Weitere FOTO-Galerie der 1000-KREUZE-Aktion am 22. März 2014 in Münster

Seit Jahrzehnten findet alljährlich Mitte März der Gebetszug für das Leben in Münster statt. Diesmal war es besonders erfreulich, daß sich vier katholische Priester an der Kreuze-Aktion für die ungeborenen Kinder beteiligt haben. 015_12A

Auffallend war zudem die große Zahl junger Männer und Frauen, die sich mit eindrucksvoller Überzeugungstreue und Begeisterung für das Lebensrecht aller Menschen (ob geboren oder ungeboren, krank oder gesund, „erwünscht“ oder nicht) engagiert haben.

Wir setzen hiermit unsere BILD-Reportagen über diesen denkwürdigen Gebetszug fort (unsere vorigen Berichte und Bildergalerien siehe HIER.)

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Das zweite Foto zeigt drei einsatzfrohe Gesichter: Der junge Mann rechts hält ein Porträt des Kardinal von Galen in seiner Hand: dieser mutige Bischof von Münster hatte sich mit seinen berühmten Predigten dem Euthanasie-Massenmord der NS-Dikatur entgegengestellt. Auch heute müssen wir unbeirrbar für Gottes zeitlose Gebote und die unantastbaren Menschenrechte eintreten.

025_22ADas dritte Bild zeigt zwei Priester unterm Regenschirm auf dem Ägidii-Kirchplatz, darunter Kaplan Andreas Britzwein aus Münster-Hiltrup (auf dem Foto rechts).

Unser viertes Foto ist eine Momentaufnahme des Gebetszugs vor dem Domplatz von Münster: Wir hatten auch ausländische Lebensrechtler dabei, zB. einen Studenten aus Brasilien oder diese junge Frau aus Afrika.

035_32A034_31ADas fünfte Bild zeigt Benediktiner-Pater Chrysostomus Ripplinger mit seinem weißen Holzkreuz. Er zelebriert in der Ägidii-Kirche von Münster regelmäßig den klassischen Ritus (die sog. „alte Messe“), für deren Neubelebung und Verbreitung sich Papst Benedikt XVI. eingesetzt hat. Die jungen Frauen vor ihm tragen Rosen, die danach am Kardinal-Galen-Denkmal in einer symbolträchtigen Geste einzeln für die abgetriebenen Kinder niedergelegt werden.

031_28AWegen seit Jahren anhaltender linksradikaler Randale benötigen wir Lebensrechtler stets den Schutz der Polizei, die meist zu Hundertschaften präsent ist und mit großer Umsicht und Entschiedenheit zugleich dafür sorgt, daß das Demonstrationsrecht auch der Christen in Deutschland gewahrt ist. Das Bild zeigt Beamte, die Störer davon abhalten, in unserem Gebetszug einzudringen. 

Einer der Gegner hält ein Schild hoch „Glaube ist heilbar“, ein anderer: „My Body, my Choice“ (Mein Körper, meine Entscheidung)  – etwa im Sinne der dümmlichen Parole: „Mein Bauch gehört mir!“  –  Als ob das jemand in bezug auf den „Bauch“ bestreiten würde  –  aber das ungeborene Kind ist kein Bauchgewebe, sondern ein Menscn mit eigenem Lebensrecht.017_14A

Obwohl unser Anliegen ernst war, verzichteten wir im Unterschied zu den Krawallmachern auf Verbissenheit und jede aggressive Haltung. Die Stimmung unter den Lebensrechtlern war würdig, aber oft auch heiter und spontan.

Jung und alt, Priester und Kirchenvolk hielten in gemeinsamer Glaubensfreude zusammen, wobei auch der Regen die gute Stimmung nicht zu trüben vermochte.

037_34AAuf dem vorletzten Bild sehen wir den Gebetszug auf dem Weg zum Domplatz in der Altstadt von Münster. Dort fand unsere Abschlußkundgebung statt.

Die Kreuze-Aktion wird alljährlich organisiert von EuroProLife aus München, die von Wolfgang Hering geleitet wird.  039_36A

Das letzte und größte Foto zeigt Herrn Hering (vorne links), neben ihm zwei junge Teilnehmerinnen mit Plakat oder Kinderwagen.

Am Schluß wurde der Polizei besonders gedankt und gemeinsam ein Vater-Unser für sie gebetet. Die eindrucksvolle Kreuze-Aktion endete mit dem feierlichen Kirchenlied „Großer Gott, wir loben dich“.

Text und Fotos: Felizitas Küble

 

 

 

 

 


Ein FAS-Beitrag zur Abtreibung und die Illusion der Zweideutigkeit

Von Dr. jur. Friederike Hoffmann-Klein

Ein Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung („Macht und Schmerz, Abtreibung in Wien. Eine Geschichte der Extreme“, von Yvonne Staat, F.A.S. vom 5.1.2014) befasst sich mit dem Thema Abtreibung.

Mit einer Offenheit, die (jedenfalls für ein nicht speziell christliches Medium) ungewöhnlich ist. Mit einer erstaunlichen Unvoreingenommenheit nähert sich die Autorin dem Thema auf der einen Seite.

