Eltern-Initiativen gegen den grün-roten „Bildungsplan“ ziehen immer weitere Kreise

Mathias von Gersdorff

Die dritte Demonstration in Stuttgart am 5. April 2014 gegen den „Bildungsplan 2015“ markiert gewissermaßen das Ende der viermonatigen Aufbauphase einer Bürgerbewegung, die durch die Petition Gabriel Stängles „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ am 28. November 2013 ausgelöst wurde.

Das Ideal, das anfangs von Stängle und seinem Team rund um die Protest-Petition verkörpert wurde, wird heute von den beiden Oppositionsparteien CDU und FDP im baden-württembergischen Landestag unterstützt, von vielen Organisationen im gesamten Bundesgebiet getragen und hat an “Manif pour Tous”, die in Frankreich Millionen Menschen mobilisieren konnte und an die Volksinitiative gegen den Sexualunterricht in der Schweiz, Anschluss gefunden. stuttgart 009a

Zu dieser Entwicklung gehört auch die Tatsache, dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann inzwischen Gespräche mit kirchlichen Vertretern führt, die Stängles Petition unterstützen.

Unser Autor, Mathias v. Gersdorff, als Redner bei der Protest-Demo in Stuttgart

Für das Entstehen dieser Bewegung kommt an Bedeutung gleich nach Gabriel Stängle das Ehepaar Hans Christian und Natalie Fromm. Sie gründeten die Bürgerinitiative “Schützt unsere Kinder” und riefen zur ersten Demonstration am 1. Februar 2014 in Stuttgart auf. Diese konnte aufgrund der Blockaden linksradikaler Chaoten nicht beendet werden.

Dieser Widerstand spornte sie aber an, zu einer zweiten Demonstration am 1. März aufzurufen. Diese war besser organisiert sowohl hinsichtlich der Technik, der Apparatur und vor allem der Sicherheit. Über 100 Ordner gewährleisteten einen sicheren und reibungslosen Ablauf der Kundgebung. Auch die Polizei war viel besser vorbereitet, so dass der Menschenzug den Zielort erreichen konnte.

Die Demonstration vom 1. März stieß auf großes Medienecho und zeigte sehr deutlich, dass die Gegner des Bildungsplanes erhebliches Mobilisierungspotential besaßen.  frage

An dieser Stelle ist interessant zu bemerken, dass Gabriel Stängle und das Ehepaar Fromm zunächst nichts anderes taten, als ihrem natürlichen und gesunden Elterninstinkt zu folgen. Sie wollten lediglich ihre Kinder beschützen. Deshalb besitzt diese organisch gewachsene Bewegung so viel Authentizität und moralische Autorität. Die Befürworter des Bildungsplanes haben nichts Vergleichbares zu bieten.

Die dritte Demonstration erfuhr eine erneute organisatorische Steigerung hin zu mehr Professionalität. Hedwig von Beverfoerde und ihr Team der Initiative Familienschutz sorgten im Vorfeld für die Werbung, Plakate, Buttons und die nötige technische Ausrüstung während der Veranstaltung.

Ein Aktionsbündnis (bestehend aus Agens, Bündnis Rettet die Familie, DVCK – Aktion Kinder in Gefahr, Evangelischer Arbeitskreis der CDU-Kreisverbände Heilbronn, Rems-Murr und Stuttgart, Familiennetzwerk, Frau2000plus, Forum Familiengerechtigkeit, Gabriele Kuby, Initiative Familienschutz, Initiative Schützt unsere Kinder, Starke Mütter, Stiftung Familienwerte, Verantwortung für Familie, Verband für Familienarbeit) sollte die breite zivilgesellschaftliche Unterstützung der Veranstaltung am 5. April und des Anliegens Stängels Petition beweisen.

Aber auch die Politik kann diese Bewegung nicht mehr ignorieren. In der Rednerliste waren per Grußwort vertreten: die Fraktionsvorsitzenden der CDU und SPD in Stuttgart, der Arbeitskreis der CDU Heilbronn, Anna Schupeck von der AFD und Michael Ragg von der AUF-Partei.

Aus dem Ausland traten als Redner Ulrike Walker (Volksinitiative gegen den Sexualunterricht in der Schweiz) und Pierre-Louis Santos (Manif pour tous, Frankreich) auf.

Außerdem ist diese Bewegung auch thematisch gewachsen. Schon längst geht es nicht nur um den “Bildungsplan 2015″ in Baden-Württemberg, sondern um viel mehr. Die Buchautorin Gabriele Kuby, die den Impulsreferat am Anfang der Kundgebung am 5. April hielt, erklärte mit eindrucksvoller Klarsicht, dass das Vorhaben der grün-roten Landesregierung Teil einer globalen sexuellen Revolution sei. DSC03338a

Wie geht es nun weiter?

