Sarrazins neues Buch: ein Plädoyer für Meinungsfreiheit mit handfesten Irrtümern

Von Dr. Rafael Hüntelmann

Thilo Sarrazin neues Buch wurde kürzlich im Haus der Bundespressekonferenz vorgestellt und trägt den Titel „Der neue Tugendterror. Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland“. 

Sarrazin ist Politiker, Mitglied der SPD und das merkt man im Buch deutlich. Von Geschichte und Religion hat Herr Sarrazin keine Ahnung. Sein schlichtes Weltbild besteht aus einer sozialdarwinistischen Weltanschauung und einen ausgeprägten Anti-Katholizismus bzw. einer heftigen Ablehnung jeder Religion. Für den „Tugendterror“ ist nach seiner Auffassung nämlich letztlich die katholische Kirche verantwortlich.

Das Buch enthält natürlich eine große Anzahl richtiger Beobachtungen über den linken und „grünen“ Tugendterror in Deutschland, von dem Sarrazin nach der Veröffentlichung seines ersten Buches selbst betroffen war. Ihm hat dies allerdings nicht geschadet, sondern den Verkauf des Buches sehr gefördert.

Katholiken, die diesem „Tugendterror“ der rot-grünen Einheitspartei in Deutschland ausgesetzt sind, können hingegen anderes berichten.

Der Ex-Banker führt den Gleichheitswahn als die Ursache des modernen Tugendterrors an. Da ist zweifellos etwas Richtiges dran. Er meint, dass nach dem Untergang der politischen Ideologien die Gleichheit als einzige Ideologie übriggeblieben ist, die er als eine neue Religion bezeichnet und die, so Sarrazin wörtlich, „wie alle Religionen gefährlich“ sei.

Weiter erläutert er dies durch die Aussage, dass die Gleichheitsideologie die katholische Soziallehre prägt, ebenso wie den Feminismus, die Homobewegung und die rot-grünen Medienvertreter. So gelingt es Sarrazin tatsächlich, die Feinde der katholischen Kirche mit dieser in eine Reihe zu stellen.

Nirgendwo sonst wird vermutlich die Ideologie der Gleichheit deutlicher und theoretisch fundierter zurückgewiesen, wie in der überlieferten katholischen Soziallehre. Weiter behauptet Sarrazin, dass der Ursprung der Gleichheitsideologie und damit des Tugendterrors im Christentum, speziell natürlich in der katholischen Kirche zu finden ist. Und dafür werden nun gerade die üblichen „Argumente“ aus dem Arsenal der klassischen Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts ausgegraben.

Schuld am heutigen Tugendwahn ist die Inquisition. Schon die Christianisierung hat nach Sarrazin einen Tiefschlag in der geistigen Freiheit bewirkt, der erst durch die Renaissance und die Aufklärung beendet wurde. 

Frei von jeder Kenntnis der Geschichte und die Ideologien des 19. Jahrhunderts nachplappernd, kommt er so zu den „säkularen Formen des Tugendterrors, vom Wohlfahrtsausschuss der Französischen Revolution über Stalins Kerker bis hin zur Gewaltherrschaft der Roten Khmer“, die es „mit den Terrortaten des christlichen Glaubens allemal aufnehmen“.

Man kann dem Autor nur empfehlen, anstatt jeden Tag Statistiken und Zahlenreihen zu studieren, doch ausnahmsweise ein Buch zur Geschichte der Kirche in die Hand zu nehmen; oder zumindest einige der Veröffentlichungen zur Inquisition, die in den letzten Jahrzehnten ein völlig anderes Bild gezeichnet haben als das durch die Französische Revolution, den Liberalismus und den Sozialismus entwickelte Lügengebäude aus dem 19. Jahrhundert.

Man kann das Buch getrost in den Regalen der Buchhandlungen liegen lassen. Die berichteten Tatsachen über den rot-grünen Tugendterror kann man täglich im Internet nachlesen und der Rest des Buches ist schlicht: falsch.

Der Autor leitet die Webseite des traditionsorientierten kath. CIVITAS-Instituts: http://www.civitas-institut.de/


Jüdischer Widerstand und Aufstand im nationalsozialistischen KZ Sobibor

Der israelische Historiker Prof. Dr. Gideon Greif widmet sich der Erforschung der NS-Judenvernichtung und der frühen Geschichte des Staates Israel.

