Meinungsfreiheit in Europa? Es ist 5 nach 12

Von Peter Helmes

Europa brennt  – und wir merken nichts. Wir leben scheinbar unbeteiligt mit dem Ausverkauf unserer Souveränität und mit einem gigantischen Schuldenberg, der jede Vorstellungskraft übersteigt.

Der deutsche Michel wird jedoch nicht wach, und die Gelddruckmaschine läuft und läuft.

Gegen Schulden kann man in der Tat Geld drucken, wenn man kein Verantwortungsgefühl hat. Aber Freiheit, unser höchstes Gut, kann man nicht „drucken“. Entweder man ist frei oder ist es nicht. Jede Begrenzung der Freiheit trägt zu ihrer Vernichtung bei. Und der deutsche Michel pennt. Notizblock-Stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa

Was sich derzeit im institutionellen Europa tut, müßte alle Alarmsignale schrillen lassen. Durch die Toleranz- und Gender-Hintertür marschieren Bevormundung, Entmündigung und Kampf gegen tradierte Werte unübersehbar ein, festzumachen am „Lunacek-Bericht“ und am Versuch, „intolerante Bürger“ zu überwachen. 

Beides Papiere aus dem Europa-Parlament (EP) und beides Zeitzeugen für die ideologische Brutalität der Gender-Fraktion für die Schaffung eines neuen Menschen, aber auch Zeuge unserer Gleichgültigkeit und eines verquasten Kulturrelativismus. Wir „dulden“ ja so gerne, merken aber nicht, was wir dabei „erdulden“ müssen:

Fahrplan gegen „Homophobie“

Trotz massiver Proteste von rund 220.000 Bürgern hat das Europaparlament am 4.2.2014 mit großer Mehrheit den „Lunacek-Bericht“ beschlossen – benannt nach der österreichischen Grünen Ulrike Lunacek. Er trägt die alarmierende Überschrift: „EU-Fahrplan zur Bekämpfung von Homophobie und Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität“.

Gefordert wird z.B. die Einrichtung eines „Sonderstraftatbestandes“ mit dem Titel „Hass aus Gründen der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität“ mit der Begründung: pc_pi

Die Mitgliedstaaten sollten registrieren, welche Verbrechen aus Hass gegen lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Personen (LGBTI = Lesben, Schwule/Gay, Bi-, Trans- und Intersexuelle) begangen werden, diese untersuchen und strafrechtliche Bestimmungen verabschieden, die die Aufstachelung zum Hass aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verbieten.“

Damit dieser Wahnsinn auch faktisch umgesetzt werden kann, wird weiters die europaweite Anerkennung von Personenstands-Urkunden gefordert. Damit müßten auch EU-Staaten, die selbst keine gleichgeschlechtlichen Ehen erlauben, die Lebensgemeinschaften anerkennen, die in anderen Mitgliedsstaaten geschlossen wurden.

Sonderrechte für Minderheiten

Berufsgruppen wie Polizisten und Journalisten sollten gesondert geschult werden, damit sie „angemessen“ mit der Thematik umgehen können. Hier wird deutlich, daß unter dem Deckmantel der Nichtdiskriminierung Sonderrechte für sexuelle Minderheiten durchgesetzt werden sollen. Fehlt nur noch die Gründung einer LGBTI-Partei! Oder haben wir die schon  –  grünrotschwarzgelb?

Lunacek hatte bisher schon mehrfach versucht, ihren Bericht im EP durchzuboxen, scheiterte aber jeweils an der Parlamentsmehrheit, besonders der EVP, der Konservativen und der Rechten.

Vor wenigen Tagen hat sie ihren „Bericht“ mit kleinen Änderungen erneut ins EP eingebracht und nun eine Mehrheit gefunden, wobei es ein Skandal ist, daß auch einige Stimmen aus der EVP-Fraktion (CDU) ihr halfen; sie wollten wohl ein Zeichen setzen für die „nach vorne offene“ Union.

