Herbst 1991 zum Diözesan-Bischof von St. Pölten ernannte.

Im Jahre 2001 erhielt der Bischof das Goldene Ehrenzeichen mit Stern für Verdienste um die Republik Österreich.

Der glaubenskonservative und romtreue Kirchenmann leitete das niederösterreichische Bistum St. Pölten bis zu  seinem Rückritt am 7. Oktober 2004.

Während seiner Amtszeit wurde der unbeugsame Oberhirte wegen seiner klaren Ausrichtung in theologischen und moralischen Fragen von modernistischen und linkskatholischen Kreisen massiv bekämpft.

Das anhaltende Kesseltreiben gegen Bischof Krenn verstärkte sich durch eine sensationslüsterne, von zahlreichen Lügen gezeichnete Medienkampagne gegen sein Priesterseminar, das im Sommer 2004 durch einen vermeintlichen „Sexskandal“ in die Schlagzeilen geraten war.  

Hierzu eine Kurz-Analyse aus jener Zeit, veröffentlicht in der Zeitschrift „Theologisches“: http://www.theologisches.net/index.php?option=com_content&view=article&id=70&catid=4041pOTGC200L__BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_

Wie das fundierte Buch „Der Wahrheit die Ehre“, das die Klagenfurter Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Gabriele Waste verfaßte, im einzelnen erläutert und belegt, handelte es sich hierbei um eine gezielte Großintrige unter Beteiligung von innerkirchlichen Gegnern Bischof Krenns.

(Näheres dazu siehe hier: http://www.kvgk.de/dokumente.php?file=poelten_0a)

Diese ebenso gründliche wie scharfsinnige Medienanalyse erschien im Juni 2008 im Verlag des Kardinal-von-Galen-Kreises.

(Hier können Sie in dem faktenstarken Buch „blättern“: http://www.weltbild.de/3/16105398-1/buch/der-wahrheit-die-ehre.html)

In der Berliner Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT wurde seinerzeit meine Rezension dieses Buches veröffentlicht: https://jungefreiheit.de/kultur/2008/raffinierte-innerkirchliche-grossintrige/    41K5btz22VL__

Derselbe katholische Verlag brachte nun im Vorjahr ein ergänzendes Sachbuch  –  ebenfalls von Dr. G. Waste verfaßt  – heraus, das sich eingehend mit der lügenreichen Kampagne gegen den Wiener Erzbischof Hans Hermann Groer befaßt. Damals war Dr. Kurt Krenn noch Weihbischof in Wien; er stellte sich öffentlich hinter den attackierten Kardinal Groer.

Diese Analyse erschien unter dem Titel „Realität und Mythos“ (siehe Foto).

Hierzu unsere Besprechung aus dem Vorjahr:  https://charismatismus.wordpress.com/2013/06/19/buch-tip-exzellente-analyse-des-vernichtungsfeldszugs-gegen-kardinal-groer/

Interessierte können beide Werke (Causa Krenn / Causa Groer) beim Kardinal-von-Galen-Kreis (http://www.kvgk.de) oder bei uns anfordern:  je 15,50 Euro pro Buch. Wir liefern portofrei:  Tel. 0251-616768 oder per Mail: felizitas.kueble@web.de


SWR: Sieben contra zwei – Fairneß ade in der TV-Meinungsdiktatur

Sieben Befürworter homosexueller Beziehungen und zwei, die sich für Ehe und Familie als gesellschaftliches Leitbild engagieren – das war die Zusammensetzung einer Talkshow im SWR-Fernsehen am Abend des 24. Januar.

Zum „Nachtcafé“ mit dem Titel „Schwul, lesbisch, hetero – wirklich selbstverständlich?“ hatte Moderator Wieland Backes vor allem „Betroffene“ eingeladen: bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824

Die Chefredakteurin der Tageszeitung „taz“, Ines Pohl, verpartnerte sich vor kurzem mit ihrer Freundin; Bent Vansbotter und Jan Küpperbusch, die ebenfalls in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben; der Stuttgarter CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann outete sich mit 30 Jahren als schwul; die Mutter einer lesbischen Tochter, Traudl Fuchs; ein Vater, dessen schwuler Sohn sich aus Verzweiflung das Leben nahm, und Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch (SPD), in dessen Haus der umstrittene Bildungsplan 2015 erstellt wird.