In seinen Vorträgen vermittelt er verschiedene Unteraspekte dieser Themen, auf die er ein neues Licht zu werfen versucht. In den nächsten Monaten plant Professor Greif, für eine Reihe von Vorträgen nach Deutschland zu reisen.

Im Folgenden beispielhaft ein kurzer Text zum jüdischen Aufstand in Sobibor:

In drei von sechs nationalsozialistischen Vernichtungslagern führten jüdische Häftlinge Aufstände gegen ihre deutschen Unterdrücker durch: In Treblinka, am 2. Juni 1943, in Sobibor am 14. Oktober 1943 und in Auschwitz-Birkenau am 7. Oktober 1944.

Insbesondere für den Aufstand in Sobibor wurden von den aufständischen Häftlingen komplexe Pläne und Methoden des Aufstandes erdacht und ausgeführt. Auf diese Weise konnte der Aufstand beeindruckende Erfolge erzielen.

Zahlreichen Häftlingen gelang während des Aufstandes die Flucht aus dem Lager (…). Außerdem trug der Aufstand in Sobibor zentral dazu bei, dass die Nationalsozialisten die Ermordung der Juden in diesem Lager schnell beendeten und das Lager auflösten.

Der erfolgreiche Aufstand in Sobibor beweist eindrucksvoll, dass die Anschuldigung, die Juden hätten sich während des Holocausts „wie Schafe zur Schlachtbank treiben“ lassen, nicht zutrifft. Wann immer sich die Chance bot, kämpften Juden um ihr Leben und sie taten dies mit Mut und Würde.

Kontaktdaten von Prof. G. Greif: dr.gideon.greif@gmail.com

Quelle: Newsletter der israelischen Botschaft


Freispruch für Ex-Staatsoberhaupt Wulff widerlegt Medien-Schlammschlacht

Der ehem. Bundespräsident und frühere niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist am heutigen Donnerstag, den 27.2.2014, durch das Landgericht Hannover vom Verdacht der Vorteilsnahme bzw. Korruption freigesprochen worden. Dieses positive Urteil kommt für Kenner der Causa Wulff allerdings wenig überraschend.

English: President of Germany Christian Wulff ...Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Hannover dem ehem. deutschen Staatsoberhaupt vorgeworfen, vor 6 Jahren von dem Filmproduzenten Groenewold 720 Euro für Hotel- und Bewirtungskosten erhalten zu haben. Zwei Monate später habe Wulff bei Siemens-Chef Peter Löscher um Unterstützung für Groenewold geworben.

Das Landgericht sah es keineswegs als erwiesen an, daß Wulff damals illegale Zuwendungen erhalten und deshalb sein Amt als Ministerpräsident rechtswidrig für eine Unterstützung Groenewolds genutzt habe. Auch der Filmproduzent selbst wurde vom Vorwurf der Vorteilsgewährung freigesprochen.

Christian Wulff war im Februar 2012 nach einer monatelangen Medienkampagne, an der sich vor allem die BILD-Zeitung beteiligte, als Bundespräsident zurückgetreten.

Hinweis:
Unser CHRISTLICHES FORUM hatte sich in fast vierzig Artikeln und Berichten gegen jene Presse-Schlammschlacht ausgesprochen:
hier eine chronologische Auflistung: https://charismatismus.wordpress.com/category/causa-christan-wulff/

Foto: Wikipedia

 


Menschenrechtsverbände fordern von der EU klare Maßstäbe für Verhandlungen mit Kuba

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und 18 weitere, im europäischen Kuba-NGO-Netzwerk zusammengeschlossene Organisationen forderten die Europäische Union am heutigen Donnerstag (27.2.) in einem gemeinsamen Statement auf, die Menschenrechtslage auf der Insel als entscheidendes Element für neue Verhandlungen mit Kuba zu behandeln.

Foto: IGFM

Ohne deutliche Fortschritte sollte kein neues Assoziierungsabkommen mit der kommunistischen Diktatur in Kuba geschlossen werden, betonte die IGFM.

Anfang Februar erklärte sich die Europäische Union zu Verhandlungen mit Kuba bereit, um die bilateralen Beziehungen zwischen den Staaten vollständig wiederherzustellen.

