Die „Tagesschau“ anno 2020…?

Polit-Satire von Thomas Böhm

Wenn man die letzten 365 Nachrichten über Europa, den Euro und die Eurokrise addiert, multipliziert, dann subtrahiert und schließlich extrahiert, kommt man zu einem erstaunlichen Ergebnis, das ich Ihnen als „Tagesschau“ von morgen oder übermorgen präsentieren möchte:

„EU-Brigade gelingt entscheidender Schlag gegen restdeutsche Separatisten“

Wie gerade eben bekannt wurde, ist es der EU-Armee unter der Leitung von General Martin Schuld* gelungen, im EU-Distrikt „D“ die letzten Widerstandsnester der restdeutschen Separatisten auszuheben. Bei dem finalen Einsatz kam es gestern Nacht zu schweren Auseinandersetzungen zwischen EU-feindlichen Terroristen und dem EU-Heer. DSC03278a

Die Hinterwäldler hatten sich zuletzt im Kölner Dom verschanzt, wurden aber durch Rauchbomben auf die Straße getrieben und getreu dem Einsatz-Motto „Kurzer Prozess“ erschossen. Unter den Soldaten der EU-Armee gab es lediglich drei Leichtverletzte, die noch vor Ort behandelt werden konnten.

Kurz nachdem die EU-Truppen wieder abzogen, machte sich ein Spezialkommando daran, den Kölner Dom abzureißen. Hier sollen bis Jahresende ein neues Gotteshaus gebaut werden, das besser ins europäisch angeglichene Stadtbild passt und den gut betuchten Gläubigen ein neues geistliches Zuhause bieten kann.

General Martin Schuld, der auch als Mitglied des Brüsseler Politbüros und Generalsekretär der PdEUdSSR diese Aktion forciert hatte, sagte zur „Tagesschau“:

„Nach diesem Erfolg können wir uns nun mit aller Macht darauf konzentrieren, die abtrünnige Schweizer Alpenrepublik dem Erdboden gleich zu machen. Unsere Botschaft ist auch hier unmissverständlich: Wo wir einmarschieren, wächst kein Gras mehr. Und wo kein Gras mehr wächst, da gibt es keine Kühe. Und wo keine Milch mehr fließt, gibt es auch keinen Käse mehr.“

Der amtierende EU-Außen- und Innenminister Frank-Walter Weicheier* äußerte sich ebenfalls positiv über das Resultat des Einsat159481-3x2-teaser296zes: „Diese Aktion war alternativlos und nachhaltig. Widerstand gegen die vereinigten Staaten der EU ist nun mal zwecklos.“

Sein Amtskollege, EU-Agrar-Wirtschafts-und Finanzminister Wolfgang Schummler*, zeigte sich ebenso zufrieden über den militärischen Erfolg:

„Nachdem unser Nachrichtendienst NSA-EU eindeutige Beweise erbringen konnte, dass die Restdeutschen noch im Besitz einer alten deutschen Nationalflagge und einem prall gefüllten Lager mit einheimischem Gemüse und Obst waren, mussten wir eingreifen. Bei einem nichtdeutschen Bevölkerungsanteil von 85 Prozent in diesem Teil der EU hat die neue europäische Geschichte die Ewiggestrigen nun endgültig hinweggefegt. Und das ist gut so.“

Schummler hatte als Vorstandsvorsitzender der EURO-Regierungsbank für die Finanzierung des Einsatzes gesorgt.

Die türkischen Söldner, die der Brigade Gewehr bei Fuß zur Seite gestanden hatten und morgen früh in Brüssel zurückerwartet werden, sollen vom EU-Verteidigungsminister Walter Weicheier persönlich mit einem Handschlag begrüßt und anschließend bei einer Militär-Zeremonie geehrt werden.

Frank-Walter Weicheier wird nach der Ehrung gleich weiter nach New York reisen, um mit den Amerikanern über die Auflösung der Nato zu verhandeln.

Weitere Meldungen des Tages:

Europäer jetzt alle gleich schlau!