So schildert sie die Tätigkeit der „Gehsteigberater“, wenn sie auch über deren Beweggründe weitgehend im Unklaren zu sein scheint; beschreibt sie den Schmerz und die Depressionen nach der Abtreibung, auch wenn diese gewollt und die Entscheidung hierzu allein von der Frau, ohne Druck von außen, getroffen wurde; sie lässt den Salzburger Weihbischof Andreas Laun zu Wort kommen.prolifeusa

Positiv auch die subjektive Redlichkeit und der in dieser Haltung unternommene Versuch einer ausgewogenen Darstellung; der Versuch, sich in die Lage der Lebensrechtler hineinzuversetzen und ihnen die gute Absicht nicht abzusprechen. All dies ist keineswegs selbstverständlich.

Diese Aufgeschlossenheit aber, mit der sich die Autorin dem Thema nähert, ist jedoch auf der anderen Seite von einer großen Zurückhaltung und auch Unsicherheit begleitet, die sich vor allem darin zeigt, dass sie es nicht für möglich hält, zu einer für jeden der verschiedenen Akteure gleichermaßen gültigen Sichtweise zu kommen.

Hier soll der Versuch unternommen werden, die gegensätzlichen Positionen einander näher zu bringen. So ist zu fragen, ob sich Aussagen treffen lassen, die über das „Jede-dieser-Positionen-hat-vielleicht-etwas-für-sich“ der Autorin hinausgehen.

Dem mit der Materie vertrauten Leser fällt bei der Lektüre des Artikels zunächst auf, dass offenbar wie selbstverständlich von einem „Recht auf Abtreibung“ ausgegangen wird, das zumindest in Anführungszeichen gehört hätte.

Es gibt kein „Recht auf Abtreibung“

Denn tatsächlich gibt es ein solches Recht weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene, vielmehr steht sowohl unser Grundgesetz als auch das europäische und internationale Recht der Annahme eines „Menschenrechts auf Abtreibung“ entgegen.

Abtreibung als Menschenrecht zu deklarieren, wird insbesondere auch durch die Erklärung der Rechte des Kindes von 1959 ausgeschlossen, deren Präambel festhält, dass das Kind aufgrund seiner körperlichen und geistigen Unreife des speziellen Schutzes und der besonderen Pflege bedarf, einschließlich des erforderlichen rechtlichen Schutzes, und zwar sowohl vor als auch nach seiner Geburt.

Menschenrechte als universale Rechte können schon per definitionem nicht einer bestimmten Gruppe von Menschen (hier den ungeborenen) einfach abgesprochen werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat deshalb, in Übereinstimmung mit diesen elementaren Rechtsgrundsätzen, die Möglichkeit, eine nach Beratung vorgenommene Abtreibung als rechtmäßig anzusehen, von Verfassung wegen ausgeschlossen. paragraph_300x3001

Schutzanspruch bleibt aufrechterhalten

Auch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte lehnt ein Recht auf Abtreibung ab. Und das höchste deutsche Gericht verpflichtet die staatlichen Stellen, die Medien, die Parteien, dafür Sorge zu tragen, dass der Schutzanspruch und die verfassungsrechtlich garantierten Rechte des ungeborenen Kindes im allgemeinen Bewusstsein erhalten werden.

Wird ein Artikel, der über die Haltung der Ambivalenz nicht hinauskommt, diesem Anspruch gerecht?

Im geschilderten Fall besteht die „Konfliktlage“ lediglich darin, dass die Frau, die bereits zwei Kinder hat (die sie sehr liebt) kein drittes Kind will. Das ist keine Situation, die so schwer wiegt, dass der Schwangeren die Fortsetzung der Schwangerschaft auch unter Berücksichtigung der Rechte des ungeborenen Kindes nicht zuzumuten ist  –  von einer schweren, u.U. lebensbedrohenden  Konfliktsituation spricht das BVerfG, von Belastungen, die ein solches Maß an Aufopferung eigener Lebenswerte verlangen würden, dass dies von der Frau nicht erwartet werden kann.

Irritierend ist auch die Schilderung der katastrophalen Zustände in der Wiener Abtreibungspraxis. Was soll hieraus folgen? Die Aussage der Autorin ist klar. Abtreibungsgegner sollen (ohne dass dies ausgesprochen wird) ins Unrecht gesetzt, gewissermaßen verantwortlich gemacht werden, wenn Frauen durch eine unsachgemäß durchgeführte Abtreibung in Gefahr geraten.

Die fragliche Praxis warb mit niedrigen Kosten  –  ein Argument, wenn der Staat, wie in Österreich, Abtreibungen nicht finanziert. Es ist aber nun nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, für die Tötung ungeborener Kinder aufzukommen (zumal auf der anderen Seite diese Kinder wiederum fehlen, einmal abgesehen davon, dass es sich hier um Kinder handelt, die bereits existieren).nodstartbild_program_13_14

In diesem Zusammenhang darf auch daran erinnert werden, dass das Bundesverfassungsgericht im zweiten Abtreibungsurteil betont, dass die verfassungsrechtliche Schutzpflicht für das ungeborene Leben es ausschließt, für rechtswidrige Abtreibungen Leistungen der Sozialversicherung zu gewähren.

Der Rechtsstaat darf eine Tötungshandlung nur dann zum Gegenstand seiner Finanzierung machen, wenn sie rechtmäßig ist und der Staat sich der Rechtmäßigkeit mit rechtsstaatlicher Verlässlichkeit vergewissert hat, so das BVerfG.