Ihnen gegenüber saßen der Generalsekretär der Dt. Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, und der Realschullehrer Gabriel Stängle, der für eine Petition mit der Forderung nach Änderungen am Bildungsplan bisher rund 170.000 Unterschriften erhielt.

Argumente der Bildungsplan-Gegner verdrängt

Ihre Argumente gegen die Absicht des Bildungsplans, Akzeptanz sexueller Vielfalt zum Schwerpunkt der Lehrpläne für die Klassen 1 bis 13 zu machen, blieben weitgehend undiskutiert.

So gab SPD-Minister Stoch auf die Frage, was „sexuelle Vielfalt“ meine und enthalte, die allgemeine Antwort, dass der Bildungsplan auf ein Klima der Offenheit und Toleranz hinwirken solle: „Niemand darf ausgegrenzt werden“, erklärte er. Obwohl Stängle betonte, dass die Schule Toleranz einüben und zum Respekt vor anderen Lebensstilen erziehen solle, wurde ihm die Verbreitung von Unterstellungen und das Schüren von Ängsten vorgehalten.

Was darf die Kirche segnen?

Einen großen Raum in der Diskussion nahm die Haltung der Kirchen ein, als deren Repräsentant Steeb hingestellt wurde. Anlass war die Klage von Frau Fuchs, dass der württembergische Oberkirchenrat dem Ortspfarrer eine gottesdienstliche Segnung der lesbischen Beziehung ihrer Tochter untersagt hatte. Der Geistliche habe sich an das Verbot gehalten, indem er bei der „Hochzeit“ nicht selbst segnete, sondern alle Gäste einlud, dem Paar ein Segenswort zu sagen.

Daraufhin fragte Moderator Backes den evangelikalen Vertreter Steeb, ob auch er eine Segnung abgelehnt hätte. Steeb antwortete mit einem Zitat von Altlandesbischof Theo Sorg, dass die Kirche nicht segnen dürfe, was nicht unter dem Segen Gottes stehe.

Frau Fuchs warf der Kirchenleitung vor, von Lesben und Schwulen Kirchensteuer zu kassieren, ihnen aber den Segen Gottes vorzuenthalten. Frau Pohl warf Steeb empört vor, er erachte seine Lebensform für besser als andere und nicht-eheliche Beziehungen als minderwertig. Bei diesen Aussagen applaudierte das Publikum heftig, während es Steebs und Stängles Beiträge weitgehend schweigend zur Kenntnis nahm.

Quelle: http://www.idea.de


Regensburg: Bischof Rudolf Voderholzer feiert am Sonntag sein einjähriges Weihejubiläum

Am 26. Januar 2013 wurde Rudolf Voderholzer durch Handauflegung von Kardinal Reinhard Marx zum neuen Bischof von Regensburg geweiht. 0029

Anlässlich des einjährigen Weihejubiläums feiert der Regensburger Oberhirte am kommenden Sonntag, den 26. Januar 2014 um 15 Uhr eine Pontifikalvesper in der Regensburger Kathedrale St. Peter. Alle Gläubigen sind zur Mitfeier recht herzlich eingeladen.

Am Nachmittag wird Bischof Rudolf mehrere Priester mit dem Titel des Bischöflich Geistlicher Rat sowie engagierte Weltchristen aus den Regionen der Diözese mit der Wolfgangsmedaille auszeichnen.

Gleichzeitig feiert an diesem Tag das Lied zum Leitwort des Katholikentags „Mit Christus Brücken bauen“ seine Premiere, denn es wird während der Feier im Dom zum ersten Mal vom Domchor und allen Gläubigen gesungen.

