Israel: 300.000 Jahre alte Feuerstelle in der Qesem-Höhle entdeckt

Frühzeit-Menschen verfügten über Sozialstruktur und Intelligenz

Mikroskopische Indizien, entdeckt in einem Labor des Weizmann-Instituts, zeigen die wiederholte Nutzung derselben Feuerstelle über einen längeren Zeitraum.

Wann hat der Mensch wirklich begonnen, Feuer zu kontrollieren und für seine täglichen Zwecke zu nutzen? Diese zentrale Frage zur Entstehung der menschlichen Kultur wird noch immer heiß diskutiert.

In der Qesem-Höhle, einer archäologischen Ausgrabungsstätte in der Nähe des heutigen Ortes Rosh HaAyin, hat ein Team israelischer Wissenschaftler kürzlich den frühesten Beweis für eine Feuerstelle entdeckt, die ganz eindeutig wiederholt benutzt wurde und deren Entstehung sich vor etwa 300.000 Jahren datieren lässt.

Dieser Fund hilft deutet auch darauf hin, dass diese prähistorischen Menschen über eine fortschrittliche Sozialstruktur und über intellektuelle Kapazitäten verfügten.


BILD: Die Ausgrabungsstätte in der Qesem-Höhle. Der blaue Pfeil weist auf die Feuerstelle

Seit dem Jahre 2000 werden Ausgrabungen in der Qesem-Höhle durchgeführt. Dem Team stehen die Professoren Avi Gopher und Ran Barkai von der Tel Aviv Universität vor.

Dr. Ruth Shahack-Gross vom Kimmel Center for Archeological Science am Weizmann-Institut war an den Ausgrabungen von Beginn an beteiligt. Sie sammelt Proben vor Ort, die sie später im Labor im Detail analysiert.

Shahack-Gross, die sich auf die Identifikation archäologischer Stoffe spezialisiert hat, identifizierte in der Mitte der Höhle eine dicke Ablagerung von Holz-Asche. Mit dem Einsatz von Infrarot-Spektroskopie konnte sie feststellen, dass die Asche mit kleinen Knochen- und Erdmengen vermischt war, die mit sehr hohen Temperaturen aufgeheizt wurden. Dies stellte den eindeutigen Beweis dafür dar, dass sich vor Ort eine große Feuerstelle befand.

Shahack-Gross untersuchte dann die Mikro-Morphologie der Asche. Dafür extrahierte sie ein viereckiges Stück Sediment von der Feuerstelle und ließ es im Labor erhärten. Dann schnitt sie das Stück in sehr dünne Scheiben – so dünn, dass sie sich unter ein Mikroskop legen ließen, um die genaue Komposition der Stoffe in der Ablagerung zu betrachten und ihre Formung bestimmen zu können.

So war es möglich, viele mikroskopische Schichten in der Asche zu differenzieren – der Beweis für die Existenz einer Feuerstelle, die über einen längeren Zeitraum wiederholt benutzt wurde. Diese Entdeckungen wurden im Journal of Archaeological Science veröffentlicht.

Zahlreiche Werkzeuge aus Feuerstein

Um die Feuerstelle herum und auch in der Feuerstelle selbst fanden die Archäologen eine große Zahl an Werkzeugen aus Feuerstein, die zum Schneiden von Fleisch benutzt wurden. Im Gegensatz dazu hatten die Feuersteinwerkzeuge, welche man einige Meter entfernt von der Feuerstelle fand, eine andere Form und wurden für entsprechend für andere Zwecke benutzt.

Außerdem fanden sich im Umfeld der Feuerstelle eine große Anzahl verbrannter Tierknochen – ein weiteres Indiz dafür, dass die Feuerstelle wiederholt zum Kochen von Fleisch benutzt wurde.

Organisierte Raum-Aufteilung

Shahack-Gross und ihre Kollegen konnten darüber hinaus zeigen, dass unterschiedliche „Haushaltsarbeiten“ an verschiedenen Stellen in der Höhle auf eine organisierte Aufteilung des Raums hinweisen – und damit auf eine Art Sozialstruktur, die typisch für den modernen Menschen ist. Es ist daher anzunehmen, dass die Höhle als eine Art Lagerplatz für prähistorische Menschen diente, die immer wieder dorthin zurückkehrten.