Öffentliche Finanzierung mit jährlich 40 Mill. Euro

Das Schutzkonzept der Beratungsregelung lasse insoweit jedoch keinen Raum, dem Staat eine solche Überzeugung zu vermitteln. Als erlaubt können Abtreibungen unter den Bedingungen der Beratungsregelung nur bei Vorliegen einer allgemeinen Notlage angesehen werden. Ungeachtet dieser verfassungsrechtlichen Maßstäbe werden Abtreibungen in Deutschland öffentlich finanziert, mit ca. 40 Millionen Euro jährlich.

Die Annahme, dass Länder, in denen Abtreibung verboten oder restriktiv geregelt ist, eine erhöhte Müttersterblichkeit aufweisen, lässt sich im Übrigen nicht bestätigen (vgl. Gregor Puppinck, PhD, Direktor des European Centre for Law and Justice (ECLJ), Straßburg, Abortion and the European Convention on Human Rights, Irish Journal of Legal Studies, July 2013).

Man möchte die Autorin auffordern: Schauen Sie sich einmal das Bild eines neun Wochen alten ungeborenen Kindes an. Denken Sie wirklich, dass man da noch zweifeln kann, wann das Menschsein beginnt? images (2)

Aber natürlich gilt prinzipiell nichts anderes in einem noch früheren Stadium der Schwangerschaft. Gerne behaupten die Befürworter einer liberalen Sichtweise der Abtreibung, dass es sich ja bei dem Embryo noch nicht um ein Kind handele; tatsächlich ist dies ja das einzige „Argument“, das sie überhaupt vorweisen können.

MENSCH von Anfang an

Dieser Einwand, der auch die Naivität der Abtreibungsgegner beschreiben soll, ist nicht stichhaltig. Abgesehen davon, dass die Naturwissenschaft keinerlei Zweifel daran lässt, dass der Mensch vom ersten Augenblick seiner Entwicklung an Mensch ist, ist der Gedanke, dass der Embryo eine weitere Entwicklungsstufe noch nicht erreicht hat, letztlich banal und irrelevant.

Dass es „noch kein“ Baby ist (vor allem kein außerhalb des Mutterleibes selbst lebensfähiges), ist nicht der entscheidende Punkt, genauso wenig, wie es darauf ankommt, dass ein Baby noch kein Schulanfänger ist oder dieser kein Abiturient. Die Entwicklung ist strikt kontinuierlich, ohne Zäsur. Alleinentscheidend ist deshalb nur, dass ein Mensch begonnen hat, zu existieren.

Deshalb betont der Europäische Gerichtshof in der Entscheidung Brüstle/Greenpeace (Urteil vom 18.10.2011, C-34/10), dass dem menschlichen Embryo von der Empfängnis an Menschenwürde zukommt und er unter dem Schutz der Rechtsordnung steht.

Denn der Embryo repräsentiert, so der EuGH, ein notwendiges Stadium der menschlichen Entwicklung. Das Leben ist unverfügbar, und das gilt auch für die werdende Mutter. Auch ihr gegenüber, so sagt es das BVerfG, hat das ungeborene Kind ein Recht auf Leben.PICT0133

Vielleicht sollte man an dieser Stelle die Frage zulassen, was denn der Grund ist für die tiefe Trauer, mit der eine Frau nach ihrer Abtreibung zu kämpfen hat (durch viele Langzeitstudien ist belegt, dass die Mehrheit der Frauen nach einer Abtreibung über kurz oder lang an schweren Depressionen leidet).

Diese Frage stellt die Autorin, obwohl sie die Trauer beschreibt, erst gar nicht. Sie dringt deshalb nicht bis zu dem Gedanken vor, der ebenso einfach wie unanfechtbar ist. „Das Kind war da, aber Du hast es nicht bekommen, Du hast es nie im Arm gehalten…“  –  Diese Erkenntnis kann die Frau, nachdem die Abtreibung geschehen ist, mit aller Macht treffen.

Abgrundtiefer Schmerz folgt oft erst später

Man kann es verdrängen, gewaltsam von sich weisen, aber meist hilft auch das nicht, die Gewissheit holt einen irgendwann im Leben ein, und dann tritt an die Stelle der so ausweglos erscheinenden Konfliktlage ein weitaus schlimmerer, abgrundtiefer Schmerz, der sich in vielfältigen Beeinträchtigungen und Leiden Bahn bricht, die auch der Artikel teilweise beschreibt und die international unter dem Begriff „Post Abortion Syndrom“ erfasst werden.

Auch an dieser Stelle greift die Autorin dann in ihrer Argumentation wieder zu kurz. Natürlich ist es keine „Strafe“, dass es der jungen Frau nach der Abtreibung so schlecht geht. Nur: diese einfältige Antwort würde ihr kein vernünftiger Mensch geben. Dennoch hat die Aussage einen wahren Kern.

Es ist keineswegs eine rein subjektive Angelegenheit, sondern es hat eine durchaus objektive Ursache, dass sie leidet, dass sie den Gedanken an das Kind, das sie verloren hat, nicht los wird. Diese Differenzierung hätte an dieser Stelle herausgearbeitet werden müssen. Das gelingt der Autorin deshalb nicht, weil sie selbst keine Klarheit hat.

Es geht nicht nur darum, Verständnis für Frauen in der Notlage einer ungewollten Schwangerschaft zu haben. Aber es geht sehr wohl um die Kategorien „richtig“ oder „falsch“. Ihre ganze Ambivalenz ist darauf zurückzuführen, dass sie das Ende des Knäuels nicht findet. Den einen, unveränderlichen Punkt, dass es hier um ein ungeborenes Kind geht und um dessen Leben.