EU-Marsch in den Gender-Staat

Der Beschluß, einmal umgesetzt, birgt viel schlimmere Gefahren, als uns heute bewußt ist. Zunächst bleibt festzustellen, daß mit „Lunacek“ die Gleichheit vor dem Gesetz nicht mehr gewährleistet wäre.

Denn der Bericht sieht faktisch Sonderrechte für Menschen mit „bestimmten Orientierungen“ vor. Die Sprache ist (bewußt?) schwammig. Was bedeutet „Aufstachelung zum Haß“?

Zählt dazu schon eine kritische Grundhaltung gegenüber „anderen sexuellen Orientierungen“? Verstoße ich schon gegen dieses „Gebot“, wenn ich zeige, daß viele dieser Minderheiten mitnichten tolerant sind und ein offenbar anderes Verständnis von Demokratie haben als ich?

Darf ich mich nicht mehr gegen die Homo-Ehe aussprechen, weil sie meiner christlichen Grundüberzeugung zutiefst widerspricht?

Eine Nebenbemerkung kann ich mir nicht verkneifen:

Wenn Lunacek postuliert: „…Die Mitgliedstaaten sollen dafür Sorge tragen, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit gewährleistet sind“, dann heißt das doch wohl, daß ich meine zutiefst „inkorrekte“ Meinung sagen darf, ohne im Kerker zu landen, und dann heißt das doch wohl auch, daß wie kürzlich in Stuttgart friedlich demonstriert werden kann, ohne daß eine Herde von Gender-Primaten dagegen anstürmt und den Christen „Haß“ vorwirft. Ist das die Toleranz, die Lunacek meint?

„Meinungsfreiheit einschränken“

Tatsächlich meint sie es wohl so, denn im Bericht heißt es, aber kaum einer liest es (unter I. „Versammlungs- und Meinungsfreiheit“, S. 9):

() dass die Mitgliedstaaten, die Rechtsvorschriften erlassen, mit denen die Meinungsfreiheit in Bezug auf die sexuelle Ausrichtung und Geschlechtsidentität eingeschränkt wird, die Werte verletzen…“.

Und unter „J. Hasstiraden“ wird Frau Lunacek ganz konkret: (…) Austausch bewährter Verfahren zwischen den Mitgliedstaaten fördern, und zwar in den Bereichen Ausbildung und Schulung der Polizei, der Strafverfolgungsbehörden, (…)„.

Liebe Pfarrer  –  evangelische oder katholische –  aufgepaßt: Wenn Sie demnächst die Bibel zitieren oder „das Wort Gottes“ predigen, laufen Sie Gefahr, als „Haßprediger“ angeprangert zu werden.

Mit der intoleranten Lunacek-Initiative ist die rechtliche Grundlage für eine europaweite Christenverfolgung geschaffen; denn für Christen ist der Kampf z. B. gegen die Homo-Ehe oder gegen Abtreibung Gottes Gebot und „ein Akt der Liebe“.

Überwachung „intoleranter“ Bürger

In dieselbe ideologische Ecke gehört ein weiterer Vorstoß im EP, der noch viel weitreichender unsere Freiheitsrechte in Frage stellen würde.

Es geht um eine Gefährdung des Grundrechts auf Meinungs- und Redefreit durch einen Entwurf mit dem unverdächtigen Titel “Europäisches Rahmenstatut zur nationalen Förderung der Toleranz“, den der ECTR (European Council on Tolerance and Reconcilation), eine Nichtregierungsorganisation, erarbeitet und dem LIBE (Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments) übergeben hat. Solange das EP (noch) eine linke Mehrheit hat, wird er wohl bald abstimmungsreif sein.

Der Vorschlag des ETCR ist nicht nur alarmierend, sondern wahnsinnig. Er würde, sollte er je beschlossen werden, die EP-Staaten dazu verpflichten, als „intolerant“ eingestufte Bürger zu überwachen.

