Wollen deutsche Bischöfe die göttlichen Gebote menschlichem Urteil unterwerfen?

Pressemitteilung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Bischöfe sich nicht dem Medienfrust aussetzen wollen, der sie überfällt, wenn sie die kirchliche Lehre zu Ehe, Familie und Sexualität kirchenkonform verkündigen. abtei-ettal-startseite_01

Diese Lehre beruht auf der göttlichen Offenbarung und ist Naturrecht. Jetzt wollen es einige Bischöfe den Protestanten gleichtun und auf dem Wege synodaler Referenden göttliches Gebot menschlichem Urteil unterwerfen.

Das Zauberwort heißt: Fehlende Akzeptanz der kirchlichen Lehre und deshalb Anpassung an den Zeitgeist.

Die Bandbreite bischöflicher Kritik mit darauf folgender Änderungsbereitschaft der kirchlichen Lehre reicht vom Thema Abtreibung bis zur Anerkennung von „Homo-Ehen“.

Gläubige Katholiken verlangen aber die plausible Darlegung der exakten kirchlichen Lehre, nicht die primitive Laissez-fair-Haltung, die unausgewogen und unbedenklich die individuelle Berufung auf das eigene ungebildete Gewissen über göttliches Gebot stellt.

Dafür hat der ernsthafte Seelsorger einzustehen und sich auch öffentlicher Kritik zu stellen und ihr standzuhalten. So lehrt schon der Völkerapostel Paulus: „Verkünde das Wort, sei zur Stelle – gelegen oder ungelegen -, rede ins Gewissen, mahne mit aller Geduld und Belehrung“ (2 Tim 4,2).

Nur so entsprechen sie dem „Sentire cum ecclesia“, dem Denken und Fühlen mit der Kirche, die sie zum Dienst an der Welt beauftragt hat.bild-jesus-oben

Wenn die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. und zuletzt auch Franziskus bei den Weltjugendtagen zu Millionen junger Menschen sprachen, haben sie keineswegs vor- und außereheliche Beziehungen gerechtfertigt, sondern den jungen Menschen das Leitbild von Treue und Enthaltsamkeit vor Augen gestellt. Keiner ist dafür ausgebuht worden! Denn nur echte personale Liebe nimmt Rücksicht auf den geliebten Partner und macht ihn nicht zu seinem Lustobjekt.

Katholische Christen fragen sich allmählich, wer von den Bischöfen eigentlich noch das Leitbild des wahren Hirten verkörpert. Dieser ist Wächter und versucht die Seinen zu schützen, heute vor eindringenden Ideologien  –  die Bibel spricht hier von Wölfen im Schafspelz.

Der Schutz, den die Hirten den ihnen Anvertrauten gewähren sollen, besteht aber in ihrem Zeugnis für die Wahrheit des Glaubens und darin, daß er ihnen die Argumente liefert, die sie überzeugen und ihnen ermöglichen, in der säkularen Welt das Leben zu bewältigen.

Reinhard Dörner, Vorsitzender
ZpV, Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen e.V.
Estermannstr. 71 in 53117 Bonn
http://www.papsttreue-vereinigungen.de
zpv@papsttreue-vereinigungen.de
 

1. Foto: Abtei Ettal


5 Kommentare on “Wollen deutsche Bischöfe die göttlichen Gebote menschlichem Urteil unterwerfen?”

  1. Anonymous sagt:

    Es gibt den Mietling, der die Schafe nur um des eigenen Vorteils willen „betreut“ und sich davon macht, wenn die Wölfe in die Herde einfallen und es gibt den echten Hirten, der sein Leben einsetzt für die ihm anvertrauten Schafe.

    Dass bedeutet, dass im Blick auf Christen deren Hirten standhaft in allem bleiben müssen, was uns Jesus gelehrt hat.

    Allerdings kann ich dem Neuen Testament nicht entnehmen, dass Christen berufen sind, Nichtchristen moralisch zu belehren.

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  2. Rebner sagt:

    Danke!

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  3. heureka47 sagt:

    Natürlich oder pathologisch unreife Menschen sind unfähig, die Wahrheit zu erkennen und unfähig, die Gebote wahrhaftig zu erfüllen. Das können nur wahrhaft erwachsene, geistig-seelisch / spirituell reife Menschen.
    Diese Reife besitzen ca. 99% der „Erwachsenen“ der zivilisierten Gesellschaft NICHT. Und das schließt ALLE Bürger ein – auch die Bischöfe und sonstigen führenden / leitenden / lehrenden Personen.

    Die Bibel weist hin auf die pathologische Unreife bzw. seelische Störung bzw. den „rationalen / (mehrheits-)normalen Irrsinn“, von dem sich Moses ebenso umgeben sah wie Jesus und Johannes.

    Daß diese Störung / Krankheit heute noch immer besteht / grassiert, bestätigen zahlreiche Fachleute verschiedener Fakultäten der letzten 100 Jahre. Die Soziologie kennt sie unter dem Namen „Kollektive Neurose“. Allerdings sieht die große Mehrheit der Wissenschaftler das wahre Ausmaß, die Schwere und Tragweite dieser Störung nicht – aus Gründen der eigenen Befallenheit und Beeinträchtigung…

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  4. „… fragen sich allmählich…“
    Nun, sie fragen SCHON LANGE,: „quousque tandem…?“ (Wie lange noch…?)

    Wie lange können unsere „Hirten“ noch ihre trübe Suppe kochen? Alle Aufforderungen (von Rom, von Gläubigen…) haben sie nicht EINmal einer Antwort gewürdigt (nur EIN Beispiel:. Rücknahme der „Königsteiner Erklärung“).

    Man kann diese Hirten gar nicht mehr ernst nehmen.

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