Die Autorin bleibt deshalb bei der Beschreibung der Extrempositionen stehen, die sich aus ihrer Sicht nicht zusammenbringen lassen, wie bereits in ihrem Untertitel „Eine Geschichte der Extreme“ zum Ausdruck kommt. Jede dieser unvereinbar scheinenden Positionen hat etwas für sich  –  so weit geht die Autorin, und das ist vielleicht schon viel. Jede von ihnen beansprucht auch für sich, die „wahre“ zu sein, aber das kann es natürlich nicht geben. Für die Autorin bleibt es bei diesem „entweder – oder“.

Eine Auflösung oder Annäherung der verschiedenen Positionen erscheint ihr ausgeschlossen. „Es ist schwer, etwas ganz genau zu wissen in dieser Geschichte“, so resümiert sie am Ende. Lediglich in ihrer allerletzten Frage klingt vielleicht an, dass es möglicherweise doch eine objektive Dimension gibt.

„Einen Mord bestellt….“

Nach ihrer Abtreibung leidet die betroffene Frau an schweren Depressionen. Ein Bekannter gibt ihr dafür die Erklärung, sie müsse sich darüber nicht wundern, sie habe doch „einen Mord bestellt“.

Zwar gelingt es ihr, den Strafgedanken als Unfug von sich zu weisen. „Ich weiß, dass er unrecht hat. Aber manchmal, wenn es mir nicht gutgeht, denke ich auch so. Warum?“  –  Verweist dieses „warum“ nicht doch auf eine reale Ursache für ihren Zustand, die sie  –  manchmal jedenfalls  –  für möglich hält? images

„Sie stellen sich einen Embryo als winzigen, wehrlosen Menschen vor. Vielleicht tut ihnen alles weh, wenn sie an Abtreibung denken“, so vermutet die Autorin. Auch hier wieder die Verlagerung ins Subjektive. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autorin es auch nicht genauer wissen will. Denn dann fällt es leichter, sich eine Abtreibung als Freiheitsoption vorzustellen.

Wie aber eine selbstbestimmte Entscheidung möglich sein soll, ohne dass man sich ihrer Tragweite bewusst ist und ohne in vollem Umfang über die Tatsachen aufgeklärt zu sein, bleibt unerfindlich.

Dass die angenommene Unverrückbarkeit der unterschiedlichen Positionen eine Illusion sein könnte, bringt der Artikel letztlich selbst zum Ausdruck. Bis zur Abtreibung hat die junge Frau sich geweigert, sich ein Bild zu machen von dem Wesen in ihrem Bauch. „Jetzt aber, nach all den Krankenhausaufenthalten, stellte sie sich vor, wie der Embryo in ihrer Gebärmutter lag, wie er litt.“

An dieser Stelle zeigt sich, dass die jeweilige subjektive Sichtweise der Frau die Frage, um die es hier geht, nicht entscheiden kann.

1000 Kinder werden in Deutschland an jedem Werktag durch Abtreibung getötet, 100.000 im Jahr nach offizieller Statistik, das sind mehr als 3000 Schulklassen. Acht Millionen seit 1974. Zahlen, die das Ausmaß einer Katastrophe deutlich machen. Warum ist das in dieser Weise möglich, ohne dass es einen Aufschrei in der Öffentlichkeit gibt, wie sonst doch so schnell, bei meist viel weniger wichtigen Themen?

Einer der Gründe hierfür ist sicher, dass der Tod eines ungeborenen Kindes für kaum jemanden sichtbar ist. Schon der Begriff „Abtreibung“ oder „Beendigung der Schwangerschaft“ verschleiert dies.

Wir leben in einem Rechtsstaat. Gleichwohl ist offenbar das Tötungsverbot für eine bestimmte Gruppe von Menschen, nämlich die Ungeborenen, aufgehoben. Der Osnabrücker Sozialethiker Prof. Manfred Spieker weist in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass sich der Staat damit, privater Gewalt beugend, seiner Funktion begibt.

Ich stelle mir gerne vor, was Alice Schwarzer bewirken könnte, wenn sie sich, aus einer besseren Einsicht heraus, dazu entschließen würde, das Lebensrecht der ungeborenen Kinder zu verteidigen. Sie würde damit ihr Anliegen, sich für die Interessen von Frauen einzusetzen, nicht verraten, ganz im Gegenteil.

Die betroffene Frau wird selber zum Opfer

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Denn Abtreibung ist zutiefst frauenfeindlich. Eine Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft in solche Verzweiflung gerät, dass sie keine Chance für das Kind sieht, braucht Hilfe und Unterstützung, keinen „Schein“. Gibt sie dem inneren und  –  sehr häufig  –  äußeren Druck ihrer Umgebung nach, geht es ihr noch schlechter. Sie wird, mit dem Verlust ihres ungeborenen Kindes, selbst zum Opfer.

Es ist dann so, als ob nicht nur das Kind, sondern sie selbst keine Chance gehabt hätte. Ein positiver Ausgang ist ihr verwehrt worden. Das Gegenteil also von Erfolg und Selbstverwirklichung. Es ist ein großer Irrtum, zu glauben, man könne die verlorene Freiheit  –  so empfindet eine Frau ja eine ungewollte Schwangerschaft zuerst  –  durch eine Abtreibung zurückgewinnen. Denn bei der Abtreibung stirbt unweigerlich ihr Kind. Daran kommt eine Frau nicht vorbei. Sie kann es natürlich verdrängen, aber hilft das?