Gute Nachrichten gibt es auch aus den staatlichen Versuchslabors des EU-Ministerrates. Forscher haben ein Serum entwickelt, das den Intelligenzquotienten der EU-Einwohner auf ein 30er-Level herabsenkt. Manuel Mafioso*, Minister für Europäische Gleichschaltung, äußerte sich gegenüber unserem Korrespondenten: paragraph_300x3001

„Die Idee der EU ist die Gerechtigkeit und die Gleichheit unter allen europäischen Völkern. Wir konnten es nicht hinnehmen, dass Menschen mit einem höheren IQ bessere Bildungs- und Arbeitschancen haben, als Menschen mit einem geringeren IQ. Deshalb haben wir das 30er-Serum entwickelt.

Schon in den nächsten Wochen werden wir in der Lage sein, jeden Bürger ausnahmslos zu impfen. Dann haben wir unser Ziel erreicht und alle EU-Bürger haben die gleichen geistigen Voraussetzungen. Dieser Eingriff dient der Zukunft unseres vereinten Europas und wurde deshalb auch vorab vom EU-Zentralkomitee einstimmig beschlossen.“

Nach dem ersehnten 30er-Level-Serum steht nun die Angleichung des europäischen Klimas und der Natur im Fokus der Forscher.

Mafioso: „Es kann nicht sein, das es hier regnet und dort die Sonne scheint. Es kann nicht im Sinne des europäischen Gedankens sein, dass es hier kalt und dort heiß ist. Es ist ungerecht, wenn hier die Blumen blühen, ein Bach plätschert  und dort Dürre oder Frost herrschen.

Um dieses klimatische Ungleichgewicht innerhalb unseres neuen Europas abzuschaffen, haben wir uns entschlossen, einen biochemischen Klimawandel herbeizuführen, damit von Norwegen bis Sizilien das ganze Jahr über 23 Grad herrschen, es jede zweite Nacht regnet und ansonsten die Sonne scheint. Wald-DSC_0989

Der Winter als ertraglose Jahreszeit wird abgeschafft. Wir freuen uns jetzt schon auf die Zitronen aus Spitzbergen und auf die auf Heringe aus dem Gardasee.“

Sieg für die EU-Gewerkschaft

Nach langen und zähen Verhandlungen konnte heute Nachmittag der erfolgreiche Abschluss der diesjährigen Tarif-Runde vermeldet werden. Europaweit wird nun das Taschengeld für alle arbeitenden und nicht arbeitenden Bürger auf 440 Euro im Monat erhöht.

Theo Winter*, Vorsitzender der EU-Gewerkschaft:

„Wir hatten eigentlich 441 Euro verlangt, können aber durchaus mit diesem Kompromiss leben. Der europäische Gedanke ist der Gedanke der Solidarität mit den Schwachen, also können sich jetzt auch diejenigen bequem zurücklehnen, die sich bislang nur unbequem zurücklehnen konnten.“

Sicherheitsbehörde mit neuer Spitze

Der europäische Verfassungsschutz hat heute eine neue Vorsitzende gewählt. Mit über 99 Prozent wurde Sahra Wagenfürst ins Amt gehoben.

Wagenfürst: „Ich betrachte diese Wahl als eine Herausforderung und werde mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln sämtliches der europäischen Idee zuwiderlaufendes Gedankengut schon im Keim ersticken. Die dazu entwickelten Schädel-Scanner werden in den nächsten Tagen an sämtlichen Flughäfen und Bahnhöfen aufgestellt. Die Überführten können anschließend direkt in die Gehirnwaschanlage gebracht und von Kopf bis Fuß gereinigt werden.“

Kein Auto mehr in Europa!

