Hirtenbrief der polnischen Bischöfe pro Familie und contra Gender-Ideologie

WORTLAUT des Hirtenbriefs zum Sonntag der Hl. Familie (29.12.2013)

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

jedes Jahr feiern wir in der Weihnachtsoktav den Sonntag der Heiligen Familie. Unsere Gedanken richten sich auf unsere Familien, und wir wollen einige Überlegungen zur Lage der Familie in der jetzigen Zeit vorstellen.

Das Evangelium dieses Tages erzählt, dass die Familie von Nazareth sich unter schwierigen und turbulenten Umständen bemühte, Gottes Willen zu verstehen und zu erfüllen, und das ermöglichte ihr, daraus erneuert hervorzugehen. BILD0235

Diese Haltung ist ein wichtiges Beispiel, das uns auch heute zeigt, dass der Gehorsam gegenüber Gott und seinem uns manchmal unbegreiflichen Willen die Garantie für das Glück innerhalb der Familie ist.

Der selige Johannes Paul II., dessen Heiligsprechung wir vorbereiten, erinnert daran, dass die Wahrheit über die Einrichtung der Ehe „den Willen des Einzelnen übersteigt, ebenso wie die spontanen Pläne der Paare, die Entscheidungen gesellschaftlicher Organisationen und Regierungen.“ (28. Februar 1980).

Diese Wahrheit muss bei Gott gesucht werden, denn Gott selbst hat die Ehe begründet (Gaudium et Spes 48). Gott hat den Menschen als Mann und Frau erschaffen, also dazu, mit Leib und Geist ein Mann „für“ eine Frau und eine Frau „für“ einen Mann zu sein, und das ist ein großes und unersetzliches Geschenk Gottes, und auch eine Verpflichtung im ehelichen Leben.

ER hat die Familie auf die lebenslange Ehe gegründet, vereint in unauflöslicher und ausschließlicher Liebe. Er hat entschieden, dass eine solche Familie die passende und angemessene Umgebung für die Entwicklung der Kinder ist, in der das Leben weitergegeben wird und die geistliche und materielle Entwicklung gesichert ist.

Diese christliche Sicht ist nicht etwa eine willkürlich auferlegte Norm, sondern sie ergibt sich aus dem Verständnis der menschlichen Natur, der Ehe und der Familie. Wenn sie verweigert wird, so führt das unvermeidlich zum Zusammenbruch der Familie und zum Scheitern der menschlichen Person.

„Es ist gefährlich, den Schöpfer zu ignorieren“

Wie die Geschichte der Menschheit zeigt, ist es immer gefährlich und es bedroht das künftige Glück der Menschheit und der Welt, den Schöpfer zu ignorieren.

Deshalb müssen uns die Versuche einer Neudefinition des Verständnisses von Ehe und Familie, wie sie augenblicklich insbesondere von den Parteigängern der Gender-Ideologie und gewissen Medien erzwungen werden, in höchstem Maße beunruhigen. P1000834

Wegen der sich verstärkenden Angriffe dieser Ideologie auf bestimmte Bereiche des familiären und gesellschaftlichen Lebens sehen wir uns gezwungen, einerseits ganz entschieden und unmißverständlich für die Verteidigung der christlichen Familie und der grundlegenden Werte, die sie schützen, einzutreten; und andererseits vor den Gefahren zu warnen, die sich aus der Propagierung dieser neuen Art des Familienlebens ergeben.

Die Gender-Ideologie ist das Ergebnis ideologischer und kultureller Veränderungen, die seit einigen Jahrzehnten tief im Marxismus und im Neomarxismus verwurzelt sind und von gewissen feministischen Bewegungen sowie der sexuellen Revolution gefördert werden.

Genderismus mißachtet die menschliche Natur

Der „Genderismus“ steht für Prinzipien, welche der Wirklichkeit und der Integrität der menschlichen Natur völlig entgegenstehen:

Das biologische Geschlecht soll keine soziale Bedeutung haben, und vor allem soll jeder Mensch sein biologisches Geschlecht völlig unabhängig von biologischen Zwängen frei formen und definieren können.

