Evangelisches Magazin: Gegen Bischof Tebartz-van Elst lief eine „gezielte Kampagne“

Der Mainzer Kommunikationsforscher Dr. Mathias Kepplinger erklärte gegenüber dem evangelischen Medienmagazin PRO, für den Ansehensverlust des Bischofs Tebartz-van Elst sei eine „gezielte Medienkampagne“ verantwortlich. 1_0_745851

Prof. Kepplinger (Universität Mainz) hierzu: „Ein Teil der Medien hat zunächst versucht, die Differenzen zu Tebartz-van Elst in Glaubensfragen, etwa bei der Homo-Ehe, öffentlich gegen ihn zu thematisieren“, sagte er gegenüber PRO:

„Weil das missglückt ist, haben sie dann das Thema herausgepickt, auf das die Deutschen besonders sensibel reagieren: Geld. Das ist hierzulande immer skandalträchtig, selbst wenn es nur geringe Beträge sind, die in Frankreich oder den USA niemanden interessieren würden.“

Einige bekannte Journalisten hätten den Limburger Oberhirten von Anfang aus aus dem Amt zu drängen wollen, meint der Wissenschaftler. Dies sei ihnen gelungen, weil eine große Mehrheit ihrer Kollegen ihren Vorgaben bereitwillig gefolgt sei.

„Die Berichterstattung hat nicht die komplexe Realität des Umbaus der Bischofsresidenz und des Ausbaus einer Wohnung reflektiert, sondern bestimmte Einzelheiten bewusst instrumentalisiert, wie etwa die berühmte Badewanne“, erklärte der Medienexperte.

„Man kann hier von einer gezielten Medienkampagne sprechen, weil eine erkennbare Differenz bestand zwischen der Substanz der Vorwürfe und dem Aufwand, mit dem sie verbreitet wurden.“ 

Vollständiger Text aus dem evangelikalen Magazin hier: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/medienwissenschaftler-tebartz-van-elst-opfer-einer-gezielten-medienkampagne/


6 Kommentare on “Evangelisches Magazin: Gegen Bischof Tebartz-van Elst lief eine „gezielte Kampagne“”

  1. Anonymous sagt:

    Die Angaben zu Joyce Meyers Lebensstil sind zutreffend. Man muss aber auch sehen, dass Hand of Hope, der Missionszweig von Joyce Meyer Ministries, durchaus beeindruckende Zahlen vorweisen kann, was Hungerhilfe, Katastrophenhilfe, Kinderheime, Befreiung aus Menschenhandel, Unterhaltung von Krankenhäusern in Indien und Kambodscha, Gefängnisarbeit usw. betrifft.

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  2. Anonymous sagt:

    Der Herr Bischof hat alles dazu getan, die Kampagne gegen sich zu unterstützen. Und weshalb der Herr Kommunikationsforscher meint, es handle sich hier nur um geringe Beträge, erschließt sich mir nicht. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang auf folgendes hinweisen: Die katholische Kirche wird in sehr nennenswertem Umfang staatlich finanziell gefördert. Daneben nimmt sie Kirchensteuer ein. In Frankreich und USA müssen sich die Kirchen hingegen vollständig selbst finanzieren. Wenn z.B. eine Joyce Meyer ein Luxusanwesen samt eigenem Flugzeug u.a. im Gesamtwert von weit über 10 Mill. Dollar ihr eigen nennt, dann hat dafür niemand unfreiwillig finanzielle Mittel bereit gestellt. Das hat sie selbst „verdient“. Vom christlichen Zeugnis her finde ich es zwar katrastrophal (wie ich auch die „theologische Botschaft“ von Frau Meyer für ein dünnes menschenbezogenes Süppchen halte), aber von der Öffentlichkeitswirkung her hat sie nichts zu befürchten, weil man ihre Geschäftstüchtigkeit positiv bewertet.

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    • Simone sagt:

      Der Bischof wurde nicht bestellt, um Bauherr und Finanzmanager zu sein. Wie überall auch üblich, werden diese Agenden von Gremien oder Fachkräften wahrgenommen. Bei historischen Gebäuden ist wichtig, dass Experten die Qualität der Renovierung sicherstellen. Wenn es sich um einen katholischen Auftraggeber handelt, dann ist für mich wichtig, dass die Menschen auch gerechten Lohn für ihre Arbeit erhalten und alles korrekt abgewickelt wird. Wenn es sich um ein Gebäude handelt, das der Verehrung des Herrn dient, dann ist mir außerdem wichtig, dass diesem „Umstand“ auch Rechnung getragen wird, dass hier also durchaus Prunkvolles, Gediegenes und Wertvolles mehr als angebracht scheinen. Architektonisch dürfte der Bau durchaus gelungen sein, das ist nicht meine Feststellung, sondern das wird ja weithin auch zugegeben. Auch über die finanzielle Abwicklung gibt es keine Beanstandungen. Ich verstehe die Kritik nicht. Genauso würde ich mir einen Bau für die Kirche wünschen.
      Was hätte der Bischof anders machen sollen? Auf Zugänglichkeit für Beeinträchtigte oder ältere Menschen verzichten? Billiger arbeiten lassen? Bei den Materialien für die Restauration sparen und seinen Nachfolgern enorme Kosten anhängen?

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      • Anonym sagt:

        Der christliche Auftrag ist nicht, Gebetspaläste zu bauen. Papst Franziskus hat durch seinen eher bescheidenen Lebensstil christliche Glaubwürdigkeit in unserer Gesellschaft zurückgewonnen.

        Der christliche Auftrag ist „Menschen für das Reich Gottes zu fischen“ und das oberste Gebot dabei ist Nächstenliebe.

        Es ist jedenfalls keine Handlung der Nächstenliebe, wenn für den Bau von Gotteshäusern unverhältnismäßig viel Geld ausgegeben wird, und irgendwo auf dieser Welt Menschen verhungern müssen. Wir sollen im Himmel unsere Schätze sammeln, nicht auf Erden.

        Jesus hat solchen Luxus nicht praktiziert und er hat sich für die Armen und Notleitenden eingesetzt. Jesus hätte auch auf einem herrlichen Schlachtross in Jerusalem einreiten können. Hat Jesus aber nicht gemacht. Jeder weiß, wie es aussieht, wenn ein Mensch auf einer jungen Eselin dahergeritten kommt.

        Wie kann sich jemand als Christ bezeichnen, wenn er nicht auf Jesus schaut.

        Wenn diese Gerüchte um Joyce Meyer wahr sein sollten, dann bedauere ich die Menschen, die sich deren Botschaft Tag für Tag anhören, weil auch Joyce Meyer die Glaubwürdigkeit fehlen würde. Geschäftstüchtiges Verhalten im christlichen Umfeld würde ich aber niemals positiv bewerten. Jesus hat die Geldwechsler und Händler, welche die Beter abschröpfen wollten, aus dem Tempel getrieben.

        Viele Christen sollten wieder mal öfter die Bibel zur Hand nehmen, z.B. Bergpredigt, Lazarus oder den barmherzigen Samariter.

        Zum Christsein gehört, wenn wir auf Jesus schauen, ein bescheidener Lebensstil.

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      • Anonymous sagt:

        Mir scheint, Sie haben die Diskussion nicht verfolgt. Es geht um exorbitante Kostensteigerungen wegen kostspieligen Änderungswünschen des Herrn Bischof, der früher mal Architekt werden wollte.

        Ist Ihnen übrigens aufgefallen, dass es dem Erlöser gefallen hat, in einem Stall zur Welt zu kommen und keinen Anspruch auf „Prunkvolles, Gediegenes und Wertvolles“ zu erheben im materiellen Sinn?

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      • Simone sagt:

        Mir scheint, Sie beide verwechseln persönliche Prunksucht mit Verherrlichung des Herrn.
        Ihre Vergleiche sind schon deshalb völlig hinkend, weil die katholische Kirche eine schöne Tradition darin entwickelt hat, den Herrn in allen Formen der Künste Verherrlichen zu wollen und dabei den größten Kulturschatz aufgebaut hat, der uns alle Gläubige (und auch nicht-Gläubige) zur Anbetung leiten soll. Sie werden in der Bibel leider keine Stelle finden, wo irgendwo vom Sparen bei Gotteshäusern die Rede sein wird. Das Gegenteil ist dokumentiert und auch in der Tradition der katholischen Kirche fortgesetzt. Wenn Sie etwas kritisieren wollen, dann wäre der Nachweis über persönliche Luxusvorlieben des Bischofs gefragt. Solche Klatschgeschichten und niedrige Diffamierungen sind auch der Stoff, aus dem jede Hetze an Fahrt gewinnt, und es wundert mich nicht, dass viele darauf anspringen. Fair ist das jedoch nicht, und für Gläubige würde sich so was auch verbieten.
        Dass der Bischof Architekt werden wollte, ist wieder mal so eine typisch polemische Verzerrung – was wollen Sie damit genau sagen? Dass er seine Sache gut gemacht hat, weil er sicher nach bestem Wissen und Gewissen renovieren hat lasen und Sachverstand eingesetzt hat?

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