Stuttgart: Ansprache von Inge Thürkauf pro Elternrecht am 1. März 2014

2. Demonstration der Initiative „Schützt unsere Kinder“

Danke, dass Ihr auch heute am 1. März wieder so zahlreich auf den Schlossplatz gekommen seid, um Euren Rechten als Eltern Ausdruck zu verschaffen.

Es ist in keiner Weise glaubwürdig, wenn von Seiten der grün-roten Bildungspolitiker behauptet wird, es ginge nur darum, in den Schulen ein Umfeld für Toleranz, Offenheit und gegenseitigen Respekt für verschiedene Lebens- und Liebesweisen zu verschaffen, es bestünde keine Absicht zur Umerziehung.   DSC03312a

Die Leitprinzipien des Bildungsplanes sowie der 2012 ins Leben gerufene landesweite Aktionsplan für die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ sprechen eine andere Sprache. Dort geht eindeutig daraus hervor, dass Bildung und Erziehung in den Schulen mit den Farben des Regenbogens durchzogen werden sollen.

Das Emblem auf dem Papier für „Lesbische und Schwule Lebensweisen“ mit dem Untertitel „Wir bilden die Zukunft“ der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft zeigt unmissverständlich eine Fahne in den Regenbogenfarben.

Soll dies ein Vorgeschmack auf die eventuelle Neugestaltung der Nationalflagge sein  –  nicht mehr Schwarz-Rot-Gold, sondern Regenbogen?

Der Einmarsch der deutschen Sportler in Sotschi im Regenbogenkostüm könnte diesen Eindruck noch verstärken und zeigt vor allem, wie weit die Diktatur des Regenbogens schon weltweit in Fahrt gekommen ist.

Ideologischer Zwang der Gender-Lobby

Es gehört zum Christsein, dass jeder Mensch in seiner Individualität und Einzigartigkeit vor Gott angenommen wird.

Doch können wir nicht akzeptieren, dass an allen öffentlichen Schulen alle Schüler schon von der 1. Klasse an oder noch früher vergendert werden, d.h. in verschiedene sexuelle Lebens- und Liebesweisen eingeführt werden sollen, wie z. B. homosexuell, lesbisch, bi-, transsexuell usw; in der Zwischenzeit soll es ja  –  vorläufig wenigstens  –  58 Geschlechter geben, die wir alle  –  nach Ansicht der Gender-Lobbyisten  –  als völlig gleichwertig zu betrachten haben. DSC03298a

Das ist ideologischer Zwang. Eine Minderheit von Gender-Gläubigen bzw. ihre Lobby will der Mehrheit der Bevölkerung eine neue Ideologie aufdrängen.

Hinter dem Genderismus steht der Gedanke, den Menschen von allen angeblich natürlichen Auffassungen zu befreien. Um dies zu erreichen, brauche es eine gendergerechte geistige Umerziehung, die so früh wie möglich beginnen soll.

Inzwischen schreckt man nicht davor zurück, die Neuformung der Geschlechtsidentität nicht nur in Kindergärten und Schulen, sondern bereits schon in Kindertagesstätten anzusetzen. Um deutlich zu machen, worum es sich bei den Kitas im Grunde handelt, nennt man sie ganz offen „gendered institutions“.

Der Hintergedanke dieser Gender-Institutionen ist, dass ein auf diese Art umerzogenes Kind sehr früh begreifen lernen soll, dass es nicht nur Mann und Frau gibt, sondern dass die Palette viel bunter und reichhaltige ist. Die Kinder sollen beizeiten lernen, selbst wie Homos, Lesben, Bi- und Transsexuelle usw. zu leben.

Auch werden Kindergarten- und Schulbücher geändert in dem Sinn, dass nicht mehr von einer Ehe zwischen einem Mann und einer Frau die Rede sein darf, weil dies die übrigen 58 Geschlechter diskriminieren würde.

Leitbild der klassischen Ehe entschwindet

Auf diese Weise wird den Kindern immer mehr das Leitbild der monogamen Ehe von einem Mann und einer Frau als Orientierung für ihr Leben genommen. Kinder lernen nicht mehr, dass Ehefähigkeit eine kulturelle Leistung ist, die erst entwickelt werden muss. 

„Nach Karl Marx ist die Auflösung der Familie eine der Hauptaufgaben der sozialen Revolution.“  – Doch gerade in Revolutionen und Kriegen, in den schweren Zeiten der vergangenen Jahrhunderte hat sich eines deutlich gezeigt: „Die Familie ist der wärmste Ort gegen die Kälte dieser Welt“.

