Saarbrücken: Christen organisieren „Marsch für die Freiheit“ am 8. März 2014

Aktion gegen Prostitution und Menschenhandel

Saarbrücken wird in den Medien oft als „Hauptstadt der Prostitution“ bezeichnet. Weil sie in Frankreich stark eingeschränkt ist, kommen von dort zusätzlich Freier in die grenznahe Stadt.

Nach Schätzungen gibt es bis zu 1000 Prostituierte, darunter zunehmend Frauen aus Osteuropa, weil sie der Armut in ihren Heimatländern entkommen wollen oder Opfer von Menschenhändlern geworden sind. Fussmatte__

Auf die Situation der Prostituierten wollen Christen in der saarländischen Landeshauptstadt nun aufmerksam machen. Sie rufen anlässlich des Weltfrauentags am 8. März zum „Walk4Freedom“ (Marsch für die Freiheit) auf.

Die Idee: Alle Teilnehmerinnen tragen einheitliche T-Shirts und Schuhe mit hohen Absätzen und laufen schweigend hintereinander durch die Fußgängerzone Saarbrückens. Auf dem T-Shirt ist ein in Ketten gelegter Absatzschuh zu sehen. Dies soll verdeutlichen, dass Prostitution sexuelle Ausbeutung und eine moderne Form der Sklaverei darstellt.

Männer begleiten den Marsch und verteilen Broschüren, die über das Thema informieren. Organisator ist der Verein „Mutmacher“. Dahinter steht die evangelisch-freikirchliche Gemeinde Saarbrücken (Baptisten). Deren Pastor Stephan Panter sagte der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA: „Hier geschieht ein großes Unrecht vor unserer Haustür. Denn viele Frauen werden zur Prostitution gezwungen. Eine Gesellschaft, die das einfach geschehen lässt, lädt Sünde auf sich.“

Panter hatte im vergangenen Jahr Kontakt zu Gaby Wentland (Hamburg) aufgenommen, der Gründerin des evangelikalen Vereins gegen Zwangsprostitution „Mission Freedom“ (Mission Freiheit). Sie organisierte 2013 einen „Marsch für die Freiheit“ in Hamburg und ermutigte Panter, ihn im Saarland durchzuführen.

Wentland wird am 8. März in Saarbrücken einen Vortrag halten, wie Christen Prostituierten helfen können. Ebenso unterstützt die Evangelische Allianz Saarland den Marsch. Deren Sprecherin, Ingrid Schemer (Neunkirchen), sagte IDEA, dass Christen aller Konfessionen daran teilnehmen sollten: Nur so könne es gelingen, in der Bevölkerung ein größeres Bewusstsein für das Thema zu wecken.

Quelle: http://www.idea.de / Foto: IGFM


Nord-Nigeria: In diesem Jahr bereits 528 Tote durch radikal-islamischen Terror

Vor allem Männer und Jungen werden ermordet

Die Zahl der Todesopfer durch die islamistische Terrororganisation Boko Haram ist mit dem Anschlag in der Nacht vom 24. auf den 25. Februar seit dem 1. Januar 2014 auf 528 gestiegen, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).   kinder_witwe_buzu

Die Gewalt erreichte eine neue Eskalationsstufe, als mutmaßliche Boko Haram-Mitglieder eine staatliche Schule in Buna Yabi im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias angriffen. Sie trennten Jungen und  Mädchen, um dann die Jungen umzubringen.

Nach Angaben der IGFM richten Boko Haram und mit ihnen verbündete Islamisten bereits seit einiger Zeit ihre Angriffe gezielt gegen die männliche Bevölkerung, während sie die Frauen „verschonen“.

Dr. Emmanuel Ogbunwezeh, Nigeria-Experte der IGFM, nannte das Resultat dieser Strategie „eine Epidemie von Witwen und Waisen“. Ohne Männer, oft genug all ihrer Habe beraubt, stehen die Witwen alleine da; angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage und des mangelhaften sozialen Netzes haben sie von Seiten der Regierung kaum Hilfe zu erwarten.

