Volksentscheide im Bund sind angesagt

Beatrix von Storch

Der „Spiegel“ rät zu einer Abkehr von der sozialen Marktwirtshaft Ludwig Ehrhards. Er rät insbesondere mit Blick auf EU und Euro zu  –  noch  –  mehr „Koordinierung“, also staatlicher Lenkung. Draghi_Demo_2_Beatrix_von_Storch-700x466

Der Bürger soll immer weniger zu sagen haben. Wohin uns das führt, sehen wir jeden Tag deutlicher.  

Am 25. Mai dieses Jahres sind nun die EU-Wahlen. Nutzen wir die Gelegenheit und fordern die Politik auf, sich endlich für Volksentscheide auszusprechen.

Insbesondere in „Europa“ fehlt es auf allen Ebenen an demokratischen Elementen.

Sie können hier klicken und so 10 Abgeordneten auffordern, sich für ein EU-Referendum einzusetzen.

Lesen Sie hier mein Plädoyer für den Ordoliberalismus.


Persönliche Werte, die unsere Kinder in Familie und Schule erlernen sollten

Von Almut Rosebrock

Besorgte Eltern demonstrierten in Stuttgart gegen den neuen rot-grünen Schul-Bildungsplan in Baden-Württemberg, der Sexualkunde „in alle Richtungen“ für alle verpflichtend macht –   und können aufgrund einer Gegendemonstration (mit weniger Personen!) ihre Demonstration nicht zu Ende führen. Sie werden aktiv gestört und angegriffen.

Almut Rosebrock

Bereits Kinder sollen als Pflichtfach lernen, dass LSBTIQ steht für lesbisch, schwul, (englisch G-gay), bisexuell, transsexuell, intersexuell, „queer“. Alles „gleichwertig“, „normal“.  –  Kommt bald noch P für pädophil – oder auch polyamourös – dazu?

Wie wäre es mit Z für zölibatär? Ist es nicht auch legitim und schützenswert, enthaltsam zu leben? Nach der Schöpfungsordnung. Nach Gottes Geboten.

Einfach als Mann und Frau, ganz „normal“. In Verschiedenheit. 1+1=1. Und sich vielleicht auch daran zu stören, wenn ständig über das „Geschlecht“ und Sexualität gesprochen wird, dieses Thema gar zum Maß für die „Qualität“ eines Staates wird –  wo doch auch ganz andere Dinge zu einem erfüllten Leben gehören und beitragen!

Unsere Kinder sollten lernen, zu anderen Menschen (wie auch zu sich selbst) in Achtung, Wertschätzung und Kompromissfähigkeit zu stehen, Beziehungen, Freundschaften aufzubauen und zu pflegen. In Schwäche, Stärke, Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Charaktere, der Begabungen, der Meinungen. Sie müssen auch lernen, sich an Regeln des Zusammenlebens zu halten. Sich selbst (auch mal) zurückstellen zu können.

Als ganzheitlich gereifte Persönlichkeit, Mann, Frau, was auch immer, wird Leben gelingen – und das geht ggf. sogar auch ganz ohne Partner!

Der (nicht zu leugnende) Unterschied zwischen Mann und Frau ist sowohl Bereicherung wie auch „Problem“ für Partner, Ehen und Familien. Man kann – und sollte – lernen, trotzdem miteinander auszukommen, im gemeinsamen Leben, in Gespräch, Konflikt, Vergebung, Liebe. Und das als Nährboden für Kinder, die ganz natürlich entstehen.

Möge unser Leben gelingen – mit all den Herausforderungen, die sich immer wieder stellen, im Kleinen wie im Großen. Noch haben wir hier Glaubens- und Meinungsfreiheit. Aber der Einfluss der „Political Correctness“ wird immer größer… .

Almut Rosebrock (siehe Foto) ist evangelische Christin, Apothekerin und Familienmutter; sie leitet das Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“: www.glmk.de


Europa-Parlament stimmt Lunacek-Antrag zu

Das EU-Parlament in Straßburg hat am heutigen Dienstag, den 4. Februar 2014, den sog. Lunacek-Bericht beschlossen, der von der LGBTI-Lobby seit Monaten vorangetrieben wird. (LGBTI: Lesben, Schwule (Gay), Bi-, Trans- und Intersexuelle).