„Diese Ergebnisse helfen uns dabei, einen wichtigen Wendepunkt in der Entwicklung der menschlichen Kultur zu fixieren, und zwar den Punkt, an dem Menschen zum ersten Mal begannen, Feuer sowohl zum Kochen als auch als Mittelpunkt – also eine Art Lagerfeuer – für gesellschaftliche Zusammenkünfte zu nutzen“, erklärt sie: „Wir erfahren dadurch auch etwas über die eindrucksvollen Stufen der sozialen und kognitiven Entwicklung des Menschen von vor etwa 300 000 Jahren.“

Die Forscher meinen, dass diese und auch andere Entdeckungen Anzeichen für substanzielle Veränderungen im menschlichen Verhalten und in der menschlichen Biologie seien und vor etwa 400.000 Jahren in der Region erstmals neue Formen der Kultur auftraten – und eben auch eine neue Art der Spezies Mensch.

Quelle (Text/Foto): Pressemitteilung des Weizmann-Instituts vom 3.2.2014


Nein zur „Hirntod“-Definition, Organspende und zum Tod durch Explantation

Von Dr. med. Regina Breul

Stellungnahme zu einem Artikel in „Zenit“ vom 29. Januar 2014

Am 25. Januar verkündete „Bild.de“ in einer Schlagzeile: „Ihre Organe haben fünf Menschen gerettet“

Im Kleindruck erfuhr man, dass eine 23-jährige, US-amerikanische Studentin totgeprügelt wurde. Das Wichtigste scheint allerdings die Tatsache zu sein, dass man ihr Organe zu Transplantationszwecken entnommen und dadurch angeblich fünf Menschen das Leben gerettet hat.1000

BILD: Die Ärztin Dr. R. Breul ist Co-Autorin dieses Sachbuchs „Hirntod – Organspende“ (Media-Maria-Verlag)

Kein Wort darüber, dass sie nicht im üblichen Sinn tot war, sondern für „hirntot“ erklärt wurde. Sie verstarb erst auf dem OP-Tisch bei der Explantation.

Drei Tage später zelebriert der Päpstliche Almosenier, Msgr. Konrad Krajewski, in der polnischen Nationalkirche in Rom die Begräbnisfeier für einen 31-jährigen polnischen Obdachlosen, der brutal zusammengeschlagen wurde. Der junge Mann war Patient in der „Agostino- Gemelli-Klinik“, die zur „Katholischen Universität vom Heiligen Kreuz“ gehört und 1964 durch Papst Paul VI. eröffnet wurde.

Ein Vertreter der Gemeinschaft Sant’Egidio betonte , dass dank dieser Geste der Angehörigen die Organe des jungen Mannes gespendet und damit vier Leben gerettet wurden.

Auch dieser junge Mann war nicht tot, sondern hirntot. Organe, die für eine Transplantation benötigt werden, können nur einem noch lebenden, künstlich beatmeten Menschen entnommen werden.

Die Hirntod-Diagnose hat sich inzwischen als höchst zweifelhaft erwiesen. Das sehen übrigens auch 40Prozent der Intensivmediziner und Anästhesisten so.  Sie akzeptieren das Hirntod-Konzept nicht; wie eine Umfrage ihres Fachverbandes (DIVI) gerade ergab.

Ein für hirntot erklärter Patient ist ein lebender Mensch. Erst nach der Organentnahme ist er tot.

In welcher Welt leben wir?  – Selbst in katholischen Krankenhäusern wird menschliches Leben aktiv beendet.

Angehörige eines Obdachlosen gelten als barmherzige Samariter für fremde Menschen. Wo waren sie, als der  junge Mann ihre Hilfe gebraucht hätte, als er obdachlos wurde?

Was einem selber nicht gehört, kann man leicht spenden. Das schlechte Gewissen, das man dem Angehörigen  gegenüber hätte haben müssen, kann man dank der hochherzigen Spende beruhigen.

Die Verbrechen an den jungen Menschen scheinen dank der Organspenden nicht mehr ganz so schlimm zu sein. Es entsteht  fast der  fatale Eindruck, sie würden durch das vermeintlich Gute, was daraus entstanden ist, gleichsam gerechtfertigt. Wohin soll das führen?