Hinterbliebene Frauen sollen zur Belastung werden

„In einer patriarchalischen Gesellschaft wie Nigeria, und noch mehr nach dem islamistischen Weltverständnis von Boko Haram, gelten Frauen als hilflos und sind ohne Ehemann und Familie nicht in der Lage, für sich zu sorgen“, erklärt Ogbunwezeh. RTEmagicC_logo_Homepage_quad_gif

Nach dem Tod der Männer würden die Frauen entweder ihren überlebenden Verwandten zur Last fallen oder auf sich alleine gestellt zugrunde gehen – beides ist laut Ogbunwezeh für die Islamisten ein wünschenswertes Ergebnis. Boko Haram sehe den Konflikt in Nordnigeria als einen Krieg zwischen Rechtgläubigen und Ungläubigen und greife zunehmend zu Taktiken, die Kriegsverbrechen ähnelten. 

Ogbunwezeh trat der verbreiteten Darstellung entgegen, die Bevölkerung in Nordnigeria sei muslimisch und nur wenige Nichtmuslime lebten dort. Tatsächlich seien in den mittleren Regionen wie in Jos oder im Süden von Kaduna zahlreiche, verschiedene Bevölkerungsgruppen beheimatet. Laut Volkszählung von 2010 stellten die Christen einen Anteil von 50,8 Prozent der Bevölkerung, die Muslime 48,8 Prozent, während andere Glaubensrichtungen etwa 0,4 Prozent ausmachten, so Dr. Ogbunwezeh, Afrika-Referent der IGFM.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
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Das gesamte deutsche Kabinett reiste nach Israel zu Regierungskonsultationen

„Israel und Deutschland geben der Welt ein Beispiel“

Am 25.2.2014 fanden in Jerusalem unter der Leitung von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Bundeskanzlerin Angela Merkel die fünften Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen statt. Für die Konsultationen war fast das gesamte deutsche Kabinett nach Israel gereist.

BILD: Gruppenfoto mit den Regierungen beider Länder (Foto: Shlomi Amsalem)

In der gemeinsam veröffentlichten Erklärung beschlossen die Regierungen beider Länder, die Zusammenarbeit weiter zu stärken, u.a. in den Bereichen Wirtschaft, Verteidigung, Energie, Umweltschutz, Landwirtschaft, Verkehr, Forschung, Sport, Kultur und Gesundheit.

Auch auf konsularischer Ebene wollen beide Seiten noch enger kooperieren: israelische Staatsangehörige können sich zukünftig in Drittstaaten, in denen Israel über keine diplomatische Vertretung verfügt, an die deutschen Kontaktstellen vor Ort wenden.

Künftig mehr Arbeitschancen für junge Menschen

Zudem beschlossen die Regierungen, ein Working-Holiday-Programm ins Leben zu rufen. Dank dieses neuen Programms können sich junge Menschen von 18 bis 30 länger im jeweils anderen Staat aufhalten und dort für ihren Lebensunterhalt arbeiten.

Ein weiteres Thema der Erklärung ist die Erhaltung und Restaurierung der sog. „Weißen Stadt“ in Tel Aviv, dem weltweit größten Ensemble von Bauhaus-Architektur. Hier planen das deutsche Bundesbauministerium und die Stadtverwaltung von Tel Aviv-Jaffo eine Kooperation bei der Erforschung, Dokumentation und Erhaltung.

Den Wortlaut der gesamten Erklärung finden Sie hier: http://bit.ly/Regierungskonsultationen2014

Gemeinsame Entwicklungshilfe in Afrika

Ein weiterer Schwerpunkt bestand im Ausbau der deutsch-israelischen Afrika-Initiative. Bereits 2012 wurde diese gemeinsame Initiative des Entwicklungsministeriums und der israelischen Entwicklungshilfeorganisation MASHAV auf den Weg gebracht und heute in drei Ländern, Kenia, Äthiopien und Ghana, in Umweltschutz- und Landwirtschaftsprojekten umgesetzt.