Seit 1996 ist die „Common Position“ („Gemeinsamer Standpunkt“) maßgebend für die EU-Politik gegenüber Kuba, die eingeschränkte Beziehungen zu Kuba festlegt, um zu einem Übergang zu einem pluralistischen Mehrparteiensystem auf Kuba und Fortschritten im menschenrechtlichen Bereich anzuregen.

Das Kuba-Netzwerk ist besorgt über diese tief greifende Veränderung in der europäischen Kuba-Politik, vor allem weil sich die Menschenrechtslage auf der Insel konstant verschlechtert.RTEmagicC_logo_Homepage_quad_gif

In dem Statement werden u.a. aktuelle Menschenrechtsverletzungen erläutert, etwa der Fall der seit dem 18. März 2013 unrechtmäßig inhaftierten „Dame in Weiß“, Sonia Garro, deren Gerichtsverhandlung auf unbestimmte Zeit vertagt wurde.

Verletzung der Religionsfreiheit auf Kuba

Besorgt sind die Menschenrechtsverbände vor allem über die zunehmende Verletzung der Religionsfreiheit auf Kuba. Am 9. Februar wurden mehr als 160 Angehörige der kubanischen Zivilgesellschaft davon abgehalten, die hl. Messe zu besuchen und in Santiago de Kuba verhaftet.

Das Kuba-Netzwerk begrüßt die Aussage von EU-Botschafter Herman Portocarero, dass menschenrechtliche Aspekte wie weiterhin eine Kursvorgabe für die EU-Politik gegenüber Kuba bleiben. Es müssten allerdings klare Maßstäbe gesetzt werden, wie Fortschritte im menschenrechtlichen Bereich erzielt werden können, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. 

Kontakt-Daten:
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33
info@igfm.de, www.menschenrechte.de

EU: Mit Schockbildern vor Rauchen schützen – und wo bleibt der Lebensschutz?

Pressemeldung der Initiative NIE WIEDER:

Mit Schockbildern auf Zigarettenpackungen sollen nach dem gestrigen Beschluß des EU-Parlaments in Straßburg die Raucher vom Griff zur Zigarette abgehalten werden. Diese Neuregelung ist von den einzelnen EU-Ländern bis 2016 umzusetzen.

Durch Tabakkonsum sterben in der EU jährlich schätzungsweise 700.000 Menschen, somit etwa 2000 täglich. Die Anzahl der Menschen, die darüber hinaus „nur“  gesundheitliche Schädigungen erleiden, ist nicht bekannt. Grünen-Politikerin Rebecca Harms meinte, daß angesichts der „enormen Schäden“ striktere Regeln zum Gesundheitsschutz unbedingt notwendig seien. imagesCAHIF86C

In Anbetracht dieses EU-Beschlusses scheint eine von der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“  im Jahre 2008 getroffene Entscheidung geradezu grotesk. Ein Homepagebetreiber wollte damals durch Abtreibungsbilder vor der absolut tödlichen Wirkung auf das ungeborene Kind und auf etwaige gesundheitliche Schäden der Mutter hinweisen.

Die BPjM-Verantwortlichen stuften die Bilder jedoch als „jugendgefährdend“ ein, die zudem sozialetisch desorientierend seien. Sie erfüllten außerdem das Tatbestandsmerkmal „Gefährdung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihrer Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftlichen Persönlichkeit“  nach § 187Abs. 1 Satz 1 JuSchG. 

Die Entscheidung aus Straßburg ist begrüßenswert, auch aus der Sicht von Lebensrechtlern. Es dürfte in Zukunft wieder möglich sein, über die tödlichen Gefahren der Abtreibung auch mit realistischen Bildern wirksam in der Öffentlichkeit aufzuklären, ohne Repressalien oder Anzeigen befürchten zu müssen.

Initiative Nie Wieder!
Klaus Günter Annen, Weinheim


Gaza/Westjordanland: Palästinenser-Führung tritt Menschenrechte mit Füßen

Ein neuer Bericht der „Unabhängigen Palästinensischen Kommission für Menschenrechte“ (ICHR) macht deutlich, wie sehr die Bevölkerung in Westjordanland und Gazastreifen unterdrückt wird. IGFM_Scharia

Demnach sind die Palästinenser-Regierung in Ramallah und die Hamas in Gaza für Folter, Unterdrückung und Angriffe auf die Meinungsfreiheit verantwortlich.