In der Praxis würde dies nichts anderes als ein Verbot bedeuten, Feminismus oder Islam etc. zu kritisieren. Die Europäer hätten also zu verstummen, sobald über die Scharia oder die Christenverfolgung in aller Welt die Rede wäre – es sei denn, sie würden sie bejubeln.

Wenn man sich das ETCR/LIBE-Papier genauer anschaut, geht es insbesondere darum, Äußerungen zu verbieten, die „antifeministisch“ oder „islamfeindlich“ sind. Schon jetzt ist abzusehen, daß diejenigen, die sich an dieses Gebot nicht halten wollen, als „Volksverhetzer“ gebrandmarkt werden.

So heißt es im Text (Abschnitt 4):Es gibt keinen Grund, tolerant gegenüber intoleranten Menschen zu sein. Dies ist dann besonders wichtig, wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung, Rede- und Meinungsfreiheit berührt ist.“

Religiöse Gruppen unter Generalverdacht?

So könnten religiöse Gruppen, bestimmte Glaubensrichtungen oder Parteien unter Generalverdacht gestellt werden, wenn sie die Postulate nicht erfüllen. Eltern müßten sich dreimal überlegen, ob sie ihren Kindern noch ihre eigenen Überzeugungen und Werte weitergeben wollen, da sie schnell als „intolerant“ abgestempelt würden – weshalb die Kinder ja besser in staatlicher Obhut denn in elterlicher aufwachsen sollten.

Und da wird der ETCR besonders gefährlich: Der Entwurf spricht nämlich auch davon, gefährdete oder benachteiligte Angehörige bestimmter Gruppen neben einem allgemeinen Schutz seitens der Regierungen zusätzlich unter einen „besonderen Schutz“ zu stellen.

Fazit: Da haben wir also zwei „Parade-Beispiele“, wie wir Bürger am Nasenring durch Europa geführt und entmündigt werden sollen. Aber wer wundert sich noch über Europa? Schuld an der Entwicklung haben wir alle, die wir dem Treiben zugeschaut haben. Dazu gehören leider auch die Kirchen und der größte Teil der Parteien. Von unserer Feigheit, die als „ich bin doch tolerant“ camoufliert wird, ganz zu schweigen.

Es ist fünf nach zwölf! – In wenigen Monaten sind Europawahlen.

Unser Autor PETER HELMES gehört zu den einstmals „glühenden Europäern“, die einen europäischen Bundesstaat unter Beibehaltung der nationalen Souveränität befürworteten. Er war u. a. Generalsekretär der „Europäischen J. Christdemokraten und Konservativen“, Kurator des Deutsch-Französischen Jugendwerkes, Mitbegründer des „Europäischen Jugendzentrums“ in Straßburg und ist Träger des „Pour Le Mérite Européen“.

Erstveröffentlichung des Beitrags in http://www.conservo.wordpress.com

1. Foto: IGFM


Kritik an Karlsruher Richtern: Kompetenz-Verlagerung an den Europäischen Gerichtshof

AfD kritisiert „fatales Signal“ hin zu weniger Souveränität

Zur Abgabe von Kompetenzen von Karlsruhe nach Luxemburg erklären der stellv. Sprecher der AfD (Alternative für Deutschland), Alexander Gauland, und der AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Hans-Olaf Henkel: 40323-90x80

„Das Bundesverfassungsgericht teilte mit, den umstrittenen Beschluss der Europäischen Zentralbank über den theoretisch unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorlegen zu wollen.

Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass das Verfassungsgericht einen Fall dem EuGH zur Prüfung vorlegt. Diese Entscheidung reiht sich in den aktuellen politischen Trend ein, immer mehr Souveränität von den Mitgliedstaaten an die Europäischen Union abzugeben.