Neu hinzukommen sollen nun Projekte in Burkina Faso, Burundi und Kamerun. Dabei geht es unter anderem um die Bekämpfung der Folgen des Klimawandels, wie der Austrocknung von Böden, unter denen insbesondere die ländliche Bevölkerung leidet. 

BILD: von links: Daniel Carmon, Leiter von MASHAV; Zeev Elkin, stellv. Außenminister Israels; Gerd Müller, Entwicklungshilfeminister; Dr. Elke Lobel. (Foto: MFA)

Nach dem Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich Ministerpräsident Netanyahu u.a. zum Boykott gegen Israel. Er sagte:

„Entscheidend ist, dass wir einen sehr komplexen Konflikt mithilfe von Verhandlungen lösen und wir hoffen, dabei weiter Fortschritte zu machen. Boykotte sind kein moralischer oder produktiver Weg, den Frieden voranzubringen. Es wirft den Friedensprozess sogar zurück. Darum hoffe ich, dass andere in Europa Ihrem Beispiel, Angela, folgen werden, Boykotte abzulehnen und stattdessen die Bemühungen von Außenminister Kerry zu unterstützen.“

BILD: Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Netanyahu während der Pressekonferenz (Foto: Shlomi Amsalem)

Weiterhin sagte der israelische Ministerpräsident:

„Ich denke, dass unsere Verbindungen ein Beispiel dafür liefern, wie sich die Beziehung unserer beiden Völker  –  trotz der Schrecken der Vergangenheit, die wir nie vergessen werden  –  in eine besondere und konstruktive Freundschaft verwandeln.

Und ich denke, dass Israel und Deutschland hier der ganzen Welt ein Beispiel geben. Wir zeigen, wie sich Geschichte wandeln lässt, um die Welt zu einem besseren Ort zum Leben zu machen – besser und, wie ich meine, sicherer und prosperierender.

In unseren Beziehungen praktizieren wir das auf vielen Ebenen und Gebieten, und ich möchte nochmals meinen Dank für diese einzigartige Kooperation und für Ihre Führung aussprechen.“ 

FOTO: Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Peres während der Zeremonie (Foto: Shlomi Amsalem)

„Möge GOTT Sie segnen!“

Ein Höhepunkt des Besuches der Bundeskanzlerin in Israel war die Verleihung der Ehrenmedaille des Präsidenten durch Präsident Shimon Peres. In seiner Laudatio brachte Präsident Peres die hohe Wertschätzung Israels zum Ausdruck. Er sagte:

„Für Ihren Beitrag zu Israels Erblühen und seiner Sicherheit. Für Ihren Beitrag zum Frieden in der Region und für Ihren unermüdlichen Einsatz zur Schaffung einer besseren Welt. Dafür, dass Sie eine Staatsfrau mit großem Mut, Bescheidenheit und einer Vision nicht nur für jetzige, sondern auch für zukünftige Generationen sind.

Als Präsident des Staates Israel verleihe ich die Ehrenmedaille des Präsidenten an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel. Möge Gott Sie segnen.“

Quellen: Israelische Botschaft / Außenministerium des Staates Israel / Präsidialamt in Jerusalem


Lob auf die Ausdauer des Hiob

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Jak 5,9-11:

Klagt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Seht, der Richter steht schon vor der Tür.

Brüder, im Leiden und in der Geduld nehmt euch die Propheten zum Vorbild, die im Namen des HERRN gesprochen haben. Wer geduldig alles ertragen hat, den preisen wir glücklich.

Ihr habt von der Ausdauer des Hiob gehört und das Ende gesehen, das der HERR herbeigeführt hat. Denn der HERR ist voll Erbarmen und Mitleid.