Das Lied stammt aus der Feder von Hagen Horoba (Bischöfliches Seelsorgeamt) und Diözesanmusikdirektor Dr. Christian Dostal. Beide zeichneten sich auch verantwortlich für den diözesanen Hit „Wer glaubt, ist nie allein“, der anlässlich des Papstbesuches 2006 komponiert wurde.

BILD: Bischof Voderholzer vor einem Jahr anläßlich seiner Weihe zum Bischof

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Zuwanderung aus Osteuropa: Hessische Polizeigewerkschaft warnt vor Anstieg der Kriminalität

Pressemitteilung der Polizeigewerkschaft DPolG in Hessen:

„Die Äußerungen reichen von „Es gibt kein Problem“ über „Weniger als 10 Prozent der Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien streben nach unseren Sozialleistungen“ bis hin zu „es handelt sich fast ausschließlich um qualifizierte Arbeitskräfte, die zu uns kommen“.logo_lang

Es ist schon sehr zu begrüßen, dass das Thema Zuwanderung aus Osteuropa endlich offen diskutiert werden darf, ohne dass man gleich in die „ausländerfeindliche Ecke“ gestellt wird.

So mancher Gewerkschaftskollege hat das Thema aus bekannten Gründen lieber nicht angepackt. Wir haben es auf unserem DPolG-Landeskongress im November 2013 zum Thema gemacht und wir haben gut daran getan.

„Fakten werden ausgeblendet“

Dennoch bin ich verwundert, wie sehr sich die Diskussion seither verwässert, wie sehr sie Fakten ausblendet und wie sehr sie sich ausschließlich darauf beschränkt, die Zuwanderer nur als Opfer zu betrachten. 033_30

Zur ganzen Wahrheit gehören auch folgende Feststellungen: Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für Hessen weist einen Anstieg der Tatverdächtigen Rumänen von 2005 bis 2012 um 286 %, allein von 2011 bis 2012 um 27 % aus.

Bei den Bulgaren z. B. stieg die Anzahl der Tatverdächtigen von 2010 bis 2013 um 47,9 % und bei den Rumänen um 62 %. Eine hohe Anzahl davon sind Mehrfachtäter. Dabei begehen die Täter Delikte quer durch das Strafgesetzbuch (StGB) bis hin zu Rohheitsdelikten.

Auch die Erfahrungen aus und Auswertungen der Polizeikontrollen auf Autobahnen bringen immer wieder die Erkenntnis, dass viele Osteuropäer, die mit Eigentumskriminalität in Verbindung zu bringen sind, bei uns „auf der Durchreise“ sind.

„Deutschlands Bürger zahlen den Preis“

Auch Zuwanderung, bei der die Täter zugleich Opfer sind, hat Auswirkungen auf die innere Sicherheit und den sozialen Frieden in Hessen und in Deutschland. Nämlich jenseits des Zuwachses an Kriminalität z. B. durch Flucht in unsere Sozialsysteme, durch Slumbildung, durch Entstehung von Parallelgesellschaften.

Dabei zahlen Hessens und Deutschlands Bürger den Preis.

Unmittelbar als Kriminalitätsopfer, mittelbar als Steuerzahler, mittelbar mit eingeschränkter Lebensqualität, wenn die Belastung durch Kriminalität wächst (Angstgefühl), die Homogenität der Gesellschaft verloren geht, Parallelgesellschaften entstehen, Angst- und Belästigungsräume entstehen.

Die Entwicklung zeigt sich in vielen Städten in ganz Deutschland, in Frankfurt, Mannheim, Dortmund, Gelsenkirchen, Duisburg, Köln…

„Armut ist auch in Deutschland gestiegen“

Eine besondere Beachtung verdient auch die Tatsache, dass bei der Diskussion um die Armut der Zuwanderer die Wahrnehmung der auch bei uns dramatisch gestiegenen Armut völlig in den Hintergrund getreten ist.