Der Antrag wird nach der Berichterstatterin Ulrike Lunacek benannt, die zu den grünen EU-Parlamentarierinnen in Österreich gehört.  

In einer Entschließung, die mit 394 Stimmen, 176 Gegenstimmen und 72 Enthaltungen angenommen wurde, wurde dem Luncaek-Antrag zugestimmt. 

Weitere INFOS zum Lunacek-Bericht: https://charismatismus.wordpress.com/2014/02/04/eu-parlament-der-lunacek-bericht-richtet-sich-gegen-demokratische-grundrechte/


München: Kinofilm über den seligen Anti-NS-Prediger Pater Rupert Mayer

1987 wurde der bekannte Jesuitenpater und mutige Prediger Rupert Mayer aus München von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Dreimal wurde der süddeutsche Geistliche von den Nazis verhaftet. christus

Über das Konzentrationslager Sachsenhausen kam er bis zum Ende des 2. Weltkriegs nach Ettal. An Allerheiligen 1945 starb der unermüdliche Seelsorger an einem Schlaganfall in der Kreuzkapelle von St. Michael. Die Münchner Bevölkerung besuchte zahlreich sein Grab in Pullach, 1948 folgte die Umbettung des Sarges in die Unterkirche des Bürgersaals. 

Nun wird durch die Produktionsfirma „Munich International Pictures“ ein Kinofilm über sein Leben gedreht. Bereits im März soll das Werk bayernweit in die Kinos kommen, später soll eine DVD erscheinen.

Das Drehbuch ist aber auch mit fiktiven Elementen gespickt, um die Leistung des Widerstandskämpfers gegen das NS-Regime zu bekräftigen. Drehorte sind neben den Bavaria-Filmstudios in Geiselgasteig vor allem Original-Schauplätze: der Bürgersaal, St. Michael, das direkt an den Bayerischen Hof grenzende Palais Montgelas und Kloster Ettal. Auch in Warschau wurde gefilmt.

Hollywood-Stars wie Daryl Hannah und Stacy Keach haben Spielteile übernommen. Den Titelhelden P. Mayer verkörpert der in München lebende deutsch- italienische Schauspieler Oliver Gruber. Produzentin Nicola Mayerl spielt die fiktive Rolle der „Donna von Bayern“, die den Widerstandskämpfern als Rechtsanwältin hilft.

 


EU-Parlament: Der Lunacek-Bericht richtet sich gegen demokratische Grundrechte

Mathias von Gersdorff

Heute, am 4. Februar 2014, wird das EU-Parlament über den sogenannten „Lunacek-Bericht“ abstimmen, voraussichtlich ohne Debatte.

In diesem Papier wird eine massive Ausweitung von Privilegien für Homosexuelle, Transsexuelle, Bisexuelle usw., also LGBTI-Personen gefordert, wie etwa die Einführung der Definition „Haßverbrechen“, von schulischen Maßnahmen zur Förderung der Akzeptanz dieser Lebensformen, die europaweite Anerkennung der Personenstandrechte, Toleranzschulungen für Journalisten, damit sie einfühlsamer über das Leben der LGBTI-Personen berichten usw. 

Manifest aus der Homo-Lobby030

Der „Lunacek-Bericht“ ist so etwas wie ein Manifest der Milleniumsziele der Homo-Lobby. Dort wird die Welt beschrieben, wie sie sich diese Homo-Lobby erträumt. „Lunacek“ ist das radikalste, jemals in einem Parlament erarbeitete Dokument, denn es fordert, daß Homosexualität, Transsexualität usw. gesellschaftliche Norm sein sollten.

Mehr noch: „Lunacek“ fordert im Grunde die Bildung einer Art privilegierter Kaste mit Sonderrechten, die sicherstellen sollen, daß sich Heterosexuelle hüten, auch nur die leiseste Kritik an politischen Forderungen der LGBTI-Lobby und an der Homosexualität überhaupt zu üben. Die heterosexuelle Bevölkerung wird pauschal mit dem Verdacht der „Homophobie“ belegt. Der einzelne soll immer wieder den Beweis erbringen, er sei nicht „homophob“.