Können wir es akzeptieren, dass die Kirche sich an so etwas beteiligt?  –  Das ist  aus meiner Sicht eine Diskussion wert…

Dr. Regina Breul ist eine katholische Ärztin und Publizistin; sie lebt mit ihrer Familie in München

Abbildung: Verlag Media Maria

 


EuGMR in Straßburg erläßt nach 15-jährigem Rechtsstreit ein Urteil gegen den irischen Staat wegen Mißbrauchsfall

NetzwerkB-Pressemitteilung vom 3. Februar 2014:

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EuGMR) in Straßburg verurteilte in der letzten Woche in dem Fall O`Keeffe gegen Irland den irischen Staat zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 30.000 Euro an eine heute 50-jährige Irin, welche als Neunjährige 1973 durch den Direktor ihrer Schule mehrfach sexuell missbraucht wurde. 40323-90x80

Das Urteil verpflichtet den irischen Staat zwar nicht zur Änderung oder zum Erlass von Gesetzen und entfaltet auch keine unmittelbare Wirkung in anderen bzw. für andere Staaten. Dennoch ist das Urteil als äußerst beachtlicher Schritt des Gerichtshofs zu werten. 

Hintergrund des Urteils ist insbesondere die Tatsache, dass es bereits vor den durch die Klägerin erlittenen Missbrauchsfällen Beschwerden und Anzeigen der Mutter eines anderen Kindes aufgrund sexueller Übergriffe an der Schule gegeben hatte, es jedoch weder zu einem Ermittlungsverfahren, noch zum Ergreifen von Schutzmaßnahmen gekommen war. Der für die Schulaufsicht zuständige katholische Geistliche hatte der Mutter des Kindes lediglich geraten, dass das Mädchen künftig Hosen statt Kleider tragen solle. 

Höchstes irisches Gericht drohte Klägerin mit hohen Kosten

In den innerstaatlichen Vorinstanzen in Irland wies  –  wie auch in anderen Ländern nahezu typisch  –  der Staat die Verantwortung für das Leid der Klägerin und zahlreicher weiterer ehemaliger Schüler mit dem Argument von sich, dass die betroffenen Schulen von der katholischen Kirche verwaltet wurden und nicht vom Staat selbst. In den Schulalltag mische sich der Staat nicht ein. paragraph_300x3001

Besonders perfide erscheint in diesem Zusammenhang, dass sowohl der Klägerin als auch über einhundert weiteren Klägern nach der Abweisung der Klage durch den irischen Supreme Court, dem höchsten irischen Gericht, von staatlicher Seite damit gedroht wurde, dass sämtliche Gerichtskosten gegenüber den Klägern geltend gemacht werden würden, falls diese ihre Klagen nicht endgültig fallen ließen.

Die Klägerin ließ sich hiervon jedoch glücklicherweise nicht abschrecken, rief stattdessen den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an und bekam  –  nach einem insgesamt 15 Jahre andauernden Rechtsstreit  –  von diesem die Bestätigung, dass sie unmenschliche und entwürdigende Behandlung erlitten habe und angesichts des Verhaltens des irischen Staates der Möglichkeit beraubt worden sei, sich Recht zu verschaffen.

EuGMR verlangt Entschädigung für Geschädigte

Daher habe die Klägerin einen Anspruch auf Genugtuung und sei zu entschädigen, so der Gerichtshof. Insbesondere stellte der Gerichtshof in seinem Urteil ausdrücklich fest, dass der Staat die Verantwortung dafür trage, dass alle Kinder in allen Schulen vor Missbrauch und vergleichbaren Übergriffen geschützt werden und dass Mechanismen bestehen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen zu können.

Was zunächst wie eine Selbstverständlichkeit klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Aussage mit weitreichenden Konsequenzen. Vereinfacht ausgedrückt, verdeutlichte der EuGMR mit diesem Ansatz erstmals seine Auffassung, dass ein Staat sich seiner staatlichen Schutzpflichten nicht dadurch „entledigen“ kann, indem er typischerweise staatliche Aufgabenbereiche auf kirchliche oder private Einrichtungen überträgt.

