Rätsel um „Wunder-Madonna“ in Belgien gelöst: Statue mit Leuchtfarbe bedeckt

Vor zwei Wochen schrieben wir kritisch über eine angeblich in der Nacht wunderbar strahlende Marienstatue in einem belgischen Dorf, die viele Neugierige und Wunder(aber)gläubige anzieht: siehe HIER.

Am 26. März berichtete Belinda Robinson in „Daily-Mail“ (online) über den weiteren Gang der aufsehenerregenden Dinge, wobei sich die Zahl der täglich ca 50 Besucher mittlerweile auf bis zu 500 Leute steigerte. Teils mußte die Polizei sogar Wachen um das Haus mit dem „Wunderbild“ postieren.

Katholische Kirche reagierte vorsichtig

Die katholische Kirchengemeinde äußerte sich von vornherein sehr zurückhaltend über das Phänomen. Erst müsse abgewartet werden, ob sich eine natürliche Erklärung finden lasse, hieß es aus Kirchenkreisen.

Allerdings hat sich das Rätsel um das glühende „Mirakel“ ohnehin gelöst:

Wissenschaftler der Universität Lüttich konnten herausfinden, daß die Statue mit Zinksulfit bzw. Leuchtfarbe bedeckt war. Teamleiter Dr. Rudi Cloots erklärte: „Diese Chemikalie wirkt hell und ist der Grund für das seltsame Licht.“


6 Kommentare on “Rätsel um „Wunder-Madonna“ in Belgien gelöst: Statue mit Leuchtfarbe bedeckt”

  1. Lucia sagt:

    Die Leute, die das Leuchten der Madonna für eine geistige Sache gehalten haben, haben
    trotz ihres Reinfalls subjektiv etwas Traumhaftes erlebt. Wenn ich einen wunderbaren Film sehe, erlebe ich auch innerlich was Tolles. Was macht es, wenn mich dann der Knopfdruck wieder enttäuscht bzw. in die Realität versetzt? Meine Seele hat sich etwas geholt, was sie brauchte.

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  2. Ulrike sagt:

    Wer hat die Figur mit Zinksulfit gestrichen bzw. hat diese Person gewusst, was Zinksulfit für eine Wirkung hat?

    Dann kehrt ja jetzt wieder Ruhe im Wohnzimmer ein.

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    • Marienzweig sagt:

      Mit der „Ruhe im Wohnzimmer“ ist es nicht getan.
      Wer an einer Marienfigur herummanipuliert, hat mit Sicherheit nichts Gutes im Sinn.
      Er muss doch damit rechnen, dass die Ursache des Leuchtens entdeckt wird.
      Es schadet der Glaubwürdigkeit der Kirche!
      Wer Maria wirklich achtet und verehrt, tut so etwas nicht!
      Ausserdem hat sie menschliche „Unterstützung“ solch fragwürdiger Art nicht nötig.

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      • Ulrike sagt:

        Zinksulfid muss ja erst hergestellt werden (Schwefel plus Zink)

        Da hat sich also jemand bewußt Gedanken gemacht…..und ich glaube nicht, dass es die Eltern waren.

        Gibts auch kleinere Chemiefans in der Familie?

        Aber, warum soll die Madonna nun öffentlich ausgestellt werden?

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    • Bernhard sagt:

      Warum die Figur jetzt öffentlich ausgestellt werden soll, verstehe ich auch nicht. Es sollte kein weiteres Aufhebens um sie gemacht werden.

      Zinksulfid muss nicht unbedingt aus den Elementen hergestellt werden, es kommt wohl auch in der Natur in Form von Mineralien vor.

      Ich weiß nicht, ob das Zinksulfid absichtlich in betrügerischer Absicht aufgetragen wurde. Denkbar wäre auch, dass eine Farbe bzw. Lackierung Zinksulfid enthielt.

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      • Guten Tag,
        vermutlich wollte die Kirche den Wirbel um die Statue durch Vereinnahmung in eigene Bahnen lenken (kanalisieren), um so gleichsam die Kontrolle über die vielen Wundersüchtigen gewinnen, die sich von wissenschaftlichen Mitteilungen nicht unbedingt überzeugen lassen.
        Tatsächlich muß nicht unbedingt absichtlicher Betrug betr. der Leuchtfarbe vorliegen, nur steht fest, daß es sich um keine „Wundermadonna“ handelt.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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