Laut dieser Ideologie kann der Mensch je nach eigenem Belieben definieren, ob er Mann oder Frau ist, und er kann auch seine sexuelle Ausrichtung frei wählen. Diese freie „Selbstdefinition“ ist nicht unbedingt eine „Einweg-Entscheidung“ und soll notwendigerweise dazu führen, dass die Gesellschaft die Schaffung eines neuen Familientypus akzeptiert, der sich z.B. auf Gemeinschaften homosexueller Art gründet.  

Die Gefahr der Gender-Ideologie kommt aus ihrem für Einzelpersonen wie auch für menschliche Beziehungen und also für das ganze gesellschaftliche Leben zutiefst zerstörerischen Charakter.

Ein Mensch mit ungewisser sexueller Identität ist nicht in der Lage, die Pflichten zu erkennen und erfüllen, die ihn im ehelichen, gesellschaftlichen und beruflichen Leben erwarten.

Schwächung von Ehe und Familie

Der Versuch, verschiedene Arten der Gemeinschaft auf die gleiche Stufe zu stellen, ist de facto sowohl eine Schwächung der Ehe als Vereinigung von Mann und Frau als auch der Familie, die auf der Ehe beruht.

Wir beobachten verschiedene Haltungen gegenüber den Aktionen der Verfechter der Gender-Ideologie. Die große Mehrheit weiß nicht, was diese Ideologie beinhaltet und spürt die Gefahr nicht. Eine kleine Anzahl von Personen  –  insbesondere Lehrer und Erzieher wie auch Katechisten und Priester  –  versuchen, selbst konstruktive Mittel zu finden, sich dieser Ideologie entgegenzustellen. DSC05476 - Kopie (2)

Und dann gibt es Personen, welche die Absurdität dieser Ideologie bemerken und meinen, dass die Polen von selbst solch utopische Konzeptionen zuurückweisen, die man ihnen vorstellt.

Jedoch: ohne dass jedoch die Gesellschaft darüber informiert wird und ohne die Zustimmung der Polen wird die Gender-Ideologie seit Monaten in verschiedene Strukturen des gesellschaftlichen Lebens eingebracht: in Erziehung, Gesundheit, Einrichtungen kulturellen Charakters und NGOs (Nichtregierungsorganisationen).

In bestimmten Medien wird diese Ideologie positiv dargestellt: wie ein Kampf gegen die Gewalt oder eine Suche nach Gleichheit.

Die Kirche betrachtet den Menschen und sein Geschlecht als Einheit, sie bezieht die körperliche und biologische Dimension ebenso ein wie seine seelische, kulturelle, geistliche Dimension.

Es ist nicht unangemessen, den Einfluss der Kultur auf das Geschlecht zu erforschen. Hingegen ist die ideologische Aussage gefährlich, das biologische Geschlecht habe keine wirkliche Bedeutung für das gesellschaftliche Leben.

Einebnung der Unterschiede ist verhängnisvoll

Die Kirche erklärt sich unmißverständlich gegen jegliche geschlechtliche Diskriminierung, aber sie betont gleichermaßen die Gefahr der Einebnung der Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Die Ursache der Diskriminierungen ist nicht etwa die Existenz zweier Geschlechter, sondern das Fehlen eines spirituellen Bezugs, der menschliche Egoismus und der Hochmut, gegen die beständig angekämpft werden muss.

In keiner Weise ist die Kirche damit einverstanden, dass Menschen mit homosexueller Veranlagung gedemütigt werden, aber sie unterstreicht sehr eindringlich, dass praktizierte Homosexualität zutiefst ungeordnet ist und dass die Ehe, welche eben die Vereinigung eines Mannes und einer Frau ist, mit einer homosexuellen Gemeinschaft gesellschaftlich nicht auf die gleiche Stufe gestellt werden kann.

Mutig zur Wahrheit über Ehe und Familie stehen

An diesem Fest der Heiligen Familie appellieren wir inständig an die christlichen Familien, an die Vertreter religiöser Bewegungen, an die Vereinigungen, die an die Kirche angeschlossen sind, und an alle Menschen guten Willens, mutig zu handeln und die Wahrheit über Ehe und Familie zu verbreiten. Mehr als je zuvor ist heute die Ausbildung der erzieherischen Milieus notwendig.