In dem Bericht ist dokumentiert, dass allein im Januar zehn arabische Bewohner der Palästinensergebiete in Folge von „Anarchie, Gesetzlosigkeit und Waffenmissbrauch“ zu Tode kamen.

Im selben Monat wurden laut ICHR-Bericht 56 Beschwerden wegen Folter und Misshandlungen in Gefängnissen eingereicht. 36 Fälle passierten im Gazastreifen, 19 Vorfälle gab es im von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) kontrollierten Judäa und Samaria.

Zudem spricht der Bericht von 85 Beschwerden wegen rechtswidriger Festnahmen oder der illegalen Beschlagnahme von Geld, beispielsweise durch Erpressung von Häftlingen in palästinensischen Gefängnissen.

Hohe Summen für freigelassene Terroristen

Einerseits weise der Haushalt der Abbas-Regierung hohe Schulden aus, andererseits wende die PA hohe Summen auf, um von Israel freigelassene Terroristen zu „entschädigen“.

In dem Bericht werden auch besonders schwere Fälle von Polizei-Kriminalität genannt. Demnach ging die Palästinenser-Polizei am 12. Januar nördlich von Ramallah mit exzessiver Gewalt gegen eine Demonstration von Jugendlichen vor. Diese wurden laut Bericht mit Knüppeln und Blendgranaten attackiert. Mehr als 60 Demonstranten erlitten nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Kopf- und Beinverletzungen.

In einem anderen Fall hätten PA-Polizisten am 28. Januar das Feuer mit scharfer Munition auf Steinewerfer in Ramallah eröffnet, obwohl laut ICHR-Bericht keine Bedrohungslage bestanden hatte. Vier Personen seien verletzt worden.

Auch „Amnesty International“ hat mehrfach die Situation in den Palästinensergebieten kritisiert und von willkürlichen Verhaftungen, Folter, Gewalt gegen Frauen und außergerichtliche Hinrichtungen berichtet.

Der aktuelle Bericht über die Menschenrechtsverletzungen in den Palästinensergebieten ist besonders brisant, nachdem vor kurzem der Vorschlag publik wurde, jüdische Siedler könnten im neuen Staat Palästina unter palästinensischer Souveränität leben.

Quelle: http://www.israelheute.com

Foto: IGFM


Experten fordern Abschaffung des EEG

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

OFFENER BRIEF an Frau Bundeskanzler Angela Merkel


Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

neuerdings fordert auch eine vom Bundestag eingesetzte Expertenkommission die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/oekostrom-regierungsberater-wollen-eeg-abschaffen-12820227.html).

Immer und immer wieder sind Sie dazu aufgefordert worden, dieses Gesetz abzuschaffen, weil es einen exorbitanten volkswirtschaftlichen Schaden verursacht (z.B. www.fachinfo.eu/merkel.pdf).

Die wichtigsten Argumente seien nochmals zusammengefaßt:

1. Gemäß dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik gibt es keine „erneuerbaren Energien“.
2. Wind- und Solarstrom sind unstete Energien, die sich deshalb für die Stromeinspeisung in Netze nicht eignen.
3. Wind- und Solarstrom können sich in einer freien Marktwirtschaft niemals durchsetzen, weil sie viel zu teuer sind.
4. Das EEG steigert massiv die Gefahr großflächiger Stromausfälle, die katastrophale Folgen haben können.
5. Das planwirtschaftliche EEG torpediert die Soziale Marktwirtschaft, ohne die es keinen ‚Wohlstand für alle gibt.
6. Das EEG bewirkt eine Enteignung der Bürger. 600.000 Haushalte können ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen.
7. Das EEG führt zur Desindustrialisierung. Energieintensive Industrien werden zum Auswandern gezwungen.
8. Wind- und Solarstromerzeugung enthalten kein nennenswertes Innovationspotential.
9. Kohlendioxid-Emissionen sind nicht klimaschädlich. Trotz steigender Emissionen sinkt die Globaltemperatur seit 17 Jahren.
10. Eine Steigerung des Kohlendioxid-Gehaltes der Luft fördert die Agrarproduktion.

Es ist außerordentlich bedrückend, daß Sie sachorientierten Argumenten und Diskussionen zu Existenzfragen unseres Volkes nicht zugänglich sind. Ich hoffe auf eine Verbreitung dieses Schreibens.

In Besorgnis
Hans Penner