Ein ungeplantes, zuerst vielleicht nicht gewolltes Kind zerstört nicht das Leben einer Frau. Eine Abtreibung schon. Eine Abtreibung ist geeignet, einer Frau viele Jahre ihres Lebens zu nehmen. Man wende an dieser Stelle nicht ein, Abtreibung sei notwendig, um die Gleichstellung von Mann und Frau zu erreichen. Denn das ist nicht so.

Auch Muttersein gehört zur „Selbstverwirklichung“

Die Tatsache, dass eine Frau Mutter sein kann, ist vielmehr ein Umstand, den es  –  im positiven Sinn  –  in Rechnung zu stellen gilt. Ein moderner Feminismus muss diese Tatsache, dass Frauen Mütter sind und es sein wollen, berücksichtigen. Mutter zu sein ist für moderne junge Frauen auch ein wesentliches Element von Selbstverwirklichung.

Noch etwas gilt es zu bedenken. Es ist nicht nur moralisch fragwürdig, das Selbstbestimmungsrecht der Frau absolut zu setzen, ihre Selbstverwirklichung höher als das Lebensrecht des Kindes zu bewerten. Nein, es ist auch faktisch so, dass es Selbstverwirklichung auf Kosten des Lebens eines ungeborenen Kindes nicht geben kann. Ich kann doch nicht mein Leben weiterleben, als wäre nichts geschehen. Es wird nie mehr so sein wie davor. Diese Erfahrung bringen Frauen nach einer Abtreibung zum Ausdruck.

„Das Trauma Abtreibung zerstörte mein Leben“

„Ich komme mir wie ein Roboter vor und tue mechanisch meine Arbeit. Mich freuen oder lachen – aber auch weinen kann ich nicht mehr! Alles egal!“   –  Oder: „Das ist ja noch nichts, hatten Arzt und Beraterin gesagt!  –  Dass es doch etwas gewesen war, merkte ich zu spät, als sich mein totes Kind wie ein Schatten auf meine Seele legte. Das Trauma Abtreibung zerstörte mein Leben.“

Dass die Tötung des eigenen Kindes nicht zu einem Zustand der Befreiung führt, macht auch die folgende Aussage mehr als deutlich:

„Warum hat mir das keiner gesagt? Wussten die anderen, Arzt, Beraterin, meine Eltern, meine Freundinnen und mein Mann wirklich nicht, was dann kommt? Als ich vor zwei Jahren zur Abtreibung gedrängt wurde, sagten alle, es sei das Beste für mich und für mein Kind! Nun ist mein Kind tot, und ich bin so verzweifelt! Ich kann nicht mehr schlafen und auch nicht mehr lachen. Niemand versteht mich! Damals hatte ich keine Kraft, mich gegen alle zu stellen. Auch heute bin ich mit meiner Not und meinem Elend allein. Bitte sagen Sie allen Menschen, wie furchtbar eine Abtreibung ist. Schreckliche Schmerzen quälen meinen Körper und meine Seele! Warum hat mir das denn keiner gesagt.“ (Quelle: Myriam … warum weinst du? Das Leiden der Frauen nach der Abtreibung, Post-Abortion-Syndrom PAS, Erlebnisberichte von betroffenen Frauen. Herausgeber: Stiftung „Ja zum Leben – Mütter in Not“, 1996).

Was tut man Frauen an, indem man ihnen Abtreibung als ein Mittel der Selbstbestimmung ausgibt?

Auch Abby Johnson, ehem. leitende Mitarbeiterin einer von International Planned Parenthood (IPP) betriebenen Abtreibungsklinik in Texas („Lebenslinie. Warum ich keine Abtreibungsklinik mehr leite“) war lange der Meinung, sich für Frauen einzusetzen, indem sie diesen die Möglichkeit bietet, sich für eine Abtreibung zu entscheiden und sie dann auf diesem Weg zu begleiten.

Welch ein grundlegender Irrtum. Das hat sie erst begriffen, als sie auf dem Ultraschallbild den Tod eines ungeborenen Kindes miterleben musste, als sie bei einer Abtreibung assistierte. Wenn schon die Leiterin einer Abtreibungsklinik nicht wusste, was bei einer Abtreibung eigentlich geschieht  –  wie vielen Frauen geht es nicht so. Frauen, denen man diese Art von Aufklärung verweigert.

Eine Frau im Konflikt einer ungewollten Schwangerschaft wünscht sich, wie auch Schwarzer einmal formuliert hat, keine Abtreibung. Die heutige Gesetzeslage suggeriert ihr aber, dass sie diese Möglichkeit habe.

Diese Entscheidung zwischen Leben und Tod, die man keiner Frau wünscht und die auch keine Frau treffen kann, begründet oder verstärkt oft erst die Konfliktlage, in der sich eine Frau bei einer ungewollten oder ungeplanten Schwangerschaft befindet. Das zeigt die Erfahrung aus der Schwangerschaftskonfliktberatung mit großer Deutlichkeit.

Rechtsbewußtsein schwindet mit fatalen Folgen

Die Verdunkelung des Rechtsbewusstseins, die mit der Legalisierung der Abtreibung einhergegangen ist und die große Teile unserer Gesellschaft erfasst, hat verheerende Auswirkungen, nicht nur für unsere Gesellschaft als ganze, die sich an das Wegsehen und Verdrängen gewöhnt hat, sondern auch für das Leben der einzelnen Frau.