Gerade an der hochbrisanten Entscheidung über den unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen sollten die Mitgliedstaaten, insbesondere Deutschland, maßgeblich beteiligt sein. Man kann sich an den Fingern einer Hand abzählen, wie ein Europäischer Gerichtshof, dessen Beamte den politischen Auftrag haben, unter anderem über den Kompetenzzuwachs der Europäischen Union zu wachen, in dieser Sache entscheiden werden. Sicherlich nicht im Sinne der deutschen Steuerzahler.

Es ist ein fatales Signal, wenn das Bundesverfassungsgericht nun damit beginnt, ureigene Kompetenzen nach Luxemburg zu verlagern und damit den deutschen Bürgern jede Möglichkeit einer Mitbestimmung in Deutschland nimmt. In Zukunft wird es besonders dann unerträglich sein, wenn der EuGH über die Verwendung von deutschem Steuergeld entscheiden wird.“


Schweiz: Hohe Wahlbeteiligung / Knappe Mehrheit gegen Masseneinwanderung

Das Schweizer Wahlvolk hat am heutigen Sonntag, den 9. Februar 2014, die Initiative „Gegen Masseneinwanderung“ mit 50,3 Prozent angenommen. Der Vorsprung betrug lediglich 19.500 JA-Stimmen.

Die von der SVP (Schweizerischen Volkspartei) getragene Initiative will den Zustrom von EU-Bürgern in die Schweiz reglementieren. Statt Freizügigkeit soll die Quotierung nach Länderkontingenten wieder eingeführt werden.

SVP-Nationalrat Luzi Stamm hat den Bundesrat nun zur Umsetzung des Bürgerwillens aufgefordert. Die Regierung müsse in Verhandlungen mit der EU darauf hinwirken, „die Personenfreizügigkeit durch Kontingente zu ersetzen“, zitiert ihn die Neue Züricher Zeitung.

Mit einer für die Eidgenossen ungewöhnlich hohen Wahlbeteiligung von 56 Prozent endet damit ein teilweise emotional geführter Abstimmungskampf.

SVP-Nationalrat Heinz Brand versicherte, arbeitswilligen und benötigten Ausländern stände die Schweiz weiterhin offen: „Wir können die Zuwanderung so steuern, daß Arbeitskräfte weiterhin kommen können.“

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Engerl sucht Herberg: Privatquartiersuche zum Katholikentag gestartet

Gastfreundschaft  –  dieses Thema wird in den kommenden Wochen eine zentrale Rolle in Regensburg spielen. Denn der 99. Deutsche Katholikentag ist auf die oberpfälzische Gastlichkeit dringend angewiesen: 4000 Menschen möchten die Organisatoren während der fünf Tage vom 28. Mai bis 1. Juni privat unterbringen, in Stadt und Landkreis von Regensburg. Sponsor Albert Wimber, Unterstützerin Tanja Schweiger, Schirmherr Armin Wolf, Vorsitzender RT Theo Zellner

Jetzt startete die Privatquartierkampagne unter dem Titel „Engerl sucht Herberg“. Schirmherr Armin Wolf stellte sie gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Rechtsträgers, Theo Zellner, in der Regensburger Altstadt vor.

„Regensburg ist eine gastfreundliche Stadt, und das wird auch der Kampagne zugutekommen“, ist Zellner überzeugt.

Er appellierte an die Regensburger in Stadt und Landkreis, ihre Türen zu öffnen, um die „heimatliche Atmosphäre der Oberpfalz“ in alle Welt zu tragen. Schließlich sei nicht einmal ein Gästezimmer nötig  –  ein einfaches Bett und ein kleines Frühstück genüge, um ein wichtiges Zeichen der Gastfreundschaft zu setzen.

Außerdem könne auch der Gastgeber etwas gewinnen: „Wer ein Bett gibt, gibt nicht nur ein Bett, sondern gewinnt vielleicht auch einen Freund“, stellte Zellner in Aussicht. Seine persönliche Erfahrung zeige, dass schon oft zwischen Gastgebern und Gästen bleibende Freundschaften entstanden seien.