Schon über 16 Prozent unserer Bevölkerung leben an der Armutsgrenze oder darunter. Es sind vor allem alte Menschen, Kinder und Alleinerziehende. Während andere Staaten ihre Probleme also nach Deutschland abzugeben versuchen, wird hier der Blick auf die hier lebenden Menschen verstellt!

Das darf so nicht weitergehen, der soziale Zündstoff, der in dieser Thematik liegt, darf nicht unterschätzt werden!

Quelle: http://www.dpolg-hessen.de/presse/942-zuwanderung-aus-osteuropa.html


„SWR-Nachtcafé“ erinnerte Zuschauer „stark an DDR-Staatsfernsehen“

Es gehörte nicht viel Phantasie dazu, um bereits Tage vorher die Art der Diskussion im gestrigen Nachtcafé voraussagen zu können:

Der SWR hatte zum Gespräch über „Schwul, lesbisch, hetero – wirklich selbstverständlich?“ neun Gäste eingeladen, wobei man ein nicht gerade faires Verhältnis von 7:2 bei Befürwortern bzw. Gegnern homosexueller Ideen durch entsprechende Gäste-Einladungen aufgebaut hatte. kleines-rituale

Man bemühte sich nach Kräften, die Vertreter von Kirche und Petition gegen den Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg in eine Ecke zu drängen: Ihr seid unbarmherzig! Jesus hat auch alle Menschen geliebt und alles akzeptiert!

Selbst geringe Bibelkenntnisse sollten eigentlich genügen, um solchen Blödsinn zu entkräften. Christus hat sich sehr wohl gegen sündiges Verhalten ausgesprochen. Wenn er der Steinigung der Ehebrecherin nicht zugestimmt hat, ist das nur die eine Hälfte der Wahrheit. Die allzugerne unterschlagene andere Hälfte heißt: „Geh und sündige nicht mehr!“

Interessant ist aber auch die Reaktion der Leser auf der „Facebook“-Seite des Nachtcafés: Eine ganze Reihe von Kommentatoren empören sich dort über die manipulative Art, das Thema zu behandeln. Eine Leserin fasste ihren Unmut so zusammen: „Das erinnert stark an das DDR-Staatsfernsehen…“

Aufschlussreiche Liste der eingeladenen Gäste —> KLICKEN !
Facebook-Seite des Nachtcafés —> KLICKEN !

QUELLE: http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/01/swr-nachtcafe-uber-schwule-und-toleranz.html


Auch CDU-Mitglieder kritisieren Henkels Sicherheitsbilanz: „Berlin ist eine Katastrophe“

Von Michael Leh

Auch nach zwei Jahren Amtszeit des Berliner Innensenators Frank Henkel (CDU) sind kaum Fortschritte bei der Kriminalitätsbekämpfung erkennbar. Auf einer CDU-Veranstaltung erklärt er jedoch, eine „Trendumkehr“ sei erreicht. Das halten auch viele CDU-Mitglieder eher für graue Theorie.

Der Saal in der Berliner CDU-Geschäftsstelle ist vollbesetzt. Das „Forum Sicherheit“ und der Polizeiarbeitskreis der CDU haben zur Diskussion mit Innensenator Henkel eingeladen. Thema: „Die innere Sicherheit – zwei Jahre Regierungsveranwortung der CDTina Henkel Runde schn unscharf masU.“

Henkel spricht zuerst über den Streit um das  Flüchtlingscamp am Oranienplatz. Zuletzt gab es Schlagzeilen wie „Räumung des Camps ist vom Tisch“, „Innensenator Frank Henkel mit dem Rücken zur Wand“ oder  „Wowereits Lehrstunde und Henkels Blamage“.

FOTO: Bei einer Diskussion über Gewalt in Berlin: Tina K. (links), die Schwester des auf dem Alexanderplatz von Türken totgetretenen Thai-Deutschen Jonny K., und Innensenator Frank Henkel (CDU), ganz rechts.

Dass er „als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet“ sei, weist Henkel zurück. Für eine Räumung des Camps brauche er zwingend einen Beschluss des Senats.