Fernab demokratischer Öffentlichkeit

„Lunacek“ ist ein dermaßen heftiger Angriff auf die Meinungs- und Religionsfreiheit, daß sich europaweit ein bislang nicht da gewesener Widerstand erhebt. Zahlreiche Initiativen haben zum Protest aufgerufen. Der britische Europa-Abgeordnete Ashley Fox gab über Twitter bekannt, er habe innerhalb von fünf Tagen 50.000 E-Mails gegen den Lunacek-Antrag erhalten. 40323-90x80

Es ist nicht klar, wie die Abgeordneten der Europäischen Volkspartei abstimmen werden, was allein schon eine Schande ist. Viele C-Politiker haben sich vor den Karren der Homo-Lobby spannen lassen.

Die Entstehung eines Papiers wie des „Lunacek-Berichtes“, der rein theoretisch für die EU-Mitgliedsländer nicht verbindlich ist, ist nur im EU-Parlament möglich. Fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit wurden immer wieder Resolutionen verabschiedet, die in einem normalen demokratischen Verfahren unter Beobachtung der Öffentlichkeit und mit einer funktionierenden Opposition nicht möglich gewesen wären.

Linke Politiker haben das EU-Parlament gerne als ein Labor mißbraucht, um die Durchsetzung radikaler gesellschaftspolitischer Ideen auszutesten.

Eine neue säkulare Religion

Man mag über dieses undemokratische Verhalten erstaunt sein. Doch hier ist es angebracht anzumerken, daß in der Durchsetzung von Homo-Privilegien immer wieder undemokratische Methoden verwendet wurden. Einschüchterung des politischen Gegners, brutale Stigmatisierung der Kritiker, gezielt eingesetzter Psychoterror waren von Anfang an beliebte Techniken zur Durchsetzung der Homo-Agenda.

Der „Lunacek-Bericht“ setzt noch eins drauf, indem er versucht, den Anti-„Homophobie“-Terror zu institutionalisieren.

Sollten die angestrebten politischen Ziele des „Lunacek-Berichts“ eines Tages Wirklichkeit werden, so würde die Homo-Agenda aus dem demokratischen Diskurs faktisch entrückt und würde den Status einer säkularen Religion erhalten, die rein aus Dogmen bestünde und nicht mehr hinterfragt werden dürfte. Also eine Art fanatische Religion, die sich der Vernunft ganz entzöge.

Jemand mag nun einwenden, daß auch die katholische Kirche als Vertreterin einer Religion politische Ansprüche hat und politischen Einfluß ausüben will. Auch die katholische Kirche will die Gesellschaft nach bestimmten Werten und Prinzipien gestalten. Doch in den Belangen, die politisch-gesellschaftlich relevant sind, wie etwa die Soziallehre (dazu gehört alles, was beispielsweise mit Familie, Arbeit, Eigentum usw. zu tun hat), oder ethische Fragen (Abtreibung, Euthanasie, Bioethik usw.) stützt sich die Kirche auf das Naturrecht und nicht auf religiöse Dogmen.

Alle Menschen sind gleich, Homosexuelle sind gleicher?

Das Naturrecht spielt aber bei den Forderungen der Homo-Lobby keine Rolle bzw. wird geradezu abgelehnt. Selbst grundlegende Begriffe wie die Ehe als eine Vereinigung von Mann und Frau werden angegriffen. Keine der essentiellen Forderungen der Homo-Lobby läßt sich durch das Naturrecht begründen.

Manche Forderungen, wie beispielsweise Schutz vor Gewalt, sind nur deshalb legitim, weil homosexuelle Personen eben Menschen sind und sie daher die Grundrechte aller Menschen besitzen. Die Homosexualität ist dabei völlig irrelevant, denn alle Menschen haben ein Recht auf Unversehrtheit. „Lunacek“ will aber, daß Verbrechen gegen homosexuelle Personen einen besonderen Status erhalten.

Weil eben die Homo-Agenda sich nicht auf das Naturrecht stützt, wird sie in doktrinärer Art und Weise in der Öffentlichkeit vorgetragen, wobei man durch Einschüchterungstechniken und Psychoterror von vornherein zu verhindern versucht, daß Widerstand aufkommt. Wie schon oben gesagt: Die Homo-Agenda trägt die Züge einer fanatischen, also der Vernunft nicht zugänglichen Religion.

Zunehmender Verfall demokratischer Kultur

In einem Kontext wahrer Freiheit ließe sich die Homo-Agenda nicht durchsetzen, denn in einer vernünftigen Diskussion hätte sie keine Chance. Deshalb waren die diktatorischen Züge der Homo-Politik von Anfang an deutlich.