Seit über einem halben Jahrhundert leben wir hier im Westen ohne Krieg, in vollständiger sozialer Sicherheit. In dieser behaglichen Ruhe des Wohlstands haben wir nun eine Theorie entwickelt, die dem gesunden Menschenverstand völlig zuwiderläuft: der strategische Plan zur Umwandlung der Gesellschaft im Namen von Gender Mainstreaming; eine Ideologie, die sämtliche gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Werte in Frage stellt.

Frühsexualisierung der Kinder

Eines der erfolgreichsten Mittel, Gender in der Gesellschaft durchzusetzen, ist die Frühsexualisierung von Kindern, die diesem totalitären Zugriff hilflos ausgesetzt werden.

Man konfrontiert sie in den Schulen mit Materialien, die nur allzu oft die Schamgrenze überschreiten. Wie eine Unterrichtsstunde gendergerecht ablaufen kann, schildert ein Bericht aus der Schweiz.

12-jährige beschreiben den Besuch der „Sextante“, wie sie die Aufklärerin nennen. Sie sei ihnen eher negativ in Erinnerung geblieben, schreiben sie. Über einige ihrer Äußerungen waren die Schüler und Schülerinnen schockiert. Manche hatten Probleme mit vulgären Begriffen und wollten sie aus Scham nicht aussprechen. Sie wurden aber gezwungen, sie doch auszusprechen. Die Sextante meinte, sie sollen doch keine Hemmungen haben und einfach reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen sei.

Zerstörung des natürlichen Schamgefühls

Warum will man die Scham der Kinder zerstören? Ist dies nicht im Grunde sexuelle Belästigung von Kindern und Jugendlichen, wenn sie sich mit sexuellen Fragen auseinandersetzen müssen, die sie noch gar nicht interessieren?

Offensichtlich hat uns der Ausspruch Lenins eingeholt, der sagte: „Interessiert die Jugend für Sex und ihr habt sie in der Hand.“  –  Ich kann die Jugendlichen nur dazu ermuntern, über ihre Erfahrungen und Empfindungen zu berichten in Bezug auf die Gender-Umerziehung in den Schulen.

Siegmund Freud wusste, wovon er sprach, wenn er warnte, dass Kinder, die [früh] sexuell stimuliert werden, nicht mehr erziehungsfähig sind, die Zerstörung der Scham bewirke eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten.

Gender: Zukunftsprogramm der UNO

Sexualisierung der Kinder ist der Schlüssel zur Destruktion der Familie und der Religion, sie führt zur Bindungslosigkeit und letztlich zum Untergang des Staates. Menschen, die losgelöst sind von allen Bindungen, sind leicht einzubinden in das, was heute offen, auch von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel als Neue Weltordnung bezeichnet wird. DSC05481 - Kopie

Die Neue Weltordnung ist keine Verschwörungstheorie, sondern das Zukunftsprogramm der zurzeit mächtigsten Organisation der Welt: der UNO, und Gender Mainstreaming ist eines ihrer mächtigsten Programme. 

Wo bleibt eigentlich in der ganzen Diskussion unser Recht für eine selbstbewusste und selbstbestimmte Entscheidung für Ehe und Familie, bestehend aus einem Mann und einer Frau, wie es im Grundgesetz verankert ist, und wie sie nicht nur in der jüdisch-christlichen Kultur, sondern in den verschiedensten Kulturen seit Jahrtausenden gelebt wird?

Im Übrigen darf die Frage erlaubt sein: Was geht eigentlich in Menschen vor, die sich Lehrmaterialien ausdenken,  wie wir sie im Bildungsplan 2015 vorfinden und sie auch anwenden?

Denken wir denn nicht daran, dass nachfolgende Generationen eines Tages auch über uns urteilen werden? Dass Kinder ihre Eltern eines Tages fragen werden, wo wart ihr, als es darum ging, politisch korrekt die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau in Frage zu stellen?

Wo wart ihr, als man versuchte, uns in der Schule verschiedene Liebesweisen schmackhaft zu machen und wir uns dadurch beschmutzt und missbraucht fühlten?

Wo wart ihr, als die Begriffe Mann und Frau politisch korrekt in staatlichen Dokumenten gestrichen wurden und die Begriffe Vater und Mutter durch Elter I oder Elter II ersetzt wurden, wie es in einigen Ländern schon geschehen ist?

Armutszeugnis für Demokratie und Meinungsfreiheit

Habt ihr euch deshalb nicht zu Wort gemeldet, weil Kritik an der Gender-Ideologie mit Verleumdungen wie reaktionär, faschistisch, rassistisch, homophob, fundamentalistisch usw. bedacht wurde? Wart ihr durch diese primitiven Beschimpfungen so verunsichert, dass ihr nicht erkannt habt, dass sie nichts anderes sind als ein Armutszeugnis für Meinungsfreiheit und Demokratie?

Herr Ministerpräsident Kretschmann, Sie selbst sind nicht nur Familienvater, Sie sind auch unser Landesvater und  –  Sie sind katholischer Christ und in dieser Eigenschaft erlaube ich mir, Sie nun anzusprechen:Wir bitten Sie, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um die Gender-Ideologie zumindest in Ihrem Regierungsbereich Baden-Württemberg zu stoppen, um uns und unsere Kinder zu bewahren – vor der Neuen Weltordnung der Sexualität.

Unsere Autorin Inge M. Thürkauf ist Theaterschauspielererin und katholische Publizistin; sie lebt im Schwarzwald

Dieser FERNSEH-Bericht (SWR) zeigt die linksradikalen Randale gegen Polizei und friedliche Demonstranten: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/gegner-und-befuerworter-auf-der-strasse-aufgeheizte-stimmung-bei-bildungsplan-demos/-/id=1622/did=12957762/nid=1622/vv=teaser-12/x9177p/index.html

HIER sieht man unseren MITarbeiter Mathias von Gersdorff (von ihm stammen die Demo-Fotos) und unsere Autorin Inge Thürkauf als Redner auf der Tribüne: http://www.youtube.com/watch?v=AseESVTJcLw&list=UUwnJ0PJIljXVHYkYu-Vi1Yg&feature=c4-overview


3 Kommentare on “Stuttgart: Ansprache von Inge Thürkauf pro Elternrecht am 1. März 2014”

  1. JA, man kann das nur begrüssen, wenn „endlich“ die Bürger ihre Stimme erheben.
    ABER wo bleibt da der Verfassungsschutz, wenn es so „gut organisierte“ Brutalität gibt, die sehr an die Dreissigerjahre erinnern? Wo ist da unser „Justiziministerium“?

    Dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten muss man nahelegen, JETZT zurückzutreten, mitsamt seinem Bildungs- und Justizministerium! Und seinem Bischof wäre zu raten, einmal seine „fürstliche“ Stimme hören zu lassen…

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  2. Bernhard sagt:

    Ich finde die Grundintention der Initiative „Besorge Eltern“ sehr gut. Vor allem verstehe ich nicht, wie Winfried Kretschmann noch Mitglied des ZdK sein kann. Ich bin dagegen, im Privatleben von Leuten herumzuschnüffeln, aber wenn jemand ÖFFENTLICH Positionen vertritt, die der Lehre der Kirche diametral entgegenstehen, hat er in einem ZdK nichts verloren und sollte eigentlich so viel Konsequenz besitzen, selbst zu gehen.

    Den „ideologischen Zwang“ hinter der Sache finde ich nicht einmal so gravierend; vielleicht bin ich es schon von meiner Schulzeit gewöhnt, dass die Lehrer etwas anderes sagen als die Eltern. In vielen Bereichen (historische Beurteilung der Kirche, allgemein Einstellung zum Glauben, etc.) war das so, so dass eine andere Einstellung zu Ehe und Familie nur noch „ein Baustein“ mehr wäre.
    Viel schlimmer finde ich es, wenn schon Grundschulkinder (und, wenn man der Rede glauben darf, schon im Vorschulalter) mit sexuellen Dingen „traktiert“ werden. Meine Eltern haben mir die Grundzüge menschlicher Sexualität erklärt, als ich 9 Jahre alt war. Der Sexualkundeunterricht war mit 11 in der 5. Klasse (wobei der noch ziemlich „harmlos“ war). Eigentlich ist auch zu früh, aber da man heutzutage durch Medien und Spielkameraden schon sehr früh damit konfrontiert wird, m.E. notwendig.
    Grundschulkindern jetzt aber nicht nur den menschlichen Körper und den Zeugungsvorgang, sondern sämtliche „Spielarten“ zu erklären, einschließlich der Aufforderung, es einmal selbst zu „probieren“, das ist m.E. der eigentliche Skandal. Die Verwendung einer vulgären Sprache tut dann noch ihr Übriges (obwohl das sicherlich stark vom Lehrer abhängt).