Staat ist schutzpflichtig für alle Schulen

Das RECHT hilft der JUGEND

Das RECHT hilft der JUGEND

Das heißt konkret, dass ein Staat auch für den Schutz von Schülern in kirchlichen oder allgemein religiösen sowie in privaten Einrichtungen verantwortlich ist und dementsprechend beim Auftreten von sexuellen Übergriffen auf Schüler haftbar gemacht werden kann, wenn sich herausstellt, dass diese Schutzpflichten nicht oder nicht ausreichend eingehalten oder gar ignoriert worden sind.

Diese Aussage des Gerichtshofs wird künftig auch durch die Gerichte in anderen Staaten Berücksichtigung zu finden haben, welche die Europäische Menschenrechtskonvention ratifiziert haben, somit auch in Deutschland.

Bedeutung kann dies in Deutschland vor allem in all jenen Fällen erlangen, in welchen der Staat – nachweislich – „sehenden Auges“ seiner Verantwortung zum Schutz Minderjähriger vor sexuellen oder sonstigen Übergriffen nicht in ausreichender Weise nachgekommen ist, etwa trotz Kenntnis von aufgetretenen Missbrauchsfällen in Heimen, Schulen oder sonstigen Einrichtungen, unabhängig von deren Trägerorganisation und Ausgestaltung.

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Jahr 2004 („Fall Görgülü“) die Pflicht der bundesdeutschen Gerichtsbarkeit zur Berücksichtigung der Rechtsprechung des EuGMR festgestellt. Es besteht somit durchaus Hoffnung auf eine künftig betroffenenfreundlichere Rechtsprechung als in der Vergangenheit, auch wenn der (Rechts-)Weg bis zur Durchsetzung von Opferrechten nach wie vor lang und steinig bleiben wird.

Kontakt-Daten:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: 04503 892782
presse@netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

Medjugorje aktuell: Botschaft vom 2.2.2014 an die „Seherin“ Mirjana D.-Soldo

Von Felizitas Küble

Zur „Seherschar“ von Medjugorje, einem kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsort in der Herzegowina, gehört auch Mirjana Dragicevic-Soldo.

Nachdem sie  –  eigenen Angaben zufolge  –  anfangs eineinhalb Jahre lang tägliche Visionen der „Gottesmutter“ erlebte, bekam sie ab Weihnachten 1982 jährlich eine Erscheinung zu ihrem Geburtstag am 18. März. media-372515-2

Etwa 5 Jahre später kamen weitere Marienvisionen an jedem 2. Tag pro Monat hinzu, wobei sie stets eine „Privatbotschaft“ empfängt, die von Medjugorje aus per Rundmail bzw. Newsletter verbreitet wird.

Heute wurde folgende Offenbarung der „Gospa“  –  wie die Gottesmutter in Kroatien zuweilen genannt wird  –  rundgesandt, welche sich auf die gestrige Marienerscheinung Mirjanas bezieht:

„Liebe Kinder! Mit mütterlicher Liebe möchte ich euch Ehrlichkeit lehren, denn ich möchte, dass ihr in eurem Wirken als meine Apostel genau, entschlossen und überaus ehrlich seid. Ich möchte, dass ihr durch die Gnade Gottes für den Segen offen seid. Ich möchte, dass ihr durch Fasten und Gebet vom himmlischen Vater die Erkenntnis des natürlichen, heiligen Göttlichen erfleht.

Erfüllt durch die Erkenntnis werdet ihr unter dem Schutz meines Sohnes und mir meine Apostel sein, die wissen, das Wort Gottes jenen zu verbreiten, die es nicht kennen, und ihr werdet wissen, die Hindernisse zu überqueren, die euch im Weg sein werden. Meine Kinder, durch den Segen wird die Gnade Gottes auf euch herabkommen, ihr aber werdet sie durch Fasten, Gebet, Läuterung und die Versöhnung bewahren können. Ihr werdet die Wirksamkeit, die ich von euch ersuche, haben. Betet für eure Hirten, dass der Strahl der Gnade Gottes ihre Wege bestrahlt. Ich danke euch!“

Einige Linien haben wir zwecks Verdeutlichung in den Text gesetzt.