Wir appellieren auch an die Einrichtungen, die in Polen für die Erziehung verantwortlich sind, dass sie dem Druck jener Kreise, die zwar klein, aber ungemein lautstark sind, nicht nachgeben. Diese Kreise verfügen über beträchtliche Geldmittel und führen im Namen einer modernen Erziehung Experimente an unseren Kindern und Jugendlichen durch.

Wir appellieren an alle, die erziehen, eine ganzheitliche Sicht auf den Menschen zu fördern.

Wir bitten alle Gläubigen, inständig für die Eheleute zu beten, für die Familien und für die Kinder, die sie großziehen. Bitten wir den Heiligen Geist, uns ohne Unterlass das Licht des Verstehens und der Erkenntnis dessen zu schenken, was nicht nur eine Bedrohung für die Familie, sondern auch für unser Vaterland und für die ganze Menschheit darstellt.

Beten wir auch darum, Menschen des Glaubens und mutige Verfechter der Wahrheit zu sein.

Möge die Heilige Familie von Nazareth, in deren Schoß der Sohn Gottes, Jesus Christus, erzogen wurde, uns in dieser Angelegenheit ein Beispiel und eine geistliche Hilfe sein.

In diesem Sinne spenden wir allen unseren Hirtensegen.

Die Bischöfe der katholischen Kirche in Polen.

Die Übersetzung erfolgte durch das katholisch-traditionsorientierte Civitas-Institut: http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2229:hirtenwort-der-bischoefe-ueber-die-gender-ideologie&catid=1:neuestes&Itemid=33


Causa Mütterrente: Dient der Generationenvertrag nur noch als Worthülse?

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit e.V.:

Zitat aus einem Interview mit Prof. Raffelhüschen, Direktor des FZG in Freiburg, laut FOCUS-Magazin (Nr. 2/2014):

„Wir geben den Müttern ein Geschenk, und die Kinder müssen zahlen. Ich glaube, dass die Mütter mit dem Geschenk nicht so froh wären, wenn sie das verstehen würden.“ SDC12294

Raffelhüschen bezog sich dabei auf die Anerkennung eines zweiten Rentenentgeltpunktes für Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Für ab 1992 geborene Kinder werden schon drei Entgeltpunkte pro Kind angerechnet.

Der stellv. Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V, Dr. Johannes Resch, meint dazu:

„Raffelhüschen scheint das Wesen des Generationenvertrages nicht begriffen zu haben, das in der Altersversorgung der Eltern durch ihre Kinder besteht. Das ist kein Geschenk, sondern Gegenleistung für erbrachte Kindererziehung. Dazu gehört selbstverständlich die Leistung der Mütter.

Weder Mütter noch Väter brauchen ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ihre Renten von den Sozialbeiträgen ihrer Kinder bezahlt werden. Wenn Renten als ‚Geschenk‘ der Kinder betrachtet werden, dann kann das am ehesten für kinderlose Rentner gelten, denen die Kinder nichts Vergleichbares verdanken.

Durch ihre Sozialbeiträge wurden ja lediglich die Renten von deren Elterngeneration finanziert, aber nichts für die eigene Rente angespart.“

Nach Auffassung unseres Verbandes zeigt die Äußerung des als Rentenexperte geltenden Professors, wie weit sich unsere Gesellschaft vom Grundgedanken des Generationenvertrages entfernt hat und den Begriff nur noch als irreführende Worthülse benutzt.

Dr. Johannes Resch
Stellv. Vorsitzender Verband Familienarbeit e.V.
www.familienarbeit-heute.de 
www.johannes-resch.de


Sexualkunde: Klarstellungen zum grün-roten Stuttgarter „Bildungsplan 2015“

Von Christa Meves

LESERBRIEF zur „Deutschen Tagespost“ Nr. 12, 30.1.2014, Seite 10

Dank für die genaue Information über die Bildungspläne in Stuttgart durch Alexander Riebel. Ich möchte ergänzen:

In der jetzigen Phase der Konquistadoren geht es bereits um Weiteres: Normale Jugendliche in der Pubertät sind oft noch unsicher in der klar-bewussten Zuordnung zu ihrem Geschlecht.