Am 9. April wird Stängles Petition im Stuttgarter Landtag behandelt. Diese Petition bzw. ihre Initiatoren können für sich beanspruchen, dass ihr Ansinnen von vielen Bürgern, Organisationen und Parteien getragen wird. Sie vertreten die Interessen der Eltern, die nichts anderes wollen, dass ihre verfassungsrechtlich geschützten Erziehungsrechte respektiert werden.

Was hat das grün-rote Lager in dieser Auseinandersetzung vorzuweisen?

Die Grünen haben in dieser viermonatigen Auseinandersetzung ihre wahre Gesinnung gezeigt. Gerade die Partei, die immer wieder tönt, sie stamme aus einer Bürgerbewegung, sei volksnah und trete für die Stärkung der Grundrechte ein, tat bislang nichts andere,s als die Gegner des Bildungsplanes zu verhetzen und zu verleumden.

Die “Grüne Jugend” ging soweit, die demonstrierenden Eltern als “homophoben Schlossplatz-Mob” zu bezeichnen  –  ein Tiefpunkt demokratischer Diskussionskultur. Nicht viel besser hat sich Kultusminister Andreas Stoch verhalten. Bislang hat er vor allem durch seine abfälligen Bemerkungen über die Elternverbände die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Die grün-rote Landesregierung hat also außer der blanken Staatsmacht nichts auf ihrer Seite. Dank ihrer Mehrheit im Landesparlament könnte sie einen “Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens” durchsetzen.

Aber zu welchem Preis: Der Schulfrieden wäre in Baden-Württemberg für Jahre dahin. Die Erfahrung aus allen Bundesländern zeigt: Man kann keine Schulpolitik gegen die Eltern betreiben, denn Kinder sind das Wertvollste, was wir haben.

Eltern werden niemals bereit sein, ihre Kinder einem staatlichen Gesinnungsprogramm zu überlassen. Ministerpräsident Kretschmann kann versuchen, seinen Bildungsplan mit der Brechstange durchzusetzen. Doch dann muss er sich auf etwas gefasst machen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“


Popgruppe „Wise Guys“ kommt zum Regensburger Katholikentag und setzt sich für kirchliche Projekte ein

Die Wise Guys aus Köln, Deutschlands bekannteste Vokal-Pop Gruppe, wird auch dieses Jahr auf dem Katholikentag wieder für rhythmische Musik sorgen: kostenlos und unter freiem Himmel.

Am 29. Mai treten die fünf Musiker im Stadion an der Universität in Regensburg auf und machen es zu ihrer Bühne. Ihr Einsatz für das kirchliche Hilfswerk Misereor ist ihnen ebenfalls sehr wichtig.  Sänger Sari

Im Interview mit dem Katholikentagsteam hat Sänger Marc „Sari“ Sahr (er war früher Ministrant) einige Fragen beantwortet:

Katholikentag: Die Wise Guys sind schon öfter auf den Katholikentagen aufgetreten. Was verbinden Sie persönlich mit den Katholikentagen und was erwarten Sie von Regensburg?

Sari (siehe Foto): Ich persönlich habe sehr schöne Erinnerungen an die vergangenen Katholikentage, weil da immer eine sehr herzliche und gemeinschaftliche Stimmung herrscht. Ich habe immer das Gefühl, dass dort viele Menschen und viele Ideen zusammenkommen, man sich inspirieren lassen kann. Und die Menschen dann mit neuem, großen Elan und mit einer großen Lust, etwas zu verändern, von dort wieder weggehen. Ich hoffe, dass das in Regensburg genauso wieder der Fall sein wird. Aber da bin ich wieder sehr zuversichtlich.

Katholikentag: Die katholische Kirche, die Kirchen allgemein haben mit schwindendem Interesse zu kämpfen. Welche Bedeutung kommt in dieser schwierigen Zeit dem Katholikentag zu?

Sari: Ich denke, dass die Katholikentage gerade deshalb umso wichtiger sind. Ich finde, Wise Guys Gruppedass diese Art von gemeinschaftsstiftendem Ereignis eine große Bedeutung zukommt. Denn da, wo man sich zusammen tut, wo man auch den Diskurs und den Disput nicht scheut, da kann Vieles bewegt werden. Und das funktioniert, so glaube ich, gerade in solchen Krisenzeiten nur über die Kommunikation. Und die findet statt auf den Katholikentagen.

Katholikentag: Das Motto „Mit Christus Brücken bauen“ …

Sari: …passt. Denn ich glaube, dass es für die Katholiken in Deutschland Zeit ist, mit Christus eine Brücke zwischen der Basis und der Institution Kirche zu bauen. Das scheint mir im Moment sehr vorrangig zu sein.

Katholikentag: Was verfolgen die Wise Guys mit ihrem Engagement beim Katholikentag?