Statt auf den Respekt und die Unterstützung ihrer Umgebung rechnen zu können, wenn sie ungewollt schwanger ist, wird sie allein gelassen. Durch eine Abtreibung kommt eine Frau nicht ihrer Selbstverwirklichung näher, sondern sie erlebt das Gegenteil davon, nämlich Scheitern (nicht im Sinne eines subjektiven Versagens, sondern als verwehrter Erfolg), Traurigkeit, zerstörte Lebensfreude, oft genug auch Depression, Verzweiflung darüber, dass niemand für sie da war, der sie aus der ihr ausweglos scheinenden Situation hinausgeführt hat.

Unsere Autorin, die Juristin Dr. Friederike Hoffmann-Klein, ist Mitglied des Bundesvorstands und stellv. Landesvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben) in Baden-Württemberg.

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Zeitschrift „Theologisches“ (Nr. 3-4/2014)


Bayreuth: Neue Erkenntnisse zur Entstehung und zum Alter des Mondes

Pressemitteilung der Universität Bayreuth vom 3. April 2014:

Aufprall eines kleineren planetaren Körpers auf der Erde.

Wie alt ist der Mond?  –  Berechnungen, die auf radiometrischen Methoden beruhen, haben bisher zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt, die von 30 bis 100 Millionen Jahre nach dem Ursprung unseres Sonnensystems reichen.

Neues Berechnungsverfahren ohne radiometrische Methoden

Ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. David Rubie am Bayerischen Geoinstitut (BGI), einem Forschungszentrum der Universität Bayreuth, hat jetzt ein völlig neues Verfahren entwickelt und angewendet, um die Entstehungszeit des Mondes zu bestimmen  –  unabhängig vom radioaktiven Zerfall von Atomkernen im Mondgestein.

Darüber berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“.

BILD: Künstlerische Darstellung des „Giant impact“, des Aufpralls eines kleineren planetaren Körpers von der Größe des Mars auf der Erde. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des NASA/Jet Propulsion Labors am California Institute of Technology.

Das Ergebnis dieser Forschungsarbeiten lautet: Der Mond ist frühestens 63 Millionen Jahre und spätestens 127 Millionen Jahre nach unserem Sonnensystem entstanden; genauer: nachdem sich aus der gasförmigen „Urwolke“ die ersten Planeten herausgebildet haben.

Dieser Prozess ereignete sich, darin ist sich die Planetenforschung heute einig, vor rund 4,6 Milliarden Jahren. Die jetzt in „Nature“ vorgestellte Altersbestimmung des Mondes bestätigt somit einige, aber nicht alle bisherigen Datierungen.

Sie widerlegt insbesondere diejenigen Berechnungen, welche die Entstehung des Mondes deutlich früher –   nämlich rund 30 Millionen Jahre nach dem Ursprung des Sonnensystems  –  ansetzen wollten.

Die Forschungsarbeiten, die schließlich zur neuen Altersbestimmung des Mondes geführt haben, zielten zunächst darauf ab, genauere Erkenntnisse über die Entstehung von Merkur, Venus, Erde und Mars zu gewinnen.

Diese Planeten werden als „terrestrische Planeten“ oder auch als „innere Planeten“ des Sonnensystems bezeichnet. Sie haben sich dadurch herausgebildet, dass viele Tausende von planetarischen Kleinkörpern um die Sonne rotierten und dabei allmählich zu größeren Massen zusammengewachsen sind.

Diese Akkumulation, die für die Entwicklungsgeschichte der terrestrischen Planeten bestimmend gewesen ist, haben die Wissenschaftler in über 250 Computersimulationen nachgeahmt.

Wie war es auf dieser Grundlage möglich, das Alter des Mondes neu zu bestimmen?

Die Wissenschaftler konnten dabei an eine Hypothese anknüpfen, die in der Fachwelt als gut begründet gilt und sich weitgehend durchgesetzt hat:

Der „Giant impact“ und seine Folgen 

Im Verlauf der Entstehungsgeschichte der terrestrischen Planeten ist ein planetarischer Körper  –  ungefähr von der Größe des Mars  –  auf den Vorläufer der Erde geprallt, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits als Planet mit festem Gesteinsmantel herausgebildet hatte.

Infolge dieses Aufpralls wurden riesige Wolken von Staub und Gesteinsbrocken in die Erdumlaufbahn geschleudert. Hier akkumulierten sie zu einer immer größeren Masse: den Mond.

Gleichzeitig aber löste der aufgeprallte planetare Körper auf der Erde erhebliche Schmelzprozesse aus. Dabei wurde Eisen, das im Mantel der Erde eingelagert war, geschmolzen und sank aufgrund seiner hohen Dichte zur Mitte der Erde, wo es den Erdkern bildete.

Nicht nur Eisen, sondern auch diejenigen chemischen Elemente, die als „siderophil“ („eisenliebend“) bezeichnet werden, weil sie vorzugsweise zusammen mit Eisen auftreten, wurden aus dem Mantel gelöst. Sie wanderten ebenfalls in den Erdkern.

Es handelt sich dabei u. a. um Gold, Iridium, Ruthenium, Rhenium, Osmium und Platin. Dies bedeutet: Während sich in der Erdumlaufbahn der Mond bildete, waren im Erdmantel keine oder fast keine siderophilen Elemente mehr vorhanden.