Die ersten zwei Betten sind bereits sicher: Schirmherr Armin Wolf stellte in der Pressekonferenz sein Gästezimmer für den Katholikentag zu Verfügung.

Der Sportchef des Funkhaus Regensburg begründete sein Engagement mit dem Bibelzitat „Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“, das der Kampagne zugrunde liegt.

Um die Bettenkampagne in den nächsten Wochen in der Region publik zu machen, drehte Wolf einen eigenen Werbespot, der unter anderem in Regensburger Kinos und bei großen Sportveranstaltungen laufen wird. Auch viele Regensburger Sportvereine werden Werbung für die Bettenkampagne machen, versprach Wolf: „Der regionale Sport steht hinter unserer Kampagne.“

Die Privatquartiere werden vor allem für ältere Menschen, Familien und Menschen mit Behinderung benötigt. 350 Ehrenamtliche aus über 90 katholischen Pfarreien machen sich ab sofort auf den Weg, um nach Gottesdiensten, auf dem Marktplatz oder durch Hausbesuche Privatquartiere zu finden.

Dabei ist die ökumenische Zusammenarbeit von großer Bedeutung. „Wir suchen nicht nur katholische Betten, Gastfreundschaft kennt keine Konfessionen“, erklärt Dr. Martin Stauch, Geschäftsführer des Katholikentags.

Die Organisatoren stellen dabei sicher, dass nur vertrauenswürdige Gäste die Privatquartiere nutzen: alle Gäste sind in der Geschäftsstelle des Katholikentags namentlich bekannt, registriert und versichert.

Wer eine Schlafgelegenheit zur Verfügung stellen möchte, kann sich melden unter der Telefonnummer 0941.584 390 290, per E-Mail an betten@katholikentag.de oder online unter http://www.katholikentag.de/betten.

Neben dem Schirmherrn unterstützen folgende Personen die Privatquartierkampagne:

Oberbürgermeister Hans Schaidinger, Olympiateilnehmerin Corinna Harrer, Dekan Eckhard Hermann (Evang.-Luth. Dekanat Regensburg), Regionaldekan Alois Möstl (Bistum Regensburg), Ilse Danziger (Vorsitzende Jüdische Gemeinde Regensburg) und die Landtagsabgeordneten Jürgen Mistol (B90/Grüne), Margit Wild (SPD) und Tanja Schweiger (Freie Wähler). Finanziell wird die Kampagne durch die Hypo Vereinsbank unterstützt, die der Direktor der Regensburger Niederlassung, Albert Wimber, heute vertrat.

Das Leitwort des Katholikentags vom 28. Mai bis 1. Juni lautet „Mit Christus Brücken bauen“. Mehrere Zehntausend Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, den europäischen Nachbarn wie Tschechien und der ganzen Welt werden erwartet. Große und kleine Veranstaltungen, Gottesdienste, Feste und Konzerte genauso wie politische Diskussionen und große Podiumsveranstaltungen, Vorträge und Workshops – über 1.000 Einzelveranstaltungen sind an über 70 Schauplätzen geplant.

99. Dt. Katholikentag, Redaktion Silke Jäger
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 941.584 390 152
Fax +49 941.584 390 155
silke.jaeger@katholikentag.de


Das Herz des Gerechten ist gefestigt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 112 (111),4 – 9:

Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht:
der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.
Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist,
der das Seine ordnet, wie es recht ist.

Niemals gerät er ins Wanken;
ewig denkt man an den Gerechten.
Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung;
sein Herz ist fest, er vertraut auf den HERRN.

Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie;
denn bald wird er herabschauen auf seine Bedränger.
Reichlich gibt er den Armen,
sein Heil hat Bestand für immer;
er ist mächtig und hoch geehrt.