Diesen Beschluss hat er freilich nicht bekommen. „Wowereit hat Sie vorgeführt“, ruft jemand aus dem Publikum. Henkel windet sich. Es sei ihm „nie signalisiert“ worden, dass es ein Problem gebe, wenn wegen des Nichthandelns der grünen Bezirksbürgermeisterin von Kreuzberg, Monika Herrmann, ein Eingriff in die Bezirksverwaltung seitens des Senats vorgenommen werden müsse.

Jetzt müsse er „zur Kenntnis nehmen“, dass der „Koalitionspartner eine andere Haltung hat“. Härtere Töne gegenüber der SPD vermeidet er. „Die Verantwortung“, betont Henkel, „liegt nach wie vor beim Bezirk“. Der Integrationssenatorin Dilek Kolat, die jetzt mit den Flüchtlingen verhandeln soll, drücke er die Daumen.

Der letzte Höhepunkt im Kasperletheater um den Oranienplatz ereignete sich am Freitag letzter Woche, nach der Veranstaltung in der CDU-Landesgeschäftsstelle. Henkel Koppers 1

Sechs Afrikaner vom Flüchtlingscamp waren samt deutscher Begleiterin ohne Fahrscheine in der U-Bahn unterwegs  –  just zu einem Treffen mit Kolat. Hochaggressiv griffen sie die Fahrscheinkontrolleure an  –  diese wurden laut Polizeimeldung „geschlagen, getreten und gebissen“.

FOTO: Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) bei einer Pressekonferenz mit der stellv. Polizeipräsidentin Margarete Koppers.

Als Polizei kam, griffen die Afrikaner auch die Beamten an, ein Polizist wurde von einer Afrikanerin gebissen. Ein 41-jähriger Nigerianer, der bereits als aggressiver Wortführer am Oranienplatz aufgetreten sein soll, legte sich vor den wartenden U-Bahn-Zug, er musste aus dem Gleisbett herausgeholt werden. Der U-Bahnverkehr war für 25 Minuten unterbrochen. Nichtsdestoweniger fand später das Gespräch bei Kolat statt.

Die politisch korrekte Berliner Polizeipressestelle (die letztlich Henkel untersteht) erwähnte in einer langen Meldung über den Vorfall mit keiner Silbe, wer die Kontrolleure und Polizisten angegriffen hatte. Nur von einer „Gruppe von mindestens sechs Personen“ war die Rede.

In seinem Vortrag bei der CDU beklagt Henkel, die Zustände in der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg, einem „selbstverwalteten Flüchtlingsheim“, seien aus polizeilicher Sicht „noch dramatischer“.

Ex-Polizeihauptkommissar Karlheinz Gaertner moniert, aus dem Gebäude heraus würden massive Straftaten begangen. HenkHenkel Gruppe Stark ohne Gewaltel erwidert, wenn Straftaten bekannt würden, greife die Polizei „natürlich ein“. Doch sei das Haus eine „bezirkliche Immobilie“ und man habe es dort auch mit einem „extrem feindlichen Klima gegenüber der Polizei“ zu tun.

FOTO: Berlins Innensenator Frank Henkel (Bildmitte, dritter von rechts) beim Besuch der Jugendgruppe „Stark ohne Gewalt“ in Spandau.  – Zweiter von rechts: der Fraktionsvorsitzende der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh. 

Henkel betont, die CDU habe eine „Trendumkehr“ bei der Stellenzahl im Sicherheitsbereich durchgesetzt. Im Vergleich zum Haushalt 2011 seien die Voraussetzungen für 584 zusätzliche Sicherheitskräfte bei Polizei und Feuerwehr geschaffen worden. Von den 350 Stellen im Polizeivollzug verspreche er sich viel, sobald sie besetzt seien. 

Eine „Trendwende“ sei auch bei der Zahl der Wohnungseinbrüche erzielt worden, hebt Henkel hervor. Im Vergleich zum Vorjahr seien sie um acht Prozent zurückgegangen. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor.

