Regensburger Oberhirte heißt Bischof Tebartz-van Elst weiter willkommen

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto: mit Papst Franziskus) hat sich am Mittwoch, den 26. März, auf seiner Bistumswebseite zum Amtsverzicht des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst folgendermaßen geäußert: xBischofVoderholzerMitPapstFranziskus_THUMB_jpg_pagespeed_ic_w6mOJBwcc4

„Papst Franziskus hat heute den Amtsverzicht des Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst angenommen. Der Limburger Oberhirte hatte ihn bereits am 20. Oktober 2013 angeboten. Der Heilige Stuhl begründete die Entscheidung mit der Situation in der Diözese Limburg, die eine fruchtbare Ausübung des Bischofsamtes verhindert habe.

Ich freue mich, dass der Heilige Vater den bisherigen Bischof zu gegebener Zeit mit einer neuen Aufgabe betrauen wird.

Mein besonderer Dank gilt der Abtei Metten und ihrem Abt Wolfgang Hagl für die erwiesene Gastfreundschaft. Zum christlichen Gebot der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe gehört es, dass mein Mitbruder auf dem Boden der Diözese Regensburg ein gern gesehener Gast war und auch stets bleiben wird.“

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/499-bischof-rudolf-voderholzer-zur-entscheidung-ueber-bischof-franz-peter-tebartz-van-elst

Foto: Bistum Regensburg

 


Kinder als Armutsrisiko: Transfer-Ausbeutung der Familien endlich beenden!

Familien brauchen eine angemessene Anerkennung ihrer Erziehungsleistung und finanzielle Sicherheit. Stattdessen tragen vor allem familienblinde Beiträge zur Sozialversicherung, die den Aufwand der Kindererziehung nicht berücksichtigen, dazu bei, dass Eltern am Monatsende kaum genug Geld im Portemonnaie haben. ????????

„Das Existenzminimum der Kinder wird in der Sozialversicherung nicht beitragsfrei gestellt“, kritisiert Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes (DFV).

„Dass Familien neben dem finanziellen Beitrag auch einen generativen Beitrag durch Kindererziehung erbringen, wird trotz einschlägiger Urteile des Bundesverfassungsgerichts noch immer nicht berücksichtigt.“

Die Ungerechtigkeit betrifft Alleinerziehende ebenso wie Paarfamilien, wie die neue Studie der Bertelsmann Stiftung „Alleinerziehende unter Druck“ untermauert.

Der Deutsche Familienverband streitet seit Jahren für die politische Umsetzung der Bundesverfassungsgerichtsurteile. „Kindererziehung ist von zentraler Bedeutung für den Erhalt der Sozialversicherungssysteme“, betont Prof. Zeh.

Wird das Existenzminimum der Kinder bei der Beitragsberechnung nicht freigestellt, kommt es zu einer doppelten Belastung von Eltern zu Gunsten Kinderloser. „Es muss jetzt gehandelt werden, um die Situation der Menschen, die mit Kindern leben, zu verbessern“, fordert der DFV-Präsident.

Die Öffentlichkeit nimmt offenbar den Alltag von Familien verschleiert wahr. „Erst wenn der Blick auf besonders belastete Situationen gelenkt wird, werden Schieflagen registriert“, sagt Zeh mit Blick auf die Bertelsmann-Studie. 

Quelle: Pressemeldung des DFV


Indien: Vor der Wahl mehren sich Übergriffe gegen Christen – Frauen doppelt gefährdet

Im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh hat die Zahl der Angriffe auf Christen dramatisch zugenommen. Kürzlich erst wurde ein Pastor ermordet, andere geistliche Leiter wurden angegriffen und verletzt. Etliche Kirchen wurden verwüstet und zum Teil zerstört.

In Indien leben 74,1% Hindus, 13,8 % Muslime und 4,8% Christen. HMK-Foto

72 Fälle christenfeindlicher Gewalt sind allein für 2013 dokumentiert, beinahe doppelt so viele wie 2012, als 39 Übergriffe bekannt wurden. Damit steht Andhra Pradesh an der Spitze aller indischen Bundesstaaten, was Christenfeindlichkeit betrifft.