Bei einem feierlichen Akt in Wolfsburg wurde heute das letzte Auto verschrottet. Unter dem Jubel der aus allen EU-Bezirken angereisten Radfahrer nahm EU-Verkehrsminister Peter Wildsauer* Abschied von dieser sündhaften Vergangenheit: 40323-90x80

„Ich bin froh, dass wir diesen Sprit-Wahnsinn und die Umweltverschmutzung jetzt endgültig hinter uns lassen können. Europa ist nun unumkehrbar von dem Monster „Auto“ befreit. Wir sind jetzt völlig unabhängig vom Öl konkurrierender Kontinente und werden in aller Ruhe den öffentlichen Fernverkehr und die interkontinentalen Radfahrwege ausbauen.“

Kritik wurde nur laut, als sich EU-Verkehrsminister Wildsauer nach der Feier in seinem Mercedes wieder nach Brüssel fahren lies. Ein Sondergesetz erlaubt es den EU-Ministern und EU-Angestellten, weiterhin Pkws zu benutzen. Der EU-Fuhrpark wird allerdings schon lange mit “kollektiven Blähungen” betankt.

Weitere Kurzmeldungen des Tages

Die Rente mit 100 ist durch. Mit großer Mehrheit hat der EU-Ministerrat beschlossen, das Rentenalter erneut heraufzusetzen. Wer in Europa 100 Jahre alt wird, hat nun endlich Anspruch auf 439 Euro im Monat. Egal ob er gearbeitet hat oder nicht. Und das bis zum Ende seines Lebens.

Neuer EU-Sprach-Kodex. Die europäische Sprach-Kommission hat  ein neues Gender-Gesetz verabschiedet. Danach ist es ab sofort verboten, geschlechtshinweisende Worte wie „sie“, „er“,  „die“ und „der“, „Herr“ oder „Frau“ zu benutzen. Stattdessen müssen die Begriffe „es“ und „das“ verwendet werden. Das europäische Sprach-Archiv wurde bereits entsprechend aktualisiert. So heißt es jetzt zum Beispiel „It loves you, yeah, yeah, yeah“, „Das neunte Sinfonie von Beethoven“ und „Es gehört zu mir, wie das Name an das Tür“. Das Gesetz tritt am 1. August dieses Jahres in Kraft. Zuwiderhandlungen können mit einer Geschlechtsneutralisierung (z.B. Kastration) unter staatlicher Aufsicht oder mit Freiheitsentzug bis zu 15 Jahren bestraft werden.

Das Wort „Geschlecht“ wird ab sofort durch das Wort „Gegut“ ersetzt.

Und nun der Wetterbericht von gestern…

*Name wurde von der Redaktion geändert

Quelle: http://journalistenwatch.com/cms/2014/02/13/die-eu-am-rande-des-wahnsinns/


Der Anfang vom Ende aller Computerviren?

Israelisches Startup Cyaktive könnte Lösung bringen

Ein israelisches Startup behauptet, daß es Viren, Malware und Trojaner, die die Weltwirtschaft hunderte Milliarden Dollar jährlich kosten, besiegen kann.

Cyactive beansprucht für sich nicht nur, bereits wildernde, Schaden verursachende Viren stoppen zu können, sondern, wie CEO und Mitbegründer Liran Tancman behauptet, die meisten schon abzuwehren, bevor sie überhaupt entwickelt werden.

Das Geheimnis steckt in der Erkenntnis, dass Viren zum größten Teil evolutionär und nicht revolutionär funktionieren:

„Ein erheblicher Teil des Codes, selbst bei großangelegten Cyber-Attacken, wird wieder und wieder in weiteren Attacken verwendet“, sagt Tancman: „Eigentlich gab es niemals einen Virus, der im Kern nicht auf Malware zurückgriff, die bereits existierte.“

Lesen Sie hier weiter: http://bit.ly/itrade38


USA: Jesuitenpater John Hatcher vertraut auf die Fähigkeiten der Indianer

„Viele Indianerhaben keine Bildung und leiden an Alkohol- und Drogenabhängigkeit oder Depression. Doch diese Menschen haben großes Potential, wenn wir uns um sie kümmern und an ihre Erfolgsmöglichkeiten glauben“, erklärt Jesuitenpater John Hatcher, der seit 40 Jahren unter den Indianern im US-amerikanischen South Dakota tätig ist.  KIG

Pater John kam bereits 1972 im Indianer-Reservat in Rosebud an, wo er zunächst nur sechs Wochen bleiben wollte. Heute, nach über 40 Jahren, ist er immer noch dort und hegt auch nicht die Absicht zu gehen.