Der Vertreter der PAZ stellt gegenüber Henkel fest, auch bei einem Rückgang der Einbrüche um rund 800 Fälle  –  wie in Medien gemeldet  – läge die Zahl immer noch höher als 2011, dem letzten Amtsjahr seines Amtsvorgängers Erhart Körting (SPD). 2011 gab es in Berlin 11 006 Wohnungseinbrüche, im Jahr 2012 kletterte ihre Zahl auf 12 291 Fälle.

Henkel erwidert verschnupft, er befände sich „nicht in einem Wettbewerb“ mit seinem Amtsvorgänger.

Eine Dame fragt, warum nicht mehr Sicherheitskräfte in öffentlichen Verkehrsmitteln mitfahren; sie habe Angst, dass ihre Kinder überfallen werden.

Das langjährige CDU-Mitglied Helmut Bungardt erklärt, er höre ständig im Radio, „hier wurde jemand niedergestochen, dort wurde jemand erschossen“.  Was habe das noch mit Sicherheit zu tun?

„Berlin“, erklärt Burghardt, „ist eine Katastrophe“. Tatsächlich wurden allein in den letzten zwei Wochen drei Männer in Berlin auf offener Straße erschossen, täglich gibt es mehrere Messerangriffe.

Burghardt sagt, letzten Sommer sei er von einem Libanesen verprügelt worden, als er mit seinem Auto unterwegs war. Als er bei der Polizei habe Anzeige erstatten wollen, sei ihm davon praktisch abgeraten worden, da der gegnerische Anwalt vom Gericht seine Adresse erführe. Jemand aus dem Publikum ruft: „Sogar die Richter haben Angst vor denen.“  –  Henkel schweigt dazu.

Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Fotos: Michael Leh
Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der PAZ (Preußischen Allgemeinen Zeitung) vom 25.1.2014

Baden-Württemberg: CDU uneins über grün-roten „Bildungsplan 2015“

In der baden-württembergischen CDU wird der umstrittene „Bildungsplan“ der grün-roten Landesregierung unterschiedlich beurteilt. Der Entwurf sieht vor, dass Themen wie Homo-, Bi- und Transsexualität im Schulunterricht intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. IMG_1061

Diesem Anliegen stimmt der Stuttgarter CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann zu. Zusammen mit Parlamentariern anderer Parteien hatte er einen parteiübergreifenden Aufruf gegen die kritische Online-Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ organisiert. Zu Toleranz und Weltoffenheit gehörten „auch die Akzeptanz sexueller Vielfalt und selbstbestimmter Lebensentwürfe“, heißt es darin.

Dieser Ansicht widerspricht der stellv. Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU, Pfarrer Johannes Bräuchle (Stuttgart).

Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensentwürfen dürfe nicht mit Akzeptanz von sexueller Vielfalt gleichgesetzt werden. Jede auf Gleichwertigkeit mit „bunten Lebensentwürfen“ zielende Relativierung des Leitbildes von Ehe und Familie sei entsprechend dem biblischem Zeugnis und der Verfassung abzulehnen.

Zudem sei nicht definiert, wo sexuelle Vielfalt ende: „Angesichts der offenen Debatten in Kreisen der Grünen zum Beispiel um Pädophilie ist hier Vorsicht geboten.“

Jugendliche brauchten eine Ermutigung zu verbindlichen Treuebeziehungen, aus denen Familie entstehen könne, „aber keine Bestärkung im Ausreizen und Ausprobieren aller sexuellen Varianten und Orientierungen“.

Auch der EAK-Kreisverband Stuttgart fordert, dass in der Schule Ehe und Familie weiterhin Leitbild sind. Die Landesregierung solle einen „Runden Tisch“ einberufen, um mit den Kritikern des Bildungsplans und den Initiatoren der Petition „auf Augenhöhe und in gegenseitigem Respekt“ Gespräche zu führen.

Die erwähnte Petition gegen den Bildungsplan 2015 der grün-roten Landesregierung unterstützen bisher ca. 166.000 Bürger.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Konrad Ruprecht