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

Die klassische Entwicklungspsychologie kennt den Begriff  der homoerotischen Phase. Sie bildet bei gesunden Jugendlichen eine normale, oft rasch vorübergehende Durchgangsphase. Sie ist im Allgemeinen weitaus häufiger als die Gruppierung der Kinder, die auf dem Boden unzureichender Vorbilder schon als 5-jährige in ihrer geschlechtlichen Identität blockiert sind.

Bei diesen wird die Sicherheit ihres angeborenen Geschlechts in der entsprechenden Prägungsphase  nicht erreicht, weil die Vorbilder zu unangemessen waren, um die bereits im Fötus vollzogene geschlechtliche Festlegung anzunehmen.

Sowohl mit Gender für diese Letzteren, wie auch jetzt durch die flächenübergreifende permanente Beschäftigung mit den Perversionen per Schulunterricht für alle, lassen sich verschleierte, ganz andere Ziele erahnen:

Bei so viel Favorisierung, bei so viel Möglichkeit damit etwas Besonderes zu praktizieren,  etwas, was die „altbackenen Eltern“ nicht vorgesehen haben, was frei macht und Anerkennung schafft – warum soll man das nicht ausprobieren?

Haben das wirklich alle Pädagogen einer Institution bedacht, die doch verpflichtet ist, durch obligatorische staatliche Lehrpläne den Jugendlichen zur Ausgestaltung einer gesunden Leistungsfähigkeit zu verhelfen?

Müssten sie dann nicht wenigstens um der Vollständigkeit ihrer Information willen, auch den Beipackzettel der endlos langen Latte schädlicher Nebenwirkungen hinzufügen, die durch ein solches Ausprobieren anberaumt werden können?

Maßnahmen dieser Art stimmen weder mit dem wissenschaftlichen Stand der Geschlechterforschung, noch mit denen der Bibel und dem katholischen Lehramt überein. Was lassen wir denn da nun eigentlich wirklich zu?


Orang-Utans bewegen sich gern auf dem Boden, nicht nur auf Bäumen

Ein internationales Forscherteam untersuchte, in welchem Maße Orang-Utans mit den von Menschenhand verursachten Lebensraum-Änderungen zurechtkommen.

Orang-Utans halten sich weit häufiger auf dem Boden auf als bislang bekannt. Das ist die wichtigste Erkenntnis, die jetzt in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde. Orang-utan mit Nachwuchs (C) Andreas Wilting_IZW-15275367

BILD: Orang-Utan mit Nachwuchs. (Foto: Andrew Hearn & Joanna Ross)

Ihre Bodenaktivität ist in ungestörten Regenwäldern erstaunlicherweise sogar höher als in nachhaltig bewirtschafteten Waldgebieten – und damit auf einem ähnlichen Niveau wie in stark eingeschlagenen Wirtschaftswäldern.

Das fand ein internationales Wissenschaftlerteam heraus. Einer von ihnen ist Dr. Andreas Wilting vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), der maßgeblich zum Erfolg der Studie beigetragen hat.

„Es wurden sowohl weibliche Orang-Utans, sogar mit Jungtieren, als auch männliche Orang-Utans aller Altersstufen bei ihren Ausflügen auf den Boden beobachtet, wobei die viel schwereren erwachsenen männlichen Orang-Utans mit Wangenwülsten am häufigsten fotografiert wurden“, kommentiert Andreas Wilting.

Dass auch weibliche Orang-Utans die Baumkronen verlassen, um sich auf dem Boden fortzubewegen, war für die Wissenschaftler neu. Die bisherigen Erkenntnisse über das Verhalten der Orang-Utans basierten hauptsächlich auf direkten Beobachtungen, was im Fall der scheuen Menschenaffen anscheinend zu einem verzerrten Bild der wahren Situation geführt hat.

Für die Ergebnisse der neuen, in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlichten, Studie haben die Wissenschaftler Fotos und Videos aus 16 Gebieten in Malaysia und Indonesien zusammengetragen. Erstellt wurden die Bilder mit Hilfe von mehr als 1400 Fotofallen.

Welche Auswirkungen hat der häufige Aufenthalt auf dem Boden für die Baumbewohner? 