Wir wollen nun diese wie üblich wortschwallige und pathetische, aber inhaltlich gehaltlose Botschaft nur kurz kommentieren (detaillierte Ausführungen lohnen sich hier nicht): 1_0_744292

1. Nach fast 33 Jahren Erscheinungen fällt es der vermeintlichen Himmelsmutter also ein, die Seherin und ihre Schar die Tugend der „Ehrlichkeit“ zu lehren, statt diese als hoffentlich selbstverständlich vorauszusetzen. Merkwürdig auch die Aufforderung, „überaus ehrlich“ zu sein –  also ob das möglich wäre: Oder kann man mit der wirklichen Ehrlichkeit etwa übertreiben? Kann und soll man sie „überaus“ praktizieren?

2. Vielleicht läßt das Medjugorje-Zentrum sich gegenüber seinem Fanclub noch zu einer Erklärung herab, was denn wohl das „natürliche, heilig Göttliche“ sein mag, das wir laut Gospa unbedingt erkennen sollten.

3. Sodann „möchte“ das Erscheinungsphänomen, daß die Seherschar „für den Segen offen“ sei, ohne daß erläutert wird, um welchen „Segen“ es sich überhaupt handelt. Sodann heißt es: „…durch den Segen wird die Gnade Gottes auf euch herabkommen, ihr aber werdet sie durch Fasten, Gebet, Läuterung und die Versöhnung bewahren können.“

Die Gnade Gottes kommt durch Christus und sein erlösendes Kreuz zu uns herab; aus dieser einzigen Quelle entströmen die Sakramente der Kirche, die uns des Himmels Gnade schenken bzw. die göttlichen Gnaden vermehren. Diese Heilswahrheit wird hier durch einen nicht näher bezeichneten „Segen“ verdrängt, welcher angeblich die „Gnade Gottes“ spende.

Sodann lautet die Botschaft weiter, diese Gnade Gottes könne durch Fasten, Gebet, Läuterung und die Versöhnung bewahrt werden. Das klingt zunächst sehr fromm, verdrängt aber erneut das Wesentliche: Gottes Gnade bewahren wir vor allem durch die Sakramente der Buße und des Altares, sodann durch die Einhaltung der göttlichen Gebote (die freilich in den Medju-Offenbarungen ohnehin fast nie erwähnt werden).

So zeigt sich wieder der typische Verdrängungs-Mechanismus vieler irrgeistiger „Botschaften“:  Durch viel fromm wirkendes Gerede wird das Wesentliche und Wichtige verdrängt durch etwas weniger Wichtiges. Leider wird dieses Verdrängungs-Prinzip von vielen erscheinungsbewegten Gläubigen und Abergläubigen nicht durchschaut.


Ägypten: Journalisten im Kreuzfeuer von Muslimbrüdern und Regierung

96 Journalisten im Januar mißhandelt, verhaftet und bedroht

In Ägypten haben sowohl die Regierung als auch die Muslimbrüder Angriffe und Gewalt gegen kritische Journalisten intensiviert, beklagt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).   Notizblock-Stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa

Allein im vergangenen Monat seien 33 Journalisten unrechtmäßig verhaftet und 31 angeschossen, geschlagen oder mißhandelt worden. 32 wurden durch Morddrohungen und andere Repressionen von ihrer Arbeit abgehalten.

Journalisten, die kritisch über Polizeigewalt berichteten, würden unter dem pauschalen Vorwurf verhaftet, Terroristen zu sein oder mit solchen zusammen zu arbeiten. Die IGFM prangerte das Verhalten der Übergangsregierung scharf an: „Sie versucht systematisch, unabhängige und kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.“ 

Folter auf offener Straße durch Muslimbrüder

Gleichzeitig würden Anhänger der Muslimbrüder jeden angreifen, der Ausschreitungen und Gewalt der Islamisten dokumentiert. Regelmäßig werden Kameras zerstört, so die IGFM. Vielfach aber sind Journalisten und Anhänger der ägyptischen Demokratiebewegung von Muslimbrüdern auch körperlich angegriffen, zusammengeschlagen und in einigen Fällen auf offener Straße gefoltert oder erschossen worden.

