Werden die „Verhandlungen“ zwischen Kretschmann und den Kirchenvertretern eine Farce?

Mathias von Gersdorff

Winfried Kretschmann versucht seit Wochen, seinen guten Willen damit zu beweisen, dass er zu „Verhandlungen“ mit den Gegnern des „Bildungsplanes 2015“ und der Erziehungseinheit „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ bereit ist.  Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Ein wichtiger Teil der Presse unterstützt Kretschmann in seinem Ansinnen, der baden-württembergischen Öffentlichkeit zu beteuern, er sei ein gütiger Landesvater, der Verständnis für die Sorgen und die Ängste der Bürger hat.  

Entspricht das der Wahrheit? Nimmt er die Sorgen und die Kritik am „Bildungsplan 2015“ wirklich ernst?

Mehrere Fakten sprechen dagegen:

Der Öffentlichkeit wurde immer noch nicht mitgeteilt, wer an den Gesprächen überhaupt teilnehmen soll. Man hört nur, es handle sich um Kirchenvertreter.

Und damit weiß man etwas sehr wichtiges: Die Vertreter der „Besorgten Eltern“ sind nicht eingeladen worden. Weder die Initiatoren der Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ noch die Organisatoren der beiden Protest-Demonstrationen auf dem Stuttgarter Schlossplatz sollen dabei sein.

Brüskierung des Eltern-Protestes

Das ist ein ungeheuerlicher Affront gegenüber den Eltern, die seit Monaten für ihr vorrangiges Erziehungsrecht kämpfen. Kretschmann zeigt eine unglaubliche Überheblichkeit gegenüber jenigen Eltern, die trotz Hetze, Verleumdungen und sogar linksradikaler Gewalt bereit waren, sich für das seelische Wohl ihrer Kinder einzusetzen.  DSC03337a

Die Tatsache, dass sich Kretschmann mit Kirchenvertretern unterhalten will, ist nichtssagend, solange man die Liste der Namen der Gesprächsteilnehmer nicht kennt.

Es ist leicht, Vertreter der EKD zu finden, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in der Schule für zweckmäßig halten. Werden auch Vertreter der Kirchen, die sich eindeutig gegen den Plan positioniert haben, dabei sein? –  Katholiken, Orthodoxe und mehrere evangelische Freikirchen lehnen den grün-roten Bildungsplan kategorisch ab. Man weiß bis heute nicht, ob Vertreter dieser Kirchen am Verhandlungstisch sitzen werden.

Schönfärber am Werk

Kretschmanns Plan scheint so auszusehen: Man wird sich hinter verschlossenen Türen unterhalten und abschließend eine Erklärung abgeben, die etwa so lauten wird:  20f88-demo1-03

„Ministerpräsident Kretschmann hat aufmerksam die diversen Kritikpunkte am „Bildungsplan 2015“ zur Kenntnis genommen. Insbesondere die übertriebene Berücksichtigung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ soll in weiteren Gesprächen einen angemessenen Rahmen finden. Die Gespräche zwischen Kretschmann und den Kirchenvertretern verliefen in einer ruhigen und vertrauensvollen Atmosphäre. Alle Anwesenden bekräftigten den Willen, eine einvernehmliche Lösung erreichen zu wollen. Auf jeden Fall seien polarisierende und verletzende Stellungnahmen zu vermeiden“.

Die Zeitungen würden am folgenden Tag Schlagzeilen wie etwa „Kretschmann und Kirchenvertreter diskutieren in entspannter Atmosphäre /“Sexuelle Vielfalt“ soll in weiteren Gesprächen angemesseneren Raum erhalten“ abdrucken usw.

Finger weg von unseren Kindern!

Mit etwa einer solchen Politiker-Sprache könnte Kretschmann versuchen, die Gegner einzuschläfern. Dies könnte ihm gelingen, wenn seine Gesprächspartner bereit sind, die Interessen der „Besorgten Eltern“ zu verraten. Man würde buchstäblich einen faulen Kompromiss über die Köpfe der Eltern und auf Kosten der Kinder vereinbaren.

Auf ein solches Manöver dürfen wir uns auf keinen Fall einlassen.

Die Schule und die Erziehung der Kinder sind nicht dazu da, sozialrevolutionäre Experimente entsprechend der Gender-Theorie durchzuführen. Das Motto bei den Verhandlungen mit Ministerpräsident Kretschmann muss klar und deutlich sein: Finger weg von unseren Kinder!