Neben einigen „Vorteilen“ für die Orang-Utans, wie beispielsweise die Möglichkeit der Nahrungssuche in Bodennähe und das Potential, sich auch in leicht fragmentierten Wäldern fortzubewegen, birgt das Bodenleben für die Orang-Utans auch  Risiken. So könnten Orang-Utans beispielsweise leichter gejagt werden. Auch die Nähe zum Menschen kann gefährlich sein, sie könnten sich mit neuen Krankheitserregern infizieren.

Orang-Utans gehören zu den größten auf Bäumen lebenden Säugetieren. Auf Borneo leben etwa 70 Prozent der Orang-Utans in kommerziell genutzten Wäldern. Offensichtlich besitzen die Orang-Utans die Fähigkeit, mit moderaten, durch Menschenhand verursachten Veränderungen des Lebensraumes zurechtzukommen.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, wie wichtig es ist, auch kommerziell genutzte Waldgebiete für den Schutz der Orang-Utans zu berücksichtigen und die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Nutzungsstrategien für solche Wälder zu betonen.

Publikation:
Ancrenaz M, Sollmann R, Meijaard E, Hearn AJ, Ross J, Samejima H, Loken B, Cheyne SM, Stark DJ, Gardner PC, Goossens B, Mohamed A, Bohm T, Matsuda I, NakabayasiM, Lee SK, Bernard H, Brodie J, Wich S, FredrikssonG, Hanya G, Harrison ME, Kanamori T, Kretzschmar P, Macdonald DW, Riger P, Spehar S,  Ambu LN, Wilting A (2014): Coming down from the trees: Is terrestrial activity in Bornean orangutans natural or disturbance driven? SCI REP-UK 4, 4024; Doi:10.1038/srep04024.

Quelle: http://www.izw-berlin.de/pressemitteilung/orang-utans-leben-nicht-nur-auf-baeumen.html
Kontakt-Daten:
Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW), Dr. Andreas Wilting, Tel.:  030 5168-333
wilting@izw-berlin.de

„Mehren sich die Sorgen des Herzens, so erquickt dein Trost meine Seele“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 94(93),12-13a.14-15.18-19

Wohl dem Mann, den du, HERR, erziehst,
den du mit deiner Weisung belehrst.
Du bewahrst ihn vor bösen Tagen,
bis man dem Frevler die Grube gräbt.

Ja, der HERR wird sein Volk nicht verstoßen
und niemals sein Erbe verlassen.
Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit;
ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

Wenn ich sage: «Mein Fuß gleitet aus»,
dann stützt mich, HERR, deine Huld.
Mehren sich die Sorgen des Herzens,
so erquickt dein Trost meine Seele.


Leserbrief an IDEA zur Entstehung der Homosexualität und ihrer Propagierung

Von Christa Meves

Wie erhellend sind solche Beschreibungen der seelischen Entwicklung, wie sie Peter Fischer in seinem Leserbrief in IDEA (Nr. 4/2014) mitteilt. untitled

Die psychotherapeutische Arbeit mit Jugendlichen hat mich ebenfalls gelehrt, dass eine erhebliche Zahl von jungen Männern eine entwicklungspychologisch normale, aber verlängerte homoerotische Phase aufweist. Diese hat keinen anderen Stellenwert, als dass noch eine Scheu vor dem Herangehen an das andere Geschlecht besteht – trotz vorhandener Geschlechtsreife. 

Es ist deshalb pädagogisch unzulässig, normalen Jugendlichen in der Pubertät die sie indoktrinierende Fehlvorstellung aufzunötigen,dass ihre homoerotische Neigung ein Zeichen ihrer „angeborenen“ Homosexualität sei.

Diese Behauptung hat ihren Ursprung in beabsichtigter Täuschungs-Strategie; denn eine normal angeborene Homosexualität ist trotz umfänglicher Forschung auf diesem Sektor nie je festgestellt worden.

Homosexualität, die subjektiv als „schon immer vorhanden“ erlebt wird, ist eine in der Vorschulzeit entstandene Weichenstellung durch eine umweltbedingte Abneigung gegen die Identifikation mit dem eigenen angeborenen Geschlecht. ????????????????????????????????????????????????????????????