„Die Gewalt und die Unverfrorenheit mit der sowohl die Übergangsregierung als auch die Islamisten Andersdenkende und Kritiker mundtot machen wollen, wächst immer schneller“, stellt IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin fest. Beide Seiten hätten offenbar keinerlei Interesse an Rechtsstaatlichkeit.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33,
info@igfm.de
www.menschenrechte.de

Nachruf auf den Kinderarzt und Gründer der „Aktion Sonnenschein“: Prof. T. Hellbrügge

Von Prof. Dr. Hans Schieser

Am 21. Januar 2014 starb der Kinderarzt Theodor Hellbrügge im Alter von 94 Jahren. Er durfte auf ein fruchtbares Leben zurückblicken: sein größtes Werk dürfte das Kinderzentrum in München-Großhadern sein, wo er zeigen konnte, dass Kinder schon vom frühesten Alter an vor körperlichen und seelischen Fehlentwicklungen verschont bleiben können. Hellbrgge Okt 2004

Das war sein Hauptanliegen. Er führte damit das weltweite Werk seiner Kollegin Maria Montessori (1870 – 1952) fort, das er in seinem Modell „Internationale Aktion Sonnenschein: Hilfe für das mehrfach behinderte Kind“ als pädagogische Grundlage benützt.

Die Erfolge trugen ihm viele Ehrendoktoren von Universitäten im Ausland ein. Er wusste jedoch, dass es der Segen Gottes war, der ihm bis ins hohe Alter geholfen hat  –  trotz vieler Anfeindungen und Schwierigkeiten  –  Eltern und ihren Kindern zu helfen.

Schon weit bevor die Politiker mit ihrer Idee der „Inklusion“ (= gemeinsame Erziehung von gesunden und behinderten Kindern) daher kamen, hat Hellbrügge mit seiner „Aktion Sonnenschein“ nicht nur in Deutschland, sondern noch mehr weltweit die Aufmerksamkeit der Human-wissenschaftler auf die Möglichkeit gelenkt, vielen Behinderungen schon im frühesten Kindesalter zuvorzukommen und zu heilen. Kinderzentrum

Er zögerte nicht, mit wissenschaftlich und empirisch haltbaren Argumenten gegen den Unsinn der „kollektiven“ Erziehung zu kämpfen: zum Beispiel dass „Kinderkrippen gefährlich sein können“ (Artikel in „Kinderkrankenschwester“ Nr 10/1991). 

BILD: Prof. Hellbrügges Kinderzentrum in München-Großhadern

Er war da nicht allein, denn in USA wurde schon in den 80er-Jahren vor den Gefahren gewarnt, die von frühkindlicher „Pädagogik“ (zB. „Day Care“-Kinderkrippen) auf die psychische und physische Entwicklung des Kindes wirken. Prof. Hellbrügge dürfte der Einzige sein, der im deutschsprachigen Raum vor der „altersgleichen Gruppierung“ („age segregation“, Bronfenbrenner USA) warnte.

Seine Stimme ist zwar verstummt  –  sie bleibt heute hochaktuell  –  aber seine Ideen werden weltweit, vor allem in Südamerika und in Russland, weitergetragen. Vielleicht erinnern sich irgendwann einmal unsere deutschen Pädagogen an diesen Mann, den wir zu den Grossen des 20.Jahrhunderts zählen können.

Wer mehr wissen will, der möge sich bei der Theodor-Hellbrügge-Stiftung und Internationalen Aktion Sonnenschein erkundigen: www.int-aktion-sonnenschein.de (Heiglhof-Strasse 63/II in 81377 München).

Dr. Hans Schieser, Prof. emeritus DePaul University Chicago 

Fotos: Prof. H. Schieser / Kinderzentrum: Postkarte LB-Verlag, 85540 Haar


Der HERR ist ein Schild für mich!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche

Psalm 3,2-7:

HERR, wie zahlreich sind meine Bedränger;
so viele stehen gegen mich auf.
Viele gibt es, die von mir sagen:  
„Er findet keine Hilfe bei Gott.“

Du aber, HERR, bist ein Schild für mich,
du bist meine Ehre und richtest mich auf.
Ich habe laut zum HERRN gerufen;
da erhörte er mich von seinem heiligen Berg.

Ich lege mich nieder und schlafe ein,
ich wache wieder auf, denn der HERR beschützt mich.
Viele Tausende von Kriegern fürchte ich nicht,
wenn sie mich ringsum belagern.