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und des Webmagazins „Kultur und Medien online“


Martin Schulz soll sein Amt als Präsident des Europaparlaments ruhen lassen

Die Vorsitzenden der deutschen Parteien im Europäischen Parlament haben am heutigen Donnerstag in einem Offenen Brief den Parlamentspräsidenten Martin Schulz (SPD) dazu aufgefordert, sein Amt ruhen zu lassen.

Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Hans-Peter Friedrich:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion schließt sich mit Nachdruck der Aufforderung der Gruppen von CDU, CSU, FDP, Grünen und Linken im Europäischen Parlament an.

Es ist nicht nur dem Amt des Parlamentspräsidenten unwürdig, sondern ein Unding und schlechter politischer Stil, wenn sich der Präsident des Europäischen Parlaments im Wahlkampf für seine Partei aus eigennützigen Gründen engagiert.

Sein Amt verpflichtet ihn zu überparteilicher Wahrnehmung seiner Aufgaben. Das Amt des Präsidenten des Europaparlaments darf nicht für Wahlkampfzwecke missbraucht werden. Wir erwarten daher von Martin Schulz, sein Amt umgehend ruhen zu lassen.“


Sexting und seine verheerenden Folgen

Jugendliche verschicken oft und gerne Fotos über ihr Handy. Viele junge Menschen, die anzügliche Bilder versenden, scheinen sich über die Folgen nicht im klaren zu sein – oder es ist ihnen egal.

Gerade diese Einstellung ist gefährlich, denn sobald ein Foto versendet wurde, verliert der Absender die Kontrolle darüber und es kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der Empfänger kann das Bild kopieren, online veröffentlichen oder beliebig weitergeben. 0016

Doch selbst die, die sich der rechtlichen Konsequenzen bewusst sind, lassen sich dadurch nicht abschrecken und machen weiter mit dem sog. “Sexting“. Zu diesen Ergebnissen, die online in der Zeitschrift Archives of Sexual Behavior veröffentlicht sind, kommen Donald Strassberg von der University of Utah (US) und seine Kollegen.

Zu den rechtlichen Konsequenzen kommen auch, dass die auf den Bildern abgebildeten Personen schwere psychische Schäden davon tragen können.

Strassberg und sein Team unternahm mit 606 Schülern einer privaten High School im Südwesten der USA eine Untersuchung, um herauszufinden, wie verbreitet Sexting unter Heranwachsenden ist und wie bewusst oder ahnungslos sie im Hinblick auf mögliche Folgen sind.

Die Jugendlichen mussten dazu einen Fragebogen ausfüllen, in dem sie ihre Erfahrungen mit Sexting und die aus ihrer Sicht möglichen Folgen beschrieben. Die Studenten wurden zudem über ihre Gefühle beim Versenden von sexuell eindeutigen Bildern befragt.

Beinahe 20 Prozent der Schüler, einige erst im Alter von 14 Jahren, gaben an, dass sie solche Fotos von sich selbst über Handy gesendet haben –  und beinahe doppelt so viele sagten, dass sie ein sexuell eindeutiges Bild erhalten haben. Von denen, die ein Bild empfangen haben, gaben über 25 Prozent an, dass sie es andere weitergeleitet haben.

Über ein Drittel derjenigen, die ein Bild versendet haben, gaben an, dass sie sich möglicher juristischer und sonstiger Konsequenzen bewusst waren. Studenten, die selbst Bilder über Handy verschickt haben, fanden dies eher akzeptabel als andere, die das noch nicht getan hatten.

Die Autoren fassen zusammen: “Die Resultate sprechen für erzieherische Maßnahmen wie Vorträge zur Sicherheit von Handys oder Aufklärungstage. Sie sollten auch in die Lehrpläne einfließen und es sollte Lehrerfortbildungen geben, um das Bewusstsein über die möglichen Konsequenzen von Sexting unter jungen Menschen zu schärfen“.

Quelle: Kultur-und-Medien-online.blogspot.de


Johannes vom Kreuz über die (Sehn-)Sucht nach Erscheinungen und Visionen

Der heilige Theologe und Mystiker Johannes vom Kreuz nimmt in seinem Klassiker „Aufstieg zum Berg Karmel“ (2. Band) zum Thema Privatoffenbarungen, „übernatürliche“ Visionen, Erscheinungen etc einige notwendige Klarstellungen vor, wobei diese Abschnitte mitunter auch in kirchlichen Dokumenten zitiert werden, so zB. HIER von Papst Benedikt.  1_0_668126

Nun folgt die Mahnung des Kirchenlehrers Johannes vom Kreuz im Wortlaut:

„Wer sich heute noch von Gott irgendeine Vision oder irgendeine Art von Offenbarung wünschen wollte, wäre nicht nur ein Tor, er wäre Gott gegenüber auch beleidigend. Denn er würde dann seine Augen nicht auf Christus richten, vielmehr sucht er etwas anderes und neues.