Massive Manipulation über die Causa Limburg im WDR-Fernsehen

Flapsige Polemik statt fairer Berichterstattung

KRITIK an folgender WDR-Sendung aus deren Mediathek: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle_stunde/videobischoftebartzvanelstisback100_size-L.html?autostart=true

HIER dokumentieren und kommentieren wir diesen TV-Beitrag:

Sprecherin: Es war eine Vermutung. Jetzt ist sie offiziell bestätigt. Problembischof Tebartz-van Elst ist tatsächlich zurück. Zumindest einige Tage im Monat verbringt er an alter Wirkungsstätte in Limburg in seinem Designeramtssitz.

Sprecher I: Dessen Umbau ja dermaßen aus den finanziellen Fugen geraten war, dass Tebartz-van Elst vom Papst persönlich eine Auszeit verordnet bekam und die sollte er eigentlich, bisschen schlichter als gewohnt, in einem Kloster in Niederbayern verbringen. 1_0_745851

>>> Anmerkung: Der Papst hat sich nicht geäußert, wo und unter welchen Umständen er sich (außerhalb seiner Diözese) aufhalten soll.

Sprecherin: Nun schaut er aber wohl hin und wieder in Limburg nach dem Rechten. Ob das den Menschen dort recht ist?

Sprecher II (filmbegleitend): Was für eine Überraschung. Bischof Bling-Bling ist wieder da. Mal kucken, wie’s so läuft im 31 Millionen-Euro-Haus. Warum auch nicht?

>>> Anmerkung: Was hat die verhöhnende Bezeichnung „Bischof Bling Bling“ mit sachlicher Berichterstattung zu tun?

(div. Statements von Passanten)

Sprecher II (filmbegleitend): Ach stimmt. Da war ja was. Der Papst persönlich hatte Tebartz-van Elst quasi kalt gestellt. 500 km weg von Limburg in der bayerischen Pampa sollte Tebartz-van Elst sich eine Auszeit gönnen. Aber das ist ja schon drei Monate her. Da kann man’s ja mal wieder probieren.

>>> Anmerkung: Der Bischof „probiert“ nichts. Er hält sich privat in seinen Privaträumen auf. Dies ist sein gutes Recht. Ein Aufenthalt in seiner Wohnung oder in Limburg ist ihm nicht untersagt.

Stefan Schnelle (Bistumssprecher Limburg): Ich weiß, dass er gelegentlich in Limburg ist, um private Dinge zu erledigen. Und das ist ihm auch zugestanden. Ihm wird ja nur eine Zeit außerhalb der Diözese gewährt, d. h. er ist nicht im Exil oder in der Verbannung. Sprecher II filmbegleitend: Genau so sieht es Tebartz-van Elst offenbar auch. Er soll sogar in der bischöflichen Privatkapelle eine Messe gefeiert haben. Ein mehr als deutliches Zeichen.

Foto: Hans Martin Schmidt

>>> Anmerkung: Jeder Bischof feiert selbstverständlich jeden Tag die Heilige Messe. Hätte er die Messe öffentlich im Dom gefeiert, hätte man dies als Zeichen werten können. Wie man die Feier in der Privatkapelle unter Ausschluß der Öffentlichkeit und ohne öffentliche Bekanntgabe skandalisieren kann, ist nicht nachvollziehbar.

BILD: Teil des Gebäude-Ensembles auf dem Limburger Domberg (Foto: Hans Martin Schmidt)

Theo Dierkes (WDR-Kirchenexperte): In dieser Kapelle einen Gottesdienst zu feiern, das bedeutet jetzt: „Ich bin wirklich zurück und ich stehe zu diesem Bau. Ich finde, das ist ein Wichtiges und ein Richtiges, was da entstanden ist. Ich halte einen Fuß in der Tür und will hierhin zurück.

>>> Anmerkung: Der Bischof ist nicht zurück und hat dies auch nicht behauptet oder signalisiert. Dies kann man unter anderem daran erkennen, daß sich der Bischof an die Vereinbarung hält, sich nicht öffentlich zu äußern.

