Nordkorea und Iran rücken enger zusammen: Diktaturen unter sich

Am vergangenen Montag empfing der iranische Außenminister Zarif den stellv. Außenminister Nordkoreas. Zarif unterstrich bei dem Treffen die Entschlossenheit der iranischen Regierung, angesichts gleicher Sichtweisen in vielen regionalen und internationalen Angelegenheiten eine nachhaltige Beziehung zu Pjöngjang aufzubauen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

„Dass Teheran in der Außenpolitik Gemeinsamkeiten mit Nordkorea entdeckt, zeigt erneut, dass das zurzeit gemäßigte Auftreten des iranischen Regimes gegenüber dem Westen eine Farce ist“, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Zarif versicherte dem nordkoreanischen Abgesandten Ri Gil Song Teherans Unterstützung bei einer Wiedervereinigung Koreas, während Ri Gil Song die Unterstützung der nordkoreanischen Regierung und des nordkoreanischen Volkes für „die friedliche Atompolitik des Irans“ zum Ausdruck brachte. „Wir haben die Ausübung von politischem und wirtschaftlichem Druck auf den Iran immer abgelehnt“, so Ri Gil Song weiter.

Unterdrückung, Folter und Hinrichtungen

Das Interesse der internationalen Öffentlichkeit richtet sich sowohl was den Iran als auch Nordkorea anbelangt, zumeist auf ihre Atomprogramme.

Dabei rückt das diktatorische Vorgehen beider Staaten gegen Andersdenkende oft in den Hintergrund. In Nordkorea leiden zwischen 80.000 und 120.000 politische Häftlinge in Gefangenenlagern unter schwerster Zwangsarbeit, Hunger und Folter.

Auch im Iran gibt es hunderte wenn nicht gar tausende von politischen Gefangenen, die unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten werden, stellt die IGFM fest. Zudem habe es in beiden Ländern im letzten halben Jahr zahlreiche Hinrichtungen gegeben.

Erst kürzlich berichtete eine UN-Untersuchungskommission über die zahlreichen schweren Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea. „Dass der Iran bilaterale Verbindungen zu einem Regime pflegt, gegen das die UNO Beweise für Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesammelt hat, ist völlig inakzeptabel und lässt auch wenig Hoffnung auf eine Verbesserung der Menschenrechtslage im eigenen Land“, erläutert Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
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Karlsruhe: Christliche AUF-Partei begrüßt Aufhebung der 3%-Klausel zur Europawahl

Die christliche Partei für Arbeit, Umwelt und Familie (AUF) begrüßt die heute vom Bundesverfassungsgericht verkündete Aufhebung der Dreiprozentklausel für die Europawahl im Mai. Jetzt zähle jede Stimme gleich, egal ob sie für eine große oder kleine Partei abgegeben werde, betonte der AUF-Bundesvorsitzende Dieter Burr. untitled

Bisher hätten viele christliche Wähler die C-Parteien nur noch deshalb gewählt, weil sie fürchteten, ihre Stimme sei sonst „verloren“. „Jetzt werden viele Christen bei der Europawahl im Mai ein Zeichen setzen für eine stärkere Besinnung auf christliche Werte in Deutschland und Europa“.

Die AUF-Partei, vertreten durch ihre Europakandidatin und Rechtsanwältin Martina Döbrich hatte neben anderen Parteien gegen die Dreiprozentklausel Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Nach eigenen Angaben hat die AUF-Partei bereits vor Ablauf der Frist „weit mehr als die notwendige Zahl von Unterstützungs-Unterschriften“ zur Teilnahme an der Europawahl an den Bundeswahlleiter gesandt.

Als Spitzenkandidatin hat die 2008 gegründete Partei die Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Christa Meves (siehe Foto) nominiert. Meves gehört mit etwa sechs Millionen verkauften Büchern zu den meistgelesenen christlichen Autoren im deutschen Sprachraum. Mit ihren Büchern und Vorträgen hat sie zwei Generationen christlicher Familien geprägt.

Die Nominierung von Christa Meves werde „von vielen Menschen als dringend notwendiges Signal für die Stärkung der traditionellen Familie und des Schutzes menschlichen Lebens“ verstanden, teilte AUF mit. Es sei beeindruckend gewesen, wie viele Bürger, die bisher gar nicht politisch tätig waren, sich an der Sammlung von Unterschriften beteiligt hätten.

Ihrem Europa-Programm zufolge schätzt die AUF-Partei die ursprüngliche europäische Idee und bejahe ein Europa, das dem Frieden, der Völkerverständigung und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit dient.

Gegen die „schleichende Entmachtung der Nationalstaaten“ und die zunehmende Bürokratie und Überwachung der Bürger setzt die AUF nach Burrs Worten das Subsidiaritätsprinzip der christlichen Soziallehre.

Demnach hätten der Einzelne und die Familie Vorrang vor Kollektiven und dem Staat, der Nationalstaat Vorrang vor europäischen Organen. Die kulturellen Eigenarten der europäischen Regionen sollen nicht nivelliert, sondern entfaltet werden.

Nähere Infos gibt es unter www.auf-partei.de


Unser aktuelles Mutter-Kind-Plakat

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Die Vergänglichkeit des Menschen samt seiner Pracht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 49 (48),2-3.6-7.8-9.11.13a:

Hört dies an, ihr Völker alle,
vernehmt es, alle Bewohner der Erde,
ihr Leute aus dem Volk und vom Adel,
Reiche und Arme zusammen!

Warum soll ich mich in bösen Tagen fürchten,
wenn mich der Frevel tückischer Feinde umgibt?
Diese verlassen sich ganz auf ihren Besitz
und rühmen sich ihres großen Reichtums.

Loskaufen kann doch keiner den andern
noch an Gott für ihn ein Sühnegeld zahlen;
für das Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch;
für immer muß man davon absehn.

Denn man sieht: Weise sterben;
genauso gehen Toren und Narren zugrunde,
sie müssen andern ihren Reichtum lassen.
Der Mensch bleibt nicht in seiner Pracht.