    Dass man diesen „Genderismus“ mit Karl Marx begründen könnte, wäre mir neu. Marx war sicherlich gegen die Familie als „Produktionsgemeinschaft“; dass er gegen die (Kern-)Familie als Institution gewesen wäre, habe ich noch nie gehört. Zumal in den Ostblockstaaten die Familie auch keine geringere Rolle spielte als im „Westen“. Nach der Oktoberrevolution soll es eine kurze Zeit gegeben haben, in der die Jugendlichen in ihrer Sexualität „befreit“ gewesen seien; jedoch wurde das schnell zurück genommen, und die Familie mit Vater, Mutter, Kind war wieder das Leitbild. Meines Wissens war „du sollst ein ordentliches Familienleben führen“ (oder so ähnlich) eines der „10 sozialistischen Gebote“.

    Das mit der „Neuen Weltordnung“ hört sich in meinen Ohren doch wie eine Verschwörungsthorie an. Es gibt Gerüchte, die Illuminaten (oder „Skull and Bones“, manchmal auch die Freimaurer) arbeiteten an einer „neuen Weltordnung“; dass sie alle wichtigen Institutionen und Regierungen unterwandert hätten, erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich. Wenn Angela Merkel (und noch mehr George Bush Sr.) darüber sprechen und sprachen, ist keineswegs sicher, dass sie dasselbe meinen wie angeblich die Illuminaten. Und selbst wenn: Woher wissen wir, was dieser Begriff genau bedeuten soll? Dass er die Zerstörung der Familie bedeutet? DAS ist m.E. reine Spekulation.

    Im Übrigen muss ich sagen: Keiner (auch kein Regenbogen-Grüner) verbietet jemandem, eine traditionelle Familie zu gründen. Es geht den „Gender-Aktivisten“ nur darum, dass andere „Lebensentwürfe“ eben den gleichen weltanschaulichen Stellenwert und die gleiche Förderung erhalten wollen. Aus christlicher Sicht nicht akzeptabel, aber unser „Recht für eine selbstbewusste und selbstbestimmte Entscheidung für Ehe und Familie“ will uns, soweit ich es sehe, niemand nehmen.

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    • Tom sagt:

      Doch, das Recht auf eine vernunftorientierte und klar vertretene Entscheidung für Ehe und Familie soll und wird den Kindern genommen werden!

      Die Kinder sollen so indoktriniert werden, dass sie gefälligst jedes wilde Zusammenleben gleich gut finden müssen wie eine wirkliche Ehe! Man spricht ja nicht von bloßer „Toleranz“, die ja heute für alle Lebensformen gegeben ist (wer wird denn „verfolgt“, wenn er wild als mit einem Mann oder einer Frau zusammenlebt?), sondern man will volle „Akzeptanz“, und jeder, der dann eine andere Meinung vertritt, wird gleich als krankhaft (vgl. „homophob“!) hingestellt!

      Wenn ein Kind (oder eine Lehrperson) nach diesem Bildungsplan sich noch getrauen sollte, zu sagen: „Ich würde der Lehrerin (der Kollegin) oder sonst jemand nicht gratulieren, wenn sie eine andere Frau heiratet, und zu so einer „Hochzeit“ würde ich auch nicht hingehen, weil das für mich keine wirkliche Ehe im Sinne Gottes ist, dann wird er als „homophob“ und gefährlich für das System verteufelt, der dringend behandelt gehört! (In manchen Ländern wie in Spanien kann man für ähnliche Aussagen schon vor Gericht gezerrt werden, und bei uns ist es auch nicht mehr weit dahin!)

      „Toleranz“ und „Akzeptanz“ wird für jedes abwegige Verhalten gefordert, doch es soll keine Toleranz mehr geben für andere Meinungen, z.B. für Kinder, die sagen würden: Vor Gott gibt es nur die Ehe zwischen Mann und Frau! Das ist radikale Diktatur und Gehirnwäsche, gegen die sich die Kinder allein nicht wehren können!

      Hier müssen die Eltern, v.a. aber auch die Politiker aktiv werden, und es ist sehr zu begrüßen, wenn hier auch Vertreter etablierter Parteien, wie gestern in Stuttgart auch von der CDU, endlich mit allem Nachdruck zum Schutz der Rechte der Kinder und der Eltern, aber auch zum Schutz unserer Freiheit als Bürger ihre Stimme erheben!

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