Sprecher II (filmbegleitend): Rückblick: Im September 2013 beantragt die Staatsanwaltschaft Hamburg Strafbefehl gegen Tebartz-van Elst. Er hatte versucht, einen Erste-Klasse-Flug zu vertuschen, räumt vor Gericht dann seine Eidesstattliche Falschaussage ein und zahlt 20.000 Euro Strafe. Außerdem verheimlichte er allen Kontrollstellen die massive Kostenexplosion beim Bau seines Luxushauses. Kurz: Der Mann hat ganz schön was auf dem Kerbholz. Sein schnelles Comeback daher – ganz schön dreist.

>>>Anmerkung: 1. Bischof Tebartz-van Elst hat zu keinem Zeitpunkt eine falsche eidesstattliche Versicherung eingeräumt.
2. Ein Richter des AG Hamburg riet zur Einstellung des Verfahrens, weil nach seiner Prüfung des Sachverhaltes keine Schuld des Bischofs zu erkennen war.
3. Er hat keine Strafe bezahlt. Die Einstellung eines Verfahrens gegen Geldauflage ist weder ein Schuldeingeständnis, noch eine Strafe. Es ist ein legitimer Vorgang um eine mental belastende Situation zu beenden.
4. Es handelt sich nicht um ein “Luxushaus” des Bischofs. Es sind verschiedene Dienstgebäude: unter anderem: Schwesternhaus, Diözesanes Zentrum, Bischofsbüro, Archiv, Bibliothek,  Außenstelle der Domsakristei. Die Wohnung des Bischofs ist nur ein kleiner Teil der gesamten Anlage.
5. Ob es eine Kostenexplosion gab, ist reine Spekulation. Die unterschiedlichen Zahlen, die kursieren entbehren jeder sachlichen Grundlage. Erst der Bericht der Prüfungskommission wird belegbare Zahlen liefern. 6. Ob der Bischof Kontrollstellen getäuscht hat, klärt der Prüfbericht, den der Bischof von der DBK erbeten hat. Die Behauptung, daß der Bischof getäuscht hätte, wird bisher hauptsächlich von denen in die Welt gesetzt, die ein Interesse haben könnten, von eigenem Fehlverhalten abzulenken. Diese unbewiesenen Vorwürfe als Tatsachen darzustellen widerspricht den elementaren Grundätzen des seriösen Journalismus.
 
QUELLE und FORTSETZUNG dieses Berichts HIER beim Lebensrechts-Verein DURCHBLICK: http://www.verein-durchblick.de/index.php/component/content/article/17-aktuelles/1056-manipulation-im-wdr

„Pille danach“ bleibt verschreibungspflichtig

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) lehnt eine Freigabe der „Pille danach“ ab. Sie solle verschreibungspflichtig bleiben, sagte der Politiker in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“.

Ein Sachverständigenausschuss hatte die Aufhebung der Rezeptpflicht empfohlen. Das fordert auch der Koalitionspartner SPD. Gröhe kann in dieser Frage aber allein entscheiden.

Nach seinen Worten handelt es sich bei der „Pille danach“ um einen Wirkstoff, der in Einzelfällen auch schwere Nebenwirkungen habe. Die Verschreibung ermögliche ein Beratungsgespräch, das in der vertraulichen Atmosphäre einer Praxis erfolge und der Schweigepflicht unterliege.

Am 13. Februar wird sich der Deutsche Bundestag mit dem Thema befassen. Es eignet sich Gröhe zufolge nicht für eine „Debatte mit Schaum vor dem Mund“. 

Gröhe lobte die Sexualaufklärung in Deutschland: „Bei uns sind die Schwangerschaftsabbrüche von Teenagern rapide gesunken, während sie in anderen Ländern mit rezeptfreier ‚Pille danach‘ sogar angestiegen sind.“

Quelle: http://www.idea.de

HINWEIS: Zur Debatte um die Pille-danach (auch hinsichtlich ihrer potentiell frühabtreibenden Wirkung) haben wir bereits 25 Artikel veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/category/causa-meisner-pille-danach/