Gott könnte ihm darauf folgendermaßen antworten:

„Wenn ich dir in meinem WORT, nämlich in meinem Sohn, schon alles sagte und kein anderes Wort habe  –  was sollte ich dir dann noch antworten, was dir zeigen, das mehr wäre als ER?

„Richte Deine Augen auf IHN“

Richte deine Augen auf IHN, auf nichts anderes, denn in IHM habe ich dir alles gesagt und gezeigt, in ihm wirst du weit mehr finden, als du dir je wünschst und erbittest!

Denn du bittest um unvollkommene Stückchen von Offenbarungen; richtest du deine Augen aber auf IHN, dann findest du das Ganze. ER ist alles, was ich zu sagen und zu antworten, zu zeigen und zu offenbaren habe. bild-jesus-oben

Ich habe doch schon zu euch gesprochen, euch geantwortet, euch alles enthüllt  –  als ich euch IHN zum Bruder gab, zum Freund und Meister, als meine Herzensgabe an euch.

Als auf dem Berg Tabor mein Geist auf ihn herabkam, sagte ich: ,Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich meine Freude habe, auf ihn hört!’ (Mt 17,5).

„In CHRISTUS ist   a l l e s  gesagt“

Seither habe ich aufgehört, euch auf andere Weise etwas zu offenbaren, in IHM ist alles gesagt. Hört ihn! Denn mehr Glaubensgut habe ich nicht zu enthüllen, mehr Wahrheit nicht zu offenbaren. (. . .)

In den Offenbarungen und Erscheinungen, nach denen du schaust, wirst du von mir nichts finden.

Sieh nur richtig zu IHM hin – in IHM findest du alles, weit mehr als alles gesagt und geschenkt. Willst du zum Beispiel ein persönliches Trostwort, dann schau auf meinen Sohn, schau, wie ER zu mir steht, wie ER Demütigungen und Leiden in der Liebe zu mir trägt – darin wirst du mein Trostwort für dich finden. thumb_gemeinde

Suchst du die Offenbarung geheimer Dinge und Geschehnisse, dann richte deine Augen auf IHN!

Die tiefsten Geheimnisse, die Weisheit und die Wunder Gottes wirst du in IHM finden, so wie es der Apostel sagt: ,ln ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis Gottes verborgen’ (Kol 2,3).

Diese Schätze sind viel tiefer und kostbarer  –  und für dich viel nutzbringender als all das, wonach du verlangst. Das weiß der selbe Apostel gut, wenn er bekennt, er habe nichts anderes wissen wollen als Jesus Christus  –  und zwar als den Gekreuzigten (vgl. l Kor 2,2).

Bist du also auf irgendwelche Visionen und Offenbarungen aus, sei es über göttliche oder irdische Dinge, dann laß es und schau auf IHN, den Menschgewordenen – dort wirst du mehr finden, als du denkst!

,ln Christus wohnt wesenhaft die ganze Fülle Gottes’ (Kol 2,9), sagt der Apostel.” 

Quelle: Aufstieg zum Berg Karmel II 22,5 f.

Ergänzender HINWEIS hierzu: https://charismatismus.wordpress.com/2013/02/28/das-lazarus-gleichnis-christi-und-die-warnungen-des-hl-johannes-vor-der-sucht-nach-offenbarungen/


„Offenbare dich in der Zeit unserer Not“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Ester 14,1.3-5:

In jenen Tagen wurde die Königin Ester von Todesangst ergriffen und suchte Zuflucht beim HERRN, und sie betete zum HERRN, dem Gott Israels: ???????

HERR, unser König, du bist der Einzige. Hilf mir! Denn ich bin allein und habe keinen Helfer außer dir; die Gefahr steht greifbar vor mir.

Von Kindheit an habe ich in meiner Familie und meinem Stamm gehört, dass du, HERR, Israel aus allen Völkern erwählt hast; du hast dir unsere Väter aus allen ihren Vorfahren als deinen ewigen Erbbesitz ausgesucht und hast an ihnen gehandelt, wie du es versprochen hattest.

Denk an uns, HERR! Offenbare dich in der Zeit unserer Not, und gib mir Mut, König der Welten und Herrscher über alle Mächte!

Bild: Evita Gründler