Sari: Wir sind jetzt in erster Linie nicht als gesellschaftspolitischer Botschafter da, sondern wir sehen uns schon eher als überwiegenden Teil des Unterhaltungsprogramms. Allerdings haben auch wir persönliche Anliegen, die durchaus auf dem Katholikentag zur Sprache kommen dürfen. So ist eines unserer Anliegen, einmal über unseren Tellerrand hinweg zu schauen, den Blick auf die Dritte Welt-Länder zu richten, die Probleme haben und die durchaus unsere Hilfe zur Selbsthilfe gebrauchen können.

Katholikentag: Lassen die Wise Guys ihren Worten Taten folgen?

Sari: Wir unterstützen selbst zwei Projekte über Misereor. Da ist einmal das Butterflies-Projekt in Dehli, Indien, das sich um Straßenkinder kümmert. Und zum anderen liegt uns auch das Projekt „Wege aus der Armut“ in Südafrika sehr am Herzen. Dort kümmert man sich um Kinder von verarmten Landarbeitern, die da unter ganz schwierigen Bedingungen aufwachsen und kaum eine Schulbildung erhalten.


Quelle und Kontakt:
Silke Jäger, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
99. Deutscher Katholikentag Regensburg 2014 e.V.
Im Gewerbepark C 55  /  93059 Regensburg
Telefon 0941.584 390 152  /  Fax 0941.584 390 155
silke.jaeger@katholikentag.de
 

EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider übt scharfe Kritik an Birgit Kelle

Kelle: „Es war richtig, katholisch zu werden“

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, hat der Publizistin Birgit Kelle „populistische Anbiederei“ an „veränderungsunwillige konservative Kreise“ vorgeworfen.
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Anlaß ist Kelles Kritik an der Gender-Mainstreaming-Theorie. In einem Interview hatte sie diese als „wirre Ideologie“ bezeichnet.
„Solche polemische Kritik und die Zustimmung zu ihr lassen darauf schließen, daß mit ‚Gender‘ Gefühle und Ängste bei Menschen angesprochen werden“, sagte Schneider am gestrigen Montag bei der Eröffnung des evangelischen „Studienzentrums für Genderfragen in Kirche und Theologie“ in Hannover nach einem Bericht der evangelikalen Medienmagazins PRO. Birgit Kelle neu
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Birgit Kelle (siehe Foto) wies die Vorwürfe Schneiders zurück. Gegenüber der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT erklärte sie:
„Es ist traurig, daß solche Vorgänge immer nach demselben Schema ablaufen. Es wird nicht sachlich widerlegt, sondern man arbeitet sich an den Kritikern ab.“
Sie verstehe auch nicht, warum sich die EKD überhaupt des ganzen Gender-Themas annehme. Die evangelische Kirche habe wahrlich dringendere Probleme.„Es ist nicht die Aufgabe der EKD, die Gender-Theorie zu verbreiten. Hauptaufgabe ist immer noch die Verkündigung des Evangeliums. Insofern war es eine richtige Entscheidung, vor zwei Jahren zum Katholizismus zu konvertieren“, sagte Kelle.

Das Studienzentrum für Genderfragen will sich laut Angaben der Verantwortlichen auch mit der sog. „Queer-Theologie“ beschäftigen. Diese richtet sich gegen die christliche Sittenlehre, welche praktizierte Homosexualität als Sünde betrachtet. Für das Zentrum stellt die EKD ein jährliches Budget von 218.000 Euro bereit.

Bei der Veranstaltung am Montag betonte Schneider laut Medienmagazin PRO, er habe vieles an der feministischen Theologie zunächst für Unsinn gehalten. Seine Frau habe ihn dann aber davon überzeugt.

„Vieles ist in unserer Kirche schon geschehen“, freute sich der Ratsvorsitzende. „Verkrustungen einer jahrtausendealten Männertheologie und Männerkirche wurden  –  Gott sei Dank!  –  in den letzten 40 Jahren von Frauen schon aufgebrochen.“

Quelle: http://jungefreiheit.de/allgemein/2014/ekd-ratsvorsitzender-schneider-greift-journalistin-kelle-an/


Der HERR hört das Seufzen der Gefangenen

Liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 102 (101),2-3.16-17 ff:

HERR, höre mein Gebet!
Mein Schreien dringe zu dir.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir!
Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu!
Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald!

Dann fürchten die Völker den Namen des HERRN
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
Denn der HERR baut Zion wieder auf
und erscheint in all seiner Herrlichkeit.

ER wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,
ihre Bitten verschmäht ER nicht.
Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,
damit das Volk, das noch erschaffen wird, den HERRN lobpreise.

Denn der HERR schaut herab aus heiliger Höhe,
vom Himmel blickt ER auf die Erde nieder;
  ER will auf das Seufzen der Gefangenen hören
und alle befreien, die dem Tod geweiht sind.