Oft ist er auf Reisen und versucht Spenden für seine Projekte zu sammeln und vertraut dabei auf die gute Arbeit seiner Mitarbeiter, bei denen es sich ausschließlich um Indianer handelt.

„Ich bin Lehrer mit Leib und Seele“, so der Ordensmann, “und ich fühle mich besonders gut, wenn meine Schüler ihren Lehrer übertreffen, wie es hier oft geschehen ist… Wenn wir auf die Fähigkeiten der Indianer vertrauen, werden wir gute Ergebnisse erzielen“.

Quelle: Fidesdienst


3/4 der Asylbewerber sind ausreisepflichtig

CDU/CSU-Fraktion fordert: Bundesländer müssen Ausreisepflicht konsequent durchsetzen

Die Zahl der Ausreisepflichtigen in Deutschland steigt stetig. Ende 2013 waren mehr als 130.000 Menschen ausreisepflichtig. Die meisten Bundesländer führen jedoch nur in geringem Umfang Abschiebungen durch.

Dazu erklärt der innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:

Foto: IGFM

Foto: IGFM

„Wer sich nicht rechtmäßig in Deutschland aufhält, muss auch ausreisen. Der Rechtsstaat gewährt nicht nur Rechte, sondern muss sie auch durchsetzen. Nicht zuletzt gilt das für das Aufenthaltsrecht.

Asylrecht und Flüchtlingsschutz sind hohe Güter, die wir schützen müssen.  Das gebieten Verfassung und Menschenrechte. Deshalb ist es richtig, dass wir im Koalitionsvertrag eine erhebliche Beschleunigung der Asylverfahren beschlossen haben.

Wer asylberechtigt ist, soll schnell Klarheit über Schutz und Aufenthaltsrecht bekommen. Doch wer am Ende eines rechtsstaatlichen Verfahrens weder Asyl noch Flüchtlingsschutz erhält, der muss auch ausreisen.

Dort, wo der Ausreisepflicht nicht freiwillig nachgekommen wird, müssen die zuständigen Bundesländer sie auch durch Abschiebungen durchsetzen. Auch das gebietet der Rechtsstaat, denn wer sich illegal in Deutschland aufhält, muss ausreisen, wenn er keinen Abschiebeschutz geltend machen kann.

Das gilt nicht zuletzt in Anbetracht drastisch steigender Asylbewerberzahlen. Es kann nicht sein, dass nach dem Grundsatz verfahren wird: Wer ein Aufenthaltsrecht hat, darf bleiben, und wer ausreisepflichtig ist, darf ebenfalls bleiben.

Es gilt jedoch auch, den Rechtsrahmen hierfür weiter zu verbessern. Die Union hat im Koalitionsvertrag dafür gesorgt, dass das Ausweisungsrecht novelliert wird und  die Vorschriften zur Durchsetzung von Aufenthaltsbeendigungen künftig praktikabler gestaltet werden. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat Vorschläge zum Abbau von Vollzugshemmnissen erarbeitet, die wir nun zügig umsetzen müssen.“

Hintergrund:

Im Jahr 2013 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 127.023 Asylanträge gestellt, 49.372 mehr als im Vorjahr. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um etwa 64 Prozent. Darunter waren 109.580 Asylerstanträge, 45.041 mehr als im Jahr 2012 (plus 70 Prozent). Allein im Jahr 2013 kamen mehr Asylbewerber als in den Jahren 2006 bis 2009 zusammen. Nur Rund 13,5 Prozent wurden 2013 als asylberechtigt anerkannt oder genossen Flüchtlingsschutz. Weitere 11,4  Prozent genossen Schutz vor Abschiebung (sog. subsidiärer Schutz). Damit sind dreiviertel der Asylbewerber ausreisepflichtig.


Kinder als Opfer für die Götzen – auch heute?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 106 (105),3-4.35-36.37.40:

Wohl denen, die das Recht bewahren,
und zu jeder Zeit tun, was gerecht ist.
Denk an mich, HERR, aus Liebe zu deinem Volk,
such mich auf und bring mir Hilfe!