Eine solche Fehlvorstellung blockiert infolgedessen das geduldige Zuwarten auf eine manchmal erst im jungen Erwachsenenalter erfolgende psychische Ausreifung, so dass sich erst dann die Hinneigung zu Frauen ausbildet und  –  wie der Fall Peter Fischer  zeigt  –  in eine befriedigende lebenslänglicher Ehe einzumünden vermag.

Ich habe solche Vorgänge und ihre Hintergründe in meinen Büchern ab 1971  – wissenschaftlich erhärtet in „Geheimnis Gehirn“ von 2007 sowie in „Verführt, Manipuliert. Pervertiert“ von 2011   –  ausführlich dargelegt.

Die vorzüglichen Verlautbarungen zur Homosexualität im IDEA-Heft (Nr.4/2014) verdeutlichen, dass deren übermächtige Thematisierung in der Öffentlichkeit mit dem Totschlagargument geschieht,  dass Homosexuellen hierzulande ihre Menschenwürde und ihre gesellschaftliche Anerkennung durch „Homophobie“ abgesprochen würde.  

Das zielt darauf ab, den Bürgern Intoleranz und Menschenrecht-Mangel zu unterstellen, obgleich die Mehrheit  –  allenfalls mit  Ausnahme einiger Nischen  –  mit einer liberalen Sicht  in dieser Hinsicht schon seit Jahrzehnte keine Schwierigkeiten hat. 

Dieser Benachteiligungs-Jargon verführt die Bürger, dem mit Verve zuzustimmen; aber er verkehrt die Wahrheit  – absichtlich täuschend – ins Gegenteil, mit dem heimlichen Ziel, der traditionellen Familie endlich den Garaus zu machen, indem die Kinder so früh wie möglich von ihr entfremdet  und endlich nun auch per Schule „flächendeckend“ auf dem Weg der „Vielfalt“  –  entsprechend den Wünschen der LSBTTIQ  –  gebracht werden.

Wer dagegen öffentlich protestiert, muss mit Entlassung rechnen. (Deshalb tuts schon seit langem schon keiner mehr, der eine Existenz zu verteidigen hat; denn das ist halsbrecherisch). 

Jetzt geschieht auch bereits Strafandrohung gegenüber Fachleuten, die  –  wie die Psychoanalytiker seit einem Jahrhundert  –  es heute noch wagen, bei Bedarf  –  besonders Kinder und Jugendliche, die in dieser Hinsicht Probleme haben  –  zu therapieren. Die Gesetze dazu befinden sich im Koalitionsvertrag und auf EU-Ebene bereits in Vorbereitung.

Wie massenpsychologisch gekonnt hier getäuscht wird, wie die genaue Vorgehensweise dieser Strategie ist, das ist in dem verdienstvollen Buch der Soziologin Gabriele Kuby „Die globale sexuelle Revolution“ (Fe-Medien-Verlag 2012) in allen Einzelheiten dargelegt.

Das ist eine geradezu heldische Tat; denn wer heute die Wahrheit in dieser Hinsicht laut sagt, liefert sich aus. Unverzüglich wird er  –  zunächst digital  –  als homophob diskriminiert und kriminalisiert.

Dennoch: Sich die destruktiven Hintergründe klar zu machen und sich  in später Stunde dagegen zusammenzuschließen, darauf kommt es für Christen in dieser Situation an. 

Christa Meves aus Uelzen ist Bestseller-Autorin und Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche

2. Bild: Evita Gründler


Jede gute Gabe kommt von oben!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jak 1,12-18:

Glücklich der Mann, der in der Versuchung standhält. Denn wenn er sich bewährt, wird er den Kranz des Lebens erhalten, der denen verheißen ist, die Gott lieben.  ???????

Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt. Denn Gott kann nicht in die Versuchung kommen, Böses zu tun  –  und ER führt auch selbst niemand in Versuchung.

Jeder wird von seiner eigenen Begierde, die ihn lockt und fängt, in Versuchung geführt. Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor.

Lasst euch nicht irreführen, meine geliebten Brüder; jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater des Lichtes, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt.

Aus freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gleichsam die Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien.

Bild: Evita Gründler