Zusammen mit Prof. Dr. David Rubie am Bayerischen Geoinstitut (BGI) waren auch Astrophysiker und Planetologen aus Frankreich und den USA an diesen Untersuchungen beteiligt; insbesondere Dr. Seth A. Jacobson, der sowohl am BGI als auch am Observatoire de la Côte d’Azur in Nizza tätig ist, sowie Prof. Dr. Alessandro Morbidelli in Nizza.

Die Forschungsarbeiten wurden aus dem Programm „ACCRETE“ gefördert. Der Europäische Forschungsrat (ERC) hatte Prof. Rubie im Jahr 2011 für dieses Projekt mit einem ERC Advanced Grant ausgezeichnet.

Vollständiger Text HIER: Pressemitteilung als pdf

Text und Redaktion:
Christian Wißler M.A.
Universität Bayreuth
Tel.: 0921 / 55-5356 / Fax: 0921 / 55-5325
E-Mail: mediendienst-forschung@uni-bayreuth.de

Negev-Wüste: Überreste eines uralten byzantinischen Klosters ausgegraben

Israelische Archäologen haben jetzt interessante Entdeckungen bekannt gegeben, darunter ein sensationeller Fund in der Negev-Wüste. Durch wurde bei Grabungen für den Bau eines Autobahnkreuzes ein byzantinisches Kloster mit einem kunstvollen, komplizierten Mosaikboden entdeckt (siehe Foto). 140403_Mosaik

Dr. Daniel Varga, der leitende Archäologe der Ausgrabungen, erläuterte, dass das Kloster vermutlich Überreste der byzantinischen Stadt Horvat Hora enthalte.

Entdeckt wurde eine Mosaik-Struktur, die 25 mal 35 Meter misst. Ein Teil war wohl eine Art Gebetsraum, diese Mosaikplatten sind mit einem Blattmotiv in starken Farben gestaltet. Der andere Teil war vermutlich der Speisesaal und bietet einen bunten Bilderteppich: Pflanzen, geometrische Muster, Körbe und Vögel sind gut zu erkennen.

Zudem wurden auf dem Areal eine Reihe von Tongefäßen ausgegraben: verschiedene Arten von Kannen, Töpfe und Schüsseln. Außerdem wurden viele Münzen gefunden, was daraus schließt, dass hier reiche Menschen gelebt haben.

Israels Altertumsbehörde beabsichtigt, das Kloster einschließlich der Mosaike in einem nahe gelegenen Tourismuszentrum zu rekonstruieren und für Besucher zugänglich zu machen.

Quelle für Text und Foto: http://www.israelheute.com


Archäologie: Gefährlichstes Raubtier der Eiszeit in Schöningen entdeckt

Erstmals Überreste der Säbelzahnkatze gefunden

Der norddeutsche Fundplatz Schöningen ist durch die Entdeckung der ältesten vollständigen Holzwaffen der Welt international bekannt geworden und die ca. 300.000 Jahre alten Speere gehören zum herausragenden Kulturerbe des Menschen.

Im aktuellen Heft der Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen (1/2014) stellen das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, die Universität Tübingen und die Universität Leiden die aktuelle Entdeckung von 300.000 Jahre alten Funden der europäischen Säbelzahnkatze (Homotherium latidens) aus der bekannten Fundstelle Schöningen 13 II-4 der Öffentlichkeit vor. p.txt

BILD: Rekonstruktion einer Säbelzahnkatze. Abbildung: Ramon López

Die Funde stammen aus demselben Horizont wie die Speere und wurden in einem 2011 neu entdeckten Grabungsareal freigelegt. Die an dieser Stelle geborgenen Knochenreste und Steingeräte des Menschen weisen auf eine Fortsetzung des Pferdejagdlagers hin, das damit auf einer Länge von über 100 Metern an einem ehemaligen Seeufer nachgewiesen werden kann.

Mit der Schöninger Entdeckung liegt der erste Fund von Homotherium latidens aus Norddeutschland vor und zugleich wird erstmals für Mitteleuropa die zeitgleiche Anwesenheit des frühen Menschen und der Säbelzahnkatze in einer archäologischen Fundschicht belegt. Die Schöninger Funde sind der jüngste gesicherte Beleg für die Säbelzahnkatze vor ihrem Aussterben in Mitteleuropa.

Die ausgezeichnet erhaltenen Raubtierreste bestehen bislang aus vier Zähnen und wenigen Knochen, die nach vorläufiger Untersuchung zu einem jungen erwachsenem Tier gehören. Die Säbelzahnkatze war mit einer Schulterhöhe von 1,1 Metern und einem Gewicht von ca. 200 Kilogramm ein beeindruckender Räuber. Sie hatte messerscharfe Krallen und das Gebiss war mit bis über zehn Zentimeter langen oberen Eckzähnen äußerst gefährlich.

Die Funde werfen ein neues Licht auf das Verhältnis des frühen Menschen zu den Raubtieren vor 300.000 Jahren. Es ist sehr gut möglich, dass sich früher Mensch und Säbelzahnkatze am Seeufer in Schöningen unmittelbar begegnet sind. Homo heidelbergensis hatte in diesem Fall nur eine Chance, sich gegen diesen hochgefährlichen Konkurrenten zu wehren: Er musste seine bis zu 2,3 Meter langen Holzspeere neben der Pferdjagd auch zur Verteidigung gegen die Raubtiere einsetzen.