„Die Gründe für diese drastische Zunahme sind in den Bemühungen um Wählerstimmen zu suchen. Nationalistische Parteien hoffen, sich durch das Vorgehen gegen die christliche Minderheit die Gunst der Bevölkerung bei der bevorstehenden Wahl des Jahres 2014 zu sichern“, so ein Projektkoordinator vor Ort. Die nationalistische Bharatiya-Janata-Partei (BJP) ist seit längerem bemüht, ihre politische Agenda durchzusetzen, die eine starke Betonung auf das hinduistische Erbe Indiens legt.

Die meisten Gewalttaten gegen Christen werden von Mitgliedern einer der 30 nationalistischen Hinduorganisationen begangen, die sich einer extremistischen Ideologie namens Hindutva verschrieben haben. Anhänger der Hindutva-Ideologie wollen alle Nicht-Hindus aus Indien vertreiben.

Frauen in den christlichen Gemeinden fühlen sich noch aus einem weiteren Grund bedroht. Indien steht wegen mehreren besonders schauerlichen Fällen von Vergewaltigung im Fokus von Menschenrechtlern.

Um der patriarchalen Gesellschaft die Stirn zu bieten und für gleiche Rechte zu kämpfen, haben jetzt hunderte christliche Frauen die „Bewegung christlicher Frauen“ gegründet. Man wolle „Taten der Gerechtigkeit schaffen, um die Würde der Frauen zu verteidigen und ein Netzwerk mit anderen Gemeinschaften aufzubauen“, bekundeten die Gründerinnen.

Text und Foto: Hilfsaktion Märtyrerkirche: http://www.verfolgte-christen.org/



Papst Franziskus wirbt für die Beichte – und geht direkt danach selber beichten!

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat am gestrigen Freitag, den 28. März, in einer Bußfeier im Petersdom zur Gewissenserforschung und zum Empfang des Bußsakramentes aufgefordert. „Wer von uns kann behaupten, er sei kein Sünder? Niemand!“, sagte der Papst in seiner Predigt. media-521118-2

Nach der Bußandacht führte ihn sein Sekretär zu einem leeren Beichtstuhl in der Kirche, damit Franziskus als Beichtvater fungiert, doch der Pontifex ging daran vorbei und schritt entschlossen zu einem nahegelegenen Beichstuhl, in dem bereits ein Priester saß und auf beichtbereite Gläubige wartete.

Dort kniete sich der Papst nieder, bekannte seine Sünden und erhielt die Absolution (Lossprechung). Der Geistliche küßte Franziskus danach den Papstring. 

Nachdem er das Bußsakrament empfangen hatte, ging der Papst zu jenem Beichtstuhl, in dem er selber die Beichte der Gläubigen entgegennehmen wollte  –  das Video dieser Geschehnnisse siehe HIER:

http://www.kathtube.com/player.php?id=34241

Foto: Radio Vatikan


Kriminologie-Direktor fordert Aufarbeitung der Judenfeindschaft Martin Luthers

Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Die evangelische Kirche sollte das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017 auch dazu nutzen, ihre eigene Geschichte selbstkritisch aufzuarbeiten. Dazu gehöre vor allem die dunkle Seite Martin Luthers (1483 – 1546).

Das fordert der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Prof. Christian Pfeiffer (Hannover), in der April-Ausgabe des Kulturmagazins CICERO.

So habe der Reformator in seiner 1543 erschienenen Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ das gefordert, was knapp 400 Jahre danach in der Reichspogromnacht umgesetzt worden sei, schreibt der ehem. Minister Pfeiffer. In einem Punkt allerdings unterscheide sich Luthers Appell von der NS-Diktatur: Er habe nicht zum Holocaust aufgerufen.

Protestanten folgten Hitler williger als Katholiken

Dennoch lasse sich nicht leugnen, dass Protestanten Hitler willfähriger gefolgt seien als Katholiken. Die katholische Kirche habe eine größere Distanz zum Regime gewahrt und nicht aktiv mit ihm zusammengearbeitet, wie das bei den „Deutschen Christen“ der Fall gewesen sei.

Bis heute tue sich die evangelische Kirche mit dieser Vergangenheit schwer, schreibt der Kriminologe. So habe sie den 75. Jahrestag der Pogromnacht 2013 nicht genutzt, um selbstkritisch Rückschau zu halten. Bis 2017 bleibe aber Zeit, das Versäumte nachzuholen.  

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Ein zerschlagenes Herz verschmäht Gott nicht

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche:

Psalm 51 (50),3-4.18-19:

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen.