Außenminister Steinmeier trauert um ermordeten Jesuitenpater in Syrien

Der deutsche Außenminister Steinmeier erklärte am heutigen Dienstag nach der Ermordung von Pater Frans van der Lugt in Syrien:
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„Der Mord an Pater Frans van der Lugt erfüllt uns mit großer Trauer. Pater Frans hat sich in aufopferungsvoller Weise für die Menschen in Homs eingesetzt, die er auch in der größten Bedrängnis nicht alleine lassen wollte. weisselberg_memoriam
Mit großer Beunruhigung verfolgen wir, dass in zunehmendem Maße religiöse Minderheiten, auch Christen, Ziel von Übergriffen islamistischer Terroristen werden.
In diesem Zusammenhang fordern wir die sofortige Freilassung der entführten Vertreter christlicher Kirchen, darunter Jesuitenpater Paolo Dall’Oglio, der Metropolit der syrisch-orthodoxen Kirche, Mar Gregorius Yoanna Ibrahim, sowie der Metropolit der griechisch-orthodoxen Kirche, Boulos Yazigi.“
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Hintergrundinfos:
Pater Frans van der Lugt war seit fünf Jahrzehnten für den Jesuitenorden in Syrien tätig. Er setzte sich vor allem im Bildungsbereich ein und unterstützte zahlreiche Projekte für Menschen mit Behinderungen. Zuletzt war er in der von Regierungstruppen belagerten Stadt Homs tätig.
Die Hintergründe seiner gestrigen Ermordung sind unklar. Frans van der Lugts jesuitischer Konfrater Paolo Dall’Oglio wurde im Juli 2013 entführt. Sein Schicksal ist weiterhin ungeklärt.
Die Metropoliten der syrisch-orthodoxen Kirche, Mar Gregorius Yoanna Ibrahim, und der griechisch-orthodoxen Kirche, Boulos Yazigi  –  beide aus Aleppo  – wurden vor fast einem Jahr entführt.

Internetangebot des Auswärtigen Amts: www.auswaertiges-amt.de


Kuba: Die kommunistische Diktatur verfolgt sogar Kinder

Siebenjähriger Junge aus politischen Gründen verhaftet

Sandra Guerra, ein Mitglied der christlichen Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“, wurde am 5. April an einem Kontrollpunkt in Managua, 18 Kilometer von der kubanischen Hauptstadt Havanna entfernt, festgenommen.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden auch ihr 7-jähriger Sohn Miguel de Jesús und ihre 12-jährige Nichte Claudia Guerra von Polizeibeamten festgenommen und erst am Abend des 5. April wieder entlassen.Anzeige-Kuba-Flagge-Gitterstaebe_8a1367f180

Sandra Guerras einziges „Vergehen“ war, mit den beiden Kindern von Melena del Sur in die kubanische Hauptstadt zu reisen, so die IGFM.

Die Polizisten informierten Sandra Guerra, dass die kommunistische Staatssicherheit ihre Verhaftung angeordnet hätte.
„Nachdem meine Schwester mich angerufen hatte, wurde ihre Telefonverbindung vom Regime unterbrochen. Die gesamte Familie war sehr besorgt, weil wir stundenlang nicht wussten, wo sich Sandra und die beiden Kinder aufhalten“, so Roberto de Jesús Guerra Pérez, Leiter der regimekritischen Nachrichtenagentur Hablemos Press, gegenüber der IGFM.
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Die IGFM sieht in den Repressalien der Castro-Diktatur gegen Kinder eine Steigerung des Druckes, den das Regime ausübt, um friedliche Proteste zu ersticken.
„Die Dame in Weiß, Sandra Guerra, wurde bereits mehrmals misshandelt, wenn sie versuchte, nach Havanna zu reisen um zusammen mit anderen Frauen an friedlichen Protesten teilzunehmen. Jetzt wurden auch die beiden Kinder bedroht und beschimpft“, erklärt René Gomez, Vorsitzender der IGFM auf Kuba.
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Die IGFM ruft die Internationale Gemeinschaft zu Protest und Solidarität mit den „Damen in Weiß“ auf, die regelmäßig bei ihren friedlichen Protestmärschen für die Freilassung aller politischen Gefangenen Kubas von Staatssicherheitsbeamten und Polizisten bedroht, geschlagen und verhaftet werden.
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Oftmals sind unter den Verhafteten auch die minderjährigen Kinder der „Damen in Weiß“, die auch in der Schule von Schergen des Castro-Regimes beschimpft und bedroht werden, weil ihre Mütter regimekritisch eingestellt sind.
 
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33
info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Moses und die eherne Schlange in Kreuzform als Vor-Zeichen des Heils

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Numeri 21,4-9:

In jenen Tagen, die Israeliten brachen vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Schilfmeer ein, um Edom zu umgehen.

Unterwegs aber verlor das Volk den Mut, es lehnte sich gegen Gott und gegen Moses auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Ägypten  heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser. Dieser elenden Nahrung sind wir überdrüssig.

Da schickte der HERR Giftschlangen unter das Volk. Sie bissen die Menschen und viele Israeliten starben. Die Leute kamen zu Moses und sagten: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den HERRN und gegen dich aufgelehnt. Bete zum HERRN, daß er uns von den Schlangen befreit.

Da betete Moses für das Volk. Der HERR antwortete ihm: Mach dir eine Schlange und häng sie an einer Fahnenstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht.

Moses bereitete also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Fahnenstange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben.

 Foto: Petrusbruderschaft