Sie vermischten sich mit den Heiden
und lernten von ihren Taten.
Sie dienten ihren Götzen;
diese wurden ihnen zur Falle.

Sie brachten ihre Söhne und Töchter dar
als Opfer für die Dämonen.
Der Zorn des HERRN entbrannte gegen sein Volk,
ER empfand Abscheu gegen sein Erbe.


König Salomo läßt sich zur Verehrung fremder Götter verführen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Kö 11,4-13:

Als Salomo älter wurde, verführten ihn seine Frauen zur Verehrung fremder Götter, so dass er dem HERRN, seinem Gott, nicht mehr ungeteilt ergeben war wie sein Vater David.  polskaweb

Er verehrte Astarte, die Göttin der Sidonier, und Milkom, den Götzen der Ammoniter. Er tat, was dem HERRN missfiel, und war ihm nicht so vollkommen ergeben wie sein Vater David.

Damals baute Salomo auf dem Berg östlich von Jerusalem eine Kulthöhe für Kemosch, den Götzen der Moabiter, und für Milkom, den Götzen der Ammoniter. Dasselbe tat er für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern Rauch- und Schlachtopfer darbrachten.

Der HERR aber wurde zornig über Salomo, weil sich sein Herz von ihm, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm verboten hatte, fremden Göttern zu dienen. Doch Salomo hielt sich nicht an das, was der HERR von ihm verlangt hatte.

Daher sprach ER zu ihm: Weil es so mit dir steht, weil du meinen Bund gebrochen und die Gebote nicht befolgt hast, die ich dir gegeben habe, werde ich dir das Königreich entreißen und es deinem Knecht geben.

Nur deines Vaters David wegen werde ich es nicht schon zu deinen Lebzeiten tun; erst deinem Sohn werde ich es entreißen. Doch werde ich ihm das Königtum nicht ganz entreißen; ich lasse deinem Sohn noch einen Stamm wegen meines Knechtes David und wegen Jerusalem, der Stadt, die ich erwählt habe.


Psychoanalyse durch wissenschaftliche Studien widerlegt: Religion schützt die Psyche

Der Glaube schützt die Psyche. Religiöse Menschen sind beispielsweise weniger anfällig für Depressionen, selbst wenn sie erblich belastet sind. Das geht aus aktuellen medizinischen Studien, etwa an der New Yorker Columbia-Universität, hervor. PAX

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, werden damit frühere Thesen von Psychiatern widerlegt, die  –  beeinflußt von der Psychoanalyse  –  die Religion lange Zeit als eine Ursache von Neurosen (seelischem Zwangsverhalten) ansahen.

Inzwischen gebe es aber eine große Zahl von Untersuchungen, die gläubigen Menschen eine besonders robuste Psyche attestierten. Sie besäßen beispielsweise ein eher ausgeprägtes Selbstwertgefühl, während die landläufige Vermutung bestimmten Glaubensrichtungen eher das Schüren von massiven Schuldgefühlen unterstelle, die das Selbstbild demolieren.

Rund 80 Prozent dieser Studien bezögen sich auf die psychische Gesundheit. Aber auch körperlich schnitten religiöse Menschen gut ab. Das werde auf die Sinnstiftung durch den Glauben, stabilisierende religiöse Rituale und soziale Bindungen zurückgeführt.

Frömmigkeit senkt Depressionsrisiko

Das Forscherteam aus Psychiatern und Neurowissenschaftlern an der Columbia-Universität hatte über mehrere Jahrzehnte über 100 Personen beobachtet, von denen ein Teil aufgrund der Familiengeschichte extrem anfällig für Depressionen war. Dabei fiel auf, dass Personen, denen ihr Glaube wichtig ist, seltener von Depressionen heimgesucht werden. Bei den Nachkommen depressiver Eltern verringerte sich das Risiko, in den nächsten zehn Jahren selbst depressiv zu werden. um 90 Prozent.

Quelle: http://www.idea.de