Vor diesem Hintergrund sind die Schöninger Speere und eine schwere Lanze als Jagd- und Verteidigungswaffen anzusehen, die das Überleben des Menschen in Mitteleuropa vor 300.000 Jahren ermöglichten.

Die Grabungen werden an der Fundstelle fortgesetzt, und es ist gut möglich, dass weitere Funde der Säbelzahnkatze helfen, das Verhältnis von frühem Mensch und Raubkatze noch genauer zu verstehen.

Literaturhinweis:
•Serangeli, J./ T. van Kolfschoten/ Nicholas J. Conard, 300.000 Jahre alte Funde einer Säbelzahnkatze aus Schöningen – Die gefährlichste Raubkatze der Eiszeit erstmals für Norddeutschland belegt. Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 1/2014, 10-12.
•Thieme, H. (Hrsg.), Die Schöninger Speere: Mensch und Jagd vor 400 000 Jahren. Begleitbuch zur Ausstellung (Stuttgart/Hannover 2007).

Quelle: Pressemitteilung der Universität Tübingen vom 1. April 2014


Stuttgart: Elternrechts-Demo am 5. April

Das Aktionsbündnis »Elternrecht wahren« ruft auf zur DEMO FÜR ALLE am 5. April  um 15 Uhr in Stuttgart/Marktplatz.

Die Veranstaltung startet mit einer Auftaktkundgebung mit Musik, Redebeiträgen und Grußworten der Bündnispartner und Unterstützer. Anschließend führt ein Demonstrationszug, zu dem auch wieder zahlreiche Familien mit Kindern erwartet werden, durch die Stuttgarter Innenstadt zum Staatstheater. DSC03337a

Auf der Abschlußkundgebung werden hunderte aufsteigende Luftballons den Protest an die politisch Verantwortlichen nach oben tragen.

Mit der DEMO FÜR ALLE am 5. April  protestiert das Aktionsbündnis gegen die grün-roten Pläne zum neuen Bildungsplan und fordert: 

  • Wahrung des grundgesetzlich garantierten Erziehungsrechts der Eltern in Schulen und Kitas insbesondere im wertesensiblen Themenbereich Sexualität.
  • Verzicht auf jegliche scham- und persönlichkeitsverletzende Unterrichtsinhalte in Wort, Bild und Ton.
  • Respektieren des christlichen Menschenbildes, wie in der Landesverfassung verankert sowie Stopp von Indoktrination der Kinder im Sinne der Ideologie des Gender-Mainstreaming.

Dem Aktionsbündnis gehören zahlreiche Organisationen und Initiativen an, darunter: Bündnis Rettet die Familie, EAK Heilbronn/Rems-Murr/Stuttgart, Frau 2000plus, Forum Familiengerechtigkeit, Initiative Familienschutz, Initiative Schützt unsere Kinder, Starke Mütter, Stiftung Familienwerte, Verantwortung für die Familie, Verband für Familienarbeit u.a.m. 

Dazu erklärt die Verantwortliche Hedwig von Beverfoerde:

Die Zeit der unwidersprochenen Bevormundung und Diskriminierung von Eltern mit Kindern ist vorbei. Es sind die Familien, die die Zukunft unseres Landes sichern. Mit diesem Selbstbewußtsein gehen – erstmals in Deutschland – Familien in einem breiten Bündnis auf die Straße zur Wahrung des Elternrechts und zum Schutz ihrer Kinder.“

Die DEMO FÜR ALLE und eine Liste aller Unterstützer des Aktionsbündnis finden Sie auf unserer Internetseite: www.demofueralle.de.

Initiative Familienschutz
Hedwig von Beverfoerde
presse@familien-schutz.de
Zionskirchstr. 3 in 10119 Berlin


„Google“ erfüllt Zensurwünsche des deutschen Homosexuellen-Verbands LSVD

Pressemitteilung der Initiative „Schützt unsere Kinder“:

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) teilte in einer Pressemeldung vom 14.2.2014 mit, dass man mit Google übereingekommen sei, “volksverhetzende” Auto-Vervollständigungen zu zensieren. DSC03323a

Der LSVD hatte in einem Schreiben an Google darauf hingewiesen,

“dass in der Google-Suche homophobe Auto-Vervollständigungen angezeigt werden.(…) Deshalb haben wir Google mit Schreiben vom 28.1.2014 gebeten, diese volksverhetzenden Auto-Vervollständigungen zu unterbinden.”

Google habe laut LSVD sofort reagiert und angekündigt, “Vervollständigungen prüfen und sie gegebenenfalls zu unterbinden“. (…)

BILD: Demonstration der Initiative „Schützt unsere Kinder“ in Stuttgart gegen den grün-roten Bildungsplan  (Foto: M. von Gersdorff)

Wenn sich der verwunderte Leser jetzt fragen sollte, warum ein Suchmaschinenriese wie Google, gegen dessen Auto-Vervollständigungen Menschen wie Bettina Wulff nur prozessieren können, so schnell den Wünschen der LSBTTIQ-Lobby entspricht, dem bietet das Schwulen-Magazin „Queer.de“ folgende Erklärung an:

“Der US-Konzern Google gilt als äußerst homofreundlich: So setzte er sich in den USA dafür ein, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen. Außerdem engagiert sich die Firma regelmäßig bei CSDs.”

Quelle und vollständige Meldung hier: http://zukunft-familie.org/google-zensiert-fuer-den-lsvd/