Das gilt natürlich nicht nur für die Forderungen der Homo-Lobby. Auch in der Lebensrechtsfrage ist eine vernünftige Debatte unmöglich, weil eine Seite von vornherein einem Teil der Menschheit  –  den ungeborenen Kindern  –  das Recht auf Leben vorenthält oder (eigentlich noch schlimmer) behauptet, es handele sich bei ihnen nicht um Menschen.

Man argumentiert in völliger Ablehnung des Naturrechts, und daher waren von Anfang an systematische Einschüchterung bzw. Niedermachen des ideologischen Gegners vonnöten. Für die Lebensrechtler gilt schon heute eine Art „Lunacek-Bericht“ mit umgekehrtem Vorzeichen, also die totale Mißachtung der demokratischen Grundrechte des einzelnen  –  eine Deklassierung im politischen Leben.

Den Verfall an politischer demokratischer Kultur kann man allerorts erleben: Bei den Demonstrationen gegen Abtreibung zeigt sich dies an der Lärmkulisse und an den Haßausbrüchen von Feministinnen und sonstigen linksradikalen Störern.

Im Deutschen Bundestag zeigt sich der Niedergang der demokratischen Kultur an der Weigerung der politischen Klasse, essentielle Probleme, wie eben das massenhafte Töten von ungeborenen Menschen, überhaupt anzusprechen. Statt dessen flüchtet man in Allgemeinplätze, wie jüngst Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung.

Sollte „Lunacek“ heute durchkommen, könnte eine neue Phase dieses Dekadenzprozesses eröffnet werden: das systematische Schleifen von elementaren Grundrechten wie eben der Religions- und Meinungsfreiheit auf parlamentarischem Wege.

Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ sowie des Internetportals „Kultur und Medien online“

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


EU, Türkei, Rechtsstaatlichkeit und die Lage der unterdrückten Christen

In der gestrigen F.A.Z. vom Montag, den 3. Februar 2014, wurde folgende informative Leserzuschrift von Dr. Günter Lachmann aus Bonn veröffentlicht:

„Sollte es die Absicht der EU-Spitze gewesen sein, den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan – rechtzeitig vor den Europawahlen – seine Politik vor dem europäischen Publikum erklären und damit den Unmut der Wähler besänftigen zu lassen, so kann diese konzertierte Aktion seiner Freunde in Brüssel kaum als gelungen bezeichnet werden. IMG_0748

Weder die brutale Niederschlagung der Proteste in der Türkei noch die offensichtlich rechtswidrigen Eingriffe in den Justizapparat (der vor wenigen Jahren noch mit 1,6 Milliarden Euro aus der EU-Kasse arbeitsfähig gemacht werden sollte) noch die Weigerung der Türkei, eine effektive Religionsfreiheit zuzulassen, haben die Eurokraten zum Umdenken und zum Abbruch der Gespräche gebracht.

Sanktionen gegen die Türkei hat Brüssel jedenfalls ausgeschlossen. Auch kam keiner der versammelten EU-Granden auf die Idee, nach dem Verbleib und der Verwendung der zur „Anfütterung“ überwiesenen Milliardensumme zu fragen.

Ein besonders trübes Kapitel stellt die Diskriminierung und Bedrückung der Christen in der Türkei dar. Zwar forderte der CDU-Fraktionsvorsitzende Kauder vor einiger Zeit den Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, wenn sich die Lage der Christen nicht verändern werde  –  wohl wissend, dass weder die EU-Spitze noch eine Bundestagsmehrheit für diesen Abbruch zu gewinnen wäre  –, eine messbare Verbesserung der Lage der Christen in der Türkei kann bis heute jedenfalls nicht registriert werden.

Auch die Bundeskanzlerin hat es bei ihrem letzten Besuch in der Türkei nicht für nötig befunden, in dem bedrängten christlichen Kloster Mor Gabriel einen Besuch zu machen, sondern beschränkte sich auf eine touristische Sightseeing-Tour.“

 


HERR, du bist gütig, vernimm mein Beten, achte auf mein lautes Flehen!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 86 (85),1-6:

Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, HERR!
Denn ich bin arm und gebeugt.
Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben!
Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o HERR!
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
HERR, erfreue deinen Knecht;
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

HERR, du bist gütig und bereit zu verzeihen,
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
HERR, vernimm mein Beten,